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Lassen sich Jugendliche über soziale Netzwerke zur politischen Mitbestimmung motivieren?

Die Entwicklung einer E-Partizipations-Plattform auf Facebook

Título: Lassen sich Jugendliche über soziale Netzwerke zur politischen Mitbestimmung motivieren?

Tesis , 2015 , 165 Páginas , Calificación: 1

Autor:in: Dominik Oberhumer (Autor)

Ciencias de la computación - Internet, nuevas tecnologías
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Die Beteiligung an traditionellen demokratischen Prozessen, vor allem an Wahlen, nimmt stetig ab. Besonders bei jungen Personen ist eine Änderung im politischen Verständnis erkennbar. Um auch vermehrt Jugendliche zur Ausübung ihres demokratischen Grundrechts zu wählen zu motivieren, wird untersucht, inwieweit die Einbindung von modernen sozialen Medien die Wahlbeteiligung wieder erhöhen könnte.

Diese Arbeit untersucht im Besonderen, wie eine E-Partizipationsplattform in das soziale Netzwerk Facebook integriert werden kann. Dadurch können verschiedene Aspekte des Netzwerkes auch für die Plattform verwendet werden. Besonders deutlich ist dies beim Nutzerkonto, welches ident mit jenem von Facebook sein sollte. Ein besonderer Fokus liegt in dieser Arbeit auf der Fragestellung nach der Anwendbarkeit der Integration. Dazu wurde in dieser Arbeit zuerst theoretisches Grundwissen gesammelt und Beispielanwendungen aus den Domänen der sozialen Netzwerke und der E-Partizipation vorgestellt. Es wurden drei mögliche Szenarien für die E-Partizipation erarbeitet und verschiedene Integrationsmöglichkeiten diskutiert. Ein konkretes Fallbeispiel wurde prototypisch umgesetzt. Dieser Prototyp stellt eine einfache Partizipationsanwendung dar, welche sehr tiefgehend in das soziale Netzwerk integriert wurde.

Zum Abschluss wird der Prototyp in diversen Fragestellungen diskutiert. Diese Arbeit dient als Basis für eine kritische Auseinandersetzung mit den Möglichkeiten der Integration und vermittelt, unter welchen Bedingungen diese anwendbar ist.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1 Motivation

1.2 Problemstellung

1.3 Zielsetzung

1.4 Aufbau der Arbeit

2. Partizipationstheorie

2.1 E-Demokratie

2.1.1 Der demokratische Prozess

2.1.2 Wahlgrundsätze

2.1.3 Das E-Demokratie-Framework

2.2 E-Partizipation

2.2.1 Anwendbarkeit der E-Partizipation

2.2.1 Vorteile der E-Partizipation

2.2.2 Nachteile der E-Partizipation

2.2.3 Einflussgrößen auf E-Partizipation

2.2.4 Level der E-Partizipation

2.2.5 Richtlinien für gute Partizipation

2.2.6 Voraussetzungen des Bürgers

2.2.7 Implementierung einer E-Partizipations-Plattform

2.3 E-Government in Österreich

2.3.1 Der Online-Amtsweg

2.3.2 Help.gv.at

2.3.3 RIS – Rechtsinformationssystem

2.3.4 FinanzOnline

2.4 E-Voting

2.5 Rechtliche Herausforderungen der E-Demokratie

2.6 Liquid Democracy

2.7 Jugendliche und Demokratie

2.8 Beispiele für Partizipationsanwendungen

2.8.1 Liquid Feedback

2.8.2 Kommunale Experimente

2.8.2.1 Hamburgs Ideen zu „Wachsende Stadt“

2.8.2.2 Budgetplanung in Esslingen

2.8.3 Nationale Experimente

2.8.3.1 E-Demokratie in der Schweiz

2.8.3.2 Einbindung der Jugend in Österreich

3. Soziale Medien

3.1 Web 2.0 oder soziale Netze

3.2 Klassifikation sozialer Medien

3.3 Technologischer Wandel der Netzwerke

3.4 Social Security

3.5 Demografie in sozialen Medien

3.6 Jugendliche und soziale Medien

3.7 Beispiele für soziale Netzwerke

3.7.1 Facebook

3.7.2 Twitter

3.7.3 YouTube

3.7.4 Google Plus

3.7.5 LinkedIn

3.7.6 Xing

3.7.7 Pinterest

3.7.8 Blog

4. Integration

4.1 Integrationsmöglichkeiten in Facebook

4.2 Ziele der Integration

4.3 Voraussetzungen für eine gelungene Integration

4.4 Vorteile der Integration

4.5 Nachteile der Integration

4.6 Grenzen der Integration

4.7 Bestehende Integrationsansätze

4.7.1 Online-Foren als Teil der Partizipation

4.7.2 Politische Verwendung sozialer Medien

4.7.3 Aktuelle Nutzung von sozialen Netzen zur E-Partizipation

5. Partizipationsszenarien

5.1 Informationsseite

5.1.1 Umsetzung als Facebook-Seite

5.1.2 Umsetzung dezentral über User-Postings

5.1.3 Umsetzung als Facebook-App

5.1.4 Umsetzung als Facebook-Gruppe

5.1.1 Gewählter Ansatz

5.2 Bürgerinitiativen

5.2.1 Umsetzung als Facebook-Seite

5.2.2 Umsetzung dezentral über User-Postings

5.2.3 Umsetzung als Facebook-App

5.2.4 Umsetzung als Facebook-Gruppe

5.2.5 Gewählter Ansatz

5.3 Volksbefragung

5.3.1 Umsetzung als Facebook-Seite

5.3.2 Umsetzung dezentral über User-Postings

5.3.3 Umsetzung als Facebook-App

5.3.4 Umsetzung als Facebook-Gruppe

5.3.5 Gewählter Ansatz

6. Konzept des zu entwickelnden Prototyps

6.1 Use-Case-Diagramm

6.2 Domain-Modell

6.2.1 Szenario 1: Informationsseite

6.2.2 Szenario 2: Bürgerinitiativen

6.2.3 Szenario 3: Volksbefragung

6.2.4 Gesamtmodell

6.3 UI-Prototypen

6.3.1 Facebook-Seite: Nationalrat

6.3.2 App: Informationen

6.3.3 App: Bestimme mit

6.4 Beschränkungen des Prototyps

7. Facebook-Apps

7.1 Plattformen

7.2 Facebook-API

7.3 Integration einer App on Facebook

7.4 Kommunikation

7.4.1 Login

7.4.2 Aktivitäten innerhalb der Plattform

7.4.3 Logout

8. Implementierung

8.1 The Big Picture

8.2 Facebook-Seite: „Gesundheitsministerium“

8.3 Facebook-Seite: „Nationalrat“

8.4 App „Informationen“

8.4.1 Vorgangsweise

8.4.2 Ergebnis

8.5 App „Bestimme mit“

8.5.1 Datenmodell

8.5.2 Architektur des Prototyps

8.5.3 Interaktion zwischen der App und Facebook

8.5.4 Probleme

8.5.5 Ergebnis

9. Diskussion der Implementierung

9.1 User-Interface

9.2 Security

9.3 Nutzbarkeit

9.4 Rechtliches

9.5 Weitere Integrationsmöglichkeiten in das Netzwerk

9.6 Integrationsmöglichkeiten in andere soziale Netzwerke

9.7 Anwendbarkeit der Integration

10. Zusammenfassung und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen, eine E-Partizipationsplattform in das soziale Netzwerk Facebook zu integrieren, um insbesondere junge Menschen wieder stärker in demokratische Entscheidungsprozesse einzubinden.

  • Integration von E-Partizipations-Instrumenten in soziale Netzwerke
  • Reifegrade und Anforderungen an E-Partizipationslösungen
  • Entwicklung von Partizipationsszenarien auf Facebook
  • Technische Prototypisierung mittels Facebook-API und PHP
  • Diskussion der Auswirkungen auf Demokratieverständnis und Datenschutz

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Der demokratische Prozess

Vereinfacht lässt sich der demokratische Prozess durch drei sequenzielle aufeinander folgende Phasen, wie in Abbildung 2, darstellen [4]. Diese Phasen sind:

1. Informationsbeschaffung

2. Meinungsbildung

3. Entscheidung

Die Informationsbeschaffung ist der erste wichtige Schritt im politischen Prozess. Dies geschieht einerseits durch die klassischen Massenmedien, andererseits heutzutage auch durch das demokratische und ungeordnete Internet [5]. Generell lässt sich feststellen, dass die Bedeutung des Internets immer weiter zunimmt. Dies bringt auch problematische Aspekte mit sich, da die Authentizität und Integrität der Medieninhalte im Internet nicht gewährleistet ist und somit größere Manipulationsmöglichkeiten bestehen. Dem gegenüber steht der Vorteil, dass Nachrichten schnell und unkompliziert verbreitbar sind. Damit diese allerdings auch gelesen werden, ist die Bildung einer aktiven Community notwendig.

Die Meinungs- und Willensbildung erfolgt im Internet durch Foren oder soziale Netze [6]. Dabei besteht eine große Manipulationsgefahr. Beispielsweise könnte eine politische Fraktion eine Plattform zu ihren Gunsten zensurieren. Um dies zu vermeiden, wäre eine Plattform denkbar, welche von allen bedeutenden Parteien kooperativ betreut wird. Vergleichbar wäre dieses Vorgehen mit der Zusammensetzung der klassischen Wahlkommission. Diese setzt sich üblicherweise aus Personen mehrerer Fraktionen zusammen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Arbeit durch sinkende Wahlbeteiligung, definiert die Problemstellung der Integration von E-Partizipation in soziale Netze und erläutert die Zielsetzung.

2. Partizipationstheorie: Hier werden die theoretischen Grundlagen der E-Demokratie, E-Partizipation und deren Reifegrade sowie rechtliche Anforderungen und bestehende Anwendungsbeispiele beschrieben.

3. Soziale Medien: Dieses Kapitel analysiert das Wesen sozialer Netzwerke, klassifiziert diese und beleuchtet deren Einfluss auf Jugendliche sowie technologische Wandlungsprozesse.

4. Integration: Hier werden die Möglichkeiten, Vorteile, Nachteile und Grenzen der Einbindung von E-Partizipations-Plattformen in bestehende soziale Netzwerke wie Facebook tiefgehend diskutiert.

5. Partizipationsszenarien: Es werden drei konkrete Szenarien (Informationsseite, Bürgerinitiativen, Volksbefragung) definiert, um den minimalen funktionalen Umfang für den zu entwickelnden Prototyp zu bestimmen.

6. Konzept des zu entwickelnden Prototyps: Dieses Kapitel beschreibt das konzeptionelle Design des Prototyps mittels Use-Case-Diagrammen, Domain-Modellen und UI-Entwürfen für die gewählten Szenarien.

7. Facebook-Apps: Hier werden die technischen Grundlagen für die Entwicklung von Apps auf Facebook erläutert, inklusive der Facebook-API und der notwendigen Kommunikationswege.

8. Implementierung: Dieser Teil dokumentiert die praktische Umsetzung der Software-Prototypen unter Verwendung von PHP und dem Zend Framework sowie deren Anbindung an Facebook.

9. Diskussion der Implementierung: Abschließend werden die umgesetzten Lösungen hinsichtlich Nutzbarkeit, Sicherheit, Rechtssicherheit und Anwendbarkeit kritisch hinterfragt und zukünftige Potenziale abgewogen.

10. Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit reflektiert die gesamte Arbeit, bestätigt die Potenziale der Integration, weist aber auf die notwendige Balance zwischen technischer Tiefe und Datenschutz hin.

Schlüsselwörter

E-Government, E-Partizipation, Facebook, E-Demokratie, soziale Netze, Analyse, Prototyp, Integration, Jugendliche, Partizipationsszenarien, Web 2.0, Liquid Democracy, Software Engineering, Datenschutz, Wahlgrundsätze

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, wie E-Partizipationsplattformen in soziale Netzwerke, specifically Facebook, integriert werden können, um die politische Teilhabe von Jugendlichen zu fördern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die zentralen Felder umfassen die E-Demokratie-Theorie, die Funktionsweise und Klassifikation sozialer Medien sowie die technische und organisatorische Machbarkeit einer Integration politischer Werkzeuge in diese Plattformen.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Die zentrale Forschungsfrage lautet: „Inwiefern ist die Integration partizipatorischer Plattformen in soziale Netze möglich und anwendbar?“

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor stützt sich primär auf eine fundierte Literaturrecherche, die Erarbeitung von Anwendungsszenarien sowie die prototypische Entwicklung einer Softwarelösung, die anschließend diskutiert wird.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Partizipation und sozialer Medien, die Diskussion der Integrationsmöglichkeiten, die Definition von Anwendungsszenarien und die detaillierte technische Umsetzung eines Prototyps.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören E-Partizipation, E-Demokratie, soziale Netzwerke, Integration, Facebook-API und Partizipationsszenarien.

Wie unterscheidet sich der Ansatz bei Bürgerinitiativen von reinen Informationsseiten?

Während eine Informationsseite primär auf einen unidirektionalen Informationsfluss (E-Enabling) abzielt, ermöglichen Bürgerinitiativen eine bidirektionale Diskussion und Abstimmung zwischen den Bürgern, was eine höhere Partizipationsebene (E-Empowering) darstellt.

Warum wird im Prototyp auf eine rechtlich bindende E-Voting-Lösung verzichtet?

Der Autor führt an, dass eine rechtlich bindende Lösung hohe Anforderungen an Sicherheit, Verifizierung und Datenschutz stellt, die über den Rahmen einer prototypischen Machbarkeitsstudie hinausgehen und zusätzliche staatliche Infrastrukturen erfordern würden.

Final del extracto de 165 páginas  - subir

Detalles

Título
Lassen sich Jugendliche über soziale Netzwerke zur politischen Mitbestimmung motivieren?
Subtítulo
Die Entwicklung einer E-Partizipations-Plattform auf Facebook
Universidad
Vienna University of Technology  (Institut für Computersprachen)
Calificación
1
Autor
Dominik Oberhumer (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
165
No. de catálogo
V309262
ISBN (Ebook)
9783668083295
ISBN (Libro)
9783668083301
Idioma
Alemán
Etiqueta
E-Government E-Partizipation Facebook E-Demokratie soziale Netze Analyse Prototyp
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dominik Oberhumer (Autor), 2015, Lassen sich Jugendliche über soziale Netzwerke zur politischen Mitbestimmung motivieren?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309262
Leer eBook
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