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Die Auswirkungen der technischen Reproduzierbarkeit auf Kunstwerk und Gesellschaft. Eine Gegenüberstellung von Benjamin und Adorno

Título: Die Auswirkungen der technischen Reproduzierbarkeit auf Kunstwerk und Gesellschaft. Eine Gegenüberstellung von Benjamin und Adorno

Trabajo Escrito , 2012 , 29 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Aaron Linnerth (Autor)

Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)
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Gesellschaft und Kunst haben sich seit jeher beeinflusst. Während Kunst sich in ihrer Historie gesellschaftlich etablieren musste und zunächst nur ausgewähltem Klientel zugänglich war, fand sie im Laufe ihrer Entwicklung mehr Diskussionsoffenheit seitens Künstler und Gesellschaft, während sie gleichzeitig über den Kunstmarkt öffentlichkeitsnah wurde. Das Zeitalter der technischen Reproduzierbarkeit führte schließlich zu einer explosiven Verbreitung. Via Kulturindustrie sorgte sie nicht nur für eine absatzorientiere Verwertung der Kunstwerke, sondern dies implizierte auch intellektuelle und kulturelle Folgen.

In dieser Hausarbeit wird das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit dahin gehend untersucht, welche Auswirkungen für das Kunstwerk und die Gesellschaft zu beobachten sind. Dazu wird Benjamins positivistische Ästhetik in seinem Werk "Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit" analysiert und mit Adornos Kulturkritik in "Kulturindustrie" verglichen. Zentrale Elemente sind die Definition der "Aura" des Kunstwerks sowie die Folgen technischen Reproduzierbarkeit für Photographie, Film und Politik.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Was ist Kunst: Eine kurze historische Zusammenfassung

3. Benjamins Kunstwerkaufsatz

3.1 Das Original und seine Aura

3.2 Die Reproduktion und ihre Auswirkungen

3.3 Ausstellungswert versus Kultwert

3.4 Photographie

3.5 Film

3.6 Politik

4. Adorno als Opposition

4.1 Wahrheit

4.2 Autonomie

4.3 Aura

4.4 Kulturindustrie - Kunst als Ware

4.5 Kulturindustrie versus Bildung

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert und vergleicht die Positionen von Walter Benjamin und Theodor W. Adorno hinsichtlich der Auswirkungen der technischen Reproduzierbarkeit auf das Kunstwerk und die daraus resultierenden gesellschaftlichen sowie kulturindustriellen Folgen.

  • Der Aura-Begriff im Kontext des technisch reproduzierbaren Kunstwerks.
  • Die Transformation vom Kultwert zum Ausstellungswert durch neue Medien wie Photographie und Film.
  • Die Rolle der Kunst im Spannungsfeld zwischen politischer Instrumentalisierung und Autonomie.
  • Adornos Kulturkritik als Opposition zur dialektischen Ästhetik Benjamins.
  • Die Auswirkungen der Kulturindustrie auf das kritische Reflexionsvermögen des Publikums.

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Original und seine Aura

Die wesentlichen Merkmale des Originals sind die Einmaligkeit, Echtheit und Unnahbarkeit, welche zusammen die Aura mitdefinieren. Bei Benjamin wird die Aura beschrieben als eine „einmalige Erscheinung einer Ferne, so nah sie sein mag“ und ist charakterisiert durch Unnahbarkeit, unabhängig von der Distanz zwischen Betrachter und Kunstwerk. Recki stellt die Annahme in Frage, dass jeder Mensch den einmalig vorkommenden Augenblick der auratischen Erfahrung kenne. Sie ist der Auffassung, es handle sich bei der Aura und ihrer Erfahrung nicht um einen objektiven Befund, sondern um ein subjektives Erleben. Ferner hält sie die Erfahrung der Aura bei einer Wahrnehmung unter Benjamins Bedingungen für immer möglich. Damit schlage Benjamins Verknüpfung des Aura-Verfalls mit einer definierten Epoche (der Moderne) fehl. Zwar behauptet dieser, dass die Merkmale der auratischen Erfahrung bei der technischen Reproduktion nicht mehr gegeben seien. Recki stellt allerdings, wie in weiteren Bezügen auf die Sekundärliteratur erkennbar ist, auch Benjamins Folgeannahmen in Fragen, sodass ihre obige Behauptung durchaus, trotz der Darstellung des Autors, berechtigt ist. Sie erkennt hier nüchtern, dass Benjamin an dieser Stelle beinahe phantasievoll ein argumentatives Konstrukt entwirft, das den mystischen Charakter seines Argumentationsgerüsts deutlich werden lässt. Auch mir erscheint fraglich, warum er eine spirituelle Erfahrung als Fundament seiner Theorie annimmt.

Während Einmaligkeit selbsterklärend ist, handelt es sich bei der Echtheit um die „physische Originalgestalt“ eines Kunstwerks. Im Fokus liegen hier vor allem die Nachweisbarkeit des Kunstwerks bzw. dessen Materials als Unikat. Die Echtheit einer Sache ist „der Inbegriff alles von Ursprung her Tradierbaren, von ihrer Dauer bis zu ihrer geschichtlichen Zeugenschaft“ und entzieht sich der technischen Reproduzierbarkeit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Beeinflussung von Gesellschaft und Kunst ein und umreißt die Gegenüberstellung von Benjamins positivistischer Ästhetik und Adornos dialektischer Ästhetik.

2. Was ist Kunst: Eine kurze historische Zusammenfassung: Dieses Kapitel gibt einen Abriss über den sich wandelnden Kunstbegriff von der Antike bis zur Postmoderne, wobei die Epochenabhängigkeit der Einschätzung von Kunst betont wird.

3. Benjamins Kunstwerkaufsatz: Hier werden Benjamins Thesen zum technischen Fortschritt und den Auswirkungen der Massenmedien des 19. Jahrhunderts auf das Kunstwerk analysiert.

3.1 Das Original und seine Aura: Das Kapitel definiert Aura, Einmaligkeit und Echtheit und untersucht die Kritik an Benjamins Begriffsbildung aus der Sekundärliteratur.

3.2 Die Reproduktion und ihre Auswirkungen: Der Fokus liegt auf der technischen Reproduzierbarkeit als neues Stadium, das die physische Struktur verändert und die Autorität des Originals entwertet.

3.3 Ausstellungswert versus Kultwert: Dieses Kapitel thematisiert die Verschiebung vom Kultwert zum Ausstellungswert, die durch die Massenzugänglichkeit von Kunst initiiert wurde.

3.4 Photographie: Benjamin wird hier als Analytiker der Photographie dargestellt, die als revolutionäres Mittel die Emanzipation vom Ritual vorantreibt.

3.5 Film: Dieses Kapitel untersucht den Film als Medium, das a priori auf Reproduzierbarkeit und Massenrezeption angelegt ist, sowie die Rolle des Schauspielers im Montage-Prozess.

3.6 Politik: Hier wird die Verknüpfung des Aura-Verlusts mit politischen Systemen und die Gefahr der Ästhetisierung des politischen Lebens durch den Faschismus behandelt.

4. Adorno als Opposition: Adorno wird als Theoretiker eingeführt, der den Verfall der Aura als gesellschaftlichen Niedergang deutet und die Kulturindustrie kritisiert.

4.1 Wahrheit: Dieses Kapitel erläutert den Wahrheitsgehalt der Kunst bei Adorno, der durch philosophische Reflexion erschlossen werden muss.

4.2 Autonomie: Die notwendige Autonomie der Kunst als Mittel der Gesellschaftskritik und als „Antithesis zur Gesellschaft“ steht hier im Mittelpunkt.

4.3 Aura: Adornos Auffassung der Aura als Gehalt und als kritisches Instrument gegen den Realzustand wird analysiert.

4.4 Kulturindustrie - Kunst als Ware: Die Unterwerfung der Kunst unter das Profitstreben und der Verlust des kritischen Potentials durch massenkompatible Warencharaktere werden hier thematisiert.

4.5 Kulturindustrie versus Bildung: Das letzte Kapitel untersucht, wie die Kulturindustrie die Bildung autonomer Individuen verhindert und stattdessen Konformität fördert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und betont den zentralen Dissens: Benjamins Optimismus hinsichtlich der Massenbildung gegenüber Adornos Fokus auf den Wahrheitsgehalt der autonomen Kunst.

Schlüsselwörter

Walter Benjamin, Theodor W. Adorno, Aura, technische Reproduzierbarkeit, Kulturindustrie, Kunstwerk, Ausstellungswert, Kultwert, Autonomie, Wahrheit, Gesellschaftskritik, Film, Photographie, Ästhetische Theorie, Emanzipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Auswirkungen der technischen Reproduzierbarkeit von Kunstwerken auf die Gesellschaft, basierend auf den unterschiedlichen philosophischen Perspektiven von Walter Benjamin und Theodor W. Adorno.

Welche zentralen Themenfelder werden in der Analyse behandelt?

Zentrale Themen sind der Verlust der Aura, der Wandel vom Kult- zum Ausstellungswert, die Rolle von Film und Photographie sowie der Einfluss der Kulturindustrie auf die Wahrnehmung von Kunst.

Was ist die primäre Forschungsfrage oder Zielsetzung der Arbeit?

Ziel ist es, Benjamins und Adornos Positionen gegenüberzustellen, um zu verstehen, ob technische Reproduzierbarkeit die Emanzipation der Massen fördert oder zur Entmündigung durch die Kulturindustrie führt.

Welche wissenschaftliche Methodik wurde bei der Untersuchung angewandt?

Es handelt sich um eine systematische philosophische Textanalyse und komparative Untersuchung, die sowohl Primärquellen der Autoren als auch relevante Sekundärliteratur zur kritischen Einordnung heranzieht.

Was bildet den inhaltlichen Schwerpunkt des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung von Benjamins „Kunstwerkaufsatz“ und die anschließende kritische Analyse von Adornos Position, wobei Begriffe wie Aura, Autonomie, Wahrheit und Kulturindustrie exakt definiert und kontrastiert werden.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Argumentation?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Aura-Verlust, Materialästhetik, gesellschaftliche Funktion, Warencharakter der Kunst, Reflexionsvermögen und Faschismuskritik.

Wie unterscheidet sich Adornos Sicht auf den Film von der Benjamins?

Während Benjamin im Film revolutionäres Potential und Möglichkeiten zur Massenbildung sieht, interpretiert Adorno die moderne Medientechnik und deren Konsum als Mechanismen der Unterhaltung, die den Bildungsauftrag vernachlässigen.

Welche Rolle spielt der Begriff der „Aura“ in beiden Theorien?

Für Benjamin ist die Aura durch die Reproduktion im Verfall begriffen, was neue politische Möglichkeiten eröffnet. Für Adorno ist die Aura hingegen ein konstitutives Element, das mit der Autonomie des Kunstwerks verbunden bleibt und durch die Kulturindustrie als zerstörerischer Schein missbraucht wird.

Was versteht die Arbeit unter dem „Wahrheitsgehalt“ bei Adorno?

Der Wahrheitsgehalt ist bei Adorno ein kritisches Korrektiv zur Gesellschaft. Er ist nicht unmittelbar zugänglich, sondern erfordert philosophische Reflexion, um den Einspruch der Kunst gegen die Realität zu verstehen.

Warum wird die „Kulturindustrie“ als kritisch eingestuft?

Sie wird als „Anti-Aufklärung“ betrachtet, die Konsumenten durch massenkompatible, standardisierte Inhalte in einer reflexionslosen Haltung hält und somit an der Emanzipation des Individuums hindert.

Final del extracto de 29 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Auswirkungen der technischen Reproduzierbarkeit auf Kunstwerk und Gesellschaft. Eine Gegenüberstellung von Benjamin und Adorno
Universidad
University of Dusseldorf "Heinrich Heine"  (Philosophische Fakultät)
Curso
Philosophie der Kunst
Calificación
1,7
Autor
Aaron Linnerth (Autor)
Año de publicación
2012
Páginas
29
No. de catálogo
V309964
ISBN (Ebook)
9783668083158
ISBN (Libro)
9783668083165
Idioma
Alemán
Etiqueta
Philosophie der Kunst Kunstaufsatz Benjamin Kunstwerk Aura Benjamin Aura Adorno Kunst Adorno Kulturindustrie Kulturkritik Das Kunstwerk im Zeitalter seiner technischen Reproduzierbarkeit Benjamin Kunstwerk
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Aaron Linnerth (Autor), 2012, Die Auswirkungen der technischen Reproduzierbarkeit auf Kunstwerk und Gesellschaft. Eine Gegenüberstellung von Benjamin und Adorno, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/309964
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