Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit den Möglichkeiten des Marketings auf mobilen Endgeräten wie Mobiltelefonen und Tablets. Ihr ist es dabei, herauszustellen, dass das Mobile Marketing, im speziellen inklusive des Location-Based-Marketing, eine neue Evolutionsstufe des Marketings darstellt.
Bezogen auf den stationären Einzelhandel wird untersucht ob sich bestimmte Konzepte positiv oder negativ auf das rückläufige Interesse der Konsumenten auswirken. Anhand von zwei Beispielen werden zwei erfolgreiche standortbasierte Angebote erläutert und aufgrund der eingesetzten Technologie kritisch betrachtet.
Inhaltsverzeichnis
1. Bestandsaufnahme und Akzeptanz des mobile Marketing
1.1. Möglichkeiten der Integration des mobilen Marketing in den Marketing-Mix
1.2 Definition zentraler Begriffe
1.3 Ziel und Gang der Untersuchung
2. Theoretische Grundlagen der Nutzung des mobile Marketing
2.1 Status Quo der verfügbaren Technologien
2.2 Unterschiedliche Prozesse in verschiedenen Teilen des Buying-Cycle
2.3 Ziele des Location-Based-Marketing
3. Faktoren für den Erfolg oder Misserfolg des Location-Based-Marketing im stationären Einzelhandel
3.1. Der No-Line-Handel – die Speerspitze des mobile Marketing
3.2. Channel-Hopping als limitierender Faktor der uneingeschränkten Vernetzung
4. Ansätze und kritische Evaluation von Location-Based-marketing anhand ausgewählter Beispiele
4.1. „foursquare“
4.2. „Shopkick“ in Deutschland
5. Zusammenfasssung & Ausblick
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Relevanz und Wirksamkeit von Mobile Marketing sowie Location-Based-Marketing als notwendige Evolutionsstufen, um dem rückläufigen Interesse der Konsumenten am stationären Einzelhandel entgegenzuwirken und neue Kundenpotenziale zu erschließen.
- Integration von Mobile Marketing in den klassischen Marketing-Mix
- Analyse der technologischen Grundlagen und des Buying-Cycle
- Untersuchung des Konzepts "No-Line-Handel" als Lösungsansatz
- Kritische Evaluation von Praxisbeispielen wie "foursquare" und "Shopkick"
Auszug aus dem Buch
4.1. „foursquare“
Die 2009 veröffentlichte mobile Applikation „foursquare“ war in den USA einer der ersten mobilen Anwendungen mit der die Möglichkeit bestand, sich innerhalb einer bestimmten Lokation „einzuchecken“. Damit bestand die Möglichkeit anderen Nutzern mitzuteilen an welchen Standort man sich aufhält. Da man dieses vorzugsweise an öffentlich zugänglichen Orten macht, wie zum Beispiel Bars, Restaurants oder Einzelhandelsgeschäften, konnte man diese im gleichen Zug noch bewerten und im Idealfall weiterempfehlen. foursquare stellte den Inhabern von solchen Lokationen die Möglichkeit bereit ihr Geschäft offiziell registrieren zu lassen und somit für Werbezwecke innerhalb der Applikation oder auf der mobilen Website zu nutzen. Auf technologischer Ebene nutzen die Entwickler das GPS-Modul der mobilen Endgeräte. Mit mittlerweile über 55 Millionen Usern weltweit, die über 70 Millionen Tipps hinterlassen haben und 7 Milliarden Mal in Lokationen eingecheckt haben gilt foursquare nach wie vor als Pionier des Location-Based-Marketing. Aufgrund von angelegten Nutzerprofilen ist foursquare in der Lage sich Vorlieben und oft besuchte Orten individuell zu analysieren und basierend darauf Empfehlungen auszugeben. Ebenso ist ein Bonussystem integriert und dem User ist es möglich mobile Coupons der Geschäfte in Anspruch zu nehmen. Nachdem foursquare großen Anklang gefunden hat, wurde es mehr und mehr zu einem standortbezogen sozialen Netzwerk. Dieser Umstand begründete die erste aufkommende Kritik an der App. Das Entwicklerteam von foursquare reagierte prompt und lagerte die soziale Komponente in eine eigenständige App namens „Swarm“ aus. Foursquare galt lange als Vorreiter im Bereich des Mobile Marketing, doch aufgrund der simplen Technologie und dem fehlenden Einsatz von unterstützenden Hardwarekomponenten, die den Gebrauch für den Konsumenten wieder interessant machen würden, haben viele Dienste wie Facebook oder Google das Prinzip von lokalen Check-Ins adaptiert und erreichen durch ihre, um ein vielfach größere, Basis von Endanwendern mehr Nutzer und überholten foursquare somit. Für den anfänglichen Gebrauch von standortbasierten Marketingaktivitäten hat sich foursqaure gut aufgestellt, aber den nächsten Sprung nahezu verpasst.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Bestandsaufnahme und Akzeptanz des mobile Marketing: Dieses Kapitel erörtert die hohe Marktdurchdringung mobiler Geräte und die daraus resultierende Notwendigkeit, Mobile Marketing als festen Bestandteil in den Marketing-Mix zu integrieren.
2. Theoretische Grundlagen der Nutzung des mobile Marketing: Es werden der technologische Status Quo sowie die verschiedenen Phasen des Kaufprozesses (Buying-Cycle) im Kontext mobiler Anwendungen detailliert beleuchtet.
3. Faktoren für den Erfolg oder Misserfolg des Location-Based-Marketing im stationären Einzelhandel: Hier werden die zentralen Erfolgsfaktoren sowie Herausforderungen wie die Hemmschwelle des Nutzers und das Potenzial des No-Line-Handels analysiert.
4. Ansätze und kritische Evaluation von Location-Based-marketing anhand ausgewählter Beispiele: Anhand der Beispiele foursquare und Shopkick werden die praktische Anwendung und die technologischen Grenzen von Location-Based-Marketing evaluiert.
5. Zusammenfasssung & Ausblick: Das Fazit fasst die Bedeutung der technologischen Integration für den stationären Einzelhandel zusammen und prognostiziert die zukünftige Verschmelzung realer und virtueller Einkaufswelten.
Schlüsselwörter
Mobile Marketing, Location-Based-Marketing, stationärer Einzelhandel, No-Line-Handel, Marketing-Mix, Buying-Cycle, GPS, Beacons, foursquare, Shopkick, Kundenbindung, Digitales Dialogmarketing, Omnichannel, Konsumentenverhalten, Standortlokalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle des Mobile Marketings und speziell des Location-Based-Marketings als Instrumente, um den stationären Einzelhandel in Zeiten zunehmender Online-Konkurrenz attraktiver zu gestalten.
Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?
Die zentralen Themen umfassen die technologischen Voraussetzungen, die Integration in den klassischen Marketing-Mix, das Konzept des No-Line-Handels sowie die Analyse von Standort-basierten Kundenbindungsprogrammen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, dass Mobile Marketing eine notwendige Evolutionsstufe darstellt, und zu prüfen, ob spezifische standortbasierte Konzepte das rückläufige Interesse der Kunden am physischen Einzelhandel positiv beeinflussen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erkenntnisgewinnung genutzt?
Die Arbeit kombiniert eine theoretische Aufarbeitung des Themenfeldes mit einer kritischen Evaluation von zwei Praxisbeispielen (foursquare und Shopkick) unter Berücksichtigung aktueller technischer Möglichkeiten.
Was bildet den Schwerpunkt des Hauptteils?
Der Hauptteil konzentriert sich auf die theoretischen Grundlagen mobiler Marketingaktivitäten, die Analyse von Erfolgsfaktoren bei der Implementierung sowie die detaillierte Betrachtung des No-Line-Handels und der Channel-Hopping-Problematik.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Mobile Marketing, Location-Based-Marketing, stationärer Einzelhandel, No-Line-Handel und technologische Standortlokalisierung definiert.
Welche Rolle spielt die Beacon-Technologie laut dem Autor?
Beacons werden als eine zentrale, hardwaregestützte Technologie angesehen, die durch ihre Ortungsfähigkeit in geschlossenen Räumen präzisere Marketingansätze ermöglicht als beispielsweise reine GPS-basierte Lösungen.
Warum wird das "Channel-Hopping" als limitierender Faktor identifiziert?
Der Autor argumentiert, dass die mangelnde Kompatibilität zwischen den verschiedenen Vertriebskanälen – etwa bei Reklamationen eines Online-Kaufs im stationären Geschäft – ein wesentliches Hemmnis für eine vollumfängliche, vernetzte Kundenerfahrung bleibt.
- Citation du texte
- Jan Simon (Auteur), 2015, Mobile Marketing im stationären Einzelhandel, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307198