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Spielerisch Motivieren. Grundlagen der Motivation bei Computerspielen

Title: Spielerisch Motivieren. Grundlagen der Motivation bei Computerspielen

Academic Paper , 2014 , 26 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Florian Krahmer (Author)

Psychology - Work, Business, Organisation
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In der nachfolgenden Arbeit wird auf die Motivation, den Spieldynamiken und auf grundlegende Spielelemente eingegangen. Kenntnisse in der Motivation sind dabei grundlegende Voraussetzungen, um diese über Spiele fördern zu können.

Alltagspsychologisch erscheint der Begriff der Motivation als eine Antriebsgröße, welche mal größer und mal kleiner ausfallen kann. In diesem Sinn ist jemand mal stärker, mal schwächer motiviert. Allerdings greift die Beschreibung der Motivation als Antriebsgröße zu kurz, vielmehr ergibt sich die Motivation aus dem Zusammenwirken von unterschiedlichen Prozessen. Dabei spielen kognitive Prozesse wie die Bildung von Erwartungen oder der Entwurf von Handlungsplänen ebenso eine Rolle wie affektive Erlebnistönungen des gegenwärtigen Zustands wie Hoffnung oder Furcht, physiologische Prozesse wie die Ausschüttung von Neurohormonen sowie basale Handlungstendenzen. Die Begriffsbestimmungen von Motivation können demnach unterschiedlich ausfallen, je nachdem welche der genannten Prozesse im Vordergrund stehen (Rheinberg, 2009).

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Ablauf der Arbeit

2. Grundlagen

2.2 Motivation

2.1.1 Einleitende Begriffsbestimmung

2.1.2 Motivationstheorie nach Heckhausen

2.1.3 Intrinsische und extrinsische Motivation

2.2 Spieldynamiken

2.2.2 Spielmotivation nach Yee

2.2.3 Flow-Theorie

2.3 Grundlegende Spielelemente

2.3.1 Belohnung als Anreiz

2.3.2 Wertigkeit von Belohnungen

2.3.3 Overjustification

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit befasst sich mit der theoretischen Fundierung von Motivation im Kontext von Spielen. Ziel ist es, ein Verständnis für die motivationalen Mechanismen zu entwickeln, die Menschen dazu bewegen, Zeit in virtuellen Welten zu verbringen, und aufzuzeigen, wie diese Erkenntnisse durch grundlegende Spielelemente gezielt gefördert werden können.

  • Psychologische Grundlagen der Motivation und deren Anwendung in Spielen
  • Analyse von Spieltypen nach Bartle und Spielmotivation nach Yee
  • Die Rolle der Flow-Theorie für das Erleben in Spielumgebungen
  • Grundbausteine der Gamification: Ziele, Regeln, Feedback und Freiwilligkeit
  • Kritische Betrachtung von Belohnungssystemen und dem Overjustification-Effekt

Auszug aus dem Buch

2.1.2 Motivationstheorie nach Heckhausen

Wie sich aus der Definition von Motivation im vorangegangen Abschnitt herausstellt, ist die Motivation das Produkt von Person und Situation. Neben den personenbezogenen und situationsbezogenen Einflüssen gehören auch die antizipierten Handlungsergebnisse (Handlungsziele) und deren Folgen. Zu den personenbezogenen Faktoren gehören (Heckhausen & Heckhausen, 2010):

• Universelle Verhaltenstendenzen und Bedürfnisse sowie Streben nach Wirksamkeit: hierzu zählen elementare physiologische Bedürfnisse wie Hunger oder Durst, welche je nach situativem Deprivationszustand variieren. Das Streben nach Wirksamkeit ist das Bedürfnis nach direkter oder primärer Kontrolle der physischen und sozialen Umwelt und gehört zur motivationalen Grundausstattung des Menschen.

• Motivdispositionen (implizite Motive): Hierdurch unterscheiden sich Individuen voneinander. Dazu gehören auch persönlichkeitsumfassende Eigenschaften wie Gewohnheiten, Motive des Handelnden, aber auch körperliche Eigenschaften, Fähigkeitsunterschiede und Verhaltensstile

• Zielsetzungen (explizite Motive): Explizite Motive werden von einer Person gefasst und verfolgt. Mit expliziten Motiven werden bewusste, sprachlich repräsentierte oder repräsentierbare Selbstbilder, Werte und Ziele verstanden, welche sich die Person selbst zuschreibt.

Explizite und implizite Motive stimmen häufig nicht überein. So kann die einzelne Person Vorstellungen über sich selbst und den eigenen Beweggründen haben, „die mit den eigenen unbewussten Präferenzen und habituellen Gewohnheiten nicht übereinstimmen“ (Heckhausen & Heckhausen, 2010, S. 5). Ein notorische Langschläfer kann sich vornehmen, am nächsten Morgen früh aufzustehen, um möglichst früh die Mülltonne für die Müllabfuhr bereitzustellen, weil die Müllabfuhr zu einer Zeit kommt, in der er noch schläft und es ihm erst einfiel, als er abends bereits im Bett lag.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Ablaufs der Arbeit und der thematischen Einführung in die Grundlagen der Motivation und Spieldynamiken.

2. Grundlagen: Detaillierte Betrachtung psychologischer Motivationsmodelle wie Heckhausen und deren Übertragung auf Spielkontexte.

2.2 Motivation: Definition und Differenzierung von Motivation, inklusive der Abgrenzung von intrinsischen und extrinsischen Motivationsformen.

2.2 Spieldynamiken: Erläuterung von Spielermotivationen anhand der Modelle von Bartle und Yee sowie Einführung in das Flow-Erleben.

2.3 Grundlegende Spielelemente: Beschreibung der zentralen Bausteine von Spielen und der psychologischen Wirkungsweise von Belohnungssystemen.

Schlüsselwörter

Motivation, Spielmotivation, Flow-Theorie, Spieldynamik, Gamification, Belohnung, Handlungsziele, Intrinsische Motivation, Extrinsische Motivation, Overjustification, Korrumpierungseffekt, Spielertypen, Psychologie, Selbstbestimmungstheorie, Leistungskomponente.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die psychologischen Grundlagen der Motivation und wie diese durch gezielte Spielelemente und Spieldynamiken in virtuellen Umgebungen genutzt werden kann.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind Motivationstheorien, die Einteilung von Spielertypen, das Flow-Erleben und die psychologische Wirkung von Belohnungen in Spielen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es zu verstehen, wie Motivation im Spielkontext entsteht und welche Bedingungen erfüllt sein müssen, damit ein Spiel als motivierend empfunden wird.

Welche wissenschaftlichen Modelle werden verwendet?

Die Arbeit stützt sich unter anderem auf die Motivationstheorie nach Heckhausen, das Rubikon-Modell, die Spielertypologie nach Bartle, das Motivationsmodell nach Yee und die Flow-Theorie von Csikszentmihalyi.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen der Motivation, eine Analyse von Spieldynamiken und die Betrachtung grundlegender Spielelemente wie Belohnungsstrukturen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Schlüsselbegriffe sind Motivation, Flow-Erleben, Gamification, Overjustification und verschiedene psychologische Bedürfnisse wie Kompetenz und Autonomie.

Was besagt der Overjustification-Effekt?

Der Overjustification-Effekt beschreibt das Phänomen, dass die ursprüngliche intrinsische Freude an einer interessanten Tätigkeit durch zusätzliche, erwartete materielle Belohnungen geschwächt werden kann.

Wie unterscheidet sich das behavioristische vom kognitivistischen Belohnungsmodell?

Das behavioristische Modell fokussiert auf extrinsische Verstärker (Belohnung/Bestrafung), während das kognitivistische Modell die Bedeutung von intrinsischen Faktoren wie Kompetenz, Autonomie und sozialer Eingebundenheit betont.

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Details

Title
Spielerisch Motivieren. Grundlagen der Motivation bei Computerspielen
College
Fresenius University of Applied Sciences Hamburg
Grade
1,3
Author
Florian Krahmer (Author)
Publication Year
2014
Pages
26
Catalog Number
V306551
ISBN (eBook)
9783668046580
ISBN (Book)
9783668133051
Language
German
Tags
Psychologie Motivation Computerspiel Spieldynamik Spielertypen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Florian Krahmer (Author), 2014, Spielerisch Motivieren. Grundlagen der Motivation bei Computerspielen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306551
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