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Inklusion als Herausforderung für die Schulleitung

Eine empirische Analyse

Title: Inklusion als Herausforderung für die Schulleitung

Bachelor Thesis , 2015 , 88 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Anne-Christine Hübner (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Seit der Unterzeichnung der Behindertenrechtskonvention im Jahre 2009 ist Inklusion aus unserer Gesellschaft nicht mehr wegzudenken. In dieser Arbeit soll speziell die Inklusion als Herausforderung für die Grundschulleitung analysiert werden.

Dies impliziert eine Auseinandersetzung mit der Umsetzung von Inklusion auf Mesoebene sowie Mikroebene. Das Ziel dieser Arbeit besteht darin, die strukturellen Voraussetzungen zu untersuchen, die für die Implementierung von Inklusion nötig sind, als auch die inklusive Unterrichtspraxis zu analysieren. Anschließend sollen im Interview mit Grundschulleitern die Schwierigkeiten bei der Umsetzung erfasst werden. Durch vier qualitative Experteninterviews an Grundschulen wird dieses Problem anhand von Erfahrungen aus der Praxis aufgezeigt und auf einer theoretischen Ebene betrachtet.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

1.1 Forschungsstand

1.2 Forschungsbedarf

2 Begriffliche Bestimmungen

3 Geschichtlicher Hintergrund

4 Herausforderungen für das Gelingen von Inklusion auf Meso- und Mikroebene

4.1 Die Mesoebene

4.1.1 Die strukturellen Herausforderungen

4.1.2 Die finanziellen Herausforderungen

4.2 Die Mikroebene

4.2.1 Inklusiver Unterricht

4.2.2 Mögliche Ansätze zur Verwirklichung eines inklusiven Unterrichts

5 Methode

5.1 Die Rekrutierung der Stichprobe

5.2 Die Beschreibung der Stichprobe

5.2.1 Die gesetzlichen Regelungen in Baden-Württemberg

5.2.2 Die gesetzlichen Regelungen in Hessen

5.2.3 Die gesetzlichen Regelungen in Thüringen

5.3 Das Konzept des Leitfadens

5.4 Die Qualitative Inhaltsanalyse

5.5 Das Kategoriensystem

6 Die Interpretation

7 Die Schlussfolgerung

8 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert Inklusion als Herausforderung für die Grundschulleitung, wobei der Fokus auf der Umsetzung der strukturellen Voraussetzungen und der inklusiven Unterrichtspraxis auf Meso- und Mikroebene liegt. Durch qualitative Experteninterviews an vier Grundschulen in verschiedenen Bundesländern werden auftretende Schwierigkeiten identifiziert und theoretisch reflektiert.

  • Analyse der strukturellen und finanziellen Herausforderungen bei der Implementierung von Inklusion.
  • Untersuchung der inklusiven Unterrichtspraxis und didaktischer Konzepte.
  • Vergleich der gesetzlichen Rahmenbedingungen und deren Auswirkungen auf die Schulpraxis in verschiedenen Bundesländern.
  • Identifikation der Rolle der Schulleitung und der Notwendigkeit multiprofessioneller Teamarbeit.
  • Betrachtung von Gelingensfaktoren und Barrieren für eine inklusive Schulentwicklung.

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Die strukturellen Herausforderungen

Im Artikel 24 der UN-BRK wurde keine Aussage zur Struktur eines inklusiven Bildungssystem gemacht (vgl. UN-Behindertenrechtskonvention 2009). Jedoch ist eine allgemeingültige Struktur schwierig zu definieren, aufgrund der vielfältigen Bildungssysteme weltweit (vgl. Lelgemann 2014, S.120).

Eine bedeutende Komponente bei den strukturellen Bedingungen der Inklusion, ist die Frage der Lehrkräfte. In die Lehrerausbildung müssen differenzierende Methoden zur Unterrichtsgestaltung in die Ausbildung integriert werden, als auch Kompetenzen zum Umgang mit Schülern, die einen Förderbedarf haben. Um allen Lernenden einen qualifizierten Unterricht anbieten zu können, bedarf es einer durchgängigen Doppelbesetzung. Denn nur so kann auf die Schüler mit sonderpädagogischem Förderbedarf individuell eingegangen werden und ein differenzierter Unterricht stattfinden. Zudem sind noch weitere pädagogische Fachkräfte wie z.B. Schulbegleiter oder Pflegekräfte, die speziell einzelne SchülerInnen im Unterricht unterstützen erforderlich (vgl. ebd. S.121).

Eine weitere strukturelle Herausforderung besteht darin, das Erfahrungswissen und das theoretische Wissen über den Umgang mit verschiedenen Beeinträchtigungen von den Förderschulen in allgemeinbildende Schulen zu transferieren. Sowie auch die Kenntnisse über die schulischen Lernprozesse, die weitgehend in den Förderschulen aufgebaut wurden, an Regelschulen weiterzugeben, um eine inklusiven Unterricht zu führen. „Organisatorisch bedeutet dies, den Abbau der Kapazitäten in Förderschulen zugunsten des Aufbaus einer hochwertigen inklusiven Qualität in allgemeinbildenden Schulen.“ (Kochanek 2014, S.78) Durch die Kooperation von sonderpädagogischen Fachkräften und Regelschullehrern kann diese Herausforderung in Angriff genommen werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit beleuchtet die bildungspolitische Relevanz von Inklusion und definiert das Ziel, Inklusion als Herausforderung für Grundschulleitungen zu analysieren.

2 Begriffliche Bestimmungen: Es werden die Entwicklungsphasen von der Exklusion zur Inklusion graphisch dargestellt und die zentralen Begriffe Integration und Inklusion voneinander abgegrenzt.

3 Geschichtlicher Hintergrund: Dieser Abschnitt erläutert die Entwicklung der Rechte für Menschen mit Behinderung von der UN-Menschenrechtserklärung 1948 bis hin zur UN-Behindertenrechtskonvention von 2009.

4 Herausforderungen für das Gelingen von Inklusion auf Meso- und Mikroebene: Das Kapitel analysiert strukturelle sowie finanzielle Bedingungen auf Mesoebene und die Anforderungen an eine inklusive Didaktik auf Mikroebene.

5 Methode: Die empirische Grundlage bildet ein qualitatives Forschungsdesign, bestehend aus Leitfadeninterviews mit Grundschulleitern, die mittels Inhaltsanalyse ausgewertet werden.

6 Die Interpretation: Hier werden die Ergebnisse der Experteninterviews bewertet und mit theoretischen Ansätzen zur inklusiven Schulpraxis in Verbindung gesetzt.

7 Die Schlussfolgerung: Die Analyse der Daten zeigt, dass Schwierigkeiten bei der Umsetzung primär auf Mesoebene auftreten, während die Praxis auf Mikroebene bei entsprechender Personalausstattung gelingt.

8 Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die theoretischen Voraussetzungen durch empirische Befunde gestützt werden und eine gesellschaftliche Wahrnehmungsänderung möglich ist.

Schlüsselwörter

Inklusion, Grundschule, Schulleitung, Inklusive Didaktik, Sonderpädagogik, Multiprofessionalität, Bildungsrecht, UN-Behindertenrechtskonvention, Schulentwicklung, Förderbedarf, Qualitative Inhaltsanalyse, Differenzierung, Lehrerausbildung, Schulsystem, Lernumgebung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Herausforderungen, die bei der Einführung von Inklusion in Grundschulen entstehen, speziell aus der Perspektive der Schulleitung.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die strukturelle und organisatorische Implementierung von Inklusion (Mesoebene) sowie die inklusive Unterrichtspraxis (Mikroebene).

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Schwierigkeiten bei der Umsetzung von Inklusion an Grundschulen zu erfassen und zu analysieren, welche strukturellen Voraussetzungen dafür notwendig sind.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Untersuchung verwendet?

Es wurde ein qualitatives Forschungsdesign gewählt, basierend auf halbstandardisierten Leitfadeninterviews mit Grundschulleitern, die anschließend durch eine qualitative Inhaltsanalyse ausgewertet wurden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen der Inklusion, die geschichtliche Entwicklung der Rechte von Menschen mit Behinderung sowie eine empirische Untersuchung der Umsetzungsprozesse in verschiedenen Bundesländern.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den wichtigsten Begriffen zählen Inklusion, Grundschule, Multiprofessionalität, Schulentwicklung, sonderpädagogischer Förderbedarf und Inklusive Didaktik.

Welche Rolle spielt die Schulleitung bei der Inklusion laut den Ergebnissen?

Die Schulleitung fungiert als zentraler Akteur, der die administrativen Rahmenbedingungen steuern und ein multiprofessionelles Team (Lehrer und Sonderpädagogen) für eine erfolgreiche Inklusion koordinieren muss.

Wie bewerten die befragten Schulleiter die Bedeutung von Differenzierungsräumen?

Differenzierungsräume werden als notwendige strukturelle Voraussetzung betrachtet, um in kleinen Gruppen arbeiten zu können, ohne dass dies als Ausgrenzung wahrgenommen wird.

Welchen Einfluss hat das "Zwei-Lehrer-Prinzip" auf den Unterricht?

Das Zwei-Lehrer-Prinzip wird als essenziell für einen gelingenden inklusiven Unterricht bewertet, da es die notwendige differenzierte Förderung von Kindern mit unterschiedlichen Bedürfnissen erst ermöglicht.

Was sind laut der Arbeit die Grenzen der Inklusion?

Die befragten Schulleiter sehen Grenzen bei schwerst mehrfachbehinderten Kindern, für die das inklusive System ohne eine entsprechende Integration von Förderschul-Einrichtungen (z.B. Pflege) an seine Kapazitätsgrenzen stößt.

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Details

Title
Inklusion als Herausforderung für die Schulleitung
Subtitle
Eine empirische Analyse
College
http://www.uni-jena.de/
Grade
1,3
Author
Anne-Christine Hübner (Author)
Publication Year
2015
Pages
88
Catalog Number
V308728
ISBN (eBook)
9783668074101
ISBN (Book)
9783668074118
Language
German
Tags
Inklusion Pädagogik Schulpädagogik Didaktik Schulforschung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anne-Christine Hübner (Author), 2015, Inklusion als Herausforderung für die Schulleitung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308728
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