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Gibt es den idealtypischen Wohlfahrtsstaat? Ein Vergleich verschiedener Sozialstaatsmodelle

Titre: Gibt es den idealtypischen Wohlfahrtsstaat? Ein Vergleich verschiedener Sozialstaatsmodelle

Dossier / Travail , 2014 , 15 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Frank Klein (Auteur)

Sociologie - Système social et Structure sociale
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Die vorliegende Arbeit stellt die Frage, ob es den Idealtyp eines Wohlfahrtsstaates gibt. Sozialstaatliches Agieren geschieht innerhalb der Nationen, in denen aber unterschiedliche Typen existieren. Als Instrument soll die vergleichende Sozialstaatsforschung dienen, ebenso wie die Typisierung nach Esping-Andersen. Auch Systeme, die außerhalb dieser Typisierung liegen, werden kurz skizziert. Fokussiert werden soll dann der Staat Schweden als sozialdemokratisches System. Abschließend soll wieder der Transfer geschaffen werden zur anfänglichen Fragestellung.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Wohlfahrtsstaat – Versuch einer Definition

3. Die vergleichende Sozialforschung

4. Typisierung von Wohlfahrtsstaaten nach Esping-Andersen

4.1 Der liberale Sozialstaatstyp

4.2 Der konservative / korporatistische Sozialstaatstyp

4.3 Der sozialdemokratische Sozialstaatstyp

5. Weitere Sozialstaatstypen-Ergänzung von Wohlfahrtsstaat-Typen

5.1 Der postsozialistische Sozialstaatstyp

5.2 Der radikale Sozialstaatstyp

6. Schweden – ein sozialdemokratischer Sozialstaatstyp

6.1 Skizzierte Historie

6.2 Politische Typisierung/Charakterisierung

6.3 Einzelversicherungen

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die theoretische Existenz eines idealtypischen Wohlfahrtsstaates und vergleicht verschiedene Sozialstaatsmodelle, wobei der Fokus insbesondere auf dem schwedischen System als sozialdemokratisches Modell liegt.

  • Methodische Grundlagen der vergleichenden Sozialstaatsforschung
  • Analyse der Typisierung nach Esping-Andersen (liberal, konservativ, sozialdemokratisch)
  • Ergänzende Wohlfahrtsstaatstypen (postsozialistisch, radikal)
  • Detaillierte Untersuchung des schwedischen Sozialmodells
  • Diskussion über Reformnotwendigkeiten und die Bedeutung von Ländervergleichen

Auszug aus dem Buch

4.3 Der sozialdemokratische Sozialstaatstyp

Die Basis dieses Sozialstaatstyps ist die Sozialdemokratie, welche nach Esping-Andersen eindeutig die treibende Kraft für soziale Reformen war und Gleichheit auf höchstem Niveau anstrebte (vgl. Esping-Andersen 1998, S. 44 f.).

Man kann ihn aufgrund seiner universalistischen Ausrichtung und seinem Streben nach maximaler Gleichheit als Gegenteil zum liberalen Sozialstaatstyp bezeichnen. Soziale Bürgerrechte bilden hier die Anspruchsgrundlage in Verbindung mit der stärksten Ausprägung der Dekommodifizierung (vgl. Schmid, 2010, S. 101). Sozial- und Umverteilungspolitik gelten innerhalb dieser Gesellschaftspolitik als selbstverständlich, denn für den ökonomischen Erfolg wird hier soziale Ungleichheit als dämpfend empfunden und nicht als aktivierend, so dass tatsächliche Chancengleichheit zum einen als ein aktiver Auftrag der Sozialpolitik mit einem hohen Stellenwert verstanden wird, zum anderen jedoch mit einem hohen normativen Druck hinsichtlich der Anpassung seiner Lebensgestaltung an allgemeinen gesellschaftlichen Vorgaben verknüpft ist. Somit kann die weit reichende Sicherung der materiellen Bürgerrechte mit den individuellen Freiheitsrechten und dem Recht auf freie Selbstentfaltung kollidieren. Das allumfassend angelegte Sozialsystem dieses Typs gewährleistet in Form universaler Solidarität eine Gleichberechtigung hinsichtlich der Sozialleistungsansprüche mit dem Ziel der Herstellung eines Gleichgewichts sowohl zwischen Staat und Markt, als auch zwischen Arbeiterklasse und Mittelstand, um ein Maximum an sozialer Gleichheit herzustellen. (vgl. Boeckh 2010, S. 43). „Dieses Modell drängt den Markt zurück und sorgt so für eine ihrem Wesen nach universale Solidarität im und mit dem Wohlfahrtsstaat. Jeder profitiert, jeder ist abhängig – und jeder wird sich voraussichtlich zum Zahlen verpflichtet fühlen“ (Esping-Andersen 1998, S. 45).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung, ob ein idealtypischer Wohlfahrtsstaat existiert, unter Einbeziehung der vergleichenden Sozialstaatsforschung und des Fokus auf Schweden.

2. Wohlfahrtsstaat – Versuch einer Definition: Definition des Wohlfahrtsstaates als staatliches Instrument zur sozialen Sicherung und Herstellung von Gerechtigkeit durch verschiedene Leistungen.

3. Die vergleichende Sozialforschung: Darstellung der Instrumente wie Sozialversicherung, Versorgung und Fürsorge sowie der relevanten Dimensionen für Sozialstaatsvergleiche nach Esping-Andersen.

4. Typisierung von Wohlfahrtsstaaten nach Esping-Andersen: Analyse der drei Haupttypen: der liberale, der konservative/korporatistische und der sozialdemokratische Sozialstaatstyp.

5. Weitere Sozialstaatstypen-Ergänzung von Wohlfahrtsstaat-Typen: Einordnung ergänzender Modelle, namentlich des postsozialistischen und des radikalen Sozialstaatstyps.

6. Schweden – ein sozialdemokratischer Sozialstaatstyp: Historische Entwicklung und politische Analyse des schwedischen Systems, ergänzt durch die Untersuchung spezifischer Versicherungsbereiche wie Arbeit, Gesundheit, Unfall, Alter und Familie.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung, dass reale Sozialstaaten meist Mischformen darstellen, wobei die vergleichende Forschung dennoch wichtige Lernprozesse ermöglicht.

Schlüsselwörter

Wohlfahrtsstaat, Sozialstaat, Esping-Andersen, Sozialpolitik, Schweden, soziale Sicherheit, Sozialversicherung, Umverteilung, Dekommodifizierung, Sozialstaatsforschung, Sozialmodell, Arbeit, Gesundheit, Rente, Gleichheit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, ob es einen universellen Idealtyp des Wohlfahrtsstaates gibt oder ob die unterschiedlichen nationalen Sozialstaatsmodelle zu verschieden sind, um direkt miteinander verglichen zu werden.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretischen Typologien von Wohlfahrtsstaaten, die Instrumente der Sozialpolitik sowie die praktische Umsetzung sozialer Sicherungssysteme am Beispiel Schwedens.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Typisierung von Sozialstaaten zu erläutern und kritisch zu hinterfragen, ob ein idealer Wohlfahrtsstaat existiert, sowie den schwedischen Ansatz als Fallbeispiel detailliert zu analysieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Methode der vergleichenden Sozialforschung angewendet, gestützt auf das theoretische Modell von Esping-Andersen und aktuelle fachwissenschaftliche Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Klassifizierungen von Wohlfahrtsstaaten, die Vorstellung ergänzender Typologien sowie eine umfassende Analyse des schwedischen Modells inklusive seiner historischen Entwicklung und Einzelsysteme.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Wohlfahrtsstaat, Sozialstaat, Esping-Andersen, soziale Sicherheit, Sozialpolitik und der spezifische Vergleich des schwedischen Modells.

Was ist unter dem „schwedischen Volksheim“ zu verstehen?

Es ist eine zentrale Metapher der schwedischen Sozialpolitik, die Begriffe wie Gleichheit, Zusammenarbeit, Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme als fundamentale Eigenschaften des angestrebten Wohlfahrtsstaates zusammenfasst.

Wie hat sich das schwedische Rentensystem verändert?

Das Rentensystem wurde 1999 umgestaltet und basiert nun auf drei Säulen, wobei ein Übergang von einem leistungsdefinierten zu einem beitragsdefinierten System stattfand, um das finanzielle Risiko stärker an die Leistungsempfänger zu transferieren.

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Résumé des informations

Titre
Gibt es den idealtypischen Wohlfahrtsstaat? Ein Vergleich verschiedener Sozialstaatsmodelle
Université
University of Applied Sciences Koblenz
Note
1,7
Auteur
Frank Klein (Auteur)
Année de publication
2014
Pages
15
N° de catalogue
V305583
ISBN (ebook)
9783668051874
ISBN (Livre)
9783668051881
Langue
allemand
mots-clé
wohlfahrtsstaat sozialstaat vergleichende sozialforschung Esping-Andersen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Frank Klein (Auteur), 2014, Gibt es den idealtypischen Wohlfahrtsstaat? Ein Vergleich verschiedener Sozialstaatsmodelle, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/305583
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Extrait de  15  pages
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