Diese Ausarbeitung zielt darauf ab, zentrale Begrifflichkeiten von Evaluation zu konkretisieren und ein wissenschaftliches Verständnis für Evaluation zu entwickeln. Durch eine entsprechende Literaturanalyse werden die Worte Evaluation und Evaluationsforschung konkretisiert. Dadurch kann eine gemeinsame, fachübergreifende Sprache geschaffen werden. Sie ist bedeutsam für die Kommunikation sowohl für den Einzelnen, von Gruppen innerhalb von Projekten, als auch zwischen unterschiedlichen Akteuren.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Evaluation und Bewertungsbegriffe
2.1 Herkunft des Wortes Evaluation
2.1.1 Evaluation in der Alltagssprache
2.1.2 Ursprung von Evaluation
2.1.3 Historischer Überblick der Evaluation
2.2 Bewertungsbegriffe
2.2.1 Wirkung und Wirksamkeit
2.2.2 Effekt und Erfolg
2.2.3 Nutzen und Outcome
2.2.4 Effektivität und Effizienz
2.3 Evaluation und Evaluationsforschung
3 Evaluationsbegriff und Evaluationsbedeutung
3.1 Dimensionen von Evaluation
3.1.1 Ebenen der Evaluation
3.1.2 Wissenschaftliche Bedeutung von Evaluation
3.1.3 Definitionsbestandteile von Evaluation
3.2 Arten von Evaluation
3.2.1 Rahmenbedingungen
3.2.2 Evaluationsmodelle
3.2.3 Ausrichtung der Evaluation
3.2.4 Zeitpunkt der Evaluation
3.2.5 Durchführungsmodi der Evaluation
3.2.6 Metaevaluation
3.3 Anwendungsfelder und Qualität von Evaluation
3.3.1 Wissenschaftsdisziplinen von Evaluation
3.3.2 Evaluationsstandards
3.3.3 Diagnostik, Methodologie und Methodik in der Evaluationsforschung
4 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit analysiert den Evaluationsbegriff, um ein wissenschaftliches Verständnis für die Evaluation und Evaluationsforschung zu entwickeln und eine gemeinsame Sprache für Akteure im Gesundheitswesen zu schaffen.
- Analyse von Evaluation und Bewertungsbegriffen
- Historische Entwicklung der Evaluationsforschung
- Ebenen und Arten von Evaluation
- Qualitätssicherung durch Evaluationsstandards
- Methodologische Grundlagen der Evaluationsforschung
Auszug aus dem Buch
2.1.3 Historischer Überblick der Evaluation
Die Geschichte der Evaluation und Evaluationsforschung kann an Hand einer zeitlichen Abfolge oder eines theorieorientierten Überblicks erfolgen. Dabei werden die historischen Epochen, in denen Menschen allgemeine Evaluationsansätze wirksam eingesetzt haben, verdeutlicht. Gleichzeitig werden spezifische Entwicklungen aufgeführt, die in direktem ode indirektem Bezug zur Evaluation stehen. Diese ausführliche Übersicht befindet sich im Anhang der Projektstudienarbeit (siehe Anhang 1). Aus dieser unterschiedlichen klassifikatorischen Darstellung geht hervor, dass die Evaluationsforschung seit mehr als 60 Jahren aus wissenschaftlicher Sicht in den Mittelpunkt des Interesses rückt. Dabei stagniert seit einigen Jahren die theoretische Entwicklung von Evaluationsansätzen, während die methodischen Konzepte stetig weiterentwickelt wurden und in allen Ebenen der Gesellschaft eingesetzt werden (vgl. Gollwitzer, Jäger 2009, S. 8ff).
Die Ursprünge der Evaluation sind in den USA zu finden. Mit 10-jähriger Verspätung setzte die moderne Evaluationsforschung in Europa Ende der 60er Jahre ein (vgl. Stockmann 2014, S. 30-35). Im deutschsprachigen Raum konnten mit dem Beginn der 70er Jahre erste Erfolge erzielt werden (vgl. Bortz, Döring 2006, S. 97).
Zu den Protagonisten der Forschungsrichtung zählen, nach Hellstern und Wollmann, u.a. E.A. Suchmann (1967), C.H. Weiss (1972), P.H. Rossi, H.E. Freeman (1979) und L.J. Cronbach (vgl. Messing 2001, S. 2). Im Unterschied zu anderen Ländern (insbesondere den USA) gibt es jedoch in Deutschland keine Evaluationskultur, die politische Verantwortung und Evaluation miteinander verknüpft (vgl. Stockmann 2014, S. 61).
Evaluation ist in den Vereinigten Staaten von Amerika ein Wachstumsmarkt. So werden seit 1969 mit dem „National Environmental Policy Act“ die gesetzliche Auflage beschlossen, alle umweltrelevanten Bundesgesetze bezüglich der direkten und indirekten Auswirkungen zu evaluieren (vgl. Dieckmann 2011, S. 40).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die steigende Bedeutung und den inflationären Gebrauch des Evaluationsbegriffs und legt das Ziel der Arbeit fest, ein wissenschaftliches Verständnis für Evaluation zu entwickeln.
2 Evaluation und Bewertungsbegriffe: Das Kapitel erläutert die Herkunft des Wortes Evaluation, grenzt es von der Alltagssprache ab und definiert verschiedene zentrale Bewertungsbegriffe sowie das Verhältnis von Evaluation zu Evaluationsforschung.
3 Evaluationsbegriff und Evaluationsbedeutung: Dieser Hauptteil gliedert Evaluation in verschiedene Dimensionen, Arten und Anwendungsfelder und beleuchtet die wissenschaftlichen Gütekriterien sowie methodologische Grundlagen.
4 Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine differenzierte Einordnung des Evaluationsbegriffs notwendig ist und betont die Bedeutung der Einhaltung von Qualitätsstandards im spannungsreichen Feld der Evaluationsforschung.
Schlüsselwörter
Evaluation, Evaluationsforschung, Bewertungsbegriffe, Qualitätssicherung, Evaluationsstandards, Wirkungsanalyse, Methoden der Evaluation, Sozialforschung, Implementierung, Evaluationsmodell, Metaevaluation, Interventionsprogramm, Zielerreichung, Empirie, Transparenz
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in der Arbeit grundlegend?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der begrifflichen Klärung und systematischen Analyse von Evaluation und Evaluationsforschung.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die zentralen Felder umfassen die Definition von Evaluation, deren historische Einordnung, die Abgrenzung von Bewertungsbegriffen sowie die methodischen Grundlagen der Evaluationsforschung.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Ziel ist es, den Evaluationsbegriff zu konkretisieren, ein wissenschaftliches Verständnis zu entwickeln und eine gemeinsame Sprachgrundlage für Akteure, insbesondere im Gesundheitswesen, zu schaffen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Der Autor führt eine Literaturanalyse durch, um zentrale Begrifflichkeiten zu systematisieren und Evaluationsansätze wissenschaftlich einzuordnen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Im Hauptteil werden Dimensionen, Arten (wie Rahmenbedingungen, Modelle, Zeitpunkte), Qualitätskriterien und methodologische Konzepte der Evaluation detailliert analysiert.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen gehören Evaluation, Evaluationsforschung, Bewertungsbegriffe, Qualitätssicherung, Evaluationsstandards und methodologische Grundlagen.
Warum ist eine Unterscheidung zwischen Alltagsbewertung und wissenschaftlicher Evaluation wichtig?
Die alltagssprachliche Verwendung ist oft unspezifisch und verliert an wissenschaftlicher Präzision, was bei professionellen Evaluationsprojekten zu Risiken und inhaltlicher Unschärfe führen kann.
Welche Bedeutung haben Evaluationsstandards für die Praxis?
Standards dienen als Instrument, um die Qualität von Evaluationen präzise zu umschreiben, die Vielfalt der Evaluation zu strukturieren und eine methodisch korrekte Praxis sicherzustellen.
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- Mirko Klein (Autor), 2015, Evaluation und Evaluationsforschung. Eine begriffliche Annäherung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305261