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Eine Analyse von Niklas Luhmanns Text "Die Knappheit der Zeit und die Vordringlichkeit des Befristeten"

Titre: Eine Analyse von Niklas Luhmanns Text "Die Knappheit der Zeit und die Vordringlichkeit des Befristeten"

Dossier / Travail , 2015 , 19 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Jessica Kühn (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Moderne
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Zeit verrinnt wie Sand im Stundenglas. Vom Arbeitsplatz zur Kindergrippe, abends zum Sport und nebenbei den Haushalt machen – ein täglicher Kampf gegen die Zeit. Man hetzt durch den Tag und hat kaum Zeit zu entspannen. Kaum einer hat heute das Privileg Zeit zu haben.
Zeitmangel ist ein Phänomen, das die heutige Gesellschaft maßgeblich mitzubestimmen scheint. Dabei ist „Zeit an sich [.] nicht knapp“, so Luhmann (1968, S.13). Wie kommt es also zu diesem Phänomen der Zeitknappheit und wie kann man diesem problemlösend begegnen? Dieser Problematik widmet sich Luhmann in seinem 1968 erschienenen Aufsatz „Die Knappheit der Zeit und die Vordringlichkeit des Befristeten“ in der Fach-zeitschrift „Die Verwaltung“.
Dessen Verständnis und Analyse ist Gegenstand der nachfolgenden Arbeit, wobei zunächst auf den strukturellen Aufbau des vorliegenden Textes und anschließend auf inhaltliche Schwerpunkte eingegangen wird. Anschließend folgt ein Leserkommentar zu Luhmanns Argumentations- und Schreibstil und das Fazit zur Analyse des zugrunde liegenden Textes.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Struktureller Aufbau Luhmanns Aufsatz

III. Inhaltlicher Aufbau und dessen Analyse

1. Ausgangspunkt Luhmanns Betrachtungen zur Zeitproblematik

2. Luhmanns Verständnis vom Sozialem: die drei Dimensionen

2.1 Soziales: Sach-, Zeit- und Sozialordnung

2.2 Mehrdimensionale Problematik in einer komplexen Welt

2.3 Rationaler Umgang mit Komplexität

3. Termine und Fristsachen

3.1 Problematik der Terminierung

3.2 Priorität von Fristsachen – Selektive Effekte des Zeitdrucks

4. Systemstrukturelle Bedingungen des Zeitdrucks

4.1 Zeitknappheit durch funktionale Differenzierung

4.2 Zeitsparende Faktoren

5. Konsequenzen

6. Hilfsinstitutionen und Gegenstrategien

IV. Kommentar zu Luhmanns Argumentationsstil

V. Fazit und Bemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit analysiert Niklas Luhmanns Aufsatz „Die Knappheit der Zeit und die Vordringlichkeit des Befristeten“ aus dem Jahr 1968. Ziel ist es, Luhmanns systemtheoretische Untersuchung zur Entstehung von Zeitknappheit in modernen, funktional differenzierten Gesellschaften strukturell und inhaltlich aufzuarbeiten, um die Mechanismen von Zeitdruck, Terminierung und Werteverschiebung verständlich darzulegen.

  • Systemtheoretische Grundlagen der sozialen Zeitdimension
  • Strukturbedingte Entstehung von Zeitknappheit durch funktionale Differenzierung
  • Auswirkungen von Zeitdruck auf Entscheidungsprozesse und Werteordnungen
  • Institutionalisierung von Terminen und Fristen
  • Strategien zur Bewältigung von Zeitnot im modernen Alltag

Auszug aus dem Buch

3.2 Priorität von Fristsachen – Selektive Effekte des Zeitdrucks

Diese Wertverschiebung hin zu befristeten Terminen ist heutzutage kaum wegzudenken. Schon zu Beginn des Aufsatzes belegt Luhmann diese Beobachtung an-hand von Empirie: auf den meisten Bürotischen liegen Mappen, auf denen „Eilt“ oder „Eilt sehr“ steht. Man priorisiert die eigenen Aufgaben auf einer To-Do-Liste und erledigt natürlich erst die Dinge, die im oberen Drittel der Rangliste stehen. In einer weniger komplexen Welt, so Luhmann (1968), habe solch eine „bevorzugte Aufmerksamkeit für Fristsachen […] eine harmlose, folgenlose Lösung“ (S. 10). In dieser Welt spielt Befristetes jedoch eine folgenreiche Rolle in der Alltagsgestaltung.

Die beobachtbare Vordringlichkeit des Befristeten hat diverse selektive Effekte:

1. Präferenzverschiebung zu Gunsten des Befristeten

Aufgrund der Wertverschiebung hin zu priorisierten Terminen „verkürzt sich die Zeit, die für nicht gebundenes Handeln noch frei ist“ (Luhmann, 1968, S. 11). Auch hierfür bedarf es keinerlei höchst wissenschaftlicher Analysen – auch dieses Phänomen kann empirisch beobachtet werden, so Luhmann. Deshalb führt er beispielsweise die individuellen Forschungsvorhaben an den Universitäten an, die, ebenso wie private weniger dringliche To-Dos, ständig zurückgestellt werden und sogar gefährdet sind, ganz zu verschwinden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Einleitung führt in das Phänomen des allgegenwärtigen Zeitmangels ein und stellt Luhmanns Aufsatz als zentrale theoretische Grundlage für die Analyse der gesellschaftlichen Zeitproblematik vor.

II. Struktureller Aufbau Luhmanns Aufsatz: Dieses Kapitel erläutert die Gliederung von Luhmanns Originaltext und die wissenschaftliche Herangehensweise des Autors bei der Untersuchung von Zeitknappheit.

III. Inhaltlicher Aufbau und dessen Analyse: Dieser Hauptteil dekonstruiert Luhmanns systemtheoretisches Verständnis von Zeit und Soziales, beleuchtet die Rolle von Terminen und analysiert die systemstrukturellen Bedingungen des Zeitdrucks.

IV. Kommentar zu Luhmanns Argumentationsstil: Hier erfolgt eine kritische Reflexion des Lesestils sowie der Argumentationslogik von Luhmann, wobei die empirische Verankerung seiner Theorie gelobt wird.

V. Fazit und Bemerkungen: Das Kapitel fasst zusammen, dass Zeitknappheit ein unvermeidbares, strukturelles Phänomen moderner Gesellschaften ist, das Luhmann trotz fehlender expliziter Zusammenfassung schlüssig ergründet.

Schlüsselwörter

Systemtheorie, Zeitknappheit, Zeitdruck, Termine, Fristsachen, funktionale Differenzierung, Sozialdimension, Zeitstruktur, Werteverschiebung, Luhmann, Komplexität, Entscheidungsfindung, Institutionen, Tempoideologien, Zeitmanagement.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert Niklas Luhmanns soziologische Abhandlung zur Zeitproblematik in der modernen Gesellschaft und erläutert, wie Zeitknappheit entsteht und welche Folgen sie für das soziale Handeln hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind das systemtheoretische Verständnis von Zeit, die institutionelle Terminierung, der Einfluss von Zeitdruck auf soziale Prioritäten und Strategien zur Komplexitätsbewältigung.

Welches Ziel verfolgt die Analyse?

Das primäre Ziel ist es, Luhmanns komplexe Ausführungen verständlich aufzuarbeiten, um aufzuzeigen, warum Zeit in funktional differenzierten Gesellschaften zu einem knappen Gut wird.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine strukturelle Textanalyse und eine interpretative Auseinandersetzung mit der systemtheoretischen Fachliteratur von Niklas Luhmann.

Was wird im Hauptteil detailliert behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit den Dimensionen des Sozialen, der Entstehung von Terminen und Fristen, den strukturellen Bedingungen von Zeitknappheit sowie den psychologischen und sozialen Konsequenzen dieser Entwicklungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit lässt sich primär über Begriffe wie Systemtheorie, Zeitknappheit, funktionale Differenzierung, soziale Komplexität und Terminierung definieren.

Inwiefern beeinflusst Zeitnot unsere Werteordnungen?

Luhmann argumentiert, dass Zeitdruck zu einer opportunistischen Verschiebung von Werten führt, bei der dringende (befristete) Angelegenheiten wichtiger werden als langfristig bedeutsame, aber ungebundene Themen.

Was sind laut der Arbeit "Hilfsinstitutionen"?

Dies sind gesellschaftliche Mechanismen wie Statusdifferenzierung oder bürokratische Taktiken, die helfen, den durch Zeitdruck entstehenden Belastungen im sozialen Alltag zu begegnen.

Warum wird Luhmanns Schreibstil oft als schwierig empfunden?

Die Arbeit thematisiert, dass Luhmanns systemtheoretische Sprache komplex ist, jedoch durch seine empirischen Alltagsbeispiele inhaltlich zugänglich wird.

Welche Rolle spielt die „Vordringlichkeit des Befristeten“?

Sie beschreibt den institutionellen Mechanismus, bei dem Aufgaben nicht nach ihrer inhaltlichen Wichtigkeit, sondern nach ihrer zeitlichen Befristung priorisiert werden, was zu einer systemischen Verzerrung der Wahrnehmung führt.

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Titre
Eine Analyse von Niklas Luhmanns Text "Die Knappheit der Zeit und die Vordringlichkeit des Befristeten"
Université
LMU Munich  (Institut für Soziologie)
Cours
Eigengesetzlichkeiten. Eine Einführung in die Systemtheorie.
Note
1,0
Auteur
Jessica Kühn (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
19
N° de catalogue
V308410
ISBN (ebook)
9783668065376
ISBN (Livre)
9783668065383
Langue
allemand
mots-clé
Systemtheorie Niklas Luhmann Luhmann Eigengesetzlichkeiten Knappheit der Zeit Vordringlichkeit des Befristeten Zeitknappheit Zeitdruck
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Jessica Kühn (Auteur), 2015, Eine Analyse von Niklas Luhmanns Text "Die Knappheit der Zeit und die Vordringlichkeit des Befristeten", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308410
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Extrait de  19  pages
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