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Ein Einblick in die Psychobilly-Szene

Title: Ein Einblick in die Psychobilly-Szene

Bachelor Thesis , 2013 , 84 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Markus Pöhner (Author)

Sociology - Individual, Groups, Society
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Summary Excerpt Details

Diese Arbeit handelt von einer Szene die, im Vergleich zu artverwandten Szenen wie den „Punks“, den „Skinheads“ und den „Rockabillies“, deutlich unbekannter ist: der Psychobilly-Szene. Es ist das Ziel die Geschichte der Szene nach wissenschaftlichen Standards zu beschreiben.

Es soll in einem ersten Punkt ein kurzer Überblick über Ort und Entstehungszeitraum der artverwandten Szenen, ihren Ursprung, sowie Eigenheiten und Erkennungsmerkmale und ihre Mitglieder gegeben werden. Im Zuge dessen sollen die Szenen voneinander abgegrenzt werden.

Die Betrachtung findet aus Sicht der Kulturstudien statt. So kommt z.B. Michel Foucaults Diskursanalyse zum Tragen. Es soll darum gehen, eine Unterscheidung zwischen den Begriffen Subkultur und Szene auf die Psychobilly Szene anzuwenden, und die wichtigsten Erkennungsmerkmale der beiden Kategorien herauszustellen. Mithilfe eines Experteninterviews soll zudem gezeigt werden, was die Psychobilly-Szene zusammenhält und über welche Faktoren die Mitglieder sich als ihr zugehörig definieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Entstehung von „Psychobilly“ und „Rockabilly“

2.1 „Psychobilly“

2.2 „Rockabilly“

3 Cultural Studies

3.1 Popularkultur

3.2 Methoden der Cultural Studies

4 „Psychobilly“ – Subkultur oder Szene?

4.1 Subkulturtheorie

4.2 Stilmittel

4.3 Erneuerung des Subkulturbegriffes

4.4 Der Szenebegriff

4.4.1 Das Individualisierungstheorem

4.4.2 Definition von Szenen

4.5 Szene oder Subkultur – Hauptunterschiede der Theorien

4.6 Die „Psychobilly-Szene“

5 Methodologisierung der Foucaultschen Diskursanalyse

6 Diskursanalyse

6.1 Theorieformierung

6.1.1 Figuration

6.1.2 Individualisierung

6.2 Sondierungsphase

6.3 Provisorische Korpuserstellung

6.4 Oberflächenanalyse und Rekonstruktion der diskursiven Beziehungen

6.4.1 Oberflächenanalyse („Dynamite!-Magazine“ #1)

6.4.2 Rekonstruktion der diskursiven Beziehungen („Dynamite!-Magazine“ #1)

6.4.3 Oberflächenanalyse („Dynamite!-Magazine“ #2)

6.4.4 Rekonstruktion der diskursiven Beziehungen („Dynamite!-Magazine“ #2)

6.4.5 Oberflächenanalyse („Dynamite!-Magazine“ #82)

6.4.6 Rekonstruktion der diskursiven Beziehungen („Dynamite!-Magazine“ #82)

6.5 Fertigstellung der Rekonstruktion

6.6 Ergebnisaufbereitung

6.7 Rückbezug

6.7.1 Individualisierung

6.7.2 Figuration

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht die Psychobilly-Szene im soziokulturellen Kontext und analysiert mittels einer diskursanalytischen Untersuchung der Zeitschrift "Dynamite!", wie sich die Szene im Zeitraum von 1994 bis 2013 gewandelt hat, wobei der Fokus auf dem Identitätsmanagement und der Abgrenzung zur Popularkultur liegt.

  • Soziologische Einordnung der Psychobilly-Szene (Subkultur vs. Szene)
  • Diskursanalyse des "Dynamite!-Magazines" über zwei Jahrzehnte
  • Wandel von Symboliken, Stilmitteln und Authentizitätskonzepten
  • Verhältnis der Psychobilly-Szene zur Rockabilly-Szene und zur Popularkultur

Auszug aus dem Buch

2.1 „Psychobilly“

„Psychobilly“ entstand Anfang der 80er Jahre in England und wird heute als „Erfindung“ der Band „Meteors“ betrachtet. Peter Paul Fenech, heute noch Sänger der Meteors, und Nigel Lewis spielten in verschiedenen Rockabilly-Gruppierungen bis sie beschlossen ihre ganz eigene neue Art der Musik zu kreieren, die „Psychobilly“ heißen sollte. Damals bedeutete dies nichts anderes als Punk-Einflüsse in den „Rockabilly“ zu geben um damit im Endprodukt eine „härtere“ Musik zu erhalten. Während Elvis und andere Vertreter des „Rock’n’Roll“ in den 50er Jahren noch als Rebellen galten, war „Rock’n’Roll“ und „Rockabilly“ Ende der 70er Jahre zur massentauglichen Musik geworden. Fenech und Lewis holten sich noch den Punk-Drummer Mark Robertson hinzu und gründeten „The Meteors“. Heute wird der Schritt der drei in Biographien der Bands als „Evolution des Rockabilly“ betrachtet, allerdings klangen die ersten Alben musikalisch kaum härter als „Rockabilly“ und „Psychobilly“ entwickelte sich erst in den Folgejahren zu dem, was es heute ist. Die Abgrenzung der Band zum „Rockabilly“ fand in der Anfangszeit besonders optisch und auch durch die Songtexte statt (vgl. o A o. J., S. 1). Noch heute ist es typisch für „Psychobilly-Bands“ in den Songtexten über Themen wie Horror, Zombies, Nekrophilie, Tod, Sado-Masochismus, Wahnsinn und Ähnliches zu singen (vgl. El-Nawab 2005, S. 199). Der Song „Voodoo Rhythm“ ist von der ersten 7“ Platte der Meteors 1981 und ist inhaltlich absolut typisch für die Songtexte des ganzen Genres. In aller Regel kommt es zu keinerlei Feststellung oder Kritik, häufig sind die Texte zusammenhangslos und es wird eine Art Horror-, Zombie- oder Friedhofsszenerie beschrieben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Der Autor erläutert die Motivation für diese Arbeit, begründet die Wahl des wenig erforschten Themas Psychobilly und diskutiert die Herausforderungen der dünnen Quellenlage.

2 Die Entstehung von „Psychobilly“ und „Rockabilly“: Es werden die Ursprünge und Erkennungsmerkmale beider Genres sowie deren historische Entwicklung und gegenseitige Beeinflussung dargestellt.

3 Cultural Studies: Dieses Kapitel führt in die theoretischen Grundlagen der Cultural Studies ein und untersucht, warum Randphänomene wie die Psychobilly-Szene für die Gesellschaftswissenschaft relevant sind.

4 „Psychobilly“ – Subkultur oder Szene?: Basierend auf Subkultur- und Szenetheorien wird hinterfragt, ob die Psychobilly-Gruppierung eher eine klassische Subkultur oder eine moderne, labilere Szene darstellt.

5 Methodologisierung der Foucaultschen Diskursanalyse: Der Autor begründet die Wahl der diskursanalytischen Methode nach Foucault und Diaz-Bone zur Erforschung der Psychobilly-Szene anhand des "Dynamite!-Magazines".

6 Diskursanalyse: Der Hauptteil beinhaltet die methodische Durchführung, Oberflächenanalyse und Rekonstruktion der Diskurse innerhalb der ausgewählten Zeitschriftenausgaben von 1994 und 2013.

7 Fazit: Die Ergebnisse werden zusammengefasst, wobei die bemerkenswerte Stabilität der Psychobilly-Szene trotz des kommerziellen Wandels der begleitenden Medien hervorgehoben wird.

Schlüsselwörter

Psychobilly, Rockabilly, Cultural Studies, Subkultur, Szene, Diskursanalyse, Dynamite-Magazin, Identität, Stilmittel, Authentizität, Individualisierung, Musikgenres, Popularkultur, Foucault, Rebellion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Psychobilly-Szene, ihrer Entstehung, ihrer soziologischen Einordnung als Szene oder Subkultur und der medialen Darstellung dieses Phänomens über einen Zeitraum von 19 Jahren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung der Psychobilly- und Rockabilly-Genres, die Anwendung theoretischer Konzepte wie der Cultural Studies und die Analyse der medialen Repräsentation innerhalb einer Szene-Zeitschrift.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch eine diskursanalytische Untersuchung zu verstehen, wie sich die Psychobilly-Szene über die Zeit gewandelt hat und welche Bedeutung Identitätskonstruktion und Abgrenzung in diesem Prozess einnehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die Methode der diskursiven Analyse nach Michel Foucault angewendet, wobei das methodische Vorgehen von Rainer Diaz-Bone als konkrete Anleitung für die Untersuchung von Musik-Szenen und deren Fachzeitschriften adaptiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der theoretischen Fundierung (Kulturtheorien, Szenetheorie), der methodischen Vorbereitung (Sondierung der Datenbasis) und der detaillierten Auswertung der Ausgaben #1, #2 und #82 des "Dynamite!-Magazines".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Psychobilly, Szene, Diskursanalyse, Subkulturtheorie, Authentizität und Identitätsmanagement bestimmt.

Wie unterscheidet sich die "Psychobilly-Szene" von der "Rockabilly-Szene" in der Analyse?

Die Analyse zeigt, dass Psychobilly ursprünglich als "härtere" Antwort auf den zu soften Rockabilly entstand, sich jedoch über die Jahre hinweg eine Annäherung vollzog, bis beide Szenen heute oft unter dem gemeinsamen Oberbegriff "die Szene" zusammengefasst werden.

Welche Rolle spielt die Kommerzialisierung für die Szene-Zeitschrift?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die Zeitschrift "Dynamite!" im Untersuchungszeitraum eine stärkere kommerzielle Ausrichtung erfahren hat (Erhöhung des Umfangs, neue Sponsoren, Retro-Design), was innerhalb der Szene-Foren teilweise kritisch als "knallhartes Business" diskutiert wurde.

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Details

Title
Ein Einblick in die Psychobilly-Szene
College
University of Bamberg  (Sozialwissenschaften)
Grade
1,7
Author
Markus Pöhner (Author)
Publication Year
2013
Pages
84
Catalog Number
V306975
ISBN (eBook)
9783668049123
ISBN (Book)
9783668049130
Language
German
Tags
Psychobilly Rockabilly Diaz-Bone Diskursanalyse Foucault Rock'n'Roll El-Nawab Skinheads Punks Szene Szeneforschung Subkultur Subkulturforschung Schwendter Beck Ulrich Risikogesellschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Markus Pöhner (Author), 2013, Ein Einblick in die Psychobilly-Szene, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/306975
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