Es werden zunächst die beiden Formen der Motivation definiert, dann wird erklärt, wie sowohl intrinsische als auch extrinsische Motivation gefördert werden können und anschließend die Bedeutung sowohl der intrinsischen, als auch der extrinsischen Motivation beleuchtet.
Im zweiten Teil des zweiten Kapitels geht es um den Verdrängungs- und den Verstärkungseffekt, also das Zusammenspiel der extrinsischen und der intrinsischen Motivation. Anschließend beschränkt sich diese Arbeit auf die intrinsische Motivation.
Kapitel 3 führt dann den psychologischen Vertrag ein, als ein Grund für den Verdrängungs- und Verstärkungseffekt. Locus of control und Fairness werden in dieser Arbeit nicht näher untersucht. Desweiteren wird in Kapitel 3 die Dimension kultureller Unterschiede betrachtet. Zu Beginn wird erklärt, wie Hofstede Kategorien entwickelt, welche dabei helfen, Kulturen vergleichen zu können (2011). Anhand der Studie von Thomas (2010) wird dann erklärt, wie sich die kulturellen Unterschiede auf den psychologischen Vertrag auswirken.
In Kapitel 4 werden die Auswirkungen der Ergebnisse von Thomas (2010)für das Unternehmen betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Motivation
2.1. Intrinsische vs. extrinsische Motivation
2.2. Bedeutung intrinsischer und extrinsischer Motivation
2.3. Der Verdrängungs- und Verstärkungseffekt
3. Der psychologische Vertrag & kulturelle Unterschiede
3.1. Definition psychologischer Verträge
3.2. Dimensionen kultureller Unterschiede
3.3. Zusammenspiel: kulturelle Unterschiede & psychologischer Vertrag
4. Schlussbetrachtung: Auswirkungen für das Unternehmen
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht das Zusammenspiel zwischen intrinsischer sowie extrinsischer Motivation und beleuchtet, wie kulturelle Unterschiede die Wahrnehmung des psychologischen Vertrages in Organisationen beeinflussen. Ziel ist es, Strategien für Unternehmen abzuleiten, um ein ausgewogenes Motivationsklima unter Berücksichtigung kultureller Rahmenbedingungen zu schaffen.
- Differenzierung zwischen intrinsischer und extrinsischer Motivation
- Analyse des Verdrängungs- und Verstärkungseffektes
- Theoretische Fundierung des psychologischen Vertrages
- Kulturelle Dimensionen nach Hofstede
- Auswirkungen kultureller Prägung auf das Mitarbeiterengagement
Auszug aus dem Buch
3.1. Definition psychologischer Verträge
Der psychologische Vertrag ist ein weiterer Grund, weshalb Verdrängungs- oder Verstärkungseffekte auftreten (Morner, 2012). Um das Verhältnis zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber besser verstehen zu können, ist es daher wichtig, die Theorie der psychologischen Verträge genauer zu beleuchten.
Die Theorie der psychologischen Verträge besagt, dass es zwei verschiedene Verträge gibt, welche die Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen mit dem Unternehmen vereinbaren, zum einen den expliziten, transaktionalen Vertrag und zum anderen den impliziten, relationalen Vertrag (Rousseau, 1989).
Der transaktionale Vertrag regelt unter anderem die Vereinbarung „Arbeitsanstrengung gegen Geld“ und zielt somit auf die extrinsische Motivation ab (Osterloh, et al., 2002). Die Dauer der Auslegung des transaktionalen Vertrages ist eher kurzfristig (Rousseau, 1989). Dabei spielt die Identität der jeweiligen Partner, im Falle eines Unternehmens also, Arbeitgeber und Arbeitnehmer, keine Rolle (Thomas, et al., 2010).
Der relationale Vertrag besteht aus emotionalen Erwartungen, welche weit über den juristischen Arbeitsvertrag hinaus gehen und nicht niedergeschrieben sind (Osterloh, et al., 2000). Hierbei wird die Beziehung zwischen Arbeitnehmer und Arbeitgeber geregelt (Rousseau, 2004). Die Identität der Beteiligten spielt hierbei, im Gegensatz zum transaktionalen Vertrag, eine Rolle (Thomas, et al., 2010).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Mitarbeitermotivation ein und erläutert die Forschungsfrage sowie den Aufbau der Arbeit.
2. Motivation: Das Kapitel definiert intrinsische und extrinsische Motivation und beschreibt deren Interaktion durch den Verdrängungs- und Verstärkungseffekt.
3. Der psychologische Vertrag & kulturelle Unterschiede: Hier werden psychologische Verträge theoretisch definiert, kulturelle Dimensionen nach Hofstede erläutert und deren wechselseitiger Einfluss analysiert.
4. Schlussbetrachtung: Auswirkungen für das Unternehmen: Das Fazit leitet konkrete Handlungsempfehlungen für Unternehmen zur Gestaltung psychologischer Verträge in verschiedenen kulturellen Kontexten ab.
Schlüsselwörter
Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Psychologischer Vertrag, Verdrängungseffekt, Verstärkungseffekt, Unternehmenskultur, Hofstede, Arbeitsanstrengung, Relationaler Vertrag, Transaktionaler Vertrag, Mitarbeiterführung, Organisationspsychologie, Kulturelle Unterschiede, Kontrollüberzeugung, Wissensmanagement.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit analysiert die Zusammenhänge zwischen Motivation, der Gestaltung psychologischer Verträge und dem Einfluss kultureller Faktoren auf das Verhalten in Unternehmen.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Arbeit fokussiert auf die Motivationspsychologie, die Theorie der psychologischen Verträge sowie kulturvergleichende Managementansätze.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie Unternehmen intrinsische Motivation fördern können, während sie gleichzeitig die kulturell bedingten Erwartungshaltungen ihrer Mitarbeiter im psychologischen Vertrag berücksichtigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine Literaturanalyse, die bestehende Theorien von Autoren wie Osterloh, Frey, Rousseau und Hofstede zusammenführt und auf aktuelle unternehmerische Fragestellungen anwendet.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die motivpsychologischen Grundlagen, die Definition des psychologischen Vertrages und eine Untersuchung kultureller Unterschiede anhand von länderspezifischen Fallbeispielen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Kernbegriffe sind intrinsische Motivation, psychologischer Vertrag, Verdrängungseffekt, Unternehmenskultur und kulturelle Dimensionen.
Wie unterscheidet sich der transaktionale vom relationalen Vertrag?
Der transaktionale Vertrag ist ein kurzfristiger Austausch von Leistung gegen Geld, während der relationale Vertrag auf langfristigen, emotionalen Erwartungen und der Identität der Partner basiert.
Welchen Einfluss hat die Kultur auf psychologische Verträge?
Unterschiedliche Kulturen (z.B. kollektivistisch vs. individualistisch) beeinflussen, ob ein psychologischer Vertrag eher als rein geschäftsmäßig (ausbeuterisch) oder als gemeinschaftsfördernd (motivierend) wahrgenommen wird.
- Arbeit zitieren
- Markus Enzhaus (Autor:in), 2012, Die Auswirkung kultureller Unterschiede auf den psychologischen Vertrag und die Konsequenzen für das Unternehmen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303348