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Die Verheissung an Petrus (Primatswort) in Mt 16,17-19. Exegese der Überlieferung von Matthäus

Titre: Die Verheissung an Petrus (Primatswort) in Mt 16,17-19. Exegese der Überlieferung von Matthäus

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2015 , 20 Pages , Note: sehr gut

Autor:in: Dr.iur. Andrea G. Röllin (Auteur)

Théologie - Théologie biblique
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Diese Proseminararbeit geht insbesondere den Fragen nach, ob Mt 16,17-19 auf den irdischen Jesus von Nazareth zurückgehen oder nicht, ob sie möglicherweise Teil des nachösterlichen Auferstehungsglaubens sind, warum sie der Evangelist Matthäus wohl überliefert hat und wie dieses sogenannte Primatswort textgerecht zu interpretieren ist.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Der Text von Mt 16,17-19 in eigener Übersetzung

2. Textabgrenzung

3. Textgliederung

4. Kontexteinordnung

5. Unklarheit des Textursprungs als eines der textkritischen Phänomen

6. Untersuchung dieses Phänomens

6.1 Mittels der Methode der Textanalyse

6.2 Mittels der formgeschichtlichen Methode

6.3 Mittels der traditionsgeschichtlichen Methode

6.4 Mittels der redaktionsgeschichtlichen Methode

7. Zusammenfassende Interpretation

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Herkunft und die exegetische Einordnung der sogenannten Petrusverheissung in Mt 16,17-19, um die Frage zu klären, ob dieser Text auf den historischen Jesus zurückzuführen ist oder als nachösterliche Schöpfung der frühen Gemeinde zu betrachten ist.

  • Analyse des textkritischen Ursprungs von Mt 16,17-19
  • Anwendung von textanalytischen, form-, traditions- und redaktionsgeschichtlichen Methoden
  • Untersuchung der Rolle des Simon Petrus als Felsenfundament der Kirche
  • Diskussion der Eigenart des matthäischen Sonderguts
  • Beleuchtung der nachösterlichen Entstehungskontexte

Auszug aus dem Buch

6. Untersuchung dieses Phänomens

Während die Eingangswendung ἀποκριϑεῖς … εἶπεν in V 17 in den Evangelien häufig ist, wird durch σὺ εἶ in V 18 mit jenem in V 16 ein Gegenüber von Jesus und Simon formuliert. V 17-19 weisen eine alttestamentlich-jüdische Sprache auf, gehen aber kaum auf eine aramäische Grundlage zurück. Insbesondere in V 17 kommen Aramaismen vor, wobei hier aber die Kopula εἶ eher auf griechische als ursprünglich semitische Konzeption weist.

Die Bezeichnung Simons als Barjona – dieser Name übernimmt gräzisiert einen aramäischen – erfolgt nach jüdischer Art. Für diesen Semitismus, der aramäisch ‚Sohn des Jona‘ bedeutet, hat eine sonst als zweitrangig betrachtete Handschriftengruppe die richtige Schreibung: ‚bar Jona‘. Dieser Vatersname ist freilich seltsam, da der Vater Simons nach Joh 1,42 und 21,17 sowie dem Nazaräerevangelium 14 Johannes hiess und Jona sonst nicht bezeugt ist. Barjona ist wegen Joh 1,42 und 21,17 als Sohn des Johannes (Jochanan) gedeutet worden – wohl kaum zu Recht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Der Text von Mt 16,17-19 in eigener Übersetzung: Der Abschnitt präsentiert den griechischen Urtext der Petrusverheissung in einer eigenen deutschen Übersetzung.

2. Textabgrenzung: Dieses Kapitel erläutert die literarkritische Einbettung der Verse 17-19 in den Kontext des Jüngergesprächs bei Matthäus.

3. Textgliederung: Hier wird der Aufbau der Perikope als dreistrophige Komposition mit antithetischen Parallelismen analysiert.

4. Kontexteinordnung: Das Kapitel betrachtet die Einbindung der Caesareaszene in den Gesamtzusammenhang des Matthäusevangeliums.

5. Unklarheit des Textursprungs als eines der textkritischen Phänomen: Es wird die Frage der Echtheit und des Ursprungs des matthäischen Sonderguts kritisch beleuchtet.

6. Untersuchung dieses Phänomens: Dies ist der Hauptteil der Arbeit, der mittels Textanalyse, form-, traditions- und redaktionsgeschichtlicher Methoden detailliert die Genese und Bedeutung des Textes untersucht.

7. Zusammenfassende Interpretation: Das Fazit ordnet die Ergebnisse ein und plädiert für eine nachösterliche Entstehung der Texte als Ausdruck des Osterglaubens.

Schlüsselwörter

Mt 16,17-19, Petrusverheissung, Matthäusevangelium, Exegese, Historischer Jesus, Nachösterliche Gemeinde, Petrus, Fels, Sondergut, Traditionsgeschichte, Redaktionsgeschichte, Binden und Lösen, Ekklesia, Semitismen, Urchristentum.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der wissenschaftlichen Analyse und Einordnung der sogenannten Petrusverheissung in Mt 16,17-19.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Echtheit der Jesusworte, die Rolle des Petrus als Felsen und die Entwicklung der frühen Kirche in der matthäischen Tradition.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage ist, ob die Petrusverheissung auf den historischen Jesus zurückgeht oder eine spätere Schöpfung der nachösterlichen Gemeinde darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden textanalytische, formgeschichtliche, traditionsgeschichtliche und redaktionsgeschichtliche Methoden der theologischen Exegese kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die methodische Untersuchung des Textes, angefangen bei sprachlichen Analysen bis hin zur redaktionsgeschichtlichen Einordnung durch den Evangelisten Matthäus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Petrusverheissung, matthäisches Sondergut, nachösterliche Gemeinde und Felsenfundament.

Warum ist die Bezeichnung "Barjona" für Petrus problematisch?

Die Bezeichnung ist historisch schwierig, da der Vater Simons in anderen biblischen Quellen und Traditionen als Johannes bekannt ist.

Was bedeutet die "Schlüsselvollmacht" in diesem Kontext?

Die Vollmacht des Bindens und Lösens wird als Ausdruck einer Lehrautorität gedeutet, die in der christlichen Gemeinde ausgeübt wird.

Wie bewertet die Autorin die Rolle des Matthäus als Redaktor?

Die Arbeit vertritt die Auffassung, dass Matthäus den Text redaktionell in sein Evangelium einfügte, um eine Verbindung zwischen der Markusvorlage und seiner Sonderüberlieferung zu schaffen.

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Résumé des informations

Titre
Die Verheissung an Petrus (Primatswort) in Mt 16,17-19. Exegese der Überlieferung von Matthäus
Université
University of Luzern
Note
sehr gut
Auteur
Dr.iur. Andrea G. Röllin (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
20
N° de catalogue
V303839
ISBN (ebook)
9783668023376
ISBN (Livre)
9783668023383
Langue
allemand
mots-clé
verheissung petrus primatswort exegese überlieferung matthäus
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Dr.iur. Andrea G. Röllin (Auteur), 2015, Die Verheissung an Petrus (Primatswort) in Mt 16,17-19. Exegese der Überlieferung von Matthäus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/303839
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Extrait de  20  pages
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