Die vorliegende Arbeit soll einen Überblick über die verschiedenen Komponenten der Finanzsysteme von China und Indien geben und auch deren Probleme und Ineffizienzen beleuchten. Außerdem sollen die Auswirkungen und der Einfluss der Finanzkrise 2008 erläutert werden. Dazu wird in Kapitel 2.1 zunächst das chinesische Finanzsystem betrachtet, beginnend mit dem Bankensektor. Anschließend folgt die Betrachtung des Kapitalmarkts und schließlich des alternativen Finanzmarktes. Die Untersuchung der indischen Finanzmärkte erfolgt, analog zu den Chinesischen, in Kapitel 2.2. In Kapitel 3 werden die Auswirkungen und Folgen der Finanzkrise auf das chinesische und das indische Finanzsystem erläutert. Abschließend erfolgt in Kapitel 4 eine Zusammenfassung mit Fazit.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Die Finanzsysteme
2.1 China
2.1.1 Das Bankensystem
2.1.2 Die Kapitalmärkte
2.1.3 Alternative Finanzmärkte
2.2 Indien
2.2.1 Das Bankensystem
2.2.2 Die Kapitalmärkte
2.2.3 Alternative Finanzmärkte
3. Einfluss der Finanzkrise
3.1 Einfluss der Finanzkrise auf das chinesische Finanzsystem
3.2 Einfluss der Finanzkrise auf das indische Finanzsystem
4. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht und vergleicht die Finanzsysteme von China und Indien sowie deren jeweilige Anfälligkeit und Reaktion auf die globale Finanzkrise von 2008.
- Strukturelle Analyse der Bankensektoren in China und Indien.
- Untersuchung der nationalen Kapitalmärkte und deren Entwicklung.
- Bedeutung alternativer Finanzmärkte und deren Rolle für den Privatsektor.
- Auswirkungen der Finanzkrise 2008 auf beide Volkswirtschaften.
- Bewertung der staatlichen Steuerungsinstrumente und Krisenmanagement-Strategien.
Auszug aus dem Buch
2.1.1 Das Bankensystem
Das zentrale Element in Chinas Finanzsystem ist das Bankensystem. Ursprünglich handelte es sich hier um ein Monobankensystem in dem die People`s Bank of China (PoBC) sowohl die Aufgaben einer Geschäftsbank als auch einer Zentralbank zu erfüllen hatte. Mit den Reformen Anfang der 80er Jahre wurden die Geschäftsbankenfunktionen jedoch auf vier weitere staatliche Banken übertragen, so dass die PoBC ab diesem Zeitpunkt nur noch die Aufgaben einer Zentralbank wahrnahm. Die PoBC war und ist komplett unter staatlicher Kontrolle und schrieb den Banken bis 1998 sogar den zu erfüllenden Kreditplan vor. Seit der Abschaffung gibt die Zentralbank lediglich Kreditempfehlungen aus.
Das Bankensystem wird heute von den vier großen Staatsbanken dominiert. Die Industrial and Commercial Bank (ICBC) ist die größte der vier Banken und für Einlagen und Kreditvergaben in den Städten zuständig. Die Agricultural Bank of China (ABC) nimmt die gleiche Aufgaben auf dem Land wahr. Die China Construction Bank (CBC) finanziert Immobilien- und Infrastrukturprojekte. Die Bank of China (BOC) ist für den Außenhandel zuständig.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die ökonomische Relevanz Chinas und Indiens als bevölkerungsreiche Schwellenländer ein und skizziert das Ziel der Arbeit, die Finanzsysteme beider Staaten im Kontext der Finanzkrise 2008 zu analysieren.
2. Die Finanzsysteme: Dieses Kapitel detailliert die Strukturen der Finanzsysteme in China und Indien, wobei jeweils auf das Bankwesen, die Kapitalmärkte und alternative Finanzsektoren eingegangen wird.
3. Einfluss der Finanzkrise: Hier werden die direkten und indirekten Auswirkungen der globalen Finanzkrise von 2008 auf das chinesische und indische Finanzsystem untersucht, inklusive der staatlichen Gegenmaßnahmen.
4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, betont die staatliche Dominanz in beiden Ländern und hebt die Bedeutung des alternativen Finanzsektors für kleinere Unternehmen hervor.
Schlüsselwörter
Finanzsystem, China, Indien, Finanzkrise 2008, Bankensystem, Kapitalmärkte, Staatsbanken, Notleidende Kredite, Alternative Finanzmärkte, Innenfinanzierung, Wirtschaftswachstum, Staatliche Kontrolle, Risikomanagement, Konjunkturpakete, Ressourcenallokation.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Seminararbeit analysiert die Struktur und Funktionsweise der Finanzsysteme in China und Indien sowie deren spezifische Reaktionen auf die globale Finanzkrise des Jahres 2008.
Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?
Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig den Bankensektor, die Entwicklung der nationalen Kapitalmärkte, die Rolle informeller Finanzierungsmöglichkeiten und die staatliche Einflussnahme auf die Wirtschaft.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Ziel ist es, einen Überblick über die Komponenten der Finanzsysteme zu geben, Ineffizienzen aufzuzeigen und zu erörtern, wie sich die Finanzkrise auf diese unterschiedlichen Systeme ausgewirkt hat.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine strukturierte Literaturanalyse, die auf wissenschaftlichen Studien, Wirtschaftsberichten und Datenquellen basiert, um die Finanzsysteme komparativ zu betrachten.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte deskriptive Analyse der Banken-, Kapital- und Alternativmärkte beider Länder sowie eine anschließende Auswertung der krisenbedingten Auswirkungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Finanzsystem, Schwellenländer, Bankensektor, staatliche Steuerung und Krisenmanagement beschreiben.
Warum spielt der alternative Finanzsektor in diesen Ländern eine so große Rolle?
Aufgrund von Ineffizienzen und strikten Vergaberegeln im formalen Bankensektor ist der alternative Sektor für Unternehmen oft der einzige Weg, um an Kapital für ihre Wachstumsphasen zu gelangen.
Wie unterscheidet sich die Reaktion Chinas von der Indiens auf die Finanzkrise?
Während beide Länder indirekt durch den Nachfrageeinbruch betroffen waren, nutzte China vor allem ein massives, staatlich gesteuertes Konjunkturpaket, während Indien stärker von einem gut isolierten Dienstleistungssektor profitierte.
- Arbeit zitieren
- Christian Duvenage (Autor:in), 2015, Vergleich der Finanzsysteme von China und Indien und die Folgen der Finanzkrise 2008, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309925