Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Economy - Environment economics

Die Erfolgsaussichten des Emissionshandels als Teil des grünen Kapitalismus

Title: Die Erfolgsaussichten des Emissionshandels als Teil des grünen Kapitalismus

Term Paper , 2015 , 23 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Luca Hirth (Author), Lucas Hohr (Author), Dennis Weis (Author)

Economy - Environment economics
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Die vorliegende Arbeit beschäftigt sich mit dem Thema Green Economy als einer unter dem Deckmantel der Nachhaltigkeit fungierenden Form des Kapitalismus. Der erste Teil beschäftigt sich mit der Beschreibung und Hinterfragung des zyklischen Ablaufs von Kapitalismus. In diesem Zuge wird der Versuch überprüft, einen ökologischen Kapitalismus zu verfolgen und die Erfolgsaussichten bewertet. Dabei wird das System Green Economy beschrieben und in Hinblick auf den von David Harvey beschriebenen krisenhaften Kapitalismus untersucht.
Im zweiten Teil wird in diesem Zusammenhang der Emissionshandel beleuchtet, der Teil des Green Economy-Konzept ist.

Ausführlich werden die Grundlagen, Phasen und Entwicklungen dargestellt und Zukunftsaussichten beleuchtet.
Schlussendlich werden im dritten und letzten Teil in diesem Zusammenhang noch einmal die Probleme, Chancen und Risiken des Emissionshandels in Verbindung zu Green Economy beleuchtet. In diesem Zusammenhang werden auch Verknüpfungen zur These des Negativguts von Karen Bakker hergestellt und einer kritischen Betrachtung unterzogen. Im Fazit wird zum Abschluss der Arbeit abschließend noch ein vorsichtiger Blick auf das Zukunftspotenzial des aktuellen Modells des Emissionshandels geworfen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 - Einleitung

2 - Green Economy im modernen Kapitalismus

2.1 - Die Flexibilität des Kapitalismus

2.2 - Das Konzept Green Economy

2.3 - Die Krisenhaftigkeit des Kapitalismus

2.4 - Analyse von Green Economy

3 - Das Modell des Emissionshandels

3.1 - Allgemeine Grundlagen

3.2 - Der EU-Emissionshandel

3.3 - Die drei Phasen des Europäischen Emissionshandelsregisters

4. - Möglichkeiten und Probleme des Systems in kritischer Reflexion

4.1 - Ein Ausblick auf das globale Gesamtproblem

4.2 - Das ökonomisch-ökologische Damoklesschwert

4.3 - Wachstum versus Umweltschutz?

5. - Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der "Green Economy" und dessen Einbettung in das kapitalistische System, mit einem spezifischen Fokus auf den Emissionshandel als zentrales Instrument. Dabei wird analysiert, ob eine ökologische Transformation innerhalb der bestehenden kapitalistischen Strukturen möglich ist oder ob ökonomische Wachstumslogiken und ökologische Nachhaltigkeit in einem unauflösbaren Widerspruch zueinander stehen.

  • Kritische Analyse des Green Economy-Konzepts im Kontext des Kapitalismus
  • Untersuchung der Funktionsweise und der Phasen des EU-Emissionshandels
  • Reflexion der sozialen und ökologischen Probleme des Emissionsrechtehandels
  • Auseinandersetzung mit der These der Unvereinbarkeit von unbegrenztem Wachstum und Klimaschutz
  • Bewertung der Rolle von Akteuren wie der G20 und transnationalen Konzernen

Auszug aus dem Buch

2.1 - Die Flexibilität des Kapitalismus

Oft wird davon gesprochen, der Erfolg und die Stärke des Systems Kapitalismus zeichnet sich durch seine (exklusive) Fähigkeit aus, sich immer flexibel an große Veränderungen anzupassen. Seien es technologische Innovationen/Revolutionen (z.B. Digitalisierung), veränderte Rechtslagen (auch z.B. Subventionen), Veränderungen im Handel (z.B. Freihandelszonen) oder sogar die („totale“) Umstellung der Produktion auf Krieg oder eben Wiederaufbau. Die Ausrichtung des Marktes, basierend auf den vielen Einzelentscheidungen von Produzenten und Konsumenten, funktioniert wie eine Maschine und läuft auch ohne politische Steuerung weiter (bliebe die Frage der Richtung). Auch dies dürfte ein Grund für die aktuell international dominierende politische Maxime - Neoliberalismus - sein. In einer sich immer schneller verändernden Welt besteht wohl der Glaube, nur der neoliberalisierte Kapitalismus, wie er gerade existiert, könne durch seine Flexibilität dem Tempo folgen. Zum einen ein argumentativ logischer Fehlschluss, da der (losgelöste) Kapitalismus immer mehr auf die Veränderungen, die er selbst geschaffen hat, reagieren muss. Zum anderen gibt es Meinungen dazu, dass die derzeitige Form des Kapitalismus (Sharehoulder Value) alles andere als diversifiziert sei: „Ein strikter und kruder Neoliberalismus zerstört also gerade die eigentliche Stärke des Kapitalismus, dessen innere Diversität. Denn falls eine bestimmte Form kapitalistischer Produktion in Schwierigkeiten gerät, mag eine andere resistenter sein“ (Crouch 2014). Somit beraubt sich der Kapitalismus der Möglichkeit des flexibel seins weitestgehend.

Zusammenfassung der Kapitel

1 - Einleitung: Die Einleitung umreißt die kritische Auseinandersetzung mit der Green Economy als Form des Kapitalismus und legt den Aufbau der Untersuchung sowie die zentrale Fragestellung zur Krisenhaftigkeit dar.

2 - Green Economy im modernen Kapitalismus: Dieses Kapitel beschreibt die Flexibilität des Kapitalismus sowie das Konzept der Green Economy und analysiert die inhärenten Widersprüche zwischen ökologischer Zielsetzung und neoliberaler Wachstumslogik.

3 - Das Modell des Emissionshandels: Hier werden die theoretischen Grundlagen und die praktische Umsetzung des Emissionshandels in der EU erläutert, wobei insbesondere auf die drei Phasen und das "Cap & Trade"-Prinzip eingegangen wird.

4. - Möglichkeiten und Probleme des Systems in kritischer Reflexion: Dieses Kapitel reflektiert kritisch die globalen Auswirkungen, die Spekulationsrisiken des Emissionshandels sowie das fundamentale Spannungsfeld zwischen ökonomischem Wachstum und notwendigem Umweltschutz.

5. - Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsaussichten des Emissionshandelssystems im Kontext internationaler politischer Entwicklungen kritisch.

Schlüsselwörter

Green Economy, Kapitalismus, Neoliberalismus, Emissionshandel, Klimaschutz, EU-Emissionshandel, Nachhaltigkeit, Wirtschaftswachstum, David Harvey, Kyoto-Protokoll, Überakkumulation, Spekulationshandel, Emissionszertifikate, Umweltpolitik, Krisenhaftigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Green Economy als ein Modell, das versucht, Nachhaltigkeit innerhalb der bestehenden kapitalistischen Wirtschaftsweise zu etablieren, und hinterfragt dabei die Wirksamkeit dieses Ansatzes.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Kritik am neoliberalen Kapitalismus, die Funktionsweise des EU-Emissionshandels sowie das Spannungsverhältnis zwischen Wirtschaftswachstum und ökologischen Notwendigkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, zu bewerten, ob das aktuelle Modell der Green Economy und insbesondere der Emissionshandel geeignet sind, die ökologische Katastrophe abzuwenden, ohne das kapitalistische Wachstumssystem grundlegend zu gefährden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine theoretische und kritische Analyse, wobei sie sich auf geographische und politökonomische Perspektiven (insbesondere David Harvey) stützt, um das Verhältnis von Umwelt und Kapital zu beleuchten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung des Kapitalismus und der Green Economy sowie eine detaillierte technische und kritische Untersuchung des Emissionsrechtehandels als Instrument der Klimapolitik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Green Economy, Kapitalakkumulation, Emissionszertifikate, Klimapolitik, Neoliberalismus und das Spannungsfeld zwischen Umweltschutz und Wachstum.

Inwiefern beeinflusst die Finanzkrise den Erfolg des Emissionshandels?

Die Finanzkrise führte durch rückläufige Produktion zu einer Überallokation von Zertifikaten und einem massiven Preisverfall, was den Anreiz für Unternehmen minderte, in emissionsarme Technologien zu investieren.

Warum wird das Konzept der "Grandfathering Methode" kritisiert?

Die Methode wird kritisiert, da sie Zuteilungen auf Basis historischer Emissionen vornimmt, was zu Wettbewerbsverzerrungen und einem Überangebot an Zertifikaten führen kann, anstatt Anreize für echte Innovationen zu setzen.

Excerpt out of 23 pages  - scroll top

Details

Title
Die Erfolgsaussichten des Emissionshandels als Teil des grünen Kapitalismus
College
University of Frankfurt (Main)  (Institut für Humangeographie)
Course
Vertiefung Humangeographie - Ökonomie und Politik umkämpfter Ressourcen
Grade
1,3
Authors
Luca Hirth (Author), Lucas Hohr (Author), Dennis Weis (Author)
Publication Year
2015
Pages
23
Catalog Number
V308521
ISBN (eBook)
9783668066700
ISBN (Book)
9783668066717
Language
German
Tags
erfolgsaussichten emissionshandels teil kapitalismus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Luca Hirth (Author), Lucas Hohr (Author), Dennis Weis (Author), 2015, Die Erfolgsaussichten des Emissionshandels als Teil des grünen Kapitalismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308521
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  23  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint