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Funktionaler Grammatikunterricht. Grammatikunterricht ohne Krise

Ein Entwurf

Titre: Funktionaler Grammatikunterricht. Grammatikunterricht ohne Krise

Dossier / Travail , 2015 , 12 Pages , Note: 1,3

Autor:in: Käthe März (Auteur)

Didactique - Philologie Allemande
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die Arbeit ist im Rahmen der Fachdidaktik Grammatik für den Studiengang Lehramt an Gymnasien entstanden. Sie erklärt den funktionalen Grammatikunterricht und sein Potenzial, diesen wieder interessanter für die Schülerinnen und Schüler (SuS) zu gestalten. Außerdem enthält die Arbeit eine Musterstunde, in der der funktionale Grammatikunterricht umgesetzt wird.

Der Grammatikunterricht steckt in einer Krise und bisher scheint es noch keine Konzeption geschafft zu haben ihn zu retten. Aber, wie diese Arbeit zeigt, kann der Grammatikunterricht mit ein wenig Arbeit und kreativer Umsetzung von Grammatikinhalten aus der Krise gehoben werden. Einen hoffnungsvollen Plan bietet der funktionale Grammatikunterricht. Er ist stark schülerzentriert und setzt auf eine kreative Umsetzung von Grammatikstrukturen. Er greift das Wissen der SuS auf und zeigt ihnen, dass sie durchaus bereits viel wissen und in der Lage sind, mit ein wenig Unterstützung selbst neues Wissen zu generieren. Ein stupides Regeln lernen oder Lücken ausfüllen gibt es hier nicht. Stattdessen soll in eigener Textproduktion die Grammatik umgesetzt werden. Wie das der funktionale Grammatikunterricht schafft, wird in dieser Arbeit dargestellt.

Kommentar des Dozenten:
Die Einleitung ist gelungen und führt motivierend zum Thema hin. Ergänzend hätte noch der Aufbau der Arbeit bzw. die Vorgehensweise genauer in den Blick genommen werden können.
In der Sachanalyse wird der funktionale Grammatikunterricht fundiert und einleuchtend vorgestellt. Es werden die zentralen Ziele und Prinzipien des funktionalen Grammatikunterrichts sinnvoll und zielführend dargestellt und erläutert.
Die Vorgehensweise des funktionalen Grammatikunterrichts wird an einer Stunde zur Unterscheidung von Konkreta und Abstrakta treffend umgesetzt. Die Stunde weist die wesentlichen Phasen und Vorgehensweisen des funktionalen Grammatikunterrichts auf. Die Inhalte der einzelnen Phasen werden detailliert erläutert. Positiv ist, dass eine Verbindung zum Bildungsplan und den geförderten Kompetenzen hergestellt wird. Der didaktische Kommentar ist treffend und bezieht die Prinzipien des funktionalen Grammatikunterrichts mit ein.
In der Reflexion des Stundenentwurfs findet eine gelungene und kritische Auseinandersetzung mit dem Unterrichtsentwurf statt.
Der Anhang enthält die geforderten Materialien. Besonders hervorzuheben ist dabei der sehr detailliert ausgearbeitete Stundenverlaufsplan mit didaktischem Kommentar.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Sachanalyse – Funktionaler Grammatikunterricht

3. Beispiel eines Unterrichtsentwurfs

3.1 Unterrichtsverlaufsplan

3.2 Didaktische Erläuterung

4. Reflexion des Unterrichtsentwurfs

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den funktionalen Grammatikunterricht als Lösungsansatz für die bestehende Krise des traditionellen Grammatikunterrichts und stellt ein praxisorientiertes Modell für den Unterricht vor.

  • Prinzipien des funktionalen Grammatikunterrichts nach Köller
  • Schüler-, handlungs- und produktionsorientierte Unterrichtsgestaltung
  • Entwicklung und Planung einer Unterrichtseinheit zum Thema "Substantive – Konkreta und Abstrakta"
  • Reflexion über Chancen und Herausforderungen des funktionalen Ansatzes
  • Bedeutung der induktiven Vorgehensweise und aktiven Schülerbeteiligung

Auszug aus dem Buch

2. Sachanalyse – Funktionaler Grammatikunterricht

Der funktionale Grammatikunterricht ist ein weiteres Grammatikunterrichtsmodell neben dem formalen, situativen, integrativen oder operationalen Grammatikunterricht. Kennzeichnend ist die „[...] Auffassung, dass Sprache, bis hinein in den Aufbau und die Formgestalt durch ihre kommunikativen Zwecke bestimmt ist.“ Somit wird die Grammatik über eine funktionale Erklärung zugänglich. Die zentrale Aufgabe des funktionalen Grammatikunterrichtes ist es, ersichtlich zu machen, warum etwas wie konstruiert wird. Diese Art des Grammatikunterrichts verbindet die Vorteile der anderen Grammatik und wird so zu einer Gesamtkonzeption. Die Art der Vermittlung ist einzigartig und unterscheidet sich Grundsätzlich von den anderen Grammatikkonzeptionen. Denn „[p]rimäres Ziel eines funktionalen Grammatikunterrichts ist es, Schülern die unbewussten Regelkenntnisse bewusst zu machen und sie zu einem variantenreichen Umgang mit sprachlichen Ausdrücken zu befähigen.“ Lernziele wie den Bau und die Struktur der Sprache zu vermitteln bleiben hierbei aber nicht aus. Funktional bedeutet hierbei, dass die „[…] Schüler die Funktion sprachlicher Mittel und Äußerungen in kognitiven und kommunikativen Verwendungszusammenhängen verstehen.“

Kennzeichnend für den funktionalen Grammatikunterricht sind die fünf Prinzipien des Grammatikunterrichts nach Köller. Das Prinzip der Verfremdung arbeitet mit Methoden, wie Isolation oder ungewöhnlichen Gebrauchsweisen von Sprache, um einen praktisch vorhandenen Sprachgebrauch zu irritieren. Dies soll dazu führen, dass die SuS erkennen, dass ein grammatisches Phänomen problematisiert werden kann. Die Verwirrung und Verunsicherung liefert einen didaktischen Nährboden. Das Prinzip der operativen Produktivität greift den Gedanken auf, dass Denken als verinnerlichtes Handeln verstanden werden muss. Demnach, muss nach diesem Prinzip produktives Denken angeregt und umgesetzt werden. Dies ist über Operationen an der Sprache möglich. Darunter wird verstanden, dass Texte, Sätze oder Wortstrukturen umgeformt, ersetzt oder gestrichen werden, um ihre Funktion zu verstehen. Dadurch müssen SuS die Ergebnisse ihrer Operationen stets kognitiv verarbeiten. Diese auch unergiebigen Operationen können als Erfolg verbucht werden, solange klar ist warum sie unergiebig sind. Dieses Prinzip ist vor allem für SuS geeignet, die sehr kleinschrittige Erklärungen brauchen und keine Zwischenschritte abstrakt überspringen können.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beschreibt die Krise des aktuellen Grammatikunterrichts und führt den funktionalen Grammatikunterricht als schülerzentrierte, kreative Alternative ein.

2. Sachanalyse – Funktionaler Grammatikunterricht: Erläutert die theoretischen Grundlagen, die fünf Prinzipien nach Köller sowie die zentralen Unterrichtsziele des funktionalen Ansatzes.

3. Beispiel eines Unterrichtsentwurfs: Stellt ein konkretes Praxisbeispiel zum Thema "Substantive – Konkreta und Abstrakta" inklusive Verlauf und didaktischer Begründung vor.

3.1 Unterrichtsverlaufsplan: Detailliert die Phasenplanung der Stunde mit dem Thema "Substantive – Konkreta und Abstrakta".

3.2 Didaktische Erläuterung: Begründet die Wahl der Methoden und Lerninhalte im Kontext der Bildungsstandards und der Schüleraktivierung.

4. Reflexion des Unterrichtsentwurfs: Bewertet die Vor- und Nachteile des vorgestellten Entwurfs sowie die Eignung für verschiedene Schülergruppen.

5. Fazit: Fasst die Eignung des funktionalen Grammatikunterrichts als motivierendes und nachhaltiges Modell zusammen und diskutiert Herausforderungen.

Schlüsselwörter

Funktionaler Grammatikunterricht, Grammatikunterricht, Unterrichtsentwurf, Prinzip der Verfremdung, Prinzip der operativen Produktivität, Konkreta, Abstrakta, Sprachreflexion, Induktive Methode, Schülerorientierung, Sprachkompetenz, Handlungsfähigkeit, Grammatikanalyse, Unterrichtsplanung, Fachdidaktik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit thematisiert die Krise des traditionellen Grammatikunterrichts und stellt den funktionalen Grammatikunterricht als eine Methode vor, die durch Schülerorientierung und kreative Anwendung neue Zugänge zu Grammatikstrukturen schafft.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die zentralen Felder umfassen die theoretische Fundierung des funktionalen Grammatikunterrichts, die fünf Prinzipien nach Köller, die praktische Anwendung in einem Unterrichtsentwurf sowie die didaktische Reflexion dieses Modells.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch kreative, handlungs- und produktionsorientierte Methoden der Grammatikunterricht aus der Krise gehoben und für Schüler interessanter und nachhaltiger gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit verwendet?

Es handelt sich um eine fachdidaktische Arbeit, die auf Literaturanalyse (z. B. Köller, Stammel) basiert und diese Theorie durch einen konkret erstellten Unterrichtsentwurf in die Praxis überführt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Sachanalyse, die Vorstellung eines Unterrichtsbeispiels zu Substantiven (Konkreta und Abstrakta) inklusive Verlaufsplan und didaktischer Erläuterung sowie eine kritische Reflexion des Entwurfs.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören funktionaler Grammatikunterricht, Prinzip der Verfremdung, operative Produktivität, Sprachreflexion und schülerorientierter Unterricht.

Warum eignet sich das "Prinzip der operativen Produktivität" besonders für Schüler?

Es eignet sich gut, weil es Denken als verinnerlichtes Handeln begreift. Schüler müssen durch aktive Operationen an der Sprache (Ersetzen, Umformen) ihre Ergebnisse selbst kognitiv verarbeiten, was besonders hilfreich für Lernende ist, die kleinschrittige Vorgehensweisen benötigen.

Welche Rolle spielt die Phantasiereise in dem Unterrichtsentwurf?

Die Phantasiereise dient der Hinführung, um eine konzentrierte Arbeitsatmosphäre zu schaffen, die Schüler thematisch abzuholen und sie in eine Situation zu bringen, in der sie durch das Problem des "Nicht-Zeichnen-Könnens" abstrakt/konkreter Substantive zur Eigenreflexion angeregt werden.

Was ist ein potenzieller Nachteil des funktionalen Grammatikunterrichts laut der Autorin?

Ein Nachteil ist der hohe Zeitaufwand für die Erarbeitung, was im Vergleich zum "schnellen Erklären" langwieriger erscheint. Zudem setzt das Modell ein hohes Maß an sicherem praktischem Sprachgebrauch voraus, was in Klassen mit hohem Migrationshintergrund eine Hürde darstellen kann.

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Résumé des informations

Titre
Funktionaler Grammatikunterricht. Grammatikunterricht ohne Krise
Sous-titre
Ein Entwurf
Université
University of Tubingen
Cours
Grammatische Phänomene in der Unter- und Mittelstufe
Note
1,3
Auteur
Käthe März (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
12
N° de catalogue
V307232
ISBN (ebook)
9783668053892
ISBN (Livre)
9783668053908
Langue
allemand
mots-clé
Fachdidaktik Didaktik Germanistik Grammatikunterricht funktionaler Grammatikunterricht Unterrichtsentwurf Erklärung funktionaler Grammatikunterricht Lehramt Methode Unterrichtsmethode
Sécurité des produits
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Citation du texte
Käthe März (Auteur), 2015, Funktionaler Grammatikunterricht. Grammatikunterricht ohne Krise, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307232
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Extrait de  12  pages
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