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Auslagerung von Patentaktivitäten. Transaktionskosten- und Principal-Agent-Theorie

Fallstudien der Infineon Technologies AG und Thales Group

Título: Auslagerung von Patentaktivitäten. Transaktionskosten- und Principal-Agent-Theorie

Tesis (Bachelor) , 2015 , 51 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Irfan Zeneli (Autor)

Economía de las empresas - Administración de empresas, gestión, organización
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Der Schutz von Intellektuellen Eigentumsrechten (englisch: Intellectual Property Rights) ist in industrialisierten und wissensbasierten Gesellschaften von besonderer Bedeutung. Aus dem Schutz von Eigentumsrechten ergeben sich für Unternehmen wichtige Ressourcen, die gewinnbringend eingesetzt werden können. Eine Möglichkeit zum Schutz von Innovationen ist die Auslagerung von Patentaktivitäten.

Insbesondere bei komplexen Industrien und innovationsstarken Unternehmen, wie zum Bespiel Infineon, einem Hersteller für Halbleiter und Systemlösungen und Thales, einem Unternehmen im Bereich der Informations und Telekommunikationstechnologie, ist dies ein wesentlicher Aspekt. Die Transaktionskosten und die Principal-Agent-Theorie der Neuen Institutionenökonomik können als Theoretischer Rahmen zur Beschreibung von Patentauslagerungsprozessen dienen.

Die vorliegende Arbeit setzt die Patentaktivitäten von Infineon und Thales, insbesondere die des Patentanmeldeprozesses in Bezug zu den beiden zuvor genannten Theorien und beantwortet die Frage wann ein Unternehmen den Auslagerungsprozess vornehmen sollte und wie dieser optimal durchzuführen ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Problemstellung und Zielsetzung

1.2 Aufbau der Arbeit

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Patente und Patentaktivitäten

2.2 Die Neue Institutionenökonomik

2.2.1 Die Transaktionskostentheorie

2.2.2 Die Principal-Agent-Theorie

3. Patentaktivitäten aus organisatorischer und strategischer Perspektive

3.1 Die Organisation von Patentaktivitäten

3.1.1 Das strategische Management von Patentaktivitäten

3.1.2 Die Patent- und Markenabteilung als interner Dienstleister

3.2 Die Auslagerung von Patentaktivitäten

4. Chancen und Risiken bei der Auslagerung von Patentaktivitäten

4.1 Infineon Technologies AG

4.1.1 Unternehmen und Marktumfeld

4.1.2 Das Intellectual Property Management

4.1.3 Die Entscheidungsfindung zur Integration externer Patentkanzleien

4.1.4 Die Auswahl der externen Patentkanzleien

4.2 Thales Group

4.2.1 Unternehmen und Marktumfeld

4.2.2 Das IPM und die Entscheidungsfindung zur Auslagerung der Patentabteilung

4.2.3 Der Aufbau und Ablauf der neuen externen Technologiegesellschaft

4.2.4 Interne und externe Faktoren zur Auslagerung des Patentanmeldeprozesses

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht, unter welchen Bedingungen Unternehmen ihre Patentaktivitäten – insbesondere den Patentanmeldeprozess – auslagern sollten und wie dieser Prozess optimal gestaltet werden kann, wobei die Erkenntnisse anhand der Fallbeispiele Infineon Technologies AG und Thales Group illustriert werden.

  • Analyse von Patentaktivitäten als immaterielle Unternehmensressource
  • Anwendung der Transaktionskostentheorie auf Auslagerungsprozesse
  • Anwendung der Principal-Agent-Theorie auf das Management externer Kanzleien
  • Diskussion von Chancen und Risiken der Externalisierung in komplexen Industrien
  • Untersuchung der Bedeutung von Humankapital und Standardisierung bei der Auslagerung

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Das strategische Management von Patentaktivitäten

Nachdem ein Patent erteilt worden ist, kann nicht zwangsläufig davon ausgegangen werden, dass dieses erfolgreich genutzt werden kann. Um dies zu gewährleisten muss über die gesamte Patentlaufzeit stetig dessen Wert und Nutzen im Auge behalten werden. Bedingt durch sich ständig ändernde Umfeldbedingungen insbesondere im Hinblick auf technologische Entwicklungen muss ggf. die Strategie angepasst werden. Gerade deshalb ist ein strategisches Management der Patentaktivitäten von großer Bedeutung (vgl. Burr 2007, S. 89).

Die Corporate Strategien bestimmen die Kernkompetenzen des Unternehmens, damit geht die Bestimmung der Produkte, welche verkauft und die Bestimmung der Märkte, welche erschlossen bzw. bedient werden sollen, einher. Wird in Erwägung gezogen einen Schwerpunkt auf F&E, Innovation, den Schutz gegen Imitation und die Verwertung von Patenten zu legen, so wird die Patentabteilung als zentrale Abteilung in die oberste Hierarchieebene integriert (vgl. Burr 2007, S. 91). Hierbei wird die Organisationsform der Stabsabteilung gewählt. Die Chancen der Geschäftsführung sind, dass strategische Patentaktivitäten ohne Berücksichtigung der Geschäftsbereiche zentral durchgeführt werden können. Damit ist intern lediglich eine Schnittstelle für Patentaktivitäten vorhanden; so wird ein effizienter und effektiver Ablauf für Patentaktivitäten unternehmensintern gewährleistet (vgl. hierzu und nachfolgend Gassmann; Bader 2011, S. 140). Andererseits könnten sich Risiken bei fehlenden gegenseitigen Kontrollen ergeben, wie es beispielsweise zwischen getrennten Rechts- und Patentabteilungen möglich wäre. In großen Unternehmen mit mehreren unterschiedlichen Geschäftsbereichen können die unterschiedlichen Abteilungen eine eigene Patentabteilung haben (vgl. Burr 2007, S. 91).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zunehmende Bedeutung von Patenten in wissensbasierten Gesellschaften und definiert die Problemstellung sowie das Ziel der Untersuchung bezüglich der Auslagerung von Patentaktivitäten.

2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel erläutert die Neue Institutionenökonomik, insbesondere die Transaktionskostentheorie und die Principal-Agent-Theorie, als theoretische Fundamente für die Analyse von Auslagerungsprozessen.

3. Patentaktivitäten aus organisatorischer und strategischer Perspektive: Hier werden die organisatorischen Aspekte des Patentmanagements sowie die Beweggründe und Herausforderungen bei der Auslagerung von Patentaktivitäten detailliert beschrieben.

4. Chancen und Risiken bei der Auslagerung von Patentaktivitäten: In diesem Kapitel werden die theoretischen Ansätze anhand der Fallbeispiele Infineon Technologies AG und Thales Group in der Praxis analysiert und diskutiert.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, würdigt kritisch die verwendeten Theorien und gibt einen Ausblick auf weiteren Forschungsbedarf bezüglich der Organisation von Immaterialgüterrechten.

Schlüsselwörter

Patentmanagement, Auslagerung, Transaktionskostentheorie, Principal-Agent-Theorie, Intellectual Property Rights, Infineon Technologies AG, Thales Group, Patentanmeldeprozess, Innovationsmanagement, Outsourcing, Strategisches Management, Humankapital, Informationsasymmetrie, Schutzrechte, Fallstudie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der strategischen Entscheidung von Unternehmen, ihre internen Patentaktivitäten, insbesondere den Prozess der Patentanmeldung, an externe Dienstleister auszulagern.

Welche Themenfelder werden zentral behandelt?

Die zentralen Themen umfassen das Patentmanagement, die Gestaltung von Organisationsstrukturen für geistiges Eigentum sowie die ökonomische Bewertung von Outsourcing-Entscheidungen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu untersuchen, wann ein Unternehmen den Auslagerungsprozess von Patentaktivitäten vollziehen sollte und wie dieser Prozess optimal gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit nutzt als theoretischen Rahmen die Neue Institutionenökonomik mit ihren Teilgebieten Transaktionskostentheorie und Principal-Agent-Theorie, kombiniert mit einer explorativen Fallstudienanalyse zweier Großunternehmen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert die organisatorischen Perspektiven des Patentmanagements, die theoretischen Entscheidungsdeterminanten für Auslagerungen und wendet diese Erkenntnisse auf die praktischen Beispiele Infineon und Thales an.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Patentmanagement, Transaktionskosten, Principal-Agent-Beziehung, Intellectual Property, Strategische Allianz und Outsourcing geprägt.

Was war der Hauptgrund für Infineon, Patentaktivitäten auszulagern?

Infineon wollte im Zuge der Unabhängigkeit von Siemens und des bevorstehenden Börsengangs schnell agieren und den Mangel an verfügbaren Spezialisten am Arbeitsmarkt durch die Nutzung externer Kanzleien kompensieren.

Wie unterscheidet sich der Ansatz bei der Thales Group?

Bei Thales wurde zur Auslagerung eine neue Technologiegesellschaft mit finanzieller Beteiligung von Thales und der Patentkanzlei Marks & Clerk gegründet, um Kompetenzverluste zu vermeiden und Kosten zu senken.

Welche Rolle spielt das Humankapital in den Fallstudien?

Das Humankapital ist ein kritischer Faktor; beide Unternehmen stellten sicher, dass das spezifische Wissen der bisherigen Mitarbeiter durch Übernahme in die neuen Strukturen oder enge Zusammenarbeit erhalten blieb.

Können die theoretischen Theorien alle praktischen Prozesse erklären?

Die Arbeit stellt fest, dass die Theorien eine wertvolle Orientierung bieten, jedoch in der komplexen Unternehmenspraxis nicht alle Einzelfaktoren und Dynamiken vollständig operationalisierbar abbilden.

Final del extracto de 51 páginas  - subir

Detalles

Título
Auslagerung von Patentaktivitäten. Transaktionskosten- und Principal-Agent-Theorie
Subtítulo
Fallstudien der Infineon Technologies AG und Thales Group
Universidad
University of Bremen  (Institut für Projektmanagement und Innovation)
Calificación
1,3
Autor
Irfan Zeneli (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
51
No. de catálogo
V307389
ISBN (Ebook)
9783668058545
ISBN (Libro)
9783668058552
Idioma
Alemán
Etiqueta
intellectual property eigentumsrechte geistiges eigentum patente Principal-Agent-Theorie Outsourcing Auslagerung Patentanmeldung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Irfan Zeneli (Autor), 2015, Auslagerung von Patentaktivitäten. Transaktionskosten- und Principal-Agent-Theorie, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307389
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