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Bindungstheorie in der stationären Kinder- und Jugendhilfe

Título: Bindungstheorie in der stationären Kinder- und Jugendhilfe

Trabajo Escrito , 2015 , 28 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Robert Wirth (Autor)

Trabajo social
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Im Jahr 2012 lebten in der Bundesrepublik Deutschland 36.048 Kinder und Jugendliche in stationären Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen (vgl. Statistisches Bundesamt). Diese Arbeit möchte eine Verbindung herstellen zwischen der Bindungstheorie und der Arbeit in der stationären Kinder- und Jugendhilfe. Dabei soll die Frage erörtert werden, welchen Einfluss die Bindungstheorie auf die Arbeit in der stationären Kinder- und Jugendhilfe haben kann.
Als erstes werden wir den für unsere Arbeit relevanten Teil der Bindungstheorie erklären. In Kapitel 3 werden wir einen Überblick über die Geschichte, rechtlichen Grundlagen, sowie die Formen der stationären Arbeit geben. Anschließend werden wir bindungsbasierte Traumata aufzeigen, welche Kinder und Jugendliche erleiden können. In Kapitel 6 werden abschließend Möglichkeiten für den Einsatz der Bindungstheorie in der Kinder- und Jugendhilfe aufgezeigt.
In der frühkindlichen Entwicklung sind die Eltern, zu meist die Mutter, primäre Bindungspersonen für ihre Kinder. In dieser Arbeit sprechen wir von primären Bindungspersonen und allgemeinen Bindungspersonen, um auch andere Menschen, welche diese Aufgabe übernehmen können, mit einzuschließen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Bindungstheorie nach Bowlby und Ainsworth

2.1. Begriffsdefinitionen für diese Arbeit aus der Bindungstheorie

2.2. Erwachsenen- Kind Bindung im Kindesalter

2.3. Zwischen „nicht mehr und noch nicht“

2.4. Bindungsmuster

2.5. Auswirkungen der Eltern-Kind Bindung

3. Kinder- und Jugendhilfe

3.1. Geschichte und rechtliche Grundlagen der stationären Kinder- und Jugendhilfe

3.2. Formen der stationären Kinder- und Jugendhilfe

4. Traumatisierung der Kinder und Jugendlichen

4.1. Durch Bindungspersonen verursacht

4.2. Durch Trennung von den Bindungspersonen verursacht

4.3. Deprivation

5. Bindungstheorie in der Kinder- und Jugendhilfe

5.1. Bindung zu Erziehern

5.2. Bindung zu Kindern mit hohem Aggressionspotential

5.3. Oft wechselnde Betreuer

5.4. Trauerarbeit

5.5. Eingewöhnung

5.6. Kinder unter drei Jahren in der stationären Kinder- und Jugendhilfe

6. Elternarbeit

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht den Einfluss der Bindungstheorie auf die stationäre Kinder- und Jugendhilfe, um Möglichkeiten aufzuzeigen, wie durch eine bindungsbasierte pädagogische Herangehensweise die Situation von Kindern und Jugendlichen in Heimeinrichtungen verbessert und ihre internalen Arbeitsmodelle positiv beeinflusst werden können.

  • Grundlagen der Bindungstheorie nach Bowlby und Ainsworth
  • Strukturen und Rahmenbedingungen der stationären Kinder- und Jugendhilfe
  • Auswirkungen von Traumatisierung durch Bindungsverlust und Deprivation
  • Bindungsorientierte Handlungsansätze im pädagogischen Alltag
  • Bedeutung der Elternarbeit und Gestaltung von Übergängen

Auszug aus dem Buch

2.4. Bindungsmuster

In den letzten beiden Kapiteln wurde beschrieben, welchen Einfluss die Interaktion zwischen primären Bindungspersonen und Kindern auf deren Bindungsverhalten und ihre internalen Arbeitsmodelle hat. Reagieren die Bindungspersonen prompt, angemessen und zuverlässig auf das Bindungsverhalten des Kindes, entwickelt dieses eine sichere, ansonsten eine unsichere, instabile Bindung (vgl. Bowlby 2014, S. 64).

Um dies nachzuweisen, entwickelte Ainsworth (Ainsworth und Witting 2003/1969: Bindungs- und Explorationsverhalten einjähriger Kinder in einer fremden Situation); (Ainsworth, Bell, Stayton 2003/1971: Individuelle Unterschiede im Verhalten in der fremden Situation bei ein Jahr alten Kindern) den Versuchsaufbau der „fremden Situation“. Für diesen Versuch wurden die Kinder zusammen mit ihren Müttern zu Hause beobachtet. Mit etwa einen Jahr wurden die Mütter zusammen mit ihren Kindern in „fremde Situationen“ eingeladen. Während der Beobachtung wird das Kind unterschiedlichen Situationen ausgesetzt. Nicht nur ist die Umgebung dem Kind unbekannt, es wird auch beobachtet, wie das Kind sich in unterschiedlichen Settings verhält. Wenn es bei der Mutter ist, bei einer fremden Person oder ganz alleine. Auch das Verhalten bei der Wiedervereinigung mit der Mutter spielte eine wichtige Rolle. Der Versuch war in acht Phasen unterteilt.

Phase 1: BeobachterIn führt Mutter und ihr Baby in den Laborraum (ein umfunktioniertes Büro)

Phase 2: Mutter ist mit Kind alleine

Phase 3: Fremde Person betritt den Raum

Phase 4: Die Mutter verlässt den Raum, das Kind bleibt mit der fremden Person alleine im Raum zurück

Phase 5: Mutter kommt zurück in den Raum, die fremde Person verlässt den Raum

Phase 6: Mutter verlässt den Raum, das Kind bleibt ganz alleine in Raum zurück

Phase 7: Die fremde Person kehrt in den Raum zurück

Phase 8: Mutter kehrt zurück zu ihrem Kind, der Versuch endet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Stellt die Relevanz der Bindungstheorie im Kontext der stationären Kinder- und Jugendhilfe dar und umreißt die behandelten Themenschwerpunkte.

2. Bindungstheorie nach Bowlby und Ainsworth: Erläutert die theoretischen Grundlagen, Begriffsdefinitionen sowie die verschiedenen Bindungsmuster und deren lebenslange Auswirkungen.

3. Kinder- und Jugendhilfe: Gibt einen Überblick über die historische Entwicklung, die rechtlichen Grundlagen und die verschiedenen Formen der stationären Unterbringung.

4. Traumatisierung der Kinder und Jugendlichen: Analysiert die Entstehung von Traumata durch Bindungsverlust, Gewalt oder Deprivation und deren Folgen für die Entwicklung.

5. Bindungstheorie in der Kinder- und Jugendhilfe: Diskutiert praktische Anwendungsansätze für Betreuer, insbesondere im Umgang mit Aggressionen, Trauerarbeit und der Eingewöhnung.

6. Elternarbeit: Beleuchtet die Notwendigkeit der Einbindung der Eltern während des stationären Aufenthalts und der Rückführung.

7. Fazit: Fasst zusammen, dass die Veränderung internaler Arbeitsmodelle durch positive Erfahrungen eine zentrale Aufgabe und Investition in die Zukunft der betreuten Kinder ist.

Schlüsselwörter

Bindungstheorie, stationäre Kinder- und Jugendhilfe, Bindungsmuster, internales Arbeitsmodell, Traumatisierung, Deprivation, Bindungsbetreuer, Eingewöhnung, Elternarbeit, Exploration, sichere Basis, Aggressionspotenzial, Fremde Situation, Adoleszenz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Relevanz der Bindungstheorie für die pädagogische Arbeit in stationären Einrichtungen der Kinder- und Jugendhilfe.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Bindungsentwicklung, Auswirkungen von Traumata auf Kinder sowie konkrete Methoden der bindungsorientierten Betreuung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Bindungstheorie genutzt werden kann, um Kindern in Heimen neue, positive Bindungserfahrungen zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf fachwissenschaftlicher Literatur und empirischen Studien zur Bindungstheorie basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Bindungsmustern, Ursachen für Traumatisierung in der Heimerziehung und die Rolle der Fachkräfte als potenzielle Bindungspersonen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Kernbegriffe sind Bindungstheorie, stationäre Jugendhilfe, Traumatisierung, Bindungsmuster und pädagogische Professionalität.

Warum ist die Arbeit mit den Eltern für den Heimerfolg so wichtig?

Die Einbeziehung der Eltern ist essenziell, um die Bindung zum Kind aufrechtzuerhalten und eine erfolgreiche Rückführung in die Ursprungsfamilie vorzubereiten.

Welche Rolle spielt die "Fremde Situation" in diesem Dokument?

Die "Fremde Situation" dient als wissenschaftliches Verfahren, um Bindungsmuster bei Kleinkindern empirisch zu identifizieren und zu klassifizieren.

Wie lässt sich bei Kindern mit hohem Aggressionspotential arbeiten?

Die Arbeit betont, dass bei diesen Kindern besonders viel Geduld, Toleranz und die Bereitstellung neuer, korrigierender Bindungserfahrungen notwendig sind, statt nur konfrontativ zu agieren.

Was ist mit dem Begriff des "internalen Arbeitsmodells" gemeint?

Dies beschreibt die durch frühe Bindungserfahrungen verinnerlichten Erwartungen eines Kindes an Beziehungen, die maßgeblich beeinflussen, wie es zukünftig auf andere Menschen reagiert.

Final del extracto de 28 páginas  - subir

Detalles

Título
Bindungstheorie in der stationären Kinder- und Jugendhilfe
Universidad
Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Curso
Handlungsmethoden
Calificación
1,0
Autor
Robert Wirth (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
28
No. de catálogo
V302865
ISBN (Ebook)
9783668012158
ISBN (Libro)
9783668012165
Idioma
Alemán
Etiqueta
Kinder- und Jugendhilfe Bindung Bindungstheorie Deprivation Trauma Heim
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Robert Wirth (Autor), 2015, Bindungstheorie in der stationären Kinder- und Jugendhilfe, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/302865
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