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Kreativ zur Ruhe kommen. Unterstützung der Kreativität durch prozessorientierte Angebote (7. Klasse Förderschule)

„Ich tauch‘ ab in die Welt der Farben“

Titel: Kreativ zur Ruhe kommen. Unterstützung der Kreativität durch prozessorientierte Angebote (7. Klasse Förderschule)

Studienarbeit , 2013 , 31 Seiten , Note: 3

Autor:in: Aysel Kapuci (Autor:in)

Soziale Arbeit / Sozialarbeit
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ich bin im Rahmen eines Praktikums für die Erzieherausbildung in der Förderschule H. Dort betreue ich die Klassen 7, 8 und 9. Die meisten Schüler haben große Konzentrationsschwächen und sind sehr unruhig. Aus meinen Beobachtungen entnehme ich, dass die beiden Jugendlichen, die ich für meine Angebotsreihe auswähle, ein großes Bedürfnis haben, sich künstlerisch frei zu entfalten und nach einer „Auszeit“ suchen, wobei sie dies zum Teil in der Klasse nicht umsetzen können. Die beiden Schüler lieben es, zu malen und zu zeichnen. Daraus kommt mir die Idee, den beiden Schülern (von der 7. Klasse) Möglichkeiten aufzuzeigen, sie auf diesem Wege in ihrer Kreativität zu unterstützen und sie dadurch zur Ruhe kommen zu lassen. Kunst ist ein besonderes Thema für mich.

Zunächst muss ich erwähnen, dass Malen und Gestalten mit Freude verbunden ist. Aus diesem Grunde arbeite ich gerne im kreativen Bereich. Kreativität verleiht Ausdruck, lässt das Kunststück von anderen Betrachtern unterschiedlich deuten oder wahrnehmen. Kreative Arbeit ist eine schöpferische Fähigkeit, bei der man sich frei entfalten kann. Deshalb liegt mein Schwerpunkt auf prozessorientiertem Gestalten. Der Focus liegt nicht auf einem vorgegebenen „perfekten Ergebnis“ eines Bildes, sondern eher auf der künstlerischen und kreativen Entfaltung eines Individuums. (Und ehrlich gesagt, in der Kunst gibt es kein „richtig“ oder „falsch“, somit ist jedes künstlerische Produkt ein einzigartiges Ergebnis). Die Entwicklung von Fantasie und Vorstellungskraft haben für die Pädagogik eine große Bedeutung, ebenso wie freies, spontanes Malen und Experimentieren und Ausprobieren. Mein weiteres Ziel ist das Experimentieren mit Farben und unterschiedliche Anwendung von Techniken zu vermitteln. Dabei sollen die Schüler zur Ruhe kommen. Durch prozessorientiertes Gestalten und des bildnerischen Prozesses (und seines Produkts) entsteht ein Prozess des inneren Gleichgewichts, das in jedem Fall auf die Psyche wirkt. Hier wird nicht nur die Kreativität der Schüler unterstützt, sondern der Prozess des „zur Ruhe kommen“ dahin geführt und begleitet. Ich biete den Schülern ein pädagogisches Angebot, bei dem sie die Möglichkeit erhalten, sich auf der Basis ihrer Ressourcen kreativ zu erweitern, gelassener für einen Moment sind, aus dem stressigen Alltag entfliehen, um so wieder innere Kraft tanken zu können. Die Schüler können frei entscheiden, was sie zu Papier bringen möchten und vor allem wie.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Begründung über die Wahl des Themas

1.2. Zielsetzung

1.3. Überblick – fachliches Vorgehen

2. Der theoretische Bezugsrahmen

2.1. Bedeutung von Kreativität

2.2. Was ist Kunst?

2.3. Prozessorientiertes Arbeiten

2.4. Produktorientiertes Arbeiten

2.5. Zeichenentwicklung des Kindes und Jugendlichen

3. Angebotsreihe zum Thema „Mit Farben experimentieren“ – (Praxisdarstellung)

3.1. Praxisstelle: Förderschule Hauskoppelstieg

3.2. Kurze Beschreibung der Jugendlichen und Motivation

3.3. Übersicht der Angebotsreihe

3.4. Planung und Reflexion des Angebotes „Die Farbspritz-Technik & Nass-in-Nass Technik“

3.5. Planung und Reflexion des Angebotes „Pustekunst & Klecksbilder“

3.6. Zusammenfassende Reflexion des mehrteiligen Angebotes (Theorie-Praxis-Verknüpfung)

4. Schlussteil/ Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie prozessorientierte künstlerische Angebote die Kreativität, Konzentration und psychische Entspannung von Jugendlichen mit Förderbedarf unterstützen können. Ziel ist es, den Leistungsdruck durch einen Fokus auf den schöpferischen Prozess statt auf ein perfektes Endprodukt zu mindern.

  • Bedeutung von Kreativität und künstlerischem Ausdruck
  • Gegenüberstellung von prozess- und produktorientiertem Arbeiten
  • Entwicklungsphasen der kindlichen und jugendlichen Zeichnung
  • Praktische Erprobung experimenteller Maltechniken
  • Reflexion des pädagogischen Handelns zur Förderung der Selbstwirksamkeit

Auszug aus dem Buch

2.3. Prozessorientiertes Arbeiten

Beim prozessorientierten Arbeiten steht der Aspekt zum selbst geplanten, eigenständig erworbenem Wissen im Vordergrund. Bedeutend ist der Weg, (also der Prozess des Gestaltens) dorthin und nicht das sichtbare Endergebnis bzw. Endprodukt.

Die Erfahrungen, die während des Prozess gemacht werden, sind bedeutend, selbst wenn kein Endprodukt hergestellt ist, weil es beispielsweise vom Kind zerstört wird. Die Kinder haben die Möglichkeit aus eigenem Interesse, sich durch Motivation und Selbstbestimmung mit diversen Materialien im Gestaltungsprozess auseinanderzusetzen. Die Kinder bestimmen ihren eigenen Lernprozess. Durch prozessorientiertes Arbeiten werden bestimmte Fähigkeiten gestärkt: Beim Individuellen Ausdruck werden Gedanken und Gefühle durch das Gestalten verarbeitet. In der Identitätsfindung wird durch Unterstützung der individuelle Ausdruck mit eigenem Stil und nach eigenen Wünschen ausprobiert. Durch Raum und Zeit und ohne Druck darf das Kind selbst bestimmen, wie lange es an seinem Bild malen möchte und wenn es fertig ist. Gestärkt wird das Kind mit Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen, indem es stolz sein kann, etwas Eigenes erschaffen zu haben. Durch individuelles Experimentieren mit unterschiedlichen Materialien kann sich das Kind viele Erfahrungen und Informationen aneignen. Grenzerfahrungen werden durch Ausprobieren und Experimentieren gestärkt, bei dem das Kind seine eigenen Grenzen erfährt und erweitert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Begründung der Themenwahl und Darstellung der Zielsetzung sowie des methodischen Vorgehens.

2. Der theoretische Bezugsrahmen: Definition von Kreativität und Kunst sowie Abgrenzung von prozessorientierten gegenüber produktorientierten Ansätzen.

3. Angebotsreihe zum Thema „Mit Farben experimentieren“ – (Praxisdarstellung): Detaillierte Planung und Reflexion der durchgeführten künstlerischen Praxisprojekte an einer Förderschule.

4. Schlussteil/ Ausblick: Kritische Zusammenfassung der Ergebnisse und Reflexion der pädagogischen Arbeit für die Zukunft.

Schlüsselwörter

Kreativitätsförderung, prozessorientiertes Gestalten, Förderschule, Identitätsfindung, Kunstpädagogik, Sozialpädagogisches Handeln, Zeichenentwicklung, Experimentelle Kunst, Selbstwirksamkeit, Jugendhilfe, Farblehre, Reflexion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Facharbeit?

Die Arbeit thematisiert die Förderung der Kreativität und Konzentration bei Jugendlichen an einer Förderschule durch den Einsatz von prozessorientierten Mal- und Gestaltungsangeboten.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Neben der theoretischen Einordnung von Kreativität und Kunst stehen die Unterschiede zwischen prozess- und produktorientiertem Arbeiten sowie die kindliche und jugendliche Zeichenentwicklung im Fokus.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Hauptziel besteht darin, den Schülern einen Raum für freies Experimentieren ohne Leistungsdruck zu bieten, um deren Selbstvertrauen zu stärken und eine psychische Entspannung zu ermöglichen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche zu theoretischen Grundlagen sowie einer praxisorientierten Fallstudie in Form von geplanten und reflektierten Malangeboten mit zwei Jugendlichen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der praktischen Umsetzung verschiedener Techniken wie der Farbspritz- und Nass-in-Nass-Technik, der Planung der Angebote und der anschließenden Reflexion des pädagogischen Handelns.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Kreativitätsförderung, prozessorientiertes Arbeiten, Selbstwertgefühl, Identitätsfindung und pädagogische Reflexion.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen prozess- und produktorientiertem Arbeiten eine so wichtige Rolle?

Sie ist entscheidend, um den Leistungsdruck abzubauen, da beim prozessorientierten Arbeiten der Weg des Erschaffens wichtiger ist als die ästhetische Perfektion des Ergebnisses.

Welche Herausforderungen zeigten sich bei der Arbeit mit den Jugendlichen?

Die Jugendlichen zeigten Konzentrationsschwierigkeiten, ein hohes Bedürfnis nach Aufmerksamkeit und neigten dazu, sich bei mangelndem Erfolg schnell entmutigen zu lassen, was eine behutsame pädagogische Begleitung erforderte.

Welche Rolle spielt das Erzieherverhalten in diesem Kontext?

Die Autorin betont die Bedeutung einer wertschätzenden Beziehung, direkten Augenkontakts und einer Atmosphäre, in der sich die Jugendlichen sicher fühlen, ihre eigenen Wünsche und Emotionen auszudrücken.

Ende der Leseprobe aus 31 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Kreativ zur Ruhe kommen. Unterstützung der Kreativität durch prozessorientierte Angebote (7. Klasse Förderschule)
Untertitel
„Ich tauch‘ ab in die Welt der Farben“
Hochschule
Fachschule für Sozialpädagogik maxQ. im bfw Hamburg  (Fröbelseminar)
Veranstaltung
Fachbereich Sozialpädagogisches Handeln, Kreativ, Kreativität
Note
3
Autor
Aysel Kapuci (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
31
Katalognummer
V310804
ISBN (eBook)
9783668101296
ISBN (Buch)
9783668101302
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Förderschule Kreativ zur Ruhe kommen Kreativ Kreaitivität Erzieher Facharbeit Sozialpädagogisches Handeln Sozialpädagogisches Handeln Kinder Jugendliche Pädagogik Pädagogisches
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Aysel Kapuci (Autor:in), 2013, Kreativ zur Ruhe kommen. Unterstützung der Kreativität durch prozessorientierte Angebote (7. Klasse Förderschule), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310804
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Leseprobe aus  31  Seiten
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