Axel und Suse erkunden auf ihren betagten Motorrädern ein Jahr lang Südamerika. Nach einer Eingewöhnungsrunde durch Uruguay und Brasilien führt sie ihre abenteuerliche Reise - immer dem Frühling hinterher - durchs stürmische Patagonien bis ans Ende der Welt - Feuerland. Da es dort nicht weitergeht und zudem unangenehm kalt ist, steht das nächste Ziel schnell fest: Entlang der Anden in die Karibik. Auf 40 000 km erleben die beiden die Freiheit der rauen Gebirgswelt, die Einsamkeit der unwirtlichen Atacama und auf einer Floßfahrt die Tücken des tropischen Dschungels. Obwohl Suse bis zu dieser Reise über keine Offroad Erfahrung verfügt, bewältigen die beiden gemeinsam die höchsten Andenpässe, genauso wie tiefe Flussdurchfahrten und staubige Sandpisten. Die Autoren schildern nicht nur interessante Erlebnisse und spannende Begegnungen sondern auch die Tücken des alltäglichen Reisealltags.
Das Buch soll keine Anleitung zum Nachfahren sein, trotzdem bieten die Tipps im Anhang einen ersten Einstieg für alle, die nach dem Lesen selbst mit dem Motorrad Südamerika erkunden wollen.
Durchquerte Länder und Gegenden: Uruguay, Brasilien, Argentinien, Anden, Patagonien, Feuerland, Chile, Bolivien, Peru, Ecuador, Kolumbien, Venezuela
Inhaltsverzeichnis
Reiseroute
Wie alles begann
Buenos Aires
Uruguay
Brasilien
Motorradtreffen in „Neu Hamburg“
Durch die Sierra do Rio do Rastro nach Florianopolis
Camping mit Hindernissen
Die Iguazú-Wasserfälle
Argentinien
Die Sierras de Córdoba
Abkürzung durch die Sandhölle
Die Anden
Mendoza – Wein und Thermen
Die Ruta 40
Der Lake District – Siete Lagos
Patagonien
Die Carretera Austral
Weihnachten zwischen Feuer, Eis und Guanakos
Das Ende der Welt
Feuerland
Durch die öde Pampa
Chile
Seen und Vulkane
Zum Río Bío Bío – Ein Höllentrip
Motorradreisetreffpunkte – die Villa Kunterbunt und La Posta
Über den Paso Agua Negra
Reparaturen in Salta
Höhenkrank
Atacama & Andenhochland
Bolivien
Zum Salar de Uyuni, dem größten Salzsee der Welt
Minentour in Potosí
Die Ruta del Che
La Paz & El Alto
Abenteuerliche Floßfahrt durch den Urwald
Die Straße des Todes
Peru
Titicacasee und Colca Canyon
Der alternative Weg nach Machu Picchu
Gutes Bier gibts auch im Dschungel
In der Cordillera Blanca
Abseits der ausgetretenen Pfade durch‘s Peruanische Hochland
Trinken bildet
Ecuador
Ermüdungserscheinungen an Mensch und Maschine
Es geht abwärts
Whale-Watching am Äquator
Im Parque el Angel
Kolumbien
Zur Abwechslung mal Kultur
Das Land der Drogen und des Kaffees
Venezuela
Riskante Einreise
Wenig Spaß in Mérida
Straßen mit Tiefgang nach Coro
Die letzten Wochen
Regen und Sonne in Taganga
Ein karibischer Traumstrand
Abschluss in Cartagena
Tipps und Tricks
Zielsetzung & Themen
Das Ziel der Autoren ist es, ihre Erfahrungen einer einjährigen Motorradreise durch Südamerika zu dokumentieren. Die Forschungsfrage fokussiert sich dabei nicht auf eine wissenschaftliche Analyse, sondern auf die lebendige Schilderung des Abenteuers, der Herausforderungen und der kulturellen Einblicke auf dem südamerikanischen Kontinent.
- Dokumentation einer einjährigen Motorradreise
- Kulturelle Einblicke in verschiedene Länder Südamerikas
- Bewältigung technischer und logistischer Herausforderungen auf Reisen
- Erfahrungen im Bereich "Wildzelten" und soziale Kontakte unterwegs
Auszug aus dem Buch
Die Straße des Todes
Trotz allem war die Floßfahrt ein schönes Erlebnis, auch wenn ich mir beim nächsten Mal lieber selbst ein Floß bauen würde. In Rurre ist es schwül-heiß und tagsüber nur im Schatten und selbst nachts nur mit Ventilator erträglich. Der einzige Bankautomat im Ort verweigert uns den Dienst und so besorgen wir uns ein Busticket für den nächsten Tag. Nach drei Stunden Wartezeit am Busbahnhof ist irgendwann klar: der Bus kommt heut nimmer. Wir bekommen unseren mühsam heruntergehandelten Fahrpreis wieder ausgezahlt und erwischen mit Glück die letzten beiden Plätze im bereits abfahrbereit dastehenden Bus der Konkurrenzlinie. Verhandeln brauchen wir da jetzt natürlich nicht mehr und so müssen wir den „Listenpreis“ zahlen.
Die schlammigen Pisten sind abgetrocknet, aber tief zerfurcht und von riesigen Schlaglöchern durchzogen. Wir sitzen in der undankbaren vorletzten Reihe, die Dämpfer haben ihre besten Tage längst hinter sich und mehr als einmal fliege ich so hoch, dass ich mir an der Decke den Kopf anhaue. Es ist unerträglich heiß und stickig in dem überfüllten Bus. Ich vermisse mein Motorrad und mein Respekt vor Backpackern, die ständig auf solche öffentlichen Verkehrsmittel angewiesen sind, steigt. An Schlaf ist bei dem Geholper nicht zu denken und abgesehen von den Essenspausen beschert uns die Reparatur des Turbo-Lader Ansaugschlauches ein paar Stunden Pause am Straßenrand.
Zusammenfassung der Kapitel
Wie alles begann: Beschreibung der Beweggründe für die Reise und die Vorbereitungen des Motorrad-Abenteuers.
Buenos Aires: Erster Bericht über die Ankunft, die Zollabwicklung der Motorräder und erste Eindrücke von Argentinien.
Uruguay: Schilderung der Reise durch Uruguay, der Grenzübertritte und der Suche nach Übernachtungsmöglichkeiten.
Brasilien: Eindrücke vom südlichen Brasilien, einem Motorradtreffen und der Fahrt durch das Gebirge Serra do Rio do Rastro.
Argentinien: Erlebnisse in den Sierras de Córdoba, der Ruta 40 und der abenteuerlichen Fahrt durch die Sandhölle.
Die Anden: Besuch des Weinanbaugebiets bei Mendoza und erste Erfahrungen in der Anden-Kordillere.
Patagonien: Durchquerung des südlichen Kontinentteils, Erlebnisse auf der Carretera Austral und Weihnachten am Gletscher.
Feuerland: Weiterreise bis an das Ende der Welt nach Ushuaia und Berichte aus der Pampa.
Chile: Erkundung der chilenischen Seenlandschaft, Vulkane und abenteuerliche Wege am Río Bío Bío.
Bolivien: Fahrt zum Salar de Uyuni, eine Minentour in Potosí und die gefährliche Reise über die "Straße des Todes".
Peru: Besuch des Titicacasees, des Colca Canyons und die Reise durch das peruanische Hochland.
Ecuador: Reise zum Äquator, Schilderung der Ermüdungserscheinungen und der Flora und Fauna.
Kolumbien: Eindrücke aus dem letzten bereisten Land, kulturelle Aspekte und das Ende der Reise in Cartagena.
Schlüsselwörter
Motorradreise, Südamerika, Reisebericht, Expedition, Abenteuer, Offroad, Zeltreise, Routenplanung, Grenzübertritt, Kultur, Fotografie, Mechanik, Camping, Reiseblog, Fernreisen
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Es ist ein authentischer Reisebericht über eine einjährige Motorradreise durch ganz Südamerika.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Themen umfassen die Reiseplanung, technische Aspekte der Motorräder, das Überleben beim Zelten, kulturelle Begegnungen und die Bewältigung schwieriger Wegstrecken.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Die Autoren haben kein wissenschaftliches Ziel, sondern möchten ihren Traum von einer Langzeitreise mit dem Motorrad realisieren und diese Erfahrungen teilen.
Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?
Es handelt sich nicht um eine wissenschaftliche Arbeit, sondern um einen narrativen Reisebericht in chronologischer Form.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich nach den bereisten Ländern und beschreibt detailliert die Routen, die Erlebnisse vor Ort sowie die Herausforderungen des Alltags auf dem Motorrad.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Motorradreise, Südamerika, Offroad-Abenteuer, Reisebericht, Selbstversorgung.
Wie gehen die Autoren mit Pannen und technischen Defekten um?
Sie behelfen sich meist selbst mit Bordwerkzeug, suchen lokale Werkstätten auf oder improvisieren mit Hilfe von Einheimischen.
Wie unterscheidet sich das Reisen in den verschiedenen Ländern?
Die Autoren beschreiben markante Unterschiede in der Infrastruktur, den Preisen für Sprit und Lebensmittel sowie in der jeweiligen kulturellen Mentalität der Bevölkerung.
- Citar trabajo
- Axel Viertlböck (Autor), Susanne Schneider (Autor), 2015, Ein Jahr ist viel zu kurz! Mit Motorrädern durch Südamerika, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304429