Erstellung von gesundheitlichen Interventionsmaßnahmen im Metallgewerbe


Ausarbeitung, 2015

25 Seiten, Note: 1,2


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Analyse der Ausgangssituation
1.1 Rahmenbedingungen
1.2 Personengruppen
1.3 Analyse gesundheitsbezogener Daten
1.4 Ableitung von Interventionsbereichen

2 Problemstellung, Zielsetzung, Zielgruppe

3 Fragebogenentwicklung

4 Datenauswertung und Ergebnisdarstellung

5 Literaturverzeichnis

6 Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
6.1 Tabellenverzeichnis
6.2 Abbildungsverzeichnis

1 Analyse der Ausgangssituation

1.1 Rahmenbedingungen

Tab.1: Rahmenbedingungen der Firma Metall GmbH & Co.KG

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Der Betrieb Metall GmbH & Co.KG ist ein Unternehmen aus dem Metall verarbeitendem Gewerbe an dem Standort Koblenz. Es besteht aus insgesamt 290 Mitarbeitern, die sich wie folgt aufteilen: Drei Mitarbeiter bilden die Führungsebene und 15 weitere sind in Verwaltung tätig. Demgegenüber stehen 260 Facharbeiter, acht Personen die für die Reinigung zuständig sind und vier Lieferanten.

Das Unternehmen hat verschiedene Arbeitszeiten für die jeweiligen Mitarbeiter. Der Arbeitstag für die Führungsebene, sowie die Verwaltungsmitarbeiter beginnt von Montag bis Freitag um 08:00 Uhr und endet um 17:00 Uhr, dabei gibt es eine 60 minütige Mittagspause um 12:00 Uhr.

Die Arbeitszeiten für Facharbeiter sind unterteilt in zwei Schichten und erstrecken sich über die volle Woche (Montag bis Sonntag). Die Frühschicht beginnt um 06:00 Uhr und endet um 15:00 Uhr. Zwei 30 minütige Pausen finden einmal um 09:00 Uhr und um 13:00 Uhr statt. Um 14:30 Uhr beginnt die Spätschicht. Es kommt zur Übergabe zwischen Früh- und Spätschicht. Die Spätschicht endet um 23:30 Uhr. Auch hier sind wieder zwei 30 minütige Pausen einzuhalten. Die erste Pause ist um 17:30 Uhr und die zweite Pause findet um 21:30 Uhr statt.

Ab 00:00 Uhr beginnt das Reinigungspersonal die Firma zu säubern. Ihre Arbeitszeit endet um 05:30 Uhr, sodass 30 Minuten später die Facharbeiter wieder mit der Frühschicht beginnen können.

Die Arbeitszeiten der Lieferanten sind wie bei den Fachkräften. Allerdings sind die Arbeitstage beschränkt von Montag bis Freitag, da Wochenends LKWs nur in Ausnahmefällen unterwegs sein dürfen. Die Frühschicht beginnt um 06:00 Uhr und endet um 15:00 Uhr. Zwei 30 minütige Pausen sind einmal um 09:00 Uhr und um 13:00 Uhr. Um 14:30 Uhr kommt es zur Übergabe zwischen Früh- und Spätschicht. Die Spätschicht endet um 23:30 Uhr. Die erste Pause ist um 17:30 Uhr und die zweite Pause findet um 21:30 Uhr statt.

Der Krankenstand im Unternehmen liegt bei 22,5 Arbeitsunfähigkeitstagen. Damit liegt das Unternehmen über dem Branchendurchschnitt von 20,5 AU-Tage (Techniker Krankenkasse, 2013).

1.2 Personengruppen

Tab.2: Personengruppen der Firma Metall GmbH & Co.KG

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Die Führungsebene setzt sich aus zwei Männern und einer Frau zusammen. Sie sind alle drei im Alter zwischen 30 und 50 Jahren. Ihre Tätigkeit findet zu 85 % im sitzen statt. 10 % ihrer Tätigkeiten gehen sie stehend nach und 5 % der Zeit sitzen die Führungskräfte im Auto um zu diversen Kunden zu fahren. Ihre Tätigkeiten liegen hauptsächlich im Managementbereich. Die Budgetplanung und Kostenerstellung, sowie das Qualitätsmanagement und das Führen von Mitarbeitergesprächen zählen zu ihren Aufgaben. Hinzu kommen noch die Neukundenakquise mit der Angebotserstellung und stetige Vernetzungen und Kommunikation mit den alten und neuen Kunden.

Die Verwaltung besteht aus insgesamt 15 Mitarbeitern. Davon sind zwei Mitarbeiter zwischen 18 und 29 Jahre. Die restlichen Personen sind im Alter von 30 bis 50 Jahren. Die zwei männlichen und 13 weiblichen Mitarbeiter sitzen 95 % ihrer Arbeitszeit. Dementsprechend stehen sie restlichen 5 %. Zu ihren Aufgaben gehören die Buchhaltung, sowie Lohnzahlungen/-buchungen. Dazu kommen noch Rechnungserstellung und die Kontrolle des Wareneingangs und -ausgangs.

260 Mitarbeiter entfallen auf die Fachkräfte. Dabei stehen zehn Frauen 250 Männern gegenüber. Es gibt 90 18 bis 29-jährige Mitarbeiter. 30 Mitarbeiter zählen zu den über 50-jährigen. Die restlichen 140 Fachkräfte sind zwischen 30 und 50 Jahren. Hauptsächlich verbringen sie ihre Arbeitszeit im stehen (75 %). Weitere 25 % müssen sie kniend verbringen indem sie das Material aufheben bzw. umlagern müssen. Ihre Aufgabe ist es das Metall weiter zu verarbeiten.

Das Reinigungspersonal setzt sich aus zwei Männern und 6 Frauen zusammen. Sie sind alle zwischen 30 und 50 Jahren. 80 % ihrer Arbeitszeit verbringen sie stehend, 20 % kniend um in alle Ecken zu reinigen. Zu ihrer Tätigkeit zählen die Reinigung der sanitären Räumlichkeiten, Büroräume und der Verarbeitungsstätte.

Vier männliche Lieferanten im Alter zwischen 30 und 50 Jahren gehören zusätzlich zum Unternehmen. Ihre Haupttätigkeit ist der Transport von Gütern zu Kunden (80 %). Die restliche Zeit verbringen sie damit die Güter zu verladen (20 %).

1.3 Analyse gesundheitsbezogener Daten

Im Rahmen des Gesundheitsreports des Dachverbandes der Betriebskrankenkasse BKK (2014) wurde unter den Mitgliedern festgestellt, welche Berufsbranchen und -gruppen am häufigsten von Arbeitsunfähigkeit betroffen sind. Darüber hinaus wurde aufgezeigt, welche Erkrankungen am häufigsten diagnostiziert wurden.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbb. 1: AU-Tage der beschäftigten Mitglieder nach ausgewählten Diagnosehauptgruppen (Knieps & Pfaff, 2014, S. 258)

Abbildung 1 zeigt auf, in welcher Branche innerhalb des verarbeitenden Gewerbes die meisten Arbeitsunfähigkeitstage (AU-Tage) vorliegen. Es wird deutlich, dass mit Abstand die meisten Arbeitsunfähigkeitstage auf die Metallerzeugung- und Metallbearbeitungsbranche zurückfallen. Insgesamt sind es 1.974 AU-Tage. Die Hauptursachen fallen auf Muskel-Skelett-Erkrankungen, Erkrankungen am Atmungssystem und Verletzung oder Vergiftungen zurück.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 2: Hauptursachen für AU-Tage bei allen BKK-Mitgliedern im Jahr 2013 (Knieps et al., 2014, S. 41)

Abbildung 2 verdeutlicht in diesem Zusammenhang die Gesamtfehlzeiten der wichtigsten Erkrankungen innerhalb aller BKK-Versicherten. Zu beachten ist, dass diese Abbildung branchenübergreifend ist.

Es ist klar zu erkennen, dass über ein Viertel aller Arbeitsunfähigkeiten auf Erkrankungen des Muskel-Skelettsystems zurückzuführen sind (25,2 %). Danach folgen Erkrankungen an den Atemwegssystemen (16,2 %) und Verletzungen oder Vergiftungen (11,4 %). Auch hier ist zu beachten, dass branchenübergreifend die psychischen Störungen 14,7 % aller AU-Tage ausmachen. Allerdings ist aus Abbildung 1 erkennbar, dass Verletzungen und Vergiftungen deutlich häufiger auftreten, als psychische Störungen.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 3: Häufigkeiten der Haupterkrankungen in Bezug auf das zunehmende Alter aller Pflichtversicherten der BKK im Jahr 2013 (Knieps et al., 2014, S. 188)

Die AU-Tage vervielfachen sich mit zunehmendem Alter vor allem im Bereich der Muskel-Skelett-Erkrankungen. Sind in der Altersgruppe der unter 20-jährigen 100 Fehltage je 100 Pflichtmitglieder der BKK zu verzeichnen, so verzehnfacht sich diese Summe mit zunehmendem Alter bis zu den 60 bis 64-jährigen. Aus der Abbildung geht zudem noch hervor, dass die Erkrankungen an den Atemwegsorganen, sowie die Verletzungen und Vergiftungen weitestgehend stagnieren.

Neben dem Report der BKK, stellte der Gesundheitsreport von der Techniker Krankenkasse (TK) 2013 weitere Daten fest. Im Gewerbe der Metallerzeugung und -verarbeitung sind die männlichen Arbeitnehmer durchschnittlich 20,5 Tage arbeitsunfähig (Abb.4). Bei den Frauen sind es 22,7 AU-Tage (Abb.5). Hinzu kommen 198 Arbeitsunfälle bei den Männern und 99 Unfälle bei den Frauen (Abb.6).

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbb. 4: Arbeitsunfähigkeit nach Berufsfeldern (Männer) der Pflichtversicherten der TK im Jahr 2012 (Techniker Krankenkasse, 2013, S. 100)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbb. 5: Arbeitsunfähigkeit nach Berufsfeldern (Frauen) der Pflichtversicherten der TK im Jahr 2012 (Techniker Krankenkasse, 2013, S. 101)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthaltenAbb. 6: Arbeitsunfähigkeitstage wegen Arbeitsunfällen nach Berufsfeldern der Pflichtversicherten der TK im Jahr 2012 (Techniker Krankenkasse, 2013, S. 107)

[...]

Ende der Leseprobe aus 25 Seiten

Details

Titel
Erstellung von gesundheitlichen Interventionsmaßnahmen im Metallgewerbe
Hochschule
Deutsche Hochschule für Prävention und Gesundheitsmanagement GmbH  (Saarbrücken)
Note
1,2
Autor
Jahr
2015
Seiten
25
Katalognummer
V308527
ISBN (eBook)
9783668071469
ISBN (Buch)
9783668071476
Dateigröße
1185 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
erstellung, interventionsmaßnahmen, metallgewerbe
Arbeit zitieren
Niclas Görres (Autor:in), 2015, Erstellung von gesundheitlichen Interventionsmaßnahmen im Metallgewerbe, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308527

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