Diese Arbeit umfasst die Thematik der Markt- und Wettbewerbsanalyse des Projektpartners Schmidt Tivioli und Theater. Hierzu werden zunächst jeweils die theoretischen Grundlagen der Branchenanalyse, Marktsegmentierung und Wettbewerbsanalyse erläutert. Im zweiten Schritt jedes Kapitels werden diese Theorien auf die Schmidt Häuser bzw. den Theatermarkt / Kultur-Unterhaltungsbereich beispielhaft angewendet.
Das Ziel dieser Dokumentation soll sein, alle wichtigen Faktoren und wissenschaftlichen Methoden der Branchenanalyse, Marktsegmentierung und Wettbewerbsanalyse darzulegen. Auf den Ergebnissen aufbauend, soll die Arbeit erste Möglichkeiten und Problemstellungen für die Schmidt Häuser hinsichtlich dieser drei Themengebiete aufzeigen und kann als Basis aller weiteren Maßnahmen verstanden werden
Die Wettbewerbsanalyse scheint in den Schmidt Häusern noch keine Anwendung gefunden zu haben. Es hat sich herausgestellt, dass man zwar andere Theater in Hamburg kenne, jedoch noch keine weiteren Analyse erstellt hat. Dies ist jedoch unerlässlich, da Marken und Unternehmen vor der Herausforderung stehen, ihre Strategien und Handeln an alle Stakeholder anzupassen sowie sich gegen Konkurrenten/Wettbewerb durchzusetzen.
Der Wettbewerb ist einer dieser Anspruchsgruppen und gehört zur Mikro-Umwelt eines Unternehmens. Demnach müssen alle im Konkurrenzkampf stehenden Unternehmen ihr Handeln (z.B. Marketing-Aktivitäten) an den Wettbewerb anpassen. So müssen auch Theater, wie das Schmidt Tivoli, die Konkurrenz analysieren, um Wettbewerbsvorteile zu erreichen oder vielmehr die Entstehung eines Unique-Selling-Point bzw. Unique-Selling-Proposition zu erreichen, um sich gänzlich von anderen Wettbewerbern zu unterscheiden.
Inhaltsverzeichnis
1. EINLEITUNG
1.1. PROBLEMSTELLUNG
1.2. VORGEHENSWEISE
2. DATEN UND FAKTEN SCHMIDT HÄUSER
3. MARKTANALYSE
3.1. NOTWENDIGKEIT MARKTANALYSE
3.2. MARKTZUGEHÖRIGKEIT
4. BRANCHENANALYSE
4.1. BRANCHENANALYSE NACH PORTER
4.2. KRITIK AN PORTERS FÜNF-FAKTOREN MODELL
5. MARKTANALYSE UND BRANCHENANALYSE SCHMIDT HÄUSER
5.1. MARKTZUGEHÖRIGKEIT
5.2. BRANCHENANALYSE SCHMIDT HÄUSER
6. MARKTSEGMENTIERUNG
6.1. AUFGABEN UND ENTSTEHUNGSGRUND VON MARKTSEGMENTIERUNG
6.2. VORRAUSETZUNGEN UND MÖGLICHKEITEN DER MARKTSEGMENTIERUNG
7. MARKTSEGMENTIERUNG SCHMIDT HÄUSER (KULTURUNTERHALTUNG)
8. WETTBEWERBSANALYSE
8.1. THEORIEN UND MÖGLICHKEITEN DER WETTBEWERBSANALYSE
8.2. WETTBEWERBSSTRATEGIEN
8.3. WETTBEWERBER SCHMIDT TIVOLI
Zielsetzung und Themen der Arbeit
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, die notwendigen wissenschaftlichen Methoden zur Branchenanalyse, Marktsegmentierung und Wettbewerbsanalyse darzulegen und diese beispielhaft auf die Schmidt Häuser anzuwenden, um erste Möglichkeiten und Problemstellungen für eine strategische Weiterentwicklung aufzuzeigen.
- Grundlagen der Branchenstrukturanalyse nach Porter
- Methoden der Marktsegmentierung im Dienstleistungssektor
- Analyse des Produktportfolios und des Marktumfelds der Schmidt Häuser
- Identifikation und Kategorisierung direkter und indirekter Wettbewerber
- Entwicklung von Strategieansätzen zur Differenzierung im Wettbewerb
Auszug aus dem Buch
4.1. Branchenanalyse nach Porter
Im der Phase der Wettbewerbsanalyse bzw. Situationsanalyse eines Unternehmens, geht die Branchenanalyse wie erläutert vor. Nach Porter wird unternehmerisches Handeln stark durch eine Branchenzugehörigkeit beeinflusst, da „(…) die Spielregeln des Wettbewerbs, als auch die Strategien, die dem Unternehmen potenziell zur Verfügung stehen“(Zitat Michael E. Porter, Wettbewerbsstrategie 2009 S.35), geprägt werden. Als Branche allgemein werden alle Märkte bezeichnet, in denen zwei oder mehrere Parteien (Unternehmen) ein Gleiches oder austauschbare Produkte anbieten.
Porter hat durch das „5 Faktoren Modell“, das den Branchenwettbewerb prägt (Englisch: Porters Five Forces), sich als Pionier der Branchenanalyse etabliert. Laut Porter hat das Ausmaß des Wettbewerbs und das Verhältnis der Wettbewerber zueinander nichts mit Zufall zu tun. Eben das beschreiben seine 5 Faktoren: Potenzielle neue Konkurrenten, Lieferanten, Ersatzprodukte, Abnehmer/Kunden sowie bestehende Rivalität unter bestehenden Unternehmen. Porter definiert die 5-Kernebenen folgendermaßen:
Potenzielle neue Wettbewerber: Porter versteht hierunter, dass sich die Wettbewerbsintensität ändert, wenn neue Konkurrenten auf den Markt stoßen, deren Produkte entweder technisch überlegen sind oder kostengünstiger angeboten werden. So können neue Wettbewerber im Markt teilnehmen, neue Marktsegmente einnehmen oder bisherige Teilnehmer auch verstoßen. Ein Beispiel hierfür ist die Etablierung des Smartphones oder iPhone auf dem Handymarkt. Die Gefahr dieses Punktes ist auch immer in Abhängigkeit von Branchen zu sehen; so lässt sich beispielsweise die Gefahr eines neuen Konkurrenten im FMCG-Markt auf Grund geringerer Investitionen und Planungstätigkeiten als geringer einstufen, als in etwa einer investitionshohen Branche, beispielsweise nachhaltige Energien (Windräder u.v.m.). Für Unternehmen ist es ebenfalls schwer abzuschätzen bzw. zu planen, wann und welchem Umfang Innovation bei Wettbewerbern entwickelt und auf dem Markt eingeführt werden.
Zusammenfassung der Kapitel
1. EINLEITUNG: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Wettbewerbsanalyse ein und stellt die Problemstellung sowie die Vorgehensweise der Arbeit vor.
2. DATEN UND FAKTEN SCHMIDT HÄUSER: Dieses Kapitel bietet einen Überblick über die Gründung und das Leistungsangebot der Schmidt Häuser als Privattheater.
3. MARKTANALYSE: Hier wird die Bedeutung der Marktanalyse für die strategische Planung erläutert und die Notwendigkeit der Marktzuordnung diskutiert.
4. BRANCHENANALYSE: Das Kapitel erläutert das 5-Faktoren-Modell nach Porter und setzt sich kritisch mit dessen Anwendbarkeit auseinander.
5. MARKTANALYSE UND BRANCHENANALYSE SCHMIDT HÄUSER: Die theoretischen Ansätze der vorherigen Kapitel werden hier konkret auf das Geschäftsmodell der Schmidt Häuser übertragen.
6. MARKTSEGMENTIERUNG: Hier werden die Aufgaben, Voraussetzungen und Kriterien für eine erfolgreiche Segmentierung von Märkten definiert.
7. MARKTSEGMENTIERUNG SCHMIDT HÄUSER (KULTURUNTERHALTUNG): Dieses Kapitel wendet die Segmentierungstheorie auf das Kulturangebot der Schmidt Häuser an und visualisiert dies in einer Matrix.
8. WETTBEWERBSANALYSE: Das Kapitel behandelt theoretische Instrumente der Wettbewerbsanalyse und führt eine erste Wettbewerber-Identifikation für die Schmidt Häuser durch.
Schlüsselwörter
Wettbewerbsanalyse, Branchenanalyse, Porter 5-Forces, Marktsegmentierung, Schmidt Häuser, Unterhaltungstheater, Strategieentwicklung, Differenzierung, Wettbewerber, Produktportfolio, Kundenverhalten, Positionierung, Kulturbetrieb, Dienstleistungsmarketing, Marktnische
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Anwendung von Methoden der Markt- und Wettbewerbsanalyse für die Schmidt Häuser in Hamburg, um strategische Defizite aufzudecken.
Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?
Die zentralen Felder sind die Branchenstrukturanalyse, die strategische Marktsegmentierung und die detaillierte Analyse des Wettbewerbsumfelds.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?
Ziel ist es, zu demonstrieren, wie durch wissenschaftliche Analysen Wettbewerbsvorteile erzielt und eine klare Positionierung erreicht werden kann, anstatt Wettbewerb als nicht relevant zu betrachten.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Es werden klassische Instrumente wie das 5-Kräfte-Modell von Michael E. Porter, Portfolioanalysen und Positionierungsmatrizen eingesetzt.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil umfasst die theoretische Herleitung der Analyseinstrumente und deren praktische Anwendung auf die spezifische Situation der Schmidt Häuser als Privattheater.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Wettbewerbsanalyse, Marktsegmentierung, Differenzierung und Unterhaltungstheater definiert.
Warum wird das "5-Faktoren-Modell" nach Porter kritisiert?
Kritikpunkte sind unter anderem die Vernachlässigung von Kooperationen zwischen Unternehmen sowie die mangelnde Berücksichtigung kurzfristiger Marktdynamiken und psychologischer Motive.
Welche Schlussfolgerung zieht der Autor für die Schmidt Häuser?
Der Autor schlussfolgert, dass eine detaillierte Wettbewerbsanalyse zwingend notwendig ist, um sich von direkten und indirekten Konkurrenten durch eine klare Strategie der Differenzierung abzuheben.
- Quote paper
- Anonym (Author), 2013, Strategic Planning. Branchenanalyse, Marktsegmentierung und Wettbewerbsanalyse im Theaterumfeld, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302811