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Intelligentes Risikomanagement in Non-Profit-Einrichtungen des Gesundheitswesens

Title: Intelligentes Risikomanagement in Non-Profit-Einrichtungen des Gesundheitswesens

Term Paper , 2014 , 28 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Thomas Briest (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Diese Arbeit zeigt einen möglichen Weg der Implementierung eines Diagnoseinstrumentes zur wirksamen Risikohandhabung in einem Beispielunternehmen „Pflegeeinrichtung“.

Nach einer kurzen Einleitung im Kapitel 1 über momentane Ausgangssituationen von Non-Profit-Einrichtungen des Gesundheitswesens erfolgt in Kapitel 2 die Einordnung von theoretischen Aspekten, wie der Risikoforschung, aktueller Trends und wesentlicher Begriffe. Ferner werden mögliche und entscheidende Faktoren für ein wirksames Risikomanagementsystem skizziert. Kapitel 3 beschreibt einen Weg der Einbindung des Risikocontrollings in ein Pflegeunternehmen. Unter anderem werden Reportingsysteme mit einem möglichen Diagnoseinstrument herausgearbeitet. Das Kapitel 4, die Risikohandhabung, zeigt ein Praxisbeispiel eines Critical Incident Reporting Systems (CIRS) für die Erfassung möglicher Risikokonstellationen und Wege der Verankerung in die Organisation auf. Die Hausarbeit endet mit einem Fazit und einer kritischen Reflexion im Kapitel 5.

Leistungserbringer, wie beispielsweise stationäre Pflegeheime, werden durch zahlreiche Gesetzgebungen vom Bundesgesundheitsministerium verpflichtet, interne Qualitätsmanagementsysteme zu implementieren. Ergänzt werden diese internen Systeme durch zahlreiche externe Qualitätsindikatoren, die u.a. von Institutionen, wie der Medizinische Dienst der Krankenkassen oder der Aufsicht für unterstützende Wohnformen jährlich geprüft werden.

Seit Jahren häuft sich in der Presselandschaft der Bundesrepublik Deutschland, nicht selten auch durch eine pauschalisierte negative Berichterstattung der Medien, ein Szenario mit angeblichen lebensgefährlichen Situationen für Bewohner in deutschen Pflegeheimen. Was jedoch eine neue und bedenkenswerte Dimension darstellt, sind die in einer breiten Öffentlichkeit zugänglichen Befunde und Ergebnisse der Pflegewissenschaft. Diese Ergebnisse basieren auf wissenschaftlich fundierten Untersuchungen und Prüfungen, u.a. durch das 2. Gutachten nach § 118 Abs. 4 SGB XI zur Entwicklung der Pflegequalität aus dem Jahr 2007. Identifiziert wurden u.a. eine Anzahl von Fehlern in der Pflege, die das Wohlbefinden und die Gesundheit der Pflegebedürftigen beeinträchtigen. Beispiele waren weiterhin die unzureichende Umbettung bei Immobilität, die Mängel bei der Ernährung und Flüssigkeitsversorgung oder die Defizite bei der Dekubitusversorgung.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einführung

1.1 Relevanz von Risikomanagement in Non-Profit-Einrichtungen

1.2 Aufbau der Arbeit

2 Theoretische Aspekte

2.1 Erklärungsansätze und aktueller Forschungsstand

2.2 Erfolgsfaktoren

2.3 Sicherheit als Ziel einer Non-Profit-Einrichtung

3 Alltagssituationen einer Pflegeeinrichtung

3.1 Spezifische Risikoarten sowie Besonderheiten

3.2 Risikocontrolling

3.2.1 Einbindung in die Aufbauorganisation

3.2.2 Einbeziehung in die Ablauforganisation

3.3 Risikomanagementprozess

3.4 Diagnoseinstrument

4 Risikohandhabung

4.1 Verortung und Verankerung eines CIRS in der Organisation

4.2 Empfehlungen des Aktionsbündnisses für Patientensicherheit

5 Zusammenfassung und kritische Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Notwendigkeit und Implementierung eines intelligenten Risikomanagementsystems in stationären Non-Profit-Einrichtungen des Gesundheitswesens. Das primäre Ziel ist es, den Nutzen eines Critical Incident Reporting Systems (CIRS) als Diagnoseinstrument zur Erfassung, Bewertung und Vermeidung von Risikokonstellationen und Fehlern darzulegen, um die Patientensicherheit nachhaltig zu erhöhen und eine konstruktive Fehlerkultur in der Organisation zu fördern.

  • Grundlagen des Risikomanagements in Non-Profit-Einrichtungen
  • Methoden und Herausforderungen des Risikocontrollings
  • Die Rolle der Sicherheitskultur und Risikokommunikation
  • Implementierung von Critical Incident Reporting Systemen (CIRS)

Auszug aus dem Buch

2.3 Sicherheit als Ziel einer Non-Profit-Einrichtung

Im Oktober 1999 kam es nördlich von London zu einem Zusammenstoß zweier Personenzüge. Hierbei waren zahlreiche Verletzte und 31 Tote zu beklagen. Bei der Klärung der Ursache wurde zuerst die Schuldfrage beim Zugführer vermutet, da ein Haltesignal übersehen wurde. Es schien ein allgemeingültiger Fall „menschliches Versagens“ zu sein.

Bei der genaueren Untersuchung des mittlerweile privaten Trägers des englischen Schienennetzes, stellten sich allerdings enorme Sicherheitseinbußen aufgrund eines massiven Sparkurses heraus. Speziell der Verzicht auf die Weigerung, das bereits als Fehlerquelle bekannte Haltesignal zu ersetzen und weitere zusätzliche Sicherheitssysteme einzuführen, erwiesen sich 2 Jahre später am gleichem Unglücksort erneut als schwerwiegend, da auch hier zahlreiche Personen verunglückten. Die nachfolgenden Untersuchungen der englischen Eisenbahngesellschaft ergaben u.a. in ein marodes und defektes Schienensystem, was erneut den falsch eingeschlagenen Weg, Kosten in Maßnahmen der Sicherheit zu sparen, hervorhob. Nach den vielen Havarien stieg der öffentliche Druck auf das Eisenbahnunternehmen, mehr „Energie“ im Sinne der Risikovermeidung aufzubringen. Im Oktober 2001 musste die Gesellschaft Konkurs anmelden und wurde auf Antrag der Regierung unter Zwangsverwaltung gestellt.

Übertragen auf andere Dienstleistungen, z.B. die stationäre Pflege, zeigt dieses Exempel, dass auch in Einrichtungen des Gesundheitswesens die alleinige Orientierung auf kurzzeitigen wirtschaftlichen Erfolg fatale Auswirkungen haben kann. Besonders, wenn aus wirtschaftlichen Gründen dringend Sparmaßnahmen zu ergreifen sind, darf dabei die Sicherheit der Patienten, Bewohner und Mitarbeiter nicht in Mitleidenschaft gezogen werden. Das hauptsächliche Problem ist hier, dass die Gelder für Sicherheitsmaßnahmen in der Bilanz nur als Aufwendungen verbucht werden. Da die Effekte für Investitionen in die Risikovermeidung nur schwer erfassbar sind, sind Geschäftsführer und Träger schnell versucht, hier den sogenannten Rotstift anzusetzen.

Zusammenfassung der Kapitel

Einführung: Die Arbeit thematisiert die zunehmende Relevanz eines systematischen Risikomanagements in Pflegeeinrichtungen aufgrund steigender Anforderungen und Qualitätsstandards.

Theoretische Aspekte: Es werden wissenschaftliche Erklärungsansätze zur Risikoforschung vorgestellt und die Bedeutung einer gelebten Sicherheitskultur als Erfolgsfaktor hervorgehoben.

Alltagssituationen einer Pflegeeinrichtung: Dieses Kapitel beleuchtet spezifische Risikoarten, die Notwendigkeit eines Risikocontrollings sowie die prozessuale Einbindung eines Risikomanagements in die Organisation.

Risikohandhabung: Hier wird der praktische Einsatz von Critical Incident Reporting Systemen (CIRS) als Diagnose- und Lerninstrument detailliert analysiert.

Zusammenfassung und kritische Reflexion: Das Fazit unterstreicht, dass Risikomanagement ein kontinuierlicher Lernprozess ist, der trotz Kostenaufwand für den Erhalt und die Qualität der Einrichtung essenziell bleibt.

Schlüsselwörter

Risikomanagement, Non-Profit-Einrichtungen, Patientensicherheit, Critical Incident Reporting System, CIRS, Risikokultur, Pflegequalität, Risikocontrolling, Fehlerkultur, Sicherheitsmanagement, Gesundheitswesen, Risikohandhabung, Qualitätsmanagement, Beinahefehler, Prävention

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Notwendigkeit und Umsetzung eines effektiven Risikomanagements in Non-Profit-Pflegeeinrichtungen.

Welches sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Risikokultur, dem Risikocontrolling und der Einführung technischer Fehlerberichts-Systeme.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den Nutzen von CIRS zur Verbesserung der Patientensicherheit und Fehlervermeidung in stationären Pflegeeinrichtungen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie der Auswertung von Praxisbeispielen zur Risikohandhabung im Gesundheitswesen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich theoretischen Grundlagen, den Besonderheiten des Risikocontrollings in Pflegeeinrichtungen und der praktischen Implementierung von CIRS.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Risikomanagement, Patientensicherheit, CIRS, Fehlerkultur und Risikokultur charakterisiert.

Warum ist eine "gelebte" Risikokultur so wichtig für den Erfolg?

Nur in einer Kultur, in der Fehler nicht bestraft, sondern als Lernchance begriffen werden, sind Mitarbeiter bereit, Beinahe-Fehler offen zu melden.

Wie lässt sich der Zielkonflikt zwischen Wirtschaftlichkeit und Sicherheit auflösen?

Der Autor betont, dass Sicherheit nicht als reine Kostenstelle, sondern als notwendige Investition in den Erhalt und die Zukunftsfähigkeit der Einrichtung verstanden werden muss.

Welche Rolle spielt die EDV bei der Einführung eines CIRS?

EDV-gestützte Systeme ermöglichen eine strukturierte Erfassung, schnelle Übermittlung und statistische Auswertung von Fehlern, was die Grundlage für systematische Verbesserungen bildet.

Sind die Ergebnisse direkt auf andere Non-Profit-Bereiche übertragbar?

Ja, da die grundlegenden Mechanismen des Risikomanagements, wie Fehleridentifikation und Prozessoptimierung, in vielen sozialen Einrichtungen Anwendung finden können.

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Details

Title
Intelligentes Risikomanagement in Non-Profit-Einrichtungen des Gesundheitswesens
College
University of Applied Sciences Magdeburg
Grade
1,3
Author
Thomas Briest (Author)
Publication Year
2014
Pages
28
Catalog Number
V310571
ISBN (eBook)
9783668094147
ISBN (Book)
9783668094154
Language
German
Tags
intelligentes risikomanagement non-profit-einrichtungen gesundheitswesens
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Briest (Author), 2014, Intelligentes Risikomanagement in Non-Profit-Einrichtungen des Gesundheitswesens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310571
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