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Vorratsdatenspeicherung. Zwischen einem Mehr an Sicherheit und dem totalen Überwachungsstaat

Titel: Vorratsdatenspeicherung. Zwischen einem Mehr an Sicherheit und dem totalen Überwachungsstaat

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 19 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Philipp Pelka (Autor:in)

Jura - Strafprozessrecht, Kriminologie, Strafvollzug
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Vorratsdatenspeicherung sorgt in Deutschland und Europa für große Aufregung, da sie als ein Kollisionsfall zwischen Sicherheits- und Freiheitsinteressen angesehen wird.

Die Befürworter sprechen von einer notwendigen Maßnahme, um die Sicherheit im digitalen Zeitalter zu gewährleisten. Die Gegner der Vorratsdatenspeicherung sprechen jedoch davon, dass dies der entscheidende Schritt hin zu einem totalen Überwachungsstaat sei.

Beide Argumentationsansätze werden im Folgenden näher untersucht um darzulegen, ob die Vorratsdatenspeicherung eine geeignete, erforderliche und angemessene Maßnahme ist um die Sicherheit im digitalen Zeitalter zu gewährleisten oder ob sie der entscheidende Schritt hin zum totalen Überwachungsstaat ist. Um beide Argumentationsstränge zu untersuchen werden zahlreiche wissenschaftliche Studien, Urteile sowie andere Quellen verwendet.

Bei der Argumentation der Befürworter wird zudem etwas näher auf die Polizeiliche Kriminalstatistik NRW eingegangen, da diese für die Polizei und somit auch für mich von besonderer Bedeutung ist. Im Folgenden werden zunächst die wichtigsten Begriffe und die gesetzliche Entwicklung der Vorratsdatenspeicherung in Europa und Deutschland etwas näher erläutert, um die Argumentationen der Befürworter und Gegner der Vorratsdatenspeicherung besser zu verstehen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffsbestimmung

3. Entwicklung der Vorratsdatenspeicherung in Europa und Deutschland

3.1 Vorratsdatenspeicherungsrichtlinie in Europa

3.2 Umsetzung der Vorratsdatenspeicherung in deutsches Recht

3.3 Urteil des Bundesverfassungsgerichts vom 02.03.2010

3.4 Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom 08.04.2014

3.5 Aktuelle Gesetzeslage in Deutschland

4. Vorratsdatenspeicherung der Weg zum totalen Überwachungsstaat

5. Vorratsdatenspeicherung für mehr Sicherheit

5.1 Untersuchung der PKS NRW 2013

5.2 Langzeitvergleich mit der PKS NRW 2009

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem Sicherheitsgewinn durch die Vorratsdatenspeicherung und der Gefahr eines totalen Überwachungsstaates. Ziel ist es, unter Einbeziehung wissenschaftlicher Studien und polizeilicher Statistiken zu erörtern, ob die anlassunabhängige Speicherung von Verkehrsdaten eine angemessene Maßnahme für die moderne Strafverfolgung darstellt.

  • Rechtliche Grundlagen und historische Entwicklung in Europa und Deutschland
  • Analyse der Argumente für eine Vorratsdatenspeicherung zur Kriminalitätsbekämpfung
  • Kritische Auseinandersetzung mit datenschutzrechtlichen Bedenken und Überwachungsszenarien
  • Empirische Untersuchung anhand der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) NRW

Auszug aus dem Buch

Vorratsdatenspeicherung der Weg zum totalen Überwachungsstaat

Die Argumente der Gegner einer Vorratsdatenspeicherung werden im Folgenden näher analysiert und untersucht. Durch die Speicherung der Verkehrsdaten bei privaten Telekommunikationsanbietern übernehmen die privaten Unternehmen originär staatliche Aufgaben. Dadurch erhalten die privaten Unternehmen in vielen Punkten die selbe Stellung im Staat, wie eine staatliche Institution. Datenschützer befürchten, dass dadurch die Vertrags- und Vertrauensbeziehungen der Kunden zu ihren privaten Telekommunikationsanbietern in Gefahr ist. Die Kunden könnten befürchten, dass die Telekommunikationsanbieter als "verdeckte Ermittler" für den Staat fungieren.

Wenn die Verkehrsdaten bei privaten Telekommunikationsanbietern gespeichert werden besteht darin ein weiteres neues Sicherheitsrisiko. Da Verkehrsdaten z.B. Rückschlüsse auf das Verhalten der Bevölkerung und vor allem über potentielle Kunden verschiedener Unternehmen ermöglichen, haben Verkehrsdaten einen sehr hohen wirtschaftlichen Wert. Das Problem dabei ist, dass bei solch wichtigen Daten ein sehr hohes Missbrauchsrisiko besteht. D.h., dass es immer Hacker geben wird, die solche Verkehrsdaten bekommen möchten, um diese weiterzuverkaufen. Trotz hoher Sicherheitsvorkehrungen besteht somit immer ein erhöhtes Sicherheitsrisiko.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der Problemstellung im Kontext der Abwägung zwischen Sicherheitsbedürfnissen und individuellen Freiheitsrechten.

2. Begriffsbestimmung: Definition der Vorratsdatenspeicherung als anlassunabhängige Speicherung von Verkehrsdaten durch Serviceprovider.

3. Entwicklung der Vorratsdatenspeicherung in Europa und Deutschland: Darstellung der historischen Etappen von den EU-Richtlinien bis hin zur aktuellen rechtlichen Situation nach diversen Gerichtsurteilen.

4. Vorratsdatenspeicherung der Weg zum totalen Überwachungsstaat: Kritische Analyse der Argumente gegen die Vorratsdatenspeicherung unter Berücksichtigung von Überwachungsrisiken und gesellschaftlichem Vertrauensverlust.

5. Vorratsdatenspeicherung für mehr Sicherheit: Untersuchung der Befürworter-Argumente sowie Analyse der polizeilichen Statistikdaten zur Effektivität der Maßnahme.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Vorratsdatenspeicherung aus der Sicht eines angehenden Polizeibeamten unter Berücksichtigung der Sicherheitsnotwendigkeiten im digitalen Zeitalter.

Schlüsselwörter

Vorratsdatenspeicherung, Verkehrsdaten, Sicherheit, Freiheit, Polizeiliche Kriminalstatistik, PKS NRW, Überwachungsstaat, Datenschutz, Strafverfolgung, Telekommunikationsgesetz, Grundrechte, Internetkriminalität, IT-Sicherheit, Ermittlungsmethoden

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit primär?

Die Arbeit behandelt die Debatte um die Vorratsdatenspeicherung und prüft, ob sie ein notwendiges Instrument der Sicherheit oder eine Bedrohung der Freiheit darstellt.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zentrale Themen sind die rechtlichen Rahmenbedingungen, die historischen Entwicklungen, die Argumente der Befürworter und Gegner sowie eine statistische Analyse anhand von Kriminalitätsdaten.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist es, eine fundierte Argumentationsgrundlage zu schaffen, um die Notwendigkeit und Verhältnismäßigkeit der Vorratsdatenspeicherung im digitalen Zeitalter kritisch zu reflektieren.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit stützt sich auf eine Analyse wissenschaftlicher Studien, einschlägiger Gerichtsurteile sowie eine empirische Auswertung der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS) NRW.

Was ist Gegenstand des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Gesetzesentwicklung, die Gegenüberstellung der Argumentationsstränge und die Untersuchung der Auswirkungen auf die Ermittlungsarbeit durch statistische Vergleiche.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation?

Die Arbeit ist geprägt durch Begriffe wie Vorratsdatenspeicherung, IT-Sicherheit, Grundrechte und polizeiliche Effektivität.

Welche Rolle spielt die PKS NRW in der Untersuchung?

Die PKS NRW dient als Grundlage, um die Kriminalitätsentwicklung, insbesondere im Bereich der Internetkriminalität, über einen längeren Zeitraum zu betrachten.

Welche Position nimmt der Autor im Fazit ein?

Der Autor argumentiert als angehender Polizeibeamter, dass die Vorratsdatenspeicherung angesichts der Verlagerung des Lebens in den digitalen Raum ein zentrales und notwendiges Ermittlungselement für die Polizei darstellt.

Ende der Leseprobe aus 19 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Vorratsdatenspeicherung. Zwischen einem Mehr an Sicherheit und dem totalen Überwachungsstaat
Hochschule
Fachhochschule für öffentliche Verwaltung Nordrhein-Westfalen; Bielefeld  (PVD)
Note
1,3
Autor
Philipp Pelka (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
19
Katalognummer
V308746
ISBN (eBook)
9783668073678
ISBN (Buch)
9783668073685
Sprache
Deutsch
Schlagworte
vorratsdatenspeicherung zwischen mehr sicherheit überwachungsstaat hausarbeit seminararbeit ausarbeitung fhöv fachhochschule öffentliche verwaltung NRW Bielefeld PVD polizeivollzugsdienst nordrhein-westfalen referat
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Philipp Pelka (Autor:in), 2014, Vorratsdatenspeicherung. Zwischen einem Mehr an Sicherheit und dem totalen Überwachungsstaat, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308746
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Leseprobe aus  19  Seiten
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