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Die Rolle libyscher Stammesgesellschaften in der Revolution von 2011

Título: Die Rolle libyscher Stammesgesellschaften in der Revolution von 2011

Tesis de Maestría , 2014 , 81 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Magister Artium Lotta Corradini (Autor)

Etnología / Folclore
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Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit einem Thema, das in den vergangenen zwei Jahren seit den Aufständen in Libyen und dem Sturz und Tod Muammar al Gaddafis immer wieder in den Nachrichten und anderen Medien Erwähnung fand, jedoch meist nur am Rande. In Nebensätzen wurde häufig von „den Stämmen“ berichtet, die in Libyen große politische Relevanz hätten. Ziel dieser Arbeit ist es, die Rolle dieser näher zu beleuchten und dabei einen Zusammenhang zwischen der Geschichte des Landes und der prekären politischen Situation der Gegenwart herzustellen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Stand der Forschung

2. Definition des Stammesbegriffs

2.1 Stämme und Großfamilien Libyens

3. Geschichte Libyens in Hinblick auf die Stämme

3.1 Arabisierung

3.2 Die Sanussiya

3.3 Die Kolonialisierung durch die Italiener (1912-1942)

3.4 Monarchie von König Idris (1951-1969)

4. Die Gaddafi Ära

4.1 Gaddafis Septemberrevolution von 1969

4.1.1 Erwähnung des Stammesbegriffs im Grünen Buch

4.2 Gaddafis Umgang mit den Stämmen

4.2.1 Retribalisierung der libyschen Politik

4.2.2 Zivile Gesellschaft

4.3 „Männer des Zeltes“

5. Revolution von 2011

5.1 Opposition

5.1.1 Die Jugendlichen und jungen Erwachsenen

5.1.2 National Transitional Council

5.1.3 Nato-Einsatz

5.1.4 Islamische Opposition

5.2 Revolutionäre Stämme

5.2.1 Appell der Stämme

5.3 Regimetreue Stämme

5.4 Das Ende der Revolution

6. Libyen nach Gaddafi

6.1 Der Allgemeine Nationalkongress

6.2 Stammeskonflikte im Post-Gaddafi-Libyen

6.3 Reconciliation

6.3.1 Aktuelle Ereignisse

7. Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die politische Bedeutung und die Rolle libyscher Stammesgesellschaften während der Revolution von 2011. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert darauf, wie sich die Stämme in den revolutionären Prozess einbrachten, welche Loyalitäten sie gegenüber dem Gaddafi-Regime oder der Opposition verfolgten und welchen Einfluss ihre traditionellen Strukturen auf die politische Transformation Libyens nach dem Sturz des Diktators haben.

  • Ethnologische und politische Definition des Stammesbegriffs im Kontext des Vorderen Orients.
  • Historische Analyse der Entwicklung von Stämmen und Stammeskonföderationen in Libyen.
  • Untersuchung der "Zuckerbrot-und-Peitsche-Politik" Gaddafis gegenüber den Stämmen.
  • Analyse der Akteure während der Revolution von 2011 (Opposition, NATO, Milizen).
  • Herausforderungen der politischen Stabilisierung und Versöhnung im Post-Gaddafi-Libyen.

Auszug aus dem Buch

Die soziale Basis der Dritten Universaltheorie

Ein Stamm ist eine Familie, die als Ergebnis der Fortpflanzung gewachsen ist. Daraus folgt, dass der Stamm eine große Familie ist. In gleicher Weise ist eine Nation aus dem Stamm erwachsen. Und so gesehen ist die Welt eine Nation, die sich in Form von vielen Nationen verzweigt hat. Die Welt ist demnach eine große Nation. Die Beziehung, welche die Familie zusammenhält, ist auch das Bindeglied, welches für den Zusammenhalt von Stamm und überhaupt der ganzen Welt sorgt. (…) Da der Stamm eine große Familie ist, bietet er seinen Mitgliedern den gleichen materiellen Nutzen und die gleichen sozialen Vorteile, wie sie den Mitgliedern einer Familie zur Verfügung stehen. Denn der Stamm ist eine Sekundärfamilie. Hervorzuheben ist, dass das Individuum manchmal in schändlicher Weise handelt, was es sich in Anwesenheit der Familie nicht zu tun getrauen würde. Da aber die Familie zahlenmäßig klein ist, kann es sich ihrer Aufsicht entziehen im Gegensatz zum Stamm, von dem sich alle Mitglieder beobachtet fühlen. (…) Die Nation in der Weltgemeinschaft ist der Familie im Stamm vergleichbar. Je mehr Streit und Fanatismus es zwischen den Familien eines Stammes gibt, desto gefährdeter ist der Stamm. Gleiches gilt, wenn sich die Mitglieder einer Familie streiten und nur ihre eigenen Ziele verfolgen. Das gefährdet die Familie. Wenn die Stämme einer Nation zerstritten sind und nur ihre eigenen Interessen im Auge haben, ist der Fortbestand der Nation gefährdet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die aktuelle instabile Lage in Libyen nach der Revolution von 2011 und definiert das Ziel der Arbeit, die Rolle der Stämme in diesem Prozess näher zu beleuchten.

2. Definition des Stammesbegriffs: Dieses Kapitel setzt sich mit der ethnologischen Debatte um den Begriff des Stammes auseinander und erklärt dessen Relevanz für Gesellschaften im Vorderen Orient.

3. Geschichte Libyens in Hinblick auf die Stämme: Hier wird die historische Entwicklung der Stämme beginnend mit der Arabisierung und dem Sanussi-Orden bis zur Zeit der Monarchie unter König Idris nachgezeichnet.

4. Die Gaddafi Ära: Das Kapitel analysiert Gaddafis gespaltenes Verhältnis zu den Stämmen, von der anfangs antistammespolitischen Haltung bis zur späteren "Retribalisierung" zur Sicherung der Macht.

5. Revolution von 2011: Dieser Hauptteil beschreibt die Dynamik der Aufstände, die verschiedenen oppositionellen Akteure und das Verhalten spezifischer Stämme während des Bürgerkriegs.

6. Libyen nach Gaddafi: Es werden die Herausforderungen des demokratischen Aufbaus, der "Allgemeine Nationalkongress" sowie die Schwierigkeiten der nationalen Versöhnung und aktueller Stammeskonflikte diskutiert.

7. Schlussbetrachtung: Das Fazit fasst zusammen, dass die Stämme zwar nicht den Anstoß zur Revolution gaben, aber heute die zentralen sozialen Akteure sind, deren Integration für die Stabilität des Staates entscheidend ist.

Schlüsselwörter

Libyen, Stämme, Stammesgesellschaften, Revolution 2011, Muammar al-Gaddafi, Arabischer Frühling, Nationale Identität, Stammesloyalität, Politischer Umbruch, Post-Gaddafi-Libyen, Nationale Übergangsrat, Stammeskonflikte, Reconciliation, Zivilgesellschaft, Traditionelle Strukturen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die bedeutende, aber oft unterschätzte Rolle libyscher Stämme im politischen und gesellschaftlichen Kontext, insbesondere im Zusammenhang mit der Revolution 2011 und dem anschließenden Übergangsprozess.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Themen sind das Verhältnis zwischen libyschen Stämmen und dem Staat, die Instrumentalisierung von Stammesloyalitäten durch Gaddafi sowie die Auswirkungen dieser Dynamiken auf die politische Stabilität Libyens nach 2011.

Was ist das primäre Ziel der Forschung?

Ziel ist es, das Verständnis für die politische Relevanz der Stämme in Libyen zu schärfen und aufzuzeigen, warum die "traditionelle" Stammesgesellschaft in Libyen auch im 21. Jahrhundert eine dominierende soziale und politische Kraft bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für diese Arbeit verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Quellenanalyse, die ethnologische Grundlagen mit aktueller politischer Berichterstattung und wissenschaftlichen Beiträgen zur libyschen Geschichte und Transformation verbindet.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit dem Ausbruch der Revolution 2011, den verschiedenen oppositionellen Kräften, dem Verhalten loyaler sowie revolutionärer Stämme und den Herausforderungen des Staates nach dem Tod Gaddafis.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Libyen, Stammesgesellschaft, Gaddafi, Revolution 2011, politische Identität, Stammesloyalität und Versöhnung (Reconciliation).

Welche spezifische Rolle spielten die Stämme in der Cyrenaika während der Revolution?

Die Stämme der Cyrenaika, die historisch durch den Sanussi-Orden geprägt waren, nahmen eine Vorreiterrolle in der Revolution ein, da sie sich durch das Gaddafi-Regime politisch und wirtschaftlich systematisch marginalisiert sahen.

Was verbirgt sich hinter dem Konzept der "Retribalisierung" unter Gaddafi?

Dies beschreibt Gaddafis Strategie, Stammesführer und traditionelle Eliten durch materielle Privilegien, Ämter und Ölrente in sein politisches System zu integrieren, um ihre Loyalität zu sichern und sie als Stütze seines Regimes zu instrumentalisieren.

Final del extracto de 81 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Rolle libyscher Stammesgesellschaften in der Revolution von 2011
Universidad
University of Cologne  (Ethnologisches Institut)
Calificación
2,0
Autor
Magister Artium Lotta Corradini (Autor)
Año de publicación
2014
Páginas
81
No. de catálogo
V306909
ISBN (Ebook)
9783668058187
ISBN (Libro)
9783668058194
Idioma
Alemán
Etiqueta
Libyen arabischer Frühling Stammesgesellschaft Gaddafi Revolution 2011
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Magister Artium Lotta Corradini (Autor), 2014, Die Rolle libyscher Stammesgesellschaften in der Revolution von 2011, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306909
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