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Mindestlohn für das Praktikum. Chance oder Problem? Unterrichtspraktische Prüfung für gymnasiale Oberstufe

Title: Mindestlohn für das Praktikum. Chance oder Problem? Unterrichtspraktische Prüfung für gymnasiale Oberstufe

Lesson Plan , 2015 , 25 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: N. H. (Author)

Didactics - Politics, Political Education
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Gerade im Bereich der Beschäftigungspolitik und künftigen Arbeitswelt spaltet eine Thematik die Gesellschaft. Es ist ein besonders aktuelles und gleichzeitig prekäres Thema, die Frauenquote. Diese Kontroverse in der UPP-Stunde steht dabei exemplarisch für den Wandel in der Arbeitswelt und den dazugehörigen Chancen und Grenzen. Während der Großteil der Arbeitnehmerverbände und politischen Parteien die ab 1.1.2016 kommende Frauenquote befürworten, kritisieren besonders Arbeitgeber(-verbände) das verabschiedete Gesetz, weil dadurch Stellen in der Führungsebene nur nach Quote anstatt durch Leistung und somit auch nicht im Sinne des Gleichstellungsgrundsatzes besetzt werden. Kritisiert werden aber auch die Ausnahmeregelungen, wonach die Frauenquote nur für 108 Dax-Unternehmen und die Aufsichtsräte gilt. Diese tiefgreifend sozialen, wirtschaftlichen und politischen Wandlungsprozesse in der Arbeitswelt und den privaten Lebensformen sollen im vorliegenden Unterrichtsvorhaben vermittelt und untersucht werden.

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Inhaltsübersicht

I. Längerfristiges Unterrichtsvorhaben – Unterrichtskontext

I.1 Lernvoraussetzungen und Lernausgangslage

I.2 Synopse der Unterrichtsreihe

I.3 Darlegung und Begründung der Reihenkonzeption

I.4 Erläuterung des geplanten bzw. durchgeführten Umgangs mit Evaluation, Kompetenzüberprüfung und Formen der Leistungsmessung

II. Planung der UPP-Stunde

II.1 Angestrebte Lernziele

II.2 Zentrale methodisch-didaktische Begründungen

1. Curriculare Legitimation

2. Sachstrukturanalyse

3. Didaktisches Prinzip und unterrichtsmethodische Entscheidungen

6. Stundenverlaufsplan

7. Antizipiertes Tafelbild

7.1 Antizipierte SuS Ergebnisse (Arbeitsblatt)

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit befasst sich mit der Planung einer Unterrichtsstunde in der gymnasialen Oberstufe zum Thema "Frauenquote", eingebettet in eine längere Unterrichtsreihe über sozioökonomische Wandlungsprozesse. Ziel ist es, die Schülerinnen und Schüler durch die Auseinandersetzung mit kontroversen Positionen zu einer fundierten Urteilsbildung zu befähigen und sie als politisch mündige Bürgerinnen und Bürger zu stärken.

  • Sozialer Wandel und Strukturveränderungen in der Gesellschaft
  • Wechselwirkungen zwischen Arbeitswelt, Politik und privaten Lebensformen
  • Die kontroverse Debatte um die gesetzliche Frauenquote
  • Förderung der Urteilskompetenz durch multiperspektivische Analyse
  • Methodische Gestaltung von politikdidaktischem Unterricht

Auszug aus dem Buch

Sachstrukturanalyse

Seit Jahren wurde in Deutschland darüber diskutiert, ob es zur Chancengleichheit in beruflichen Karrieren notwendig ist, eine Frauenquote in den Führungsebenen größerer Unternehmen gesetzlich zu verankern. Gefordert wurde die Frauenquote unter anderem von den Frauenverbänden, Teilen der Gewerkschaften und den Parteien SPD, Bündnis 90/Grüne und Die Linke. Die Frauenquote soll garantieren, dass künftig mehr weibliche Führungskräfte in der Chefetage sitzen. Arbeitgeberverbände, der konservative Flügel der Union, die AFD und auch die FDP waren dagegen, weil sie befürchteten, dass durch die Einführung der Quote die Besetzung nicht mehr nach Qualifikation erfolge und somit dem Unternehmen schade.

Die CSU und der Wirtschaftsflügel der CDU setzten anstatt der starren Frauenquote weiterhin eher auf das Leistungsprinzip zur Einsetzung von Führungspersonal in den Unternehmen. Außerdem sei die Regelung der Besetzung von Führstungsstellen einzig und allein die Angelegenheit der Firmen und nicht die der Politik. Eine gesetzliche Regelung komme deshalb nicht in Frage. Die Einführung der Frauenquote wurde auch zu einem zentralen Thema im Bundestagswahlkampf 2013. Nach langen Koalitionsgesprächen beschlossen CDU/CSU und SPD als Grundlage für die gemeinsame Regierungsarbeit einen Koalitionsvertrag, der unter anderem die künftige Einführung der gesetzlichen Frauenquote vorsieht. Ab dem 1. Januar 2016 soll dann eine dreißig Prozent Quote für rund 108 mitbestimmungspflichtige und börsennotierte Unternehmen in Kraft treten.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Längerfristiges Unterrichtsvorhaben – Unterrichtskontext: Analyse der Lernvoraussetzungen, tabellarische Synopse der Unterrichtsreihe sowie Darlegung der pädagogischen Konzepte.

II. Planung der UPP-Stunde: Detaillierte Ausarbeitung der Lernziele und methodisch-didaktische Begründung auf Basis curricularer Vorgaben und fachwissenschaftlicher Analysen.

6. Stundenverlaufsplan: Schematische Darstellung der Unterrichtsphasen mit konkreten Zeitvorgaben und Intentionen.

7. Antizipiertes Tafelbild: Visuelle Vorwegnahme des erarbeiteten Unterrichtsergebnisses zur Strukturierung des Themas.

7.1 Antizipierte SuS Ergebnisse (Arbeitsblatt): Zusammenstellung der erwarteten Pro- und Contra-Argumente zur Frauenquote.

Schlüsselwörter

Sozialer Wandel, Frauenquote, Urteilskompetenz, Arbeitswelt, Politikdidaktik, Chancengleichheit, Sozioökonomie, Unterrichtsplanung, Führungspositionen, Beutelsbacher Konsens, Kontroversität, Demokratiebildung, Beschäftigungspolitik, Leistungsgerechtigkeit, Politische Mündigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit dokumentiert die Planung einer Unterrichtseinheit im Fach Sozialwissenschaften für die gymnasiale Oberstufe, die sich mit gesellschaftlichen Wandlungsprozessen und der Frauenquote befasst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Fokus stehen der soziale Wandel, die Entwicklung der Arbeitswelt und die damit einhergehenden politischen und wirtschaftlichen Kontroversen.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?

Das Hauptziel ist die Förderung der politischen Urteilsfähigkeit der Schülerinnen und Schüler, indem sie lernen, kontroverse Standpunkte sachlich zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine multiperspektivische Analyse angewandt, bei der durch die Gegenüberstellung konträrer Texte eine fundierte Sach- und Werturteilskompetenz entwickelt werden soll.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil beinhaltet die curriculare Legitimation, die sachstrukturelle Analyse der Frauenquote sowie die didaktischen Entscheidungen für den methodischen Stundenaufbau.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Urteilskompetenz, Kontroversität, Sozialer Wandel, Frauenquote und politische Mündigkeit.

Warum ist die Wahl der Partnerarbeit für diese Stunde von besonderer Bedeutung?

Die Sozialform der Partnerarbeit wird gewählt, um auch passivere Lernende zu aktivieren und einen Schonraum für intensiven Austausch und Argumentationsbildung zu schaffen.

Wie wird das Kontroversitätsgebot nach dem Beutelsbacher Konsens eingehalten?

Das Gebot wird durch die explizite Darstellung gegensätzlicher Positionen zur Frauenquote gewahrt, wodurch die Lernenden nicht beeinflusst, sondern zu einer eigenständigen Urteilsbildung befähigt werden sollen.

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Details

Title
Mindestlohn für das Praktikum. Chance oder Problem? Unterrichtspraktische Prüfung für gymnasiale Oberstufe
College
Martin Luther University
Grade
1,3
Author
N. H. (Author)
Publication Year
2015
Pages
25
Catalog Number
V304694
ISBN (eBook)
9783668042155
ISBN (Book)
9783668042162
Language
German
Tags
mindestlohn praktikum chance problem unterrichtspraktische prüfung oberstufe
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
N. H. (Author), 2015, Mindestlohn für das Praktikum. Chance oder Problem? Unterrichtspraktische Prüfung für gymnasiale Oberstufe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/304694
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