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Wilde und Unzivilisierte? Der Umgang der spanischen Conquistadores mit den indianischen Ureinwohnern und die Sichtweise auf die Eroberten am Beispiel von Hernán Cortés

Título: Wilde und Unzivilisierte? Der Umgang der spanischen Conquistadores mit den indianischen Ureinwohnern und die Sichtweise auf die Eroberten am Beispiel von Hernán Cortés

Tesis (Bachelor) , 2011 , 34 Páginas

Autor:in: Benjamin Waldraff (Autor)

Historia universal - General y Comparación
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Diese BA-Arbeit behandelt den Umgang der spanischen Conquistadores mit den indianischen Ureinwohnern.
Insbesondere wird dabei auf den Eroberer Hernán Cortés eingegangen. Wie sich sein Indianerbild zusammensetzt, wie er die Indios sieht und behandelt, soll Thema dieser Arbeit sein.

Dazu soll zunächst ein Überblick verschafft werden, der den Weg von Cortés nach Amerika darstellt. Danach wird die Eroberung Mexikos aus der Sicht des Hernán Cortés, der seinen Feldzug in Briefen an den spanischen König Karl V. schildert, dargestellt. Diese Berichte vermitteln zwar „kein in unserem Sinn getreues Bild der Wirklichkeit“, wie Eberhard Straub beschreibt, da Cortés sich selber glorifiziert und natürlich seine Entscheidungen zu rechtfertigen versucht. Sie beschreiben die Eroberung Mexikos aus Cortés’ Sicht, und sind daher wichtig für seine Sicht auf die Indianer und die Ereignisse. Seine Erzählungen sollen mit denen seines Sekretärs Francisco López de Gómara an den Stellen, wo die Erzählungen des Cortés Lücken aufweisen, abgeglichen werden. Durch die Ergänzungen Gómaras soll deutlich werden, dass das Indianerbild des Cortés in seinen Briefen hauptsächlich durch politische Motive bestimmt wird. Um zu zeigen, dass die Indios für Cortés nur ein Mittel zum eigentlichen Zweck sind und er sie nach seinen Vorstellungen manipuliert und gegeneinander ausspielt, wird danach das Bild des gerechten Krieges bei Cortés kurz dargestellt werden. Um zu beweisen, dass es Cortés nur darauf ankommt, sich vor seinem König zu rechtfertigen und alle Schuld von sich zu weisen, wird danach die Einschätzung von Las Casas zum Thema des gerechten Krieges gezeigt werden.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1) Einleitung

2) Hernán Cortès Weg nach Amerika

3) Die Eroberung Mexikos bei Cortés

4) Wie stellt Cortés die Indios dar?

4.1. Das Konzept des „Bellum Iustum“

4.2. Wie stellt Cortes die Indios dar?

5) Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Wahrnehmung und Darstellung der Indios durch Hernán Cortés im Kontext der spanischen Eroberung Mexikos. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, inwieweit Cortés’ Berichte an Kaiser Karl V. durch politische Motive und die Rechtfertigungsstrategie eines „gerechten Krieges“ (Bellum Iustum) manipuliert sind, um die Unterwerfung der indigenen Bevölkerung zu legitimieren.

  • Analyse des Indianerbildes bei Hernán Cortés und Bartholomé de Las Casas
  • Untersuchung des Konzepts des „Bellum Iustum“ im 16. Jahrhundert
  • Gegenüberstellung der Augenzeugenberichte von Cortés und Francisco López de Gómara
  • Die Rolle von politischen Motiven bei der Rechtfertigung der Eroberung
  • Die kritische Gegenposition durch Bartholomé de Las Casas

Auszug aus dem Buch

4.2. Wie stellt Cortés die Indios dar?

Cortés kommt diese Art der Rechtfertigung sehr gelegen, denn durch sein Bündnis mit den unterdrückten Tlaxcalteken, war es ihm möglich, die Azteken als feindliche Macht darzustellen, die seinen Verbündeten schweres Leid zufügte. Er konnte sich so zum Retter der Tlaxcalteken stilisieren, indem er ihnen half, sich von der aztekischen Unterdrückung zu befreien. Somit wird die Verteidigung seines Bündnispartners und die Rache für das erlittene Leid zu einem der Gründe, die den Krieg gegen Mexiko aus Sicht der Spanier rechtfertigen. Als einen weiteren Grund führt Cortés in seinen Briefen die Feindseligkeit der Azteken gegenüber den Spaniern an. Für sich selber nimmt er in Anspruch, stets eine friedliche Absicht zu haben. Er wolle als Freund und nicht als Feind der Azteken in das Land einziehen.

Durch die Hinterhältigkeit und Feindseligkeit dieser, vor allem durch die Ereignisse bei Cholula, wurde er aber zur Gewalt gezwungen, da Moctezuma ihn getäuscht habe: „Da er mir also weder Wort halte noch die Wahrheit sage, wolle auch ich mein Vorhaben ändern und nicht als Freund, sondern nach Kriegsweise in sein Land einrücken und ihm als einem Feinde so viel Schaden tun, als ich nur vermöchte.“

Zusammenfassung der Kapitel

1) Einleitung: Diese Einleitung führt in die gegensätzlichen Perspektiven von Juan Ginés de Sepulveda und Bartholomé de Las Casas ein und erläutert die Zielsetzung der Arbeit, das Indianerbild des Cortés zu dekonstruieren.

2) Hernán Cortès Weg nach Amerika: Dieses Kapitel zeichnet den Lebensweg von Cortés nach, seine Ausbildung sowie die Umstände und Motive, die ihn letztlich zur Expedition nach Amerika führten.

3) Die Eroberung Mexikos bei Cortés: Hier wird der Eroberungszug anhand von Cortés' Briefen an Karl V. geschildert, wobei die selektive Wahrnehmung und strategische Selbstdarstellung des Eroberers hervorgehoben wird.

4) Wie stellt Cortés die Indios dar?: Dieses Kapitel analysiert das Indianerbild im Kontext der Theorie des gerechten Krieges und zeigt, wie Cortés die Indios als Barbaren konstruiert, um sein eigenes Handeln zu legitimieren.

4.1. Das Konzept des „Bellum Iustum“: Eine theoretische Fundierung des Konzepts des gerechten Krieges nach Cicero, Augustinus und Thomas von Aquin, welches als Basis für die spanische Argumentation diente.

4.2. Wie stellt Cortes die Indios dar?: Eine vertiefende Analyse der Instrumentalisierung der Indios als Feindbilder oder Mittel zum Zweck in den Aufzeichnungen von Cortés.

5) Fazit: Das Fazit fasst die Diskrepanz zwischen den Rechtfertigungen der Conquistadores und der Anklage von Las Casas zusammen und kommt zu dem Schluss, dass die Eroberung vornehmlich durch Machtinteressen und nicht durch ethische Gründe motiviert war.

Schlüsselwörter

Hernán Cortés, Conquista, Mexiko, Azteken, Indios, Bellum Iustum, Bartholomé de Las Casas, Rechtfertigung, Kolonisation, Moctezuma, Tlaxcalteken, Christianisierung, Machtpolitik, ethnische Identität, 16. Jahrhundert.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert kritisch das Bild, das der Konquistador Hernán Cortés in seinen Berichten von den indigenen Völkern Mexikos zeichnet, um die spanische Eroberung zu rechtfertigen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die Arbeit fokussiert sich auf die historischen Berichte der Eroberung, die ethische Debatte um den „gerechten Krieg“ sowie die politische Instrumentalisierung von Berichten gegenüber dem spanischen König.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es aufzuzeigen, dass Cortés’ Schilderungen nicht die Realität objektiv abbilden, sondern ein Mittel darstellen, um seine Eroberungspolitik als notwendigen, gottgefälligen und gerechten Akt darzustellen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es wird eine quellenkritische Analyse und ein systematischer Vergleich der Berichte von Cortés mit denen seines Sekretärs Gómara sowie mit den kritischen Schriften von Las Casas vorgenommen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit dem Lebensweg von Cortés, den Etappen der Eroberung, dem theoretischen Rahmen des „Bellum Iustum“ und einer detaillierten Analyse der Indio-Darstellung.

Welche Schlüsselbegriffe definieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem „Bellum Iustum“, „Conquista“, „Rechtfertigungsstrategie“ und die Gegenposition von Las Casas zum „Encomienda-System“.

Welche Bedeutung hatte das Konzept des „Bellum Iustum“ für Cortés?

Es diente Cortés als moralisches und rechtliches Schutzschild, um die Gewalt und Unterwerfung als notwendige Maßnahmen zur Zivilisierung und Christianisierung „barbarischer“ Völker auszugeben.

Wie unterscheidet sich die Sichtweise von Las Casas von der des Cortés?

Während Cortés die Indios als minderwertig und als notwendige Mittel zum Zweck sieht, prangert Las Casas die Brutalität der Spanier an und fordert Respekt sowie die Einhaltung christlicher Nächstenliebe gegenüber der indigenen Bevölkerung.

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Detalles

Título
Wilde und Unzivilisierte? Der Umgang der spanischen Conquistadores mit den indianischen Ureinwohnern und die Sichtweise auf die Eroberten am Beispiel von Hernán Cortés
Universidad
University of Constance
Autor
Benjamin Waldraff (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
34
No. de catálogo
V308930
ISBN (Ebook)
9783668072398
ISBN (Libro)
9783668072404
Idioma
Alemán
Etiqueta
wilde unzivilisierte umgang conquistadores ureinwohnern sichtweise eroberten beispiel hernán cortés
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Benjamin Waldraff (Autor), 2011, Wilde und Unzivilisierte? Der Umgang der spanischen Conquistadores mit den indianischen Ureinwohnern und die Sichtweise auf die Eroberten am Beispiel von Hernán Cortés, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/308930
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