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Die Relevanz von interreligiösem Lernen für ein friedliches Zusammenleben

Ein Plädoyer

Title: Die Relevanz von interreligiösem Lernen für ein friedliches Zusammenleben

Term Paper , 2013 , 9 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anonym (Author)

Didactics - Theology, Religion Pedagogy
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Gegenstand dieser Seminararbeit ist das Konzept des „Interreligiösen Lernens“. Zu Beginn werden Lehrprinzipien des Pädagogen Comenius fokussiert, die sich im Verlauf im Konzept des „Interreligiösen Lernens“ aufzeigen lassen. Punkt zwei diskutiert entscheidende rechtliche Rahmenbestimmungen in Bezug auf den Religionsunterricht. Zum Abschluss wird die Bedeutung der Begegnung und des Dialoges für das interreligiöse Lernen thematisiert und die Relevanz des interreligiösen Lernens für ein friedliches Zusammenleben dargestellt.

Kulturelle, religiöse und weltanschauliche Pluralität ist selbst im evangelischen Religionsunterricht unter Schülern und Schülerinnen keine Seltenheit mehr. Die Fähigkeit, mit Menschen unterschiedlich religiöser Orientierung zurechtzukommen, ist Voraussetzung für ein friedliches Zusammenleben in unserer gegenwärtig höchst komplexen Gesellschaft. Der Religionsunterricht kann und sollte Brücken einer Begegnung in Respekt und Akzeptanz erarbeiten und das Fundament hierfür bereits in der Grundschule legen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Comenianische Lehrprinzipien

2. Rechtliche Rahmenbestimmungen des Religionsunterrichts

3. Interreligiöses Lernen

3.1 Hintergrund

3.2 Begegnung und Dialog

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht das Konzept des interreligiösen Lernens im evangelischen Religionsunterricht als notwendige Antwort auf eine multikulturelle und multireligiöse Gesellschaft. Das primäre Ziel ist es, den Beitrag des Religionsunterrichts zur Förderung von gegenseitigem Verständnis, Respekt und einem friedlichen Zusammenleben aufzuzeigen, wobei didaktische Ansätze von Comenius und rechtliche Rahmenbedingungen reflektiert werden.

  • Die didaktischen Lehrprinzipien von Comenius als Grundlage für modernen Religionsunterricht.
  • Rechtliche Grundlagen und verfassungsrechtliche Anforderungen an den Religionsunterricht in Deutschland.
  • Die Bedeutung von Begegnung und Dialog für interreligiöse Lernprozesse.
  • Überwindung einseitiger Sichtweisen zugunsten einer ganzheitlichen religiösen Bildung.
  • Förderung eines friedlichen Zusammenlebens durch interreligiöse Kompetenz in der Grundschule.

Auszug aus dem Buch

3.2 Begegnung und Dialog

Für das interreligiöse Lernen sind die Begriffe „Begegnung“ und „Dialog“ leitend. Empirisch belegt ist, dass sich „Religiosität tatsächlich weniger in der intellektuellen Dimension stabilisiert, sondern letztlich durch Kommunikation“.

Für die Kommunikationsform des Dialogs sind gerade im Religionsunterricht Grundregeln abzustecken, denn Religion ist „verwoben mit kollektiver und mit persönlicher Geschichte und Selbstverständnis“ und kann demnach schnell zu Konflikten führen. Folgende Richtlinien von Julia Ipgrave werden hier als angemessen empfunden:

„`Zuhören, was andere sagen`, `die Religionen der anderen respektieren`, `ernsthaft reden und nachdenken über Unterschiede`, `bereit sein, neue Sachen sogar über die eigene Religion zu lernen“.

Diese vier Richtlinien wurden für einen Klassendialog im Fach Religion beschrieben. Meines Erachtens beanspruchen sie ihre Gültigkeit in allen Situationen – innerhalb und außerhalb von Schule – in denen Menschen unterschiedlicher Überzeugung miteinander ins Gespräch kommen. Sie ermöglichen eine Verständigungsbasis, in denen die Situation des „sich-fremd seins“ thematisiert werden kann. Nicht zuletzt können Konfliktsituationen bewusst, Vorurteile auf ihren ideologischen Gehalt geprüft und gemeinsame Anliegen entdeckt werden.

Die Kategorie der Begegnung ermöglicht ein authentisches Kennenlernen, das durch Begegnung mit Menschen anderer Vor- und Einstellungen erfolgt. Dieser erfahrungsbezogene Ansatz ermöglicht es, dass die religionskundlichen Lehrinhalte aus ihrer abstrakt theoretischen Form herausgelöst, und für Schüler und Schülerinnen leichter verständlich und mit ihren eigenen Vorstellungen reflektiert werden können. Das entspricht dem comenianischen Lehrprinzip der Ästhetisierung.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von interreligiösem Lernen in einer multikulturellen Gesellschaft und formuliert das Ziel der Arbeit, dieses Konzept unter Berücksichtigung pädagogischer und rechtlicher Aspekte darzustellen.

1. Comenianische Lehrprinzipien: Dieses Kapitel erläutert die Prinzipien der Ganzheitlichkeit, Differenzierung und Ästhetisierung bei Comenius und setzt diese in Bezug zu einem ganzheitlichen Verständnis von Religionsunterricht.

2. Rechtliche Rahmenbestimmungen des Religionsunterrichts: Das Kapitel diskutiert die rechtliche Verankerung des Religionsunterrichts als "res mixta" und die daraus resultierende Notwendigkeit, auch nichtchristliche Religionen und Weltanschauungen einzubeziehen.

3. Interreligiöses Lernen: Hier wird das Konzept des interreligiösen Lernens als pädagogische Antwort auf religiöse Vielfalt in der Schule definiert und begründet.

3.1 Hintergrund: Es wird der Wandel von einer rein religionskundlichen Wissensvermittlung hin zu einem erfahrungsbezogenen und praxisorientierten Lernansatz nachgezeichnet.

3.2 Begegnung und Dialog: Dieses Kapitel arbeitet "Begegnung" und "Dialog" als zentrale Lernformen heraus und benennt konkrete Richtlinien für eine gelingende Kommunikation in interreligiösen Kontexten.

Schlüsselwörter

Interreligiöses Lernen, Religionsunterricht, Begegnung, Dialog, Comenius, Ganzheitlichkeit, Multikulturalität, Multireligiosität, Friedliches Zusammenleben, Religionspädagogik, Pluralität, Grundschule, Werte, Weltanschauung, Bildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Notwendigkeit und Umsetzung von interreligiösem Lernen im evangelischen Religionsunterricht, um in einer religiös pluralen Gesellschaft ein friedliches Zusammenleben zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Arbeit verknüpft historische didaktische Prinzipien von Comenius mit aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen und modernen pädagogischen Ansätzen zur Begegnung und zum Dialog zwischen verschiedenen Religionen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie ein evangelischer Religionsunterricht trotz konfessioneller Bindung durch interreligiöse Perspektiven Verständnis und Respekt für andere Glaubensüberzeugungen vermitteln kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine theoretische Analyse pädagogischer Konzepte, verfassungsrechtlicher Stellungnahmen der EKD sowie auf didaktische Ansätze zur Gestaltung von Lernprozessen in der Grundschule.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Comenianischen Prinzipien, die Erläuterung des rechtlichen Rahmens und die detaillierte Darstellung des Konzepts des interreligiösen Lernens inklusive der methodischen Bedeutung von Dialog und Begegnung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Interreligiöses Lernen, Begegnung, Dialog, Religionspädagogik, Pluralität und friedliches Zusammenleben.

Warum spielt Comenius eine Rolle für das interreligiöse Lernen?

Sein Prinzip der Ganzheitlichkeit und die Ablehnung einseitiger, verengender Sichtweisen dienen als didaktisches Fundament, um auch im Religionsunterricht verschiedene Religionen in ihrer Bedeutung für die Welt zu erfassen.

Welche Bedeutung haben die Richtlinien von Julia Ipgrave für den Unterricht?

Sie dienen als konkrete praktische Hilfestellung für den Klassendialog, indem sie Grundregeln für Zuhören, Respekt und die Bereitschaft zur Auseinandersetzung mit der eigenen und fremden Religion festlegen.

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Details

Title
Die Relevanz von interreligiösem Lernen für ein friedliches Zusammenleben
Subtitle
Ein Plädoyer
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg  (Ev. Theologie und Religionspädagogik)
Course
Grundlagen der Religionspädagogik
Grade
1,3
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2013
Pages
9
Catalog Number
V306918
ISBN (eBook)
9783668050433
ISBN (Book)
9783668050440
Language
German
Tags
relevanz lernen zusammenleben plädoyer
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2013, Die Relevanz von interreligiösem Lernen für ein friedliches Zusammenleben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306918
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