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Zweitsprachenerwerb. Erwerbstypen, Faktoren, Zeitraum

Eine Untersuchung

Titre: Zweitsprachenerwerb. Erwerbstypen, Faktoren, Zeitraum

Dossier / Travail , 2015 , 22 Pages

Autor:in: Tina Aff (Auteur)

Science de Langue / Linguistique (interdisciplinaire)
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Résumé Extrait Résumé des informations

Welchen Einfluss hat das Lebensalter auf den ungesteuerten Zweitspracherwerb und kann ein perfektes Niveau der Beherrschung einer zweiten Sprache, vergleichbar zu dem der Muttersprache, auch im höheren Alter noch erreicht werden?

Um Aufschluss darüber zu gewinnen, werden zunächst Erwerbstypen der Mehrsprachigkeit erläutert und zentrale Begriffe des Themas definiert. In der Folge werden anhand zweier Studien von Elissa Newport die reifungsbedingten Einflüsse des Spracherwerbs untersucht und der Themenkomplex der kritischen Periode eingeleitet. Dieser wird anschließend vertieft und kritisch erörtert. Darüber hinaus werden die Einflussfaktoren des Spracherwerbs aufgezeigt, welche über die biologischen Gegebenheiten des Menschen hinausgehen. Die Erkenntnisse werden außerdem zusammengefasst und diei Arbeit hat den Anspruch die Frage zu beantworten: Gibt es einen optimalen Zeitraum, um eine zweite Sprache zu erlernen?

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Zielsetzung der Arbeit

1.1. Die Erwerbstypen der Mehrsprachigkeit und zentrale Begriffe

2. Newports Experimente über die reifungsbedingten Einschränkungen des Spracherwerbs

2.1. Johnson & Newport 1989

Reifungsbedingte Einschränkungen bei L2-Lernern

2.2. Newport 1990

Reifungsbedingte Einschränkungen bei L1-Lernern

2.3. Schlussfolgerungen der beiden Experimente und die „Less is more Hypothese“

3. Die „Critical Period-Hypothesis“

3.1. Argumente für die Existenz einer zeitlich begrenzten CPH

3.2. Warum die CPH nicht ausreicht, die Entwicklung des Spracherwerbs zu erklären

3.3. Zusammenfassende Erkenntnisse der CPH

4. Weitere Einflussfaktoren auf den Zweitspracherwerb

5. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Einfluss des Lebensalters auf den ungesteuerten Zweitspracherwerb und geht der Frage nach, ob eine perfekte Beherrschung einer Zweitsprache auch im Erwachsenenalter erreichbar ist. Dabei werden biologische Reifungsprozesse, wie sie durch die „Critical Period Hypothesis“ (CPH) beschrieben werden, kritisch beleuchtet und in den Kontext weiterer individueller sowie sozialer Einflussfaktoren gesetzt.

  • Analyse reifungsbedingter Einschränkungen beim Spracherwerb
  • Kritische Erörterung der „Critical Period Hypothesis“
  • Untersuchung der „Less is more“-Hypothese im Spracherwerb
  • Bedeutung von Motivation und Identitätsbildung für den Lernerfolg
  • Differenzierung zwischen biologischen, kognitiven und sozialen Entwicklungsfaktoren

Auszug aus dem Buch

2.1. Johnson & Newport 1989 – Reifungsbedingte Einschränkungen bei L2-Lernern

Eine Studie über die Fertigkeiten von L2-Lernern, durchgeführt von Jaqueline Johnson und Elissa Newport aus dem Jahr 1989, bedient sich bis heute einer großen Aufmerksamkeit. Das Experiment wurde mit 46 muttersprachlich Koreanern und Chinesen durchgeführt, die im Alter von drei bis 39 in die USA einreisten und hier bereits zwischen drei und 26 Jahren lebten. Englisch war somit für die Probanden die Zweitsprache. In ihrer Einleitung stellen die beiden heraus, dass sie die vorherrschenden Erkenntnisse der Second Language Critical Period-Hypothesis (Kapitel 2.2.) nicht grundsätzlich in Frage stellen wollen. Ihr Ziel sei es stattdessen, die vorherrschenden Theorien zu verfeinern. Es wurde in der Untersuchung ein Grammatikbewertungstest durchgeführt, indem die Teilnehmer 276 Sätze als grammatisch oder nicht grammatisch bewerten sollten mussten. Bei allen falschen Sätzen wurden nur einzelne ungrammatische Veränderungen vorgenommen und insgesamt 12 Regelhaftigkeiten der englischen Morphologie und Syntax miteinbezogen.

An den Ergebnissen kann man deutlich erkennen, dass eine starke Beziehung zwischen Ankunftsalter und der Leistung im Test besteht (Abbildung 2). Außerdem war durch eine genaue Untersuchung der einzelnen Fragen erkennbar, dass die Ergebnisse nicht von äußeren Faktoren, wie z.B. dem Integrationswillen, dem Erfahrungslevel des Englischen oder der sozialen Herkunft abhängig waren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Zielsetzung der Arbeit: Diese Einleitung führt in die Problematik des ungesteuerten Zweitspracherwerbs ein und definiert die zentrale Forschungsfrage nach dem Einfluss des Alters auf den Spracherfolg. Zudem werden methodische Grundlagen und der Aufbau der Untersuchung skizziert.

1.1. Die Erwerbstypen der Mehrsprachigkeit und zentrale Begriffe: Das Kapitel differenziert zwischen gesteuertem und ungesteuertem Spracherwerb und legt den Fokus auf die für die Arbeit zentralen Begriffe der Spracherwerbsforschung.

2. Newports Experimente über die reifungsbedingten Einschränkungen des Spracherwerbs: Der Abschnitt stellt zwei grundlegende Studien von Elissa Newport vor, die den Einfluss des Alters sowohl bei L2- als auch bei L1-Lernern empirisch untersuchen.

2.1. Johnson & Newport 1989: Diese Studie untersucht anhand von 46 koreanischen und chinesischen Probanden den Zusammenhang zwischen Ankunftsalter in den USA und deren Leistungen in einem Grammatikbewertungstest.

2.2. Newport 1990: In diesem Teil wird das Experiment zum Erwerb der American Sign Language (ASL) beschrieben, welches analysiert, wie sich der Erstsprachkontakt in verschiedenen Altersstufen auf die morphologischen Fähigkeiten auswirkt.

2.3. Schlussfolgerungen der beiden Experimente und die „Less is more Hypothese“: Das Kapitel diskutiert die „Less is more“-Hypothese als Erklärung dafür, warum Kinder aufgrund begrenzter Wahrnehmungs- und Gedächtniskapazitäten erfolgreicher in der Rekonstruktion sprachlicher Details sind.

3. Die „Critical Period-Hypothesis“: Hier werden die Ursprünge der Hypothese der kritischen Periode in der biologischen Embryonalforschung sowie ihre Übertragung auf die Sprachwissenschaft dargestellt.

3.1. Argumente für die Existenz einer zeitlich begrenzten CPH: Dieser Abschnitt fasst wissenschaftliche Argumente und Studien zusammen, die für eine kritische Phase bis zur Pubertät plädieren.

3.2. Warum die CPH nicht ausreicht, die Entwicklung des Spracherwerbs zu erklären: Das Kapitel thematisiert Kritikpunkte an der CPH und stellt alternative Ansätze wie die „Sensitive Period Hypothesis“ vor, die von allmählicheren Veränderungen ausgehen.

3.3. Zusammenfassende Erkenntnisse der CPH: Eine Synthese der Ergebnisse führt zu der Erkenntnis, dass die CPH zwar eine Basis bietet, aber aufgrund fehlender definitorischer Eindeutigkeit für komplexe Sprachverläufe nur begrenzt aussagekräftig ist.

4. Weitere Einflussfaktoren auf den Zweitspracherwerb: Hier wird verdeutlicht, dass neben biologischen Faktoren auch Motivation, Identitätsbildung und soziale Integration entscheidende Variablen für den Erfolg beim Zweitspracherwerb sind.

5. Resümee: Das Schlusswort zieht eine Bilanz aus den untersuchten Theorien und Studien und kommt zu dem Ergebnis, dass der Einfluss des Alters nicht isoliert, sondern nur in einem komplexen Faktorengefüge zu betrachten ist.

Schlüsselwörter

Zweitspracherwerb, Critical Period Hypothesis, reifungsbedingte Einschränkungen, Less is more Hypothese, Spracherwerbsforschung, L2-Erwerb, Sprachkontakt, Morphologie, Syntax, biologische Plastizität, Identitätsbildung, Motivationsfaktoren, Sprachniveau, Sensitive Period Hypothesis, Grammatik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, welchen Einfluss das Lebensalter auf den ungesteuerten Zweitspracherwerb hat und ob ein muttersprachliches Niveau im Erwachsenenalter prinzipiell erreichbar ist.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die biologischen Grundlagen des Spracherwerbs, die Diskussion um die kritische Periode, die Rolle der Gedächtnisleistung bei Kindern sowie die Bedeutung sozialer und motivationaler Faktoren.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet, welchen Einfluss das Lebensalter auf den ungesteuerten Zweitspracherwerb hat und ob ein perfektes Niveau der Beherrschung einer zweiten Sprache auch im höheren Alter noch erreicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und die Auswertung empirischer Studien, insbesondere der Experimente von Elissa Newport sowie weiterer Forschungsbeiträge zur „Critical Period Hypothesis“.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst experimentelle Daten zu Altersbeschränkungen analysiert, anschließend die theoretische Basis der kritischen Periode kritisch hinterfragt und zuletzt zusätzliche Einflussfaktoren wie Motivation und Identitätsbildung erörtert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Zweitspracherwerb, Critical Period Hypothesis, Less is more Hypothese, biologische Plastizität sowie verschiedene Teilbereiche der linguistischen Kompetenz wie Morphologie und Syntax.

Was besagt die „Less is more“-Hypothese im Kern?

Sie besagt, dass die begrenzten Wahrnehmungs- und Gedächtniskapazitäten von Kindern vorteilhaft für den Spracherwerb sind, da sie sich auf kleine Einheiten konzentrieren und nicht versuchen, komplexe Strukturen holistisch zu lernen.

Warum kritisieren Klein und Dimroth die CPH bei L2-Lernern?

Sie kritisieren die rein biologische Sichtweise und fordern eine differenzierte Betrachtung, die zusätzlich die soziale Identität, die kognitive Entwicklung und periphere physische Faktoren miteinbezieht.

Welche Rolle spielt die ASL in Newports Forschung?

Die American Sign Language dient Newport als geeignetes Untersuchungsobjekt, da sie eine vollwertige, komplexe Sprache ist und es ermöglicht, bei Probanden mit unterschiedlichem Beginn des Sprachkontakts präzise Aussagen über morphologische Fähigkeiten zu treffen.

Welches Fazit zieht die Arbeit zum Einfluss des Alters?

Das Fazit lautet, dass eine eindeutige Beantwortung der Frage nach einem „optimalen Zeitraum“ schwierig bleibt, da das Ergebnis stets ein komplexes Zusammenwirken biologischer Voraussetzungen, individueller Motivation und situativer Faktoren ist.

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Résumé des informations

Titre
Zweitsprachenerwerb. Erwerbstypen, Faktoren, Zeitraum
Sous-titre
Eine Untersuchung
Auteur
Tina Aff (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
22
N° de catalogue
V307359
ISBN (ebook)
9783668058040
ISBN (Livre)
9783668058057
Langue
allemand
mots-clé
spracherwerb l2 fremdsprachenerwerb faktoren alter mehrsprachigkeit erwerbstypen elissa newport einflüsse kritische periode optimaler zeitraum zweitsprachenerwerb
Sécurité des produits
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Citation du texte
Tina Aff (Auteur), 2015, Zweitsprachenerwerb. Erwerbstypen, Faktoren, Zeitraum, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307359
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Extrait de  22  pages
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