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Mehrsprachiges Aufwachsen in der Familie. Überforderung oder Chance für die Zukunft?

Titre: Mehrsprachiges Aufwachsen in der Familie. Überforderung oder Chance für die Zukunft?

Mémoire (de fin d'études) , 2015 , 113 Pages , Note: 2,0

Autor:in: Lara Temper (Auteur)

Pédagogie - Pédagogie pour écoles maternelles, éducation de la petite enfance
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In Kapitel 1 findet ein Definitionsversuch für den Begriff Mehrsprachigkeit statt. Es werden die Begriffe Zwei- und Mehrsprachigkeit in ihrer Bedeutung für diese Arbeit unterschieden sowie die Frage untersucht, was Mehrsprachigkeit bedeutet und wer als mehrsprachig zu bezeichnen ist.
Kapitel 2 behandelt ausgewählte und für diese Arbeit relevante Voraussetzungen für das Gelingen eines simultanen Mehrspracherwerbs von Geburt an. Von Bedeutung sind die Qualität und Quantität des sprachlichen Inputs in allen beteiligten Sprachen sowie das Ansehen einer Sprache in der Umgebung und die Einstellung der Gesellschaft zum Thema Mehrsprachigkeit. In einem weiteren Schritt werden verschiedene Möglichkeiten für die Umsetzung der mehrsprachigen Erziehung in der Familie vorgestellt. Es gilt herauszufinden, inwiefern die genannten Punkte sich positiv oder negativ auf die mehrsprachige Entwicklung eines Kindes auswirken.
Das folgende Kapitel 3 hat zur Aufgabe, den ersten Teil der Forschungsfrage „Überforderung durch mehrsprachiges Aufwachsen“ anhand historischer und aktueller Forschung zu betrachten. Es werden vier verschiedene Bereiche in den Blick genommen, welche in Teilen der Gesellschaft zu der Vermutung einer Überforderung führen. Der Mythos der Überforderung, welcher, bedingt durch empirische Untersuchungen aus der Vergangenheit, auch heute noch in Teilen der Gesellschaft präsent ist und viele Eltern bei der Entscheidung einer mehrsprachigen Erziehung verunsichert, soll durch ausgewählte aktuelle Forschungen auf seine Richtigkeit überprüft werden.
Der zweite Teil der Forschungsfrage „Chance für die Zukunft durch mehrsprachiges Aufwachsen“ ist Inhalt von Kapitel 4.
Bereits genannte Vorteile aus Kapitel 3 werden neben weiteren möglichen Vorteilen durch mehrsprachiges Aufwachsen in den Blick genommen. Anhand dieser werden auf Basis von Literatur Überlegungen angestellt, ob es sich nur um Vorteile handelt oder auch tatsächlich um eine Chance für die Zukunft, wenn ein Kind mit mehr als einer Sprache von Geburt an aufwächst.
Nachdem die grundlegenden theoretischen Erkenntnisse veranschaulicht wurden folgt der empirische Teil der Arbeit. Dieser beinhaltet die für die Untersuchung verwendeten Erhebungs- und Auswertungsmethoden, auf welcher die Untersuchung beruht.
Abschließend werden die Erkenntnisse aus der Theorie und die Ergebnisse der empirischen Erhebung, sowie die Relevanz der Ergebnisse im Hinblick auf die Forschungsfrage zusammengefasst und interpretiert.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Theoretischer Teil

1 Begriffsbestimmung Mehrsprachigkeit

1.1 Zweisprachigkeit oder Mehrsprachigkeit?

1.2 Was ist Mehrsprachigkeit und wer ist mehrsprachig?

1.3 Maximalistischer und minimalistischer Ansatz

1.4 Art und Zeitpunkt des Mehrspracherwerbs

2 Voraussetzungen für einen gelingenden simultanen Mehrspracherwerb

2.1 Sprachinput

2.2 Sprachprestige und Einstellung zur Mehrsprachigkeit

2.3 Methoden einer simultan mehrsprachigen Erziehung

3 Mehrsprachiges Aufwachsen – eine Überforderung?

3.1 Mehrsprachigkeit und geistige Fähigkeiten

3.2 Mehrsprachigkeit im Gehirn

3.3 Mehrsprachigkeit: Je früher desto besser?

3.4 Mehrsprachigkeit und Sprachbesonderheiten

3.4.1 Sprachbalance: Starke und schwache Sprache

3.4.2 Das Umschalten: Sprachwechsel und Sprachmischung

3.4.3 Störungen und Verzögerung beim simultanen Mehrspracherwerb

3.4.4 Ähnlichkeit und Anzahl der Sprachen

4 Mehrsprachiges Aufwachsen, eine Chance für die Zukunft?

II. Empirischer Teil

5 Erhebungs- und Auswertungsverfahren

5.1 Die Forschungsmethode

5.2 Das Forschungsinstrument

5.2.1 Der Leitfaden

5.2.2 Konstruktion des Leitfadens

5.2.3 Darstellung des Leitfadens

5.3 Konstruktion der Stichprobe

5.4 Beschreibung der Stichprobe

5.5 Durchführung der Interviews

5.6 Aufbereitung und Auswertung verbaler Daten

5.6.1 Transkription

5.6.2 Auswertungs- und Analyseverfahren

5.7 Gütekriterien

5.7.1 Objektivität

5.7.2 Reliabilität

5.7.3 Validität

6 Darstellung der Forschungsergebnisse

6.1 Gründe für mehrsprachiges Aufwachsen

6.2 Erwartungen der Eltern an die Sprachbeherrschung

6.3 Methoden der Umsetzung in der Familie

6.4 Reaktionen aus der Umgebung

6.5 Herausforderungen und Besonderheiten in der Sprachentwicklung

III. Diskussion

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit untersucht, ob das simultane Aufwachsen mit mehr als einer Sprache in der Familie eine Überforderung für das Kind darstellt oder als Chance für die Zukunft zu werten ist. Ziel ist es, wissenschaftliche Erkenntnisse aus der Mehrsprachigkeitsforschung mit den subjektiven Erfahrungen und Einschätzungen von binationale Familien zu verknüpfen, um Vorurteile zu hinterfragen.

  • Wissenschaftliche Begriffsbestimmung und Voraussetzungen für Mehrsprachigkeit
  • Kritische Auseinandersetzung mit dem "Überforderungs-Mythos" (kognitive und sprachliche Aspekte)
  • Methoden der mehrsprachigen Erziehung im Familienalltag
  • Analyse elterlicher Erwartungen und Bewältigungsstrategien
  • Reflexion der gesellschaftlichen Einstellungen und individuellen Herausforderungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Mehrsprachigkeit und geistige Fähigkeiten

In der Zeit „vom frühen 19. Jahrhundert bis in die 1960er Jahre“ (Seupel, 2009, S. 34) waren Sprachwissenschaftler davon überzeugt, dass das Aufwachsen mit mehr als einer Sprache etwas „Unnatürliches“ sei (vgl. ebd., S. 17). Es wurde die Ansicht vertreten, dass Mehrsprachigkeit, im Vergleich zu Einsprachigkeit, negative Auswirkungen auf die Intelligenz und das Denken habe (vgl. Seupel, 2009, S. 34; Scharff Rethfeld, 2013, S. 48; Schneider, 2003, S. 36) und eine „unzumutbare Belastung und Überforderung“ für die Kinder darstelle (vgl. Triarchi-Hermann, 2006, S. 11, 85). Aus Blochers Sicht ist Mehrsprachigkeit eine Gefahr für „Körper, Leib und Seele“ (Blocher, 1982, S. 24). Diese negativen Urteile waren zu dieser Zeit nicht nur Hypothesen, sondern basierten auf internationalen empirischen Untersuchungen (vgl. Abdelilah-Bauer, 2008, S. 37; Porsché, 1983, S. 54).

In der frühen Phase der Mehrsprachigkeitsforschung, zu Beginn des 19. Jahrhunderts, wurden einsprachige und mehrsprachige Menschen anhand von Intelligenztests verglichen (vgl. Seupel, 2009, S. 34), so zum Beispiel in einer der bekanntesten Untersuchungen vom Waliser Linguisten Saer (1923), zu finden in Abdelilah-Bauer (2008, S. 37), Scharff Rethfeld (2013, S. 48) und Tracy und Gawlitzek-Maiwald (2000, S. 498). Es wurden 1400 einsprachig englische mit zweisprachig englisch-walisischen Kindern im Alter von sieben bis vierzehn Jahren durch eine Querschnittsstudie verglichen. Beide Gruppen sollten einen verbalen Intelligenztest in englischer Sprache absolvieren. Die einsprachigen Kinder erzielten, im Vergleich zu den zweisprachigen, einen um 10 Punkte höheren Mittelwert.

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Einführung in das Thema Mehrsprachigkeit und Relevanz der Forschungsfrage im deutschen Kontext.

1 Begriffsbestimmung Mehrsprachigkeit: Definition und Abgrenzung der Konzepte von Zwei- und Mehrsprachigkeit.

2 Voraussetzungen für einen gelingenden simultanen Mehrspracherwerb: Analyse der Rahmenbedingungen wie Sprachinput und Erziehungsmethoden.

3 Mehrsprachiges Aufwachsen – eine Überforderung?: Historische und aktuelle wissenschaftliche Auseinandersetzung mit Bedenken bezüglich Überforderung.

4 Mehrsprachiges Aufwachsen, eine Chance für die Zukunft?: Untersuchung potenzieller kognitiver und kommunikativer Vorteile.

5 Erhebungs- und Auswertungsverfahren: Dokumentation der qualitativen Forschungsmethode und der Leitfadeninterviews.

6 Darstellung der Forschungsergebnisse: Deskriptive Auswertung der Interviewergebnisse in Bezug auf die Hauptkategorien.

III. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse und Abgleich mit dem theoretischen Rahmen.

Schlüsselwörter

Mehrsprachigkeit, Erstspracherwerb, Zweitspracherwerb, Familie, Überforderung, Kognitive Entwicklung, Sprachinput, Qualitative Forschung, Leitfadeninterview, Sprachprestige, Sprachtrennung, Sprachmischung, Sprachförderung, Bilingualismus, Interkulturelle Identität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit untersucht die Fragestellung, ob ein mehrsprachiges Aufwachsen in der Familie für Kinder eine Überforderung darstellt oder ob es eine Chance für ihre Zukunft bietet.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt die wissenschaftliche Definition von Mehrsprachigkeit, die Voraussetzungen für einen erfolgreichen Erwerb, die Auseinandersetzung mit historischen Vorurteilen und die Analyse von Elternmeinungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, gesellschaftliche Vorbehalte gegen eine mehrsprachige Erziehung wissenschaftlich zu prüfen und mit der subjektiven Lebensrealität gemischtsprachiger Familien abzugleichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt qualitative Forschung, konkret wurden Leitfadeninterviews mit sechs gemischtsprachigen Familien geführt und mittels inhaltlich strukturierender Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in einen theoretischen Teil (Begriffe, Voraussetzungen, Überforderung, Chancen) und einen empirischen Teil (Erhebung, Auswertung, Ergebnisdarstellung der Interviews).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Mehrsprachigkeit, Spracherwerb, kognitive Entwicklung, Sprachinput, Sprachmischung, Code-Switching und elterliche Erziehungsmethoden.

Welche Rolle spielt die Trennung der Sprachen in der Familie?

Das Kapitel 6.3 zeigt, dass Sprachtrennung (z. B. durch das Prinzip "Eine Person – eine Sprache") dem Kind Struktur bietet, aber im Alltag oft durch soziale Dynamiken und Zeitmangel erschwert wird.

Wie bewerten die Eltern ihre Erfahrungen?

Die Mehrheit der befragten Eltern empfindet Mehrsprachigkeit als Bereicherung und nicht als Überforderung für das Kind, wenngleich sie den Alltag und die Sprachtrennung teilweise als herausfordernd für sich selbst beschreiben.

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Résumé des informations

Titre
Mehrsprachiges Aufwachsen in der Familie. Überforderung oder Chance für die Zukunft?
Université
University of Koblenz-Landau
Cours
Pädagogik der frühen Kindheit
Note
2,0
Auteur
Lara Temper (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
113
N° de catalogue
V308044
ISBN (ebook)
9783668065031
ISBN (Livre)
9783668065048
Langue
allemand
mots-clé
mehrsprachiges aufwachsen familie überforderung chance zukunft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Lara Temper (Auteur), 2015, Mehrsprachiges Aufwachsen in der Familie. Überforderung oder Chance für die Zukunft?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308044
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