Wie erfüllt der Bankensektor die Ziele und Wünsche der Kunden? Diese Frage stellen sich derzeit viele Banken, da sie auf Grund der niedrigen Zinsspanne sowie Kosteneinsparungsmaßnahmen oftmals zur Reduzierung der Anzahl an Geschäftsstellen gezwungen sind. Mit Hilfe dieser Studienarbeit soll auf der Grundlage des Konsumverhaltens der Aufbau einer strategischen Geschäftsausrichtung erarbeitet werden. Der Fokus soll hierbei auf der Zielgruppe 55 plus liegen.
Zunächst wird hierfür eine Erläuterung des Begriffs "Konsumverhalten" erfolgen, bei der beschrieben wird, was darunter zu verstehen ist bzw. was das Konsumverhalten beinhaltet. Des Weiteren wird erläutert, was der Begriff "Zielgruppe 55 plus" beschreibt und welche Bedeutung dieser Generation zukommt. Anschließend werden, um später fundierte Aussagen treffen zu können wie die strategische Geschäftsausrichtung gestaltet sein sollte, Merkmale des Konsums erläutert und beispielsweise die Gründe für Kaufentscheidungen aufgezeigt.
Letztendlich soll in dieser Studienarbeit analysiert werden, welche strategische Geschäftsausrichtung die Bank vorgeben muss, um auf das Kundenverhalten, insbesondere das der Zielgruppe 55 plus, zu reagieren und daraus folgend erfolgreich zu wirtschaften.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Erläuterung Konsumverhalten und Zielgruppe 55 plus
2.1 Konsumverhalten
2.2 Zielgruppe 55 plus
3 Theoretische Aspekte zur Beeinflussung des Konsumverhaltens
3.1 Konsumbedürfnisse
3.2 Konsumerwartungen
3.3 Konsumgewohnheiten
3.4 Konsumentscheidungen
3.5 Kundenzufriedenheit und Kundenbindung
4 Aktuelle Situation des Bankensektors
5 Konsequenzen für die Bank und daraus resultierende Maßnahmen
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Diese Studienarbeit analysiert, wie Banken durch ein tieferes Verständnis von Konsumtheorien und dem spezifischen Konsumverhalten der Generation 55 plus ihre strategische Geschäftsausrichtung zukunftsfähig gestalten und langfristige Kundenbindungen aufbauen können.
- Analyse theoretischer Grundlagen des Konsumverhaltens und der Kaufentscheidungsprozesse
- Charakterisierung der Zielgruppe 55 plus („Best Ager“) als finanzstarke und qualitätsorientierte Kundengruppe
- Untersuchung der aktuellen Herausforderungen im Bankensektor durch Niedrigzinsphase und Digitalisierung
- Ableitung konkreter Beratungs- und Betreuungsstrategien zur Steigerung der Kundenloyalität
Auszug aus dem Buch
3.5 Kundenzufriedenheit und Kundenbindung
Eine besondere Bedeutung für Unternehmen stellt die Kundenzufriedenheit dar. Sie ist stark mit dem langfristigen Erfolg der Unternehmung verwoben. Hintergrund für dieses Unternehmensziel ist, dass die Marken- und Geschäftstreue zufriedener Kunden größer ist als die der unzufriedenen Kunden. Langfristige Umsätze mit dem Kunden sind folglich sehr wahrscheinlich.
Des Weiteren spielt für die Stärkung der Kundenzufriedenheit die damit verbundene Reduzierung der Preiselastizität der Kundschaft eine große Rolle. Dies bedeutet, dass Kunden Preiserhöhungen eher akzeptieren und auf einen Wechsel zur direkten Konkurrenz verzichten, da sie mit dem Service und der Leistung des Unternehmens in der Vergangenheit zufrieden waren. Mit einer gegebenen hohen Kundenzufriedenheit ist überdies hinaus auch großes Cross-Selling-Potenzial gegeben. Kunden sind in der Regel eher bereit, bspw. größere Mengen oder Komplementärprodukte zu kaufen, wenn sie bei vorherigen Geschäften zufrieden gestellt worden sind.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Vorstellung der Problemstellung im Bankensektor und Definition des Zielrahmens für die strategische Ausrichtung auf die Zielgruppe 55 plus.
2 Erläuterung Konsumverhalten und Zielgruppe 55 plus: Begriffsdefinitionen und Analyse der Bedeutung sowie des Potenzials der Generation 55 plus für Banken.
3 Theoretische Aspekte zur Beeinflussung des Konsumverhaltens: Wissenschaftliche Herleitung von Kaufprozessen, Bedürfnissen, Erwartungen und der Rolle der Kundenzufriedenheit.
4 Aktuelle Situation des Bankensektors: Untersuchung der wirtschaftlichen Herausforderungen, insbesondere Zinsdruck und Filialstrategien.
5 Konsequenzen für die Bank und daraus resultierende Maßnahmen: Ableitung von Handlungsempfehlungen für Bankberater zur gezielten Ansprache der Zielgruppe 55 plus.
6 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der vorgeschlagenen Geschäftsstrategie und Ausblick auf die Einbeziehung jüngerer Kundengenerationen.
Schlüsselwörter
Konsumverhalten, Bankensektor, Generation 55 plus, Best Ager, Kundenzufriedenheit, Kundenbindung, Geschäftsstrategie, Konsumtheorien, Finanzstärke, Beratungsleistung, Bedürfnis, Kaufentscheidung, Sozialisationsmodell, Provisionsgeschäft, Kundenloyalität.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Entwicklung einer strategischen Geschäftsausrichtung für Banken, die speziell auf die Bedürfnisse und das Konsumverhalten der Generation 55 plus ausgerichtet ist.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Zentrale Themen sind Konsumtheorien, die Besonderheiten der Zielgruppe 55 plus, die aktuelle wirtschaftliche Situation im Bankwesen sowie Strategien zur Kundenbindung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, einen Ausblick zu geben, wie Banken durch gezielte Strategien für die Generation 55 plus ihre Wettbewerbsfähigkeit sichern und langfristig erfolgreich wirtschaften können.
Welche wissenschaftliche Methode liegt zugrunde?
Die Arbeit nutzt theoretische Ansätze und Modelle zum Konsumverhalten, gestützt durch Primär- und Sekundärquellen, um daraus praktische Handlungsempfehlungen für Banken abzuleiten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen des Konsumverhaltens, die aktuelle Lage des Bankensektors und führt die Erkenntnisse in konkrete Maßnahmen für die Kundenbetreuung über.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Konsumverhalten, 55 plus, Bankensektor, Kundenzufriedenheit, Kundenbindung und Geschäftsstrategie.
Warum ist die Generation 55 plus für Banken besonders attraktiv?
Diese Generation verfügt über eine hohe Finanzkraft, ist konsumbewusster und legt großen Wert auf gute Serviceleistungen sowie eine hohe Qualität bei der Beratung.
Welche Rolle spielt die Filialstrategie bei der Kundenbindung?
Laut Arbeit bleibt eine persönliche Betreuung in Filialen für über 90 Prozent der Bürger ein entscheidendes Kriterium für die Wahl der Hausbank, was insbesondere für Genossenschaftsbanken eine Chance bietet.
Wie kann die Bank das Provisionsgeschäft stärken?
Durch eine ganzheitliche Beratung über das reine Banking hinaus, etwa bei Absicherungen für den Ruhestand oder Pflegefall, können zusätzliche Provisionserträge generiert werden.
Ist der Fokus auf 55 plus ausreichend für die Zukunft?
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass der Fokus auf 55 plus sehr erfolgsversprechend ist, jedoch langfristig auch Strategien für jüngere Generationen in die Planung integriert werden müssen.
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- Torben Bischofberger (Autor), 2015, Die strategische Geschäftsausrichtung einer Bank für die Zielgruppe 55 plus, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305116