Gegenstand dieser Arbeit ist die Analyse der Potenziale im Social Commerce. Vergangene Untersuchungen befassten sich eher mit der Herangehensweise zur Untersuchung in diesem Themengebiet oder nur einzelnen allgemeinen Aspekten. Da Social Commerce in dieser Form bisher nur getestet wurde, werden die Potenziale teilweise nicht konkret genannt oder nur oberflächlich betrachtet. Jedoch besteht aufgrund der jüngsten Entwicklungen eine große Relevanz zu einer weiteren Untersuchung. Durch ein verändertes Einkaufsverhalten könnten Unternehmen dazu gezwungen sein, sich in den sozialen Netzwerken besser zu platzieren. Neben der Generierung von weiteren Einnahmen könnten Unternehmen auch von der Stärkung ihrer Marke profitieren. Die grundsätzliche Intention für die Nutzung dieser Plattformen beruht dabei eher auf dem sozialen Aspekt anstatt auf dem des Online Shoppings. Fraglich ist daher, ob der Mehr-wert für Nutzer groß genug ist, um Social Commerce aktiv zu nutzen. Speziell dazu soll untersucht werden, ob für Unternehmen Potenziale beim Verkauf von Produkten und Dienstleistungen über soziale Netzwerke bestehen und welche diese sind. Potenziale für Unternehmen sind also eng mit dem Mehrwert der Nutzer verbunden. Somit gilt es genau zu untersuchen, wie groß der Einfluss von Social Media auf den Kaufprozess im Social Commerce ist. Dabei konzentriert sich die folgende Arbeit ausschließlich auf den Konsumenten als Endverbraucher.
Weiterhin gilt es, mögliche Potenziale voneinander abzugrenzen, um die Wichtigkeit dieser Thematik für Unternehmen hervorzuheben. Unternehmen soll es so bewusster werden, welchen Vorteil Social Commerce bieten könnte.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Vorgehensweise
2 Charakterisierung Social Commerce
2.1 Definition und Dimensionen
2.2 Web 2.0
2.3 Social Media
2.3.1 Social Networks
2.3.2 Ausgewählte Nutzertypen
2.3.3 Unternehmensauftritt
2.3.4 Content-Arten
2.4 Electronic Commerce
2.5 Geschäftsmodelle
3 Social Commerce Charakteristika
3.1 Plattform-Charakteristika
3.1.1 Word of Mouth
3.1.2 Social Support
3.2 Konsumenten-Charakteristika
3.2.1 Social Sharing
3.2.2 Einfluss der Influencer und Advocates
3.3 Produkt-Charakteristika
3.3.1 Produkt Involvement
3.3.2 Produkteignung
3.3.3 Konsum-Charakteristika
4 Analyse der Potenziale
4.1 Charakterisierung der Customer Journey
4.1.1 Untersuchung der Customer Journey
4.1.2 Wahrnehmungsphase
4.1.3 Vorkaufphase
4.1.4 Kaufphase
4.1.5 Nachkaufphase
4.2 Auswirkungen und Potenziale des Social Commerce
5 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Bachelorthesis analysiert die Potenziale von Social Commerce für Unternehmen. Das zentrale Ziel besteht darin, den Einfluss von sozialen Netzwerken auf das Kaufverhalten von Konsumenten zu untersuchen und abzuleiten, welche Potenziale – wie Absatzsteigerung, Neukundengewinnung oder Data-Mining – sich für Unternehmen aus dieser Entwicklung ergeben.
- Charakterisierung von Social Commerce und seinen Dimensionen
- Einflussfaktoren wie eWOM (electronic Word of Mouth) und Social Support
- Analyse der Phasen der Customer Journey im Social Commerce
- Bedeutung von Nutzertypen wie Influencern und Advocates für Unternehmen
Auszug aus dem Buch
3.1.1 Word of Mouth
Das Mitteilungsbedürfnis ist nach Musiolik dafür verantwortlich, dass Menschen Informationen mit Freunden und Bekannten teilen. Für Musiolik zählt dazu auch, welche Marken bzw. Produkte gut sind und welche nicht. Das Word-of-Mouth-Marketing versucht dabei, Einfluss auf den Konsumenten zu nehmen, sodass dieser sich positiv zu den Produkten äußert. Westbrook bezeichnet die Kommunikation von Word of Mouth als informelle Unterhaltung zwischen zwei Nutzern über Besitz, Nutzung oder Eigenschaften eines Produkts, einer Marke, einer Dienstleistung oder dem Verkäufer. Dazu gehören laut Reichelt jegliche Formen von Kundenempfehlungen, da sie immer bewertende oder empfehlende Informationen zu einem Produkt enthalten. Grundsätzlich können dazu nach Reichelt auch Empfehlungen zu Produkten zählen, die sie nicht selbst konsumiert haben. Als Grundlage dienen hierfür Erfahrungen anderer Konsumenten oder Produktinformationen aus werblichen Inhalten. Das Web 2.0 und die Weiterentwicklung durch Social Media bilden die Grundlage dafür, dass Nutzer nicht nur Inhalte konsumieren, sondern diese auch aktiv gestalten. In den sozialen Netzwerken sind Nutzer daher in der Lage, die Verbreitung von WOM zu steigern.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Dieses Kapitel führt in das Thema Social Commerce ein, erläutert die Problemstellung sowie die Zielsetzung der Arbeit und beschreibt die methodische Vorgehensweise.
2 Charakterisierung Social Commerce: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung des Begriffs Social Commerce, seiner Dimensionen sowie der zugrunde liegenden Konzepte wie Web 2.0, Social Media und E-Commerce.
3 Social Commerce Charakteristika: In diesem Teil werden die Einflussfaktoren – unterteilt in Plattform-, Konsumenten- und Produktcharakteristika – analysiert, die maßgeblich den Social Commerce prägen.
4 Analyse der Potenziale: Dieses Kapitel überträgt die Erkenntnisse auf die Customer Journey und leitet daraus spezifische Potenziale für Unternehmen ab, darunter Absatzsteigerung, Neukundengewinnung und Data-Mining.
5 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Ergebnisse und einer Reflektion darüber, wie Unternehmen Social Media für ihren Geschäftserfolg strategisch nutzen können.
Schlüsselwörter
Social Commerce, E-Commerce, Social Media, Customer Journey, eWOM, Word of Mouth, Soziale Netzwerke, Konsumentenverhalten, Online-Marketing, Influencer, Advocates, Kaufentscheidung, Nutzergenerierte Inhalte, Data-Mining, Geschäftsmodelle
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht das Konzept des Social Commerce und analysiert dessen Potenzial als Verkaufskanal für Unternehmen innerhalb sozialer Netzwerke.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die Arbeit deckt die theoretischen Grundlagen des Web 2.0 und Social Media, die Charakteristika von Social Commerce sowie die Analyse des Einflusses auf die Customer Journey ab.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, den Einfluss sozialer Netzwerke auf das Kaufverhalten zu ermitteln und konkrete Potenziale für Unternehmen aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literatur- und Konzeptanalyse, die den aktuellen Stand der Forschung zu Social Commerce, Konsumentenverhalten und Customer Journey zusammenführt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden Plattform-Charakteristika wie Word of Mouth, Konsumenten-Charakteristika wie Social Sharing und Produkt-Eigenschaften detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Social Commerce, Customer Journey, eWOM, soziale Netzwerke, Influencer, Kundenbindung und Absatzsteigerung.
Wie unterscheidet sich Social Commerce vom klassischen E-Commerce?
Social Commerce erweitert den reinen transaktionsorientierten Ansatz des E-Commerce durch kooperative und kommunikative Elemente, wie den direkten Austausch von Empfehlungen unter Nutzern.
Welche Rolle spielen Influencer und Advocates?
Sie dienen als Meinungsführer, die durch ihre Reichweite und Glaubwürdigkeit die Kaufentscheidungen anderer Nutzer maßgeblich beeinflussen und somit für Unternehmen strategisch wertvoll sind.
Warum ist die Customer Journey so wichtig für das Thema?
Die Customer Journey bildet den Prozess ab, in dem soziale Netzwerke an verschiedenen Touchpoints – von der Wahrnehmung bis zur Nachkaufphase – den Kaufentscheidungsprozess aktiv unterstützen können.
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- David Wötzel (Author), 2015, Analyse der Potenziale des Social Commerce. Einfluss sozialer Netzwerke auf das Einkaufsverhalten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304276