Dieses Buch gibt einen Überblick über die seit 1945 in Niedersachsen errichteten Wohnsiedlungen mit mehr als jeweils 1.000 Wohneinheiten. Zu jeder Siedlung werden neben mehreren Fotos auch eine Übersichtskarte mit der Lage des Wohngebietes, sowie zahlreiche Informationen wie die errichteten Wohneinheiten oder der Entstehungszeitraum dargestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Vorwort und Einführung
2 Häufig verwendete Begriffe
3 Wohnsiedlungen nach Städten und Gemeinden
- Achim
- Braunschweig
- Buxtehude
- Cuxhaven
- Delmenhorst
- Emden
- Garbsen
- Goslar
- Göttingen
- Hannover
- Hildesheim
- Isernhagen
- Laatzen
- Langenhagen
- Lüneburg
- Northeim
- Oldenburg
- Osnabrück
- Salzgitter
- Stade
- Wolfenbüttel
- Wolfsburg
- Wunstorf
4 Übersichtskarten zu Städten
5 Exkurs: Nahversorgungszentren in den Siedlungen
6 Ergänzendes Material
Zielsetzung & Themen
Dieses Buch zielt darauf ab, die Siedlungsbaugeschichte Niedersachsens seit 1945 durch eine systematische Dokumentation bedeutender Wohnsiedlungen aufzuarbeiten und das oft negativ geprägte Image von Großwohnsiedlungen zu differenzieren. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie sich diese Quartiere strukturell und städtebaulich in den verschiedenen niedersächsischen Kommunen entwickelt haben.
- Dokumentation von großen Wohnsiedlungen ab 1945 (mit mehr als 1.000 Wohneinheiten)
- Analyse der städtebaulichen Konzepte und Bauweisen
- Vergleich von Planstädten und Stadtrandsiedlungen in Niedersachsen
- Untersuchung der sozialen und infrastrukturellen Eigendynamik von Siedlungen
- Auswertung von Entstehungszeiträumen und städtebaulichen Entwicklungsphasen
Auszug aus dem Buch
Großwohnsiedlungen und das doch eher ländlich geprägte Niedersachsen
Großwohnsiedlungen und das doch eher ländlich geprägte Niedersachsen - passt dieses zusammen? Ja! Und ich möchte Ihnen mit diesem Buch entsprechende Siedlungen näher vorstellen.
In Deutschland gibt es sehr viele Siedlungen, die mit dem Begriff ‚Großwohnsiedlungen‘ umschrieben werden. Gerade die durch Medienpräsenz bekannten Siedlungen wie „Marzahn“ (Berlin), „Chorweiler“ (Köln), „Neuperlach“ (München) oder „Mümmelmannsberg“ (Hamburg) sorgen für die fast alleinige Imagebildung der Großwohnsiedlung: Schlechter Ruf durch soziale Probleme, viel Beton und somit als Wohnraum nicht unbedingt attraktiv.
Weiterhin steht der Begriff ‚Großwohnsiedlung‘ oftmals in direkter Assoziierung mit dem Wort ‚Plattenbau‘ und eben dieser Plattenbau wird allzu oft alleinig mit dem DDR-Wohnungsbau in Verbindung gebracht. Dieses trifft jedoch nur indirekt zu, da auch in der ‚alten‘ Bundesrepublik im Wohnungsbau mit entsprechenden Fertigbauelementen gearbeitet wurde, wenn auch in deutlich anderen Dimensionen. In der DDR wurde (erfolgreich, aber oftmals auf Kosten der Altstädte) versucht, die Wohnungsnot so gut wie allein durch Neubaumaßnahmen in industrieller (Platten) Bauweise zu lösen. Auf der anderen, westlichen Seite der Grenze entstanden zur Hochzeit des DDR-Wohnungsbaus ab den 1970er-Jahren oftmals riesige, aber oft genauso monotone Einfamilienhaussiedlungen neben einzelnen Großwohnsiedlungen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Vorwort und Einführung: Das Kapitel erläutert die Motivation für das Buch und definiert den Begriff der Großwohnsiedlung abseits gängiger Klischees als eigenständige, große Wohnsiedlungen mit mehr als 1.000 Wohneinheiten.
2 Häufig verwendete Begriffe: Hier werden technische Fachbegriffe zur Architektur und Bauweise, wie etwa "Plattenbauweise" oder "Punkthochhaus", definiert, um eine einheitliche Grundlage für die Siedlungsbeschreibungen zu schaffen.
3 Wohnsiedlungen nach Städten und Gemeinden: Das Kernkapitel präsentiert alphabetisch sortiert zahlreiche Siedlungsbeispiele in Niedersachsen inklusive Lageplänen, Bauzeiträumen und kurzen historischen Kontexten.
4 Übersichtskarten zu Städten: In diesem Abschnitt werden alle Städte mit mehr als einer großen Siedlung kartografisch aufbereitet, um die regionale Verteilung und städtebauliche Zusammenhänge zu verdeutlichen.
5 Exkurs: Nahversorgungszentren in den Siedlungen: Dieser Teil beleuchtet die Entwicklung und den Bedeutungswandel der zentralen Infrastruktur innerhalb der Siedlungen von den Anfängen bis zur Gegenwart.
6 Ergänzendes Material: Das Kapitel bietet tabellarische Übersichten zu Einwohnerzahlen der Kommunen, den Aufnahmezeiträumen der Fotos sowie detaillierte Eckdaten zu den einzelnen Siedlungen.
Schlüsselwörter
Niedersachsen, Großwohnsiedlungen, Städtebau, Wohnungsbau, Architektur, Siedlungsplanung, Nachkriegszeit, Wohnungsnot, Stadtentwicklung, Infrastruktur, Fertigbauweise, Plattenbau, Nachverdichtung, Wohnsiedlungen, Siedlungspolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Das Buch untersucht die Entwicklung von Großwohnsiedlungen in Niedersachsen seit 1945 und stellt diese in ihren städtebaulichen und historischen Kontext.
Welche zentralen Themenfelder behandelt das Werk?
Neben der Architektur von Siedlungen stehen die Entstehungsgeschichte, der Wohnungsbedarf der Nachkriegszeit und die städtebauliche Infrastruktur im Mittelpunkt.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, eine sachliche Dokumentation der großen Wohnsiedlungen in Niedersachsen zu liefern und das meist negativ besetzte Image dieser Wohnformen differenzierter zu betrachten.
Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?
Der Autor stützt sich auf eine Kombination aus Literaturrecherche, empirischer Vor-Ort-Begehung (zwischen 2006 und 2014) sowie die Auswertung stadtgeschichtlicher Quellen.
Was wird im Hauptteil des Buches behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich nach Städten und Gemeinden und stellt für jedes untersuchte Wohngebiet die baulichen Merkmale, Wohneinheiten und Besonderheiten vor.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Begriffe wie städtebaulicher Zeitgeist, Wohnungsbauprogramme, industrielle Bauweise, Nachverdichtung und die soziale Funktion von Siedlungen charakterisieren die Analyse.
Wie unterscheidet der Autor zwischen verschiedenen Bauweisen?
In Kapitel 2 werden Begriffe wie traditionelle Bauweise, industrielle Bauweisen und Plattenbauweise explizit definiert, um die unterschiedlichen Charakteristika der untersuchten Siedlungen greifbar zu machen.
Welche Rolle spielen die Planstädte wie Wolfsburg oder Salzgitter?
Diese Städte bieten ein besonderes Beispiel für die Entwicklung des Städtebaus in der Nachkriegszeit, da sie als "Planstädte" eine ungewöhnlich hohe Dichte an geplanten Siedlungen aufweisen.
Wie geht der Autor mit unklaren oder schwankenden Daten um?
Aufgrund oft schwieriger Quellenlage bildet der Autor Gruppen in 500-Wohneinheiten-Schritten, um eine "falsche Genauigkeit" bei den Siedlungszahlen zu vermeiden.
Warum wurde die Stadt Bremen nicht in das Buch aufgenommen?
Bremen stand unter amerikanischer Verwaltung und weist eine andere stadtbaugeschichtliche Ausgangslage auf als das britisch verwaltete Niedersachsen, weshalb sie bewusst ausgeklammert wurde.
- Citar trabajo
- Tobias Nagel (Autor), 2015, Großwohnsiedlungen in Niedersachsen von 1945 bis zur Gegenwart, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307212