Diese Hausarbeit möchte dem Leser die Themengebiete „Marketing“ und „Design“ im Zusammenspiel mit Crowdsourcing näher bringen und die Frage klären, welche sinnvollen Anwendungsmöglichkeiten existieren und welche Chancen und Risiken in diesen Bereichen für ein Unternehmen bestehen können.
Hierzu werden einleitend die Begriffe „Crowdsourcing“, „Marketing“ und „Design“ unabhängig voneinander betrachtet und definiert. Anschließend wird auf das Marketing im Bereich des Crowdsourcings eingegangen. Es werden die verschiedenen Ausprägungen beispielhaft dargestellt und die Chancen und Risiken für ein Unternehmen beleuchtet.
Weiterführend wird das Thema „Design“ zusammenhängend mit Crowdsourcing betrachtet. Neben den Chancen und Risiken für ein Unternehmen werden heterogene Beispiele von Plattformen in diesem Bereich dargestellt. Abschließend werden rechtliche Herausforderungen für ein Unternehmen aufgezeigt und Tipps für die richtige Verwendung von Marketing-Aktionen und Design-Ausschreibungen unter Verwendung der Crowd gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Begriffsdefinitionen
2.1 Crowdsourcing
2.2 Marketing
2.3 Design
3. Crowdsourcing im Marketing
3.1 Chancen
3.2 Ausprägungen
3.2.1 Kunden aktivieren
3.2.2 Kunden involvieren
3.2.3 Kunden integrieren
3.2.4 Kunden als Mitschöpfer
3.2.5 Kunden als Innovatoren
3.3 Risiko: „Shitstorm“
4. Crowdsourcing im Design
4.1 Eingliederung
4.2 Chancen
4.3 Beispiele
4.3.1 Lego Ideas
4.3.2 Quirky
4.3.3 jovoto
4.3.4 99designs
4.4 Risiko: Qualität
5. Rechtliche Herausforderungen
5.1 Arbeitsrechtliche und Steuerrechtliche Aspekte
5.2 Urheberrecht, Schutzrechte, Rechtsverletzungen
6. Schluss
Zielsetzung & Themen
Diese Arbeit untersucht die Einsatzmöglichkeiten, Chancen und Risiken von Crowdsourcing in den Bereichen Marketing und Design. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen die Intelligenz der Masse nutzen können, um wettbewerbsfähig zu bleiben und innovative Lösungen zu entwickeln.
- Grundlagen des Crowdsourcings, Marketings und Designs
- Analyse der Chancen und Risiken von Crowdsourcing-Kampagnen im Marketing
- Untersuchung von Crowdsourcing-Modellen in der Designbranche
- Best-Practice-Beispiele (z.B. Lego Ideas, 99designs, jovoto)
- Rechtliche Rahmenbedingungen und Herausforderungen für Unternehmen
Auszug aus dem Buch
3.2.4 Kunden als Mitschöpfer
Das Kreativpotenzial der Crowd und die Teilnahmebereitschaft an solchen Prozessen dürfen im Schöpfungsprozess von Produkten nicht unterschätzt werden. Die Markenstudie „brandshare“ der PR-Firma Edelman hat 2013 herausgefunden, dass 87 Prozent der deutschen Konsumenten den Wunsch haben, stärker von Marken eingebunden zu werden. Ziel ist es aus (potenziellen) Kunden Mitgestalter und Produktoptimier zu machen, denn durch die Mitbeteiligung von Kunden werden Produkte gezielter für den Markt entwickelt. Zudem steigt durch den Mitmacheffekt die Verbundenheit zum Unternehmen und sorgt für den loyalisierenden „Mein-Baby-Effekt“ (vgl. ebd.: S. 10).
Sind Ziele und Zielgruppen geklärt, kann man über die unterschiedlichsten Kanäle dazu aufrufen Vorschläge abzugeben. Die oder der Gewinner wird meist von einer öffentlichen Juri oder von der gesamten Community gekürt (vgl. ebd.: S.11).
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die Relevanz des Crowdsourcings als Teil von Open Innovation und stellt die behandelten Schwerpunkte Marketing und Design vor.
2. Begriffsdefinitionen: In diesem Kapitel werden die zentralen Begriffe Crowdsourcing, Marketing und Design wissenschaftlich definiert und voneinander abgegrenzt.
3. Crowdsourcing im Marketing: Es werden verschiedene Ausprägungen des Mitmach-Marketings beleuchtet, Chancen wie gesteigerte Markentreue aufgezeigt und Risiken wie der „Shitstorm“ diskutiert.
4. Crowdsourcing im Design: Dieser Abschnitt analysiert die Einbindung von Crowdsourcing in Designprozesse, diskutiert Kosten- und Kreativitätsvorteile und hinterfragt die Qualität bei Pitch-Wettbewerben.
5. Rechtliche Herausforderungen: Hier werden die juristischen Implikationen betrachtet, insbesondere im Hinblick auf Arbeitsrecht, Steuern sowie Urheber- und Schutzrechte bei der Zusammenarbeit mit der Crowd.
6. Schluss: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass die aktive Gestaltung von Crowdsourcing-Prozessen für die zukünftige Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen essenziell ist.
Schlüsselwörter
Crowdsourcing, Open Innovation, Marketing, Design, Co-Creation, Mitmach-Marketing, Crowd-Creation, Crowd-Voting, Schwarmintelligenz, Shitstorm, Rechtsfragen, Marktforschung, Produktentwicklung, Innovation, Web 2.0
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit behandelt die Nutzung von Crowdsourcing-Methoden in den betriebswirtschaftlichen Bereichen Marketing und Design zur Steigerung der Innovationskraft.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Die Schwerpunkte liegen auf der aktiven Einbindung von Kunden, den Chancen und Risiken für Unternehmen sowie der praktischen Anwendung durch verschiedene Plattformen.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Unternehmen durch Crowdsourcing-Prozesse ihre Wettbewerbsfähigkeit durch effizientere Entwicklung und stärkere Kundenbindung erhöhen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine literaturgestützte Analyse unter Einbeziehung bestehender Studien, Fachliteratur und praktischer Beispiele von Crowdsourcing-Plattformen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Marketing und Design, wobei jeweils Chancen, Risiken, Ausprägungsformen und spezifische Praxisbeispiele analysiert werden.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Crowdsourcing, Open Innovation, Co-Creation, Mitmach-Marketing, Schwarmintelligenz und marktorientierte Produktentwicklung.
Welches Beispiel wird für einen misslungenen Marketing-Ansatz genannt?
Als negatives Beispiel dient die Kampagne „Mein Pril – Mein Stil“, bei der das Unternehmen die Ergebnisse der Crowd nicht akzeptierte und so einen „Shitstorm“ auslöste.
Warum ist das Pitch-Wettbewerbs-Prinzip für Designer kritisch?
Das Modell führt dazu, dass im Durchschnitt nur sehr geringe Beträge pro Design-Entwurf anfallen, was die Qualität der Ergebnisse mindern kann und sich für Designer oft nicht auszahlt.
Welche rechtliche Gefahr besteht bei der Arbeit mit der Crowd?
Es besteht das Risiko, dass die Zusammenarbeit mit der Crowd ungewollt als Beschäftigungsverhältnis eingestuft wird, was arbeits- und sozialversicherungsrechtliche Pflichten nach sich zieht.
- Arbeit zitieren
- Markus Flagner (Autor:in), 2015, Crowdsourcing in Marketing und Design. Chancen und Risiken, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306818