Bezüglich der Integration von überseeisch importierten Nahrungsmitteln wird, aus historischem Blickwinkel, von acht Stadien gesprochen. Bis Mitte des 19. Jahrhunderts hatte die überseeische Kakaobohne fünf dieser Stadien durchlaufen.
In dieser Hausarbeit sollen die letzten beiden Integrationsstadien, sieben und acht, am Beispiel der Schokolade in der Schweiz fokussiert werden. Recherchiert und reflektiert wird das siebte Integrationsstadium in Bezug auf Impulse, welche zur Entwicklung des Schokolade-Handwerks und – Gewerbes beitrugen.
Weiter soll der Frage nachgegangen werden, ob, und auf Grund von was sich die Schweizer Schokolade während dem achten Integrationsstadium zu einem Erkennungs-merkmal für die Schweiz entwickeln konnte, beziehungsweise, ob die Schokolade für die Schweiz Identität stiftend wirkte und sich damit zu einem Bestandteil der Schweizer Nationalidentität entwickeln konnte.
Für das Beschreiben von Integrations- und Entwicklungsvorgängen und wichtiger Impulse für die Entwicklung von Handwerk und Gewerbe in der Schweiz, sowie bezüglich der Beantwortung der oben formulierten Fragestellung, wird auf Quellen, Forschungsliteratur, Bilder auf welche in der Hausarbeit Bezug genommen werden und im Anhang zu finden sind, und auf einen Dokumentarfilm abgestützt.
Im Kapitel 2 „Impulse für die Entwicklung von Handwerk und Gewerbe im Zusammenhang mit der Schweizer Schokoladenproduktion“ wird insbesondere der Weiterentwicklung der Tafelschokolade und verschiedenen Innovationen nachgegangen und im Kapitel 3 „Schweizer Schokolade - Identität stiftend für die Schweiz?“ soll versucht werden, die im Kapiteltitel gestellte Frage zu beantworten, beziehungsweise herausgearbeitet werden, welche Faktoren dabei eine Rolle gespielt haben könnten.
Im Kapitel 4 „Fazit“ werden Ergebnisse zusammengefasst, beziehungsweise der Zusammenhang zwischen Ergebnissen und Fragestellung hergestellt und ein abwägendes Urteil formuliert.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- Einleitung
- Impulse für die Entwicklung von Handwerk und Gewerbe im Zusammenhang mit der Schweizer Schokoladenproduktion
- Die Industrialisierung - Folgen und Auswirkungen für die Schweiz und ihre Bevölkerung
- Impulse aus dem Ausland, welche zur Entwicklung von Handwerk und Gewerbe in der Schweiz beitrugen
- Innovationen und ihre Wirkung auf Identitätsbildungsprozesse
- Schweizer Schokolade - Identität stiftend für die Schweiz?
- Erweiterung der Schokoladen-Konsumentenzielgruppe
- Qualität als Erkennungsmerkmal der Schweizer Schokolade
- Die Bewerbung der Schweizer Schokolade
- Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Die vorliegende Hausarbeit untersucht die Integration der Kakaobohne in die Schweizer Lebenswelt, insbesondere die Entwicklung der Schweizer Schokoladenindustrie und ihren Einfluss auf die Schweizer Nationalidentität. Die Arbeit beleuchtet die Impulse, welche zur Entwicklung von Handwerk und Gewerbe im Zusammenhang mit der Schweizer Schokoladenproduktion beitrugen, und analysiert, ob und wie sich die Schweizer Schokolade zu einem Erkennungsmerkmal der Schweiz entwickeln konnte.
- Die Rolle der Industrialisierung in der Entwicklung der Schweizer Schokoladenindustrie
- Der Einfluss internationaler Impulse auf die Schweizer Schokoladenproduktion
- Die Bedeutung von Innovationen für die Schweizer Schokoladenindustrie
- Die Entwicklung von Konsumgewohnheiten und Lebensformen im Zusammenhang mit Schokolade
- Die Bedeutung der Schweizer Schokolade für die Schweizer Nationalidentität
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
Das Kapitel 2 befasst sich mit den Impulsen für die Entwicklung von Handwerk und Gewerbe im Zusammenhang mit der Schweizer Schokoladenproduktion. Es untersucht die Folgen der Industrialisierung für die Schweiz und ihre Bevölkerung, sowie die Impulse aus dem Ausland, welche zur Entwicklung von Handwerk und Gewerbe beitrugen. Weiter werden Innovationen und ihre Wirkung auf Identitätsbildungsprozesse betrachtet.
Das Kapitel 3 untersucht die Frage, ob und auf Grund von was sich die Schweizer Schokolade zu einem Erkennungsmerkmal für die Schweiz entwickeln konnte. Es analysiert die Erweiterung der Schokoladen-Konsumentenzielgruppe, die Bedeutung der Qualität für die Schweizer Schokolade und die Bewerbung der Schweizer Schokolade.
Schlüsselwörter (Keywords)
Schweizer Schokolade, Nationalidentität, Industrialisierung, Handwerk, Gewerbe, Innovation, Konsumgewohnheiten, Lebensmittelgeschichte, Integration, Kakaobohne, Schweiz.
Häufig gestellte Fragen
Wie wurde Schokolade zum Erkennungsmerkmal der Schweiz?
Durch technologische Innovationen im 19. Jahrhundert, einen hohen Qualitätsstandard und gezielte Werbung entwickelte sich die Schokolade zu einem identitätsstiftenden Symbol der Schweiz.
Welche Impulse förderten die Schweizer Schokoladenproduktion?
Die Industrialisierung sowie Impulse aus dem Ausland trugen maßgeblich zur Entwicklung des Schokoladenhandwerks und der Entstehung bekannter Manufakturen bei.
Was sind die Integrationsstadien der Kakaobohne?
Die Geschichtswissenschaft unterscheidet acht Stadien der Integration überseeischer Lebensmittel; die Arbeit fokussiert auf die letzten beiden Stadien im 19. und 20. Jahrhundert.
Warum ist Qualität für die Schweizer Schokolade so wichtig?
Die Schweizer Hersteller setzten früh auf hohe Standards und Innovationen (wie Milchschokolade), um sich im internationalen Wettbewerb als Premiummarke zu positionieren.
Hat Schokolade Einfluss auf die Schweizer Nationalidentität?
Ja, die Schokolade wirkte identitätsstiftend und wurde zu einem festen Bestandteil dessen, was weltweit als „typisch schweizerisch“ wahrgenommen wird.
- Quote paper
- Miranda Guldenfels (Author), 2015, Von der überseeischen Kakaobohne zur Schweizer Schokolade. Das Erkennungsmerkmal der Schweiz im 19. und 20. Jahrhundert, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/307966