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Ist der Ankauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank gerechtfertigt?

Eine Auseinandersetzung mit den Instrumenten der Geldpolitik

Titre: Ist der Ankauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank gerechtfertigt?

Dossier / Travail de Séminaire , 2013 , 18 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Julian Beier (Auteur), Jana Döring (Auteur)

Economie politique - Théorie et Politique monetaire
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Résumé Extrait Résumé des informations

Diese Arbeit betrachtet zuerst die zwei Verfahren der geldpolitischen Steuerung, Zinspolitik und Geldmengenpolitik, und ihre Unterschiede. Anschließend werden die politische Strategie und die konkreten Maßnahmen der EZB analysiert. Da diese sich nicht sofort und unmittelbar auf die Wirtschaft auswirken, soll darauffolgend der Transmissionsprozess einer geldpolitischen Entscheidung näher untersucht werden.
Der nächste Gliederungspunkt wird sich mit dem Kreditschöpfungspotenzial des Bankensystems, also der Fragestellung, wie Geld in den Wirtschaftskreislauf gelangt, auseinandersetzen. Letztendlich soll aufgrund des Wissens zur Geldpolitik die Frage beantwortet werden, ob die EZB berechtigt ist, Anleihen von EU-Mitgliedsstaaten anzukaufen und ob dieser Ankauf vor dem Hintergrund einer geldpolitischen Stabilisierungspolitik gerechtfertigt werden kann.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Geldmengenaggregate

2.1 Volkswirtschaftliche Geldmenge

2.2 Zentralbankgeldmenge

3 Instrumente der Geldpolitik

3.1 Verfahren der geldpolitischen Steuerung

3.2 Die geldpolitische Strategie der EZB

3.3 Die geldpolitischen Instrumente der EZB

3.3.1 Offenmarktgeschäfte

3.3.2 Ständige Fazilitäten

3.3.3 Mindestreserven

4 Der Transmissionsmechanismus

5 Kreditschöpfungspotenzial des Bankensystems

5.1 Funktionsweise der Giralgeldschöpfung

5.2 Einflussfaktoren der Giralgeldschöpfung anhand eines Modells

6 Diskussion um den Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB

6.1 Gründe für den Ankauf von Staatsanleihen

6.2 Kritikpunkte

6.2.1 Moral Hazard

6.2.2 Indirekter Eingriff in die Fiskalpolitik der betroffenen Staaten

6.2.3 Haftung mit Steuergeldern

6.3 Rechtfertigung

6.3.1 Ausschließlicher Ankauf kurz- bis mittelfristiger Anleihen

6.3.2 Die Ankündigung als Stabilisator

6.3.3 Sterilisation des geschaffenen Geldes

6.4 Bewertung

7 Fazit

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Rechtmäßigkeit des Ankaufs von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank (EZB) vor dem Hintergrund der geldpolitischen Stabilisierungspolitik. Es wird analysiert, inwiefern diese Maßnahmen im Rahmen des Mandats der EZB liegen oder eine unzulässige indirekte Staatsfinanzierung darstellen.

  • Wirtschaftspolitische Grundlagen und geldpolitische Instrumente der EZB.
  • Funktionsweise des Transmissionsmechanismus und der Giralgeldschöpfung.
  • Kritische Analyse des Ankaufs von Staatsanleihen (Moral Hazard, Fiskalpolitik, Haftungsfragen).
  • Bewertung der Rechtfertigung durch Stabilisierungsimpulse und Sterilisationsmechanismen.

Auszug aus dem Buch

6.2.1 Moral Hazard

Das Verbot der Staatsfinanzierung basiert auf dem Gedanken, die einzelnen Staaten zur Haushaltsdisziplin zu bewegen und den sogenannten Moral Hazard zu vermeiden. Ein Moral Hazard ist per Definition “[d]ie Gefahr, dass ein Vertragspartner größere Risiken eingeht als ohne Vertrag, weil der Vertrag die eventuellen negativen Folgen dem (oder den) anderen Vertragspartner(n) aufbürdet“ (TU Berlin o.J.). Übertragen auf die vorhandene Problematik besteht die Gefahr, dass ein Land, welches Anleihen emittierte, nicht mehr gewissenhaft haushaltet, da es zu jeder Zeit indirekt über die EZB neues Kapital aufnehmen kann. In diesem Fall würde zunehmend mehr Geld in den Wirtschaftskreislauf gepumpt und dies führt zu einer steigenden Inflation. Diese Befürchtung teilte unter anderem auch der Chef der Bundesbank Jens Weidmann, der als einziger der 17 Euro-Notenbankchefs bei der Ratssitzung der EZB vom 6. September 2012 gegen den Ankauf gestimmt hatte (vgl. Plickert, Piller, Wieland 2012).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Relevanz der EZB-Geldpolitik ein und definiert die zentrale Forschungsfrage zur Rechtmäßigkeit des Staatsanleihenkaufs.

2 Geldmengenaggregate: Dieses Kapitel definiert die volkswirtschaftliche Geldmenge und die Zentralbankgeldmenge sowie deren Abgrenzung.

3 Instrumente der Geldpolitik: Es werden die geldpolitische Strategie der EZB, die Zinssteuerung und die verschiedenen Instrumente wie Offenmarktgeschäfte, ständige Fazilitäten und Mindestreserven erläutert.

4 Der Transmissionsmechanismus: Der Prozess, wie geldpolitische Entscheidungen auf die Wirtschaft wirken, wird unter Berücksichtigung von Wirkungsverzögerungen analysiert.

5 Kreditschöpfungspotenzial des Bankensystems: Das Kapitel behandelt die Funktionsweise der Giralgeldschöpfung und die Einflussfaktoren auf diesen Prozess anhand eines Modells.

6 Diskussion um den Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB: Der Hauptteil analysiert die Gründe für den Ankauf, beleuchtet Kritikpunkte wie Moral Hazard und Fiskaleingriffe und diskutiert die Rechtfertigungsargumente der EZB.

7 Fazit: Die Arbeit fasst zusammen, dass die EZB ihre Politik zur Sicherung der Preisstabilität als notwendig erachtet, während Kritiker Gefahren für die Unabhängigkeit und Demokratie sehen.

Schlüsselwörter

Europäische Zentralbank, Geldpolitik, Staatsanleihen, Preisstabilität, Transmissionsmechanismus, Giralgeldschöpfung, Moral Hazard, Fiskalpolitik, Sekundärmarkt, Leitzins, Liquiditätsfalle, Inflation, Euro-Währungsraum, Outright Monetary Transactions, Sterilisation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit analysiert die Rechtmäßigkeit und die geldpolitischen Hintergründe des Ankaufs von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank im Kontext der europäischen Finanzkrise.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Arbeit deckt die Definition der Geldmengen, die Instrumente der Geldpolitik, den Transmissionsprozess, die Mechanismen der Giralgeldschöpfung sowie die kontroverse Debatte um den Staatsanleihenankauf ab.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die zentrale Frage lautet, ob die EZB berechtigt ist, Anleihen von EU-Mitgliedsstaaten anzukaufen und ob dieser Ankauf vor dem Hintergrund einer geldpolitischen Stabilisierungspolitik gerechtfertigt werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Analyse herangezogen?

Die Arbeit nutzt theoretische Grundlagen der Makroökonomie, insbesondere das IS-LM-Modell und mathematische Multiplikatorenmodelle der Geldschöpfung, um die Auswirkungen geldpolitischer Maßnahmen zu bewerten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst die Grundlagen der geldpolitischen Steuerung und des Transmissionsmechanismus erläutert, gefolgt von einer detaillierten Diskussion der Argumente für und gegen den Ankauf von Staatsanleihen durch die EZB.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind EZB, Staatsanleihen, Preisstabilität, Moral Hazard, Fiskalpolitik, Geldmenge und Transmissionsmechanismus.

Wie definiert die Arbeit das Konzept des "Moral Hazard" im Kontext der EZB?

Das Konzept beschreibt das Risiko, dass Staaten ihre Haushaltsdisziplin vernachlässigen, weil sie durch die potenzielle Unterstützung der EZB indirekt abgesichert sind, was die Verantwortung für fiskalische Fehler auf andere abwälzt.

Warum wird die Ankündigung von Mario Draghi als "Stabilisator" bezeichnet?

Die Ankündigung wirkte psychologisch auf die Finanzmärkte, was bereits ohne tatsächliche Käufe zu sinkenden Renditen für Staatsanleihen der Krisenländer führte, da Vertrauen in die Stabilität zurückkehrte.

Welche Rolle spielt die Sterilisation bei Ankäufen von Staatsanleihen?

Die Sterilisation ist ein Mechanismus, mit dem die EZB die durch Anleihenkäufe geschaffene Liquidität an anderer Stelle wieder entzieht, um den unerwünschten Anstieg der Geldmenge und damit eine drohende Inflation zu verhindern.

Inwiefern beeinflusst das EU-Recht den Ankauf von Staatsanleihen?

Artikel 123 des AEU-Vertrags verbietet den unmittelbaren Erwerb von Schuldtiteln von Mitgliedsstaaten durch die EZB, weshalb die Anleihenkäufe der EZB ausschließlich über den Sekundärmarkt abgewickelt werden.

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Résumé des informations

Titre
Ist der Ankauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank gerechtfertigt?
Sous-titre
Eine Auseinandersetzung mit den Instrumenten der Geldpolitik
Université
Bochum University of Applied Sciences
Note
1,0
Auteurs
Julian Beier (Auteur), Jana Döring (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
18
N° de catalogue
V303139
ISBN (ebook)
9783668015487
ISBN (Livre)
9783668015494
Langue
allemand
mots-clé
Geldpolitik EZB Staatsanleihen Griechenland Instrumente Moral Hazard
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Julian Beier (Auteur), Jana Döring (Auteur), 2013, Ist der Ankauf von Staatsanleihen durch die Europäische Zentralbank gerechtfertigt?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303139
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Extrait de  18  pages
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