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Konventionelle Finanzprodukte in Zeiten der Vertrauenskrise

Alternative Investmentansätze unter besonderer Berücksichtigung von Mikrofinanzierungen

Título: Konventionelle Finanzprodukte in Zeiten der Vertrauenskrise

Tesis de Máster , 2015 , 100 Páginas , Calificación: 2

Autor:in: Master of Financial Planning (MFP) Tom Dahncke (Autor)

Economía de las empresas - Inversiones y finanzas
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Resumen Extracto de texto Detalles

Im Sommer 2007 hat die in den USA ausgebrochene Immobilienkrise die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit in den modernen Volkswirtschaften auf die Banken und deren moderne Finanzprodukte gelenkt. Der darauffolgende Anfang der Finanzkrise wird durch den Zusammenbruch der Investmentbank „Lehman Brothers“ markiert. Der in Deutschland in letzter Minute verhinderte Bank Run macht deutlich, dass die Finanzkrise auch eine Vertrauenskrise ist. Es stellt sich die Frage, ob hier nicht eine tiefgreifende ethische Krise vorliegt. Studien werfen den Finanzkonzernen Gier und Unachtsamkeit vor. Auf unserem Planeten leben im Jahre 2012 sieben Milliarden Menschen, von denen rund drei Milliarden Menschen von nicht mehr als zwei Dollar, 1,1 Milliarden sogar von weniger als einem Dollar am Tag leben. Nachhaltige Geldanlagen, mit Mikrofinanzierungen als eine spezielle Form dieser, gewinnen zunehmend das Interesse der Anleger. Hierbei stellt sich die Frage, ob Mikrofinanzierungen tatsächlich den Lebensstandard von armen Menschen erhöhen können, oder lediglich ein neues Geschäftsfeld für die Finanzindustrie für weitere Profite sind.

Ziel ist es, zunächst die Gründe zu erarbeiten, warum es zur Finanzkrise gekommen ist und welche Auswirkungen sich auf konventionelle Finanzprodukte ergeben. Darüber hinaus soll erarbeitet werden, wieviel Vertrauen Anleger noch in konventionelle Finanzprodukte und das Finanzsystem in seiner derzeitigen Form haben. Die Betrachtung von Mikrofinanzierungen, als eine spezielle Form der nachhaltigen Finanzierungen, soll Aufschluss darüber geben, ob diese konventionelle Finanzprodukte sinnvoll ergänzen und gleichzeitig den Lebensstandard von armen Menschen in der Welt verbessern können. Darüber hinaus soll festgestellt werden, ob nachhaltige Finanzierungen dabei helfen können, das verlorene Vertrauen der Anleger zurückzugewinnen und diese dabei zu motivieren mit ihrer Geldanlage nachhaltigen Nutzen zu stiften. Eine weitere Zielsetzung ist somit zu erarbeiten, ob Mikrofinanzierungen überhaupt attraktiv im Sinne von Rendite und Sicherheit für Anleger sind.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Zielsetzung

1.2 Struktur der Arbeit

2. Die Finanz- und Vertrauenskrise 2008 bis heute

2.1 Ursachen

2.2 Verlauf

2.3 Auswirkungen

3. Konventionelle Finanzprodukte

3.1 Das magische Zieldreieck der Geldanlage

3.2 Festverzinsliche Geldanlagen

3.3 Lebensversicherungen

3.4 Immobilien

3.5 Aktien

3.6 Fonds

3.7 Auswirkungen der Finanzkrise auf konventionelle Finanzprodukte

4. Alternative Investmentansätze

4.1 Die ungleiche Verteilung von Vermögen und Einkommen in der Welt

4.2 Das magische Zielviereck der Geldanlage

4.3 Formen von sozial verantwortlichen Geldanlagen

4.4 Mikrofinanzierungen als eine spezielle Form der nachhaltigen Geldanlage

4.4.1 Spende versus Investition

4.4.2 Anlageuniversum und Anlageprodukte

4.4.3 Wertschöpfungskette im Überblick

4.4.4 Mikrounternehmer – Der Sozialbeitrag

4.4.5 Mikrofinanz-Institut – Die Kreditvergabe

4.4.6 Sicherheiten bei der Vergabe von Mikrokrediten

4.4.7 Mikrofinanz-Investmentgesellschaft – Anlageziele der Fonds

4.4.8 Mikrofinanz als Anlageklasse

4.4.8.1 Grundlagen zur Mikrofinanz als Geldanlage

4.4.8.2 Mikrofinanz-Geldanlage im Portfoliokontext

4.4.9 Anleger

4.4.10 Produktkonzept

4.4.10.1 Investmentdesigns – ein Überblick

4.4.10.2 Mikrofinanz-Investmentfonds – Wettbewerbsanalyse

4.4.10.3 Investmentprozess

4.4.10.4 Angebotspolitik des Fondsanbieters

4.4.10.5 Mikrofinanz-Investmentfonds – Varianten

4.4.11 Kritische Betrachtung von Mikrofinanzierungen

4.4.12 Auswirkungen der Finanzkrise auf Mikrofinanzierungen

5. Vergleich von konventionellen Finanzprodukten und nachhaltigen Investmentansätzen

6. Umfrage

6.1 Methodische Vorgehensweise

6.2 Auswertung der Umfrageergebnisse

6.3 Kritische Betrachtung der Umfrageergebnisse

7. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, inwiefern nachhaltige Investmentansätze, insbesondere Mikrofinanzierungen, konventionelle Finanzprodukte in Zeiten der Vertrauenskrise sinnvoll ergänzen können und ob sie das Potenzial besitzen, den Lebensstandard von armen Menschen nachhaltig zu verbessern.

  • Analyse der Ursachen und Folgen der Finanz- und Vertrauenskrise 2008.
  • Gegenüberstellung konventioneller Anlageklassen und nachhaltiger Finanzmodelle.
  • Detaillierte Betrachtung der Mikrofinanzierung als spezielles Anlageinstrument mit dualem Renditeprofil.
  • Untersuchung des Anlegerverhaltens und des Vertrauensverlusts durch eine empirische Umfrage unter Finanzmarktakteuren.

Auszug aus dem Buch

4.4 Mikrofinanzierungen als eine spezielle Form der nachhaltigen Geldanlage

Muhammad Yunus gilt als Erfinder der Mikrokredite. Der Friedensnobelpreisträger von 2006 revolutionierte mit seiner Idee die Wirtschaftswelt und Entwicklungshilfe. Im Allgemeinen wird unter Mikrofinanz die Bereitstellung von Finanzdienstleistungen an Kleinstunternehmen und Haushalte mit Niedrigeinkommen verstanden, die aufgrund von fehlenden Sicherheiten keine Möglichkeit haben, die Dienste lokaler Bank- und Kreditinstitute in Anspruch zu nehmen. Mikrofinanz ermöglicht damit diesen Bevölkerungsschichten, die überwiegend in Entwicklungs- und Schwellenländern anzutreffen sind, den Zugang zum offiziellen Finanzsektor und versetzt diese dabei in die Lage, sich wirtschaftlich und sozial besser zu stellen.

Das Prinzip von Mikrofinanzierungen ist denkbar einfach. In ärmlichen Gegenden ohne jegliche Infrastruktur kommen die Finanzdienstleistungen durch Mikrofinanz-Institute zu den Kunden. Hiermit wird durch die verschiedenen Darlehensformen der Aufbau einer eigenständigen und tragfähigen Existenz ermöglicht. Generell kommen dabei zwei Methoden, sogenannte Gruppen und Einzeldarlehen, bei der Vergabe von Mikrokrediten an Arme zur Anwendung. Kredite, die an Gruppen vergeben werden, bedürfen keiner Sicherheit. Diese werden beispielsweise von der Grameen Bank vergeben, die 1983 in Bangladesch von Muhammad Yunus gegründet wurde. Bei den Einzeldarlehen sind dagegen gewisse Sicherheiten erforderlich. Die Rückzahlungen erfolgen dabei ratenweise, sobald eine Schuld samt Zinsen zurückbezahlt ist, kann ein neuer Mikrokredit beantragt werden, um die Mikrounternehmen schrittweise zu vergrößern. Weltweit sind derzeit 90 Mio. Mikrokreditnehmer und Mikroeinleger bzw. Sparer vorhanden. Die ausgezahlten Kredite belaufen sich dabei auf 65 Mrd. US-Dollar, wobei der Durchschnitt der vergebenen Kredite bei 524 US-Dollar liegt. Insgesamt gibt es 10.000 Mikrofinanz-Institutionen, von denen in Afrika, Osteuropa, Asien und Lateinamerika 1.400 echte bestehen. Der Anteil weiblicher Kundinnen an den individuellen Darlehen betrug laut den 2006 MFI Benchmarks, die 704 Mikrofinanz-Institute umfassen, 51 Prozent und an den Gruppendarlehen 99,3 Prozent.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Beleuchtung des Vertrauensverlusts in Finanzmärkte nach der Krise 2008 und Einordnung von Mikrofinanz-Anlageprodukten als wachsendes Interessenfeld.

2. Die Finanz- und Vertrauenskrise 2008 bis heute: Analyse der Ursachen (u.a. Goldstandard-Aufhebung, billiges Geld) und der daraus resultierenden Banken- und Vertrauenskrise.

3. Konventionelle Finanzprodukte: Vorstellung klassischer Anlageformen und Diskussion der Auswirkungen des Niedrigzinsumfelds nach 2008.

4. Alternative Investmentansätze: Betrachtung sozial verantwortlicher Geldanlagen mit besonderem Fokus auf Mikrofinanzierungen als Instrument der Hilfe zur Selbsthilfe.

5. Vergleich von konventionellen Finanzprodukten und nachhaltigen Investmentansätzen: Synopse der Unterschiede, insbesondere der Einbeziehung ethischer Faktoren in das traditionelle Anlagedreieck.

6. Umfrage: Empirische Untersuchung des Anlegervertrauens und der Einstellung von Finanzmarktakteuren zu nachhaltigen Investitionen.

7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Mikrofinanz als sinnvolle Portfolio-Beimischung unter Beachtung der Risiken durch Kommerzialisierung.

Schlüsselwörter

Finanzkrise 2008, Mikrofinanzierungen, konventionelle Finanzprodukte, nachhaltige Geldanlagen, Anlegerschutz, Sozialbeitrag, Rendite-Risiko-Profil, Portfoliodiversifikation, Mikrokredite, ethische Investments, Vertrauensverlust, Finanzsystem, Investmentfonds, soziale Rendite, Kapitalanlage.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Master Thesis im Kern?

Die Arbeit untersucht, ob nachhaltige Geldanlagen, insbesondere Mikrofinanzierungen, eine sinnvolle Ergänzung zu klassischen Finanzprodukten darstellen, um in Zeiten von Vertrauensverlusten sowohl Rendite als auch sozialen Nutzen zu erzielen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse der Finanzkrise 2008, der Funktionsweise konventioneller Anlagen, der Untersuchung der Mikrofinanz als Investmentklasse sowie einer empirischen Umfrage zum Anlegervertrauen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist zu erarbeiten, wie Anleger nach der Finanzkrise ihr Vertrauen in Finanzprodukte zurückgewinnen können und ob Mikrofinanzierungen hierbei eine attraktive Alternative mit einem dualen Renditeprofil bieten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche zu den theoretischen Grundlagen sowie einer ergänzenden quantitativen empirischen Umfrage unter 133 Teilnehmenden aus der Finanzbranche.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Ursachenanalyse der Finanzkrise, eine Darstellung konventioneller Produkte, eine detaillierte Wertschöpfungskettenanalyse der Mikrofinanzierung und eine Bewertung der Eignung von Mikrofinanzfonds als Portfolio-Diversifikationsinstrument.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Finanzkrise 2008, Mikrofinanzierungen, nachhaltige Geldanlagen, Anlegerschutz und das duale Renditeprofil (ökonomische Rendite vs. sozialer Mehrwert).

Wie unterscheidet sich die Mikrofinanz von einer reinen Spende?

Im Gegensatz zur Spende, bei der Kapital unwiderruflich abfließt, ist die Mikrofinanz ein Investitionsmodell. Der Kapitalgeber erwartet einen Rückfluss des Kapitals plus Zinsen, was den Anreiz zur produktiven und wirtschaftlichen Verwendung des Geldes schafft.

Welche Rolle spielt die Kommerzialisierung bei Mikrofinanzierungen?

Die Kommerzialisierung ist ein kritisches Feld: Während sie Professionalität und Skalierbarkeit für Investoren bietet, besteht die Gefahr einer Zweckentfremdung weg von der Hilfe zur Selbsthilfe hin zur reinen Profitmaximierung, was den sozialen Mehrwert für Kreditnehmer gefährden kann.

Final del extracto de 100 páginas  - subir

Detalles

Título
Konventionelle Finanzprodukte in Zeiten der Vertrauenskrise
Subtítulo
Alternative Investmentansätze unter besonderer Berücksichtigung von Mikrofinanzierungen
Universidad
Donau-Universität Krems
Calificación
2
Autor
Master of Financial Planning (MFP) Tom Dahncke (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
100
No. de catálogo
V307869
ISBN (Ebook)
9783668062245
ISBN (Libro)
9783668062252
Idioma
Alemán
Etiqueta
konventionelle finanzprodukte zeiten vertrauenskrise alternative investmentansätze berücksichtigung mikrofinanzierungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Master of Financial Planning (MFP) Tom Dahncke (Autor), 2015, Konventionelle Finanzprodukte in Zeiten der Vertrauenskrise, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307869
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