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Beratung und Schulung pflegender Angehöriger von Wachkoma-Patienten in der ambulanten Pflegeversorgung

Título: Beratung und Schulung pflegender Angehöriger von Wachkoma-Patienten in der ambulanten Pflegeversorgung

Tesis , 2015 , 63 Páginas , Calificación: 1,8

Autor:in: Katja Haupt (Autor)

Ciencias de la enfermería - Gestión de enfermería
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In dieser Diplomarbeit soll der Frage nachgegangen werden, ob professionell Pflegende den Beratungs- und Schulungsbedarf pflegender Angehöriger von Wachkoma-Patienten erkennen und angemessen im heute bestehenden Rahmen bzw. mit heute bestehenden Möglichkeiten begegnen können. Hierzu gibt es eine Reihe von Schulungsangeboten, aber beraten Pflegende in der ambulanten Pflegeversorgung richtig und kann der Pflegende es richtig einschätzen, wann Beratungsbedarf notwendig ist?

In der Literaturrecherche über den Wachkoma-Patient wurde deutlich, dass relativ wenige Publikationen zu diesem Thema vorhanden sind. Die Presse verwechselt das Thema Pflege von Wachkoma-Patienten meistens mit dem Thema Sterbehilfe. Dabei „brauchen sie keine Hilfe zum Sterben ('Euthanasie'), sondern Lebenshilfe!" (vgl. Zieger 2004, S.4).

Nach der Einführung der sozialen Pflegeversicherung (SPV) ist eines der primären Ziele, „die häusliche Pflege und die Pflegebereitschaft der Angehörigen und Nachbarn zu unterstützen, damit die Pflegebedürftigen möglichst lange in ihrer häuslichen Umgebung bleiben können (SGB XI, §2 Abs. 1)" (vgl. o.V., S. 637). Denn der Grundsatz „ambulant vor stationär“ gilt gleichermaßen in der Pflegeversicherung (§ 3 SGB XI) wie in der Sozialhilfe (§§ 13, 63 SGB XII).

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Problembeschreibung

1.2 Wissenschaftliche Fragestellung

2 Theoretischer Rahmen

2.1 Literaturrecherche

2.2 Begriffserklärungen

2.2.1 Pflegende Angehörige

2.2.2 Wachkoma- Patient

2.2.3 ambulante Pflegeversorgung

2.3 gesetzliche Grundlagen

2.3.1 Pflegeversicherungsgesetz - SGB XI

2.3.2 Krankenversicherungsgesetz - SGB V

2.3.3 Pflegestärkungsgesetz (PSG)

2.3.4 Pflege

2.3.5 Arzt

2.3.6 Betreuer/ Betreuung

2.4 Maßnahmen der Kompetenzförderung

2.4.1 Information

2.4.2 Schulung/ Anleitung

2.4.3 Beratung

3 Belastungserleben pflegender Angehöriger

4 Beratung/ Beratungsbedarf pflegender Angehöriger

4.1 Formen der Beratung

4.2 Beratungsansätze

4.3 Beratungsprozesse

4.4 Beratungsgespräche

5 Unterstützung/ Unterstützungsbedarf pflegender Angehöriger

6 Schulung pflegender Angehöriger

6.1 Schulungsprozessmodelle

6.2 Vorbereitung der Schulung

6.3 Durchführung der Schulung

6.4 Nachbereitung der Schulung

6.5 Pflegekurs (Gruppenschulung)

7 Ist- Analyse

8 Vorschlag zur Verbesserung, konzeptioneller Vorschlag

9 Zusammenfassung und Ausblick/ Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Diplomarbeit untersucht, ob professionell Pflegende in der ambulanten Versorgung den Beratungs- und Schulungsbedarf pflegender Angehöriger von Wachkoma-Patienten adäquat erkennen und mit den bestehenden Möglichkeiten decken können. Dabei wird analysiert, wie dieser Bedarf besser in den Versorgungsalltag integriert werden kann.

  • Belastungssituation pflegender Angehöriger von Wachkoma-Patienten
  • Rechtliche Grundlagen und Leistungen der Pflegeversicherung (SGB XI)
  • Methoden der Kompetenzförderung (Information, Beratung, Schulung)
  • Analyse der Schnittstellenproblematik in der ambulanten Versorgung
  • Konzeptioneller Vorschlag zur Verbesserung der Beratungs- und Schulungsangebote

Auszug aus dem Buch

1.1 Problembeschreibung

Die Versorgung und Pflege eines Wachkoma- Patienten stellt eine enorme Herausforderung für die pflegenden Angehörigen dar. Dabei darf nicht vergessen werden, „für die betroffenen Angehörigen ist die Übernahme der Betreuung daher oft der erste Schritt ins gesellschaftliche Abseits und in die Haltlosigkeit. Pflegende Angehörige sind durch ihre Arbeit so in Anspruch genommen, dass es den meisten schwerfällt, selbst aus dem Teufelskreis auszubrechen. Professionelle Pflege bedeutet daher auch, eine anwaltschaftliche Fürsprecherfunktion zu übernehmen, sich für die Veränderungen von Verhältnissen einzusetzen und Strukturen sowie Umweltbedingungen zu fördern und zu fordern, welche die Lebenssituation der Betroffenen verbessern.“ (Seidel 2007: 21)

Angehörige von Wachkoma- Patienten sind schon über einen längeren Zeitraum einem gewaltigen Druck ausgesetzt. Dies beginnt mit der eigentlichen Krankheit des Pflegebedürftigen und endet in der häuslichen Umgebung. Deshalb ist es umso wichtiger, wie pflegende Angehörige von professionellen Pflegekräften bzw. Fachkräften unterstützt und beraten werden. „Eine zentrale Rolle in der Förderung der Pflegekompetenz von Angehörigen kommt der professionellen Pflege zu. Als größte Berufsgruppe im Gesundheitswesen hat sie häufig den intensivsten Kontakt zu Pflegebedürftigen und ihren Familien.“ (Büker 2009: 9)

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einführung: Diese Einleitung stellt die Fragestellung zur Beratungs- und Schulungssituation pflegender Angehöriger von Wachkoma-Patienten vor und bettet diese in den Kontext der sozialen Pflegeversicherung und der häuslichen Versorgung ein.

2 Theoretischer Rahmen: Das Kapitel bietet eine systematische Literaturrecherche und definiert zentrale Begriffe wie pflegende Angehörige, Wachkoma und ambulante Pflege, ergänzt durch einen Überblick über rechtliche Grundlagen wie das SGB XI.

3 Belastungserleben pflegender Angehöriger: Hier werden die vielfältigen Belastungsfaktoren – zeitlich, gesundheitlich, emotional, sozial und finanziell – dargelegt, denen sich Angehörige bei der Pflege eines Wachkoma-Patienten gegenübersehen.

4 Beratung/ Beratungsbedarf pflegender Angehöriger: Dieses Kapitel erläutert den gesetzlichen Anspruch auf Beratung, die prozesshafte Gestaltung der Beratungsarbeit sowie die notwendigen Kompetenzen, die eine Pflegekraft für eine professionelle Pflegeberatung benötigt.

5 Unterstützung/ Unterstützungsbedarf pflegender Angehöriger: Hier wird der Bedarf an entlastenden Maßnahmen thematisiert, um die Stabilität der häuslichen Pflegesituation trotz der hohen emotionalen und physischen Anforderungen zu bewahren.

6 Schulung pflegender Angehöriger: Das Kapitel beschreibt Methoden und Modelle der Schulung, den Stellenwert von Pflegekursen sowie die Bedeutung der praktischen Anleitung im häuslichen Umfeld.

7 Ist- Analyse: Eine Bestandsaufnahme, die Versorgungsdefizite durch Informationsprobleme und eine unkoordinierte Versorgungslandschaft aufzeigt und die Rolle von Pflegestützpunkten diskutiert.

8 Vorschlag zur Verbesserung, konzeptioneller Vorschlag: Ein Entwurf für die Etablierung eines Beratungs- und Schulungszentrums direkt im Krankenhaus, um Angehörige bereits frühzeitig in den Entlassungs- und Versorgungsprozess einzubinden.

9 Zusammenfassung und Ausblick/ Fazit: Das Fazit betont die originäre Aufgabe der Pflege bei der Unterstützung von Angehörigen und fordert eine gesamtgesellschaftliche Betrachtung der Pflegeaufgabe.

Schlüsselwörter

Pflegende Angehörige, Wachkoma, ambulante Pflege, Pflegeberatung, Schulung, Pflegekurs, SGB XI, Kompetenzförderung, Pflegestärkungsgesetz, Entlastung, häusliche Pflege, Schnittstellenproblematik, Pflegekompetenz, Fallmanagement, Pflegefachkräfte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit im Kern?

Die Arbeit fokussiert sich auf die Beratung und Schulung von Angehörigen, die Wachkoma-Patienten in deren häuslicher Umgebung betreuen, und untersucht, wie professionelle Pflegekräfte diese hierbei unterstützen können.

Welches Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das primäre Ziel ist zu klären, ob der Beratungs- und Schulungsbedarf pflegender Angehöriger von professionell Pflegenden in der ambulanten Versorgung erkannt wird und ob die vorhandenen Möglichkeiten ausreichen, um diesem Bedarf gerecht zu werden.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die Themen umfassen die Belastungssituation pflegender Angehöriger, die gesetzlichen Rahmenbedingungen (insbesondere SGB XI), Methoden der Beratung und Anleitung sowie Konzepte zur Verbesserung der Schnittstellenkooperation.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Fachpublikationen, Gesetze und aktueller Studien sowie der Auswertung von Schulungsmodellen für Angehörige.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen, die Analyse der Belastungssituation, die Detaillierung von Beratungs- und Schulungsprozessen sowie eine IST-Analyse der aktuellen Versorgungslage.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich das Werk charakterisieren?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie Pflegekompetenz, Angehörigenberatung, Wachkoma-Pflege, Pflegestärkungsgesetz und ambulante Versorgung gekennzeichnet.

Wie unterscheidet sich die "ISAS" von klassischen Pflegekursen?

Die individuelle stationäre Angehörigenschulung (ISAS) ist nicht als starres, kreisförmiges Modell konzipiert, sondern als ein spiralförmig offener Prozess, der zu jedem Zeitpunkt bedürfnisorientiert an den Patienten und den Angehörigen angepasst werden kann.

Warum ist das Krankenhaus ein idealer Ort für den Beginn von Schulungsangeboten?

Da im Krankenhaus die Weichen für die weitere Versorgung gestellt werden, kann ein dort angesiedeltes Beratungszentrum Angehörige frühzeitig vor ausweglosen Situationen bewahren und den Übergang in die häusliche Pflege besser strukturieren.

Final del extracto de 63 páginas  - subir

Detalles

Título
Beratung und Schulung pflegender Angehöriger von Wachkoma-Patienten in der ambulanten Pflegeversorgung
Universidad
University of Applied Sciences Hamburg
Curso
Pflegemanagement
Calificación
1,8
Autor
Katja Haupt (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
63
No. de catálogo
V309004
ISBN (Ebook)
9783668074620
ISBN (Libro)
9783668074637
Idioma
Alemán
Etiqueta
beratung schulung angehöriger wachkoma-patienten pflegeversorgung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katja Haupt (Autor), 2015, Beratung und Schulung pflegender Angehöriger von Wachkoma-Patienten in der ambulanten Pflegeversorgung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309004
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