Die pädagogische und kulturelle Motivation der Frauenbilder in orientalischen und deutschen Märchen

Ein Vergleich


Hausarbeit (Hauptseminar), 2014

37 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung. 1

2. Märchen ... 2
2.1 Entstehung, Wandlung und Verwendung der Gattung Märchen ... 2
2.2 Der pädagogische Wert und Einsatz von Märchen ... 5
2.3 Mündlichkeit ... 7
2.4 Märchen und Realität ... 8
2.4.1 orientalische Märchen und Bilder vom Orient ... 10
2.4.2 Grimms Märchen und die Lebenswirklichkeit im 19. Jahrhundert ... 11

3. Frauenfiguren ... 14
3.1 böse Gegenspielerin ... 14
3.1.1 Hexe ... 14
3.1.2 Stiefmutter / Stiefschwestern ... 16
3.2 gute / schöne / tugendhafte Hauptfigur ... 18
3.2.1 passive Heldin ... 21
3.2.2 aktive Heldin ... 25
3.3 Männertypen ... 28
3.3.1 Könige und Väter ... 28
3.3.2 Prinzen ... 29

4. Fazit ... 30

5. Literaturangabe ... 33

1. Einleitung

In unserer Gesellschaft ist die Emanzipation und die Rollenverteilung ein wichtiges Thema. Frauen wollen gleichberechtigt werden und selbstständig sein. Das Bild von Frauen aus dem Orient – heute spricht man vom Nahen Osten – ist geprägt von Unterdrückung und Abhängigkeit vom Mann. In wie weit diese Frauenbilder auch in den Märchen zu finden sind, wird in dieser Arbeit thematisiert werden. Als zeitlicher Rahmen lässt sich hier das beginnende 19. Jahrhundert nennen. Aus dieser Zeit stammen die ersten Märchensammlungen und der Beginn der Märchenforschung, auch wenn viele Märchenmotive schon aus viel früheren Epochen stammen und durch ihre orale Tradition über lange Zeit weiter getragen wurden. Volksmärchen wurden im Gegensatz zu Kunstmärchen nicht von einem Autor verfasst und niedergeschrieben. Sie wurden über Jahre oder auch Jahrzehnte hinweg erzählt und weitergetragen. Das hier zu Lande bekannte Spiel Flüsterpost lässt uns – meist schon in Kindertagen – erkennen, dass Geschichten sich beim Weitererzählen verändern. So erscheint es verständlich, dass Schwierigkeiten auftauchten ,die eine, richtige‘ Fassung eines Märchens zu finden. Gerade bei den arabischen Märchen spielt die Tradition des Erzählens eine große Rolle. Für die vorliegende Arbeit habe ich mich bei den deutschen Märchen für Beispiele der berühmten Märchen der Brüder Jacob und Wilhelm Grimm entschieden. Für meine Arbeit hat sich die letzte Ausgabe ihrer Sammlung von Kinder- und Hausmärchen aus dem Jahr 1857 als sinnvoll ergeben. Die Gründe hierfür werde ich an gegebener Stelle noch näher ausführen.

Bei den orientalischen Märchen habe ich mich ebenfalls für Beispiele aus der ihrerseits wohl berühmtesten arabischen Märchensammlung Tausend und eine Nacht entschieden. Zwei weitere Beispiele habe ich den Orientalischen Frauenmärchen, herausgegeben von Johannes Merkel, und Ignaz Kúnos‘ Sammlung Türkische Volksmärchen aus Stambul entnommen.

Die herausgearbeitete kulturelle und pädagogische Motivation der Märchen soll zeigen, welche Funktion die Märchen haben und hatten. Welche Rolle spielen Frauen in den Märchen der orientalischen Kultur und welche in der deutschen? Welchen Stellenwert haben sie und welche Werte sollen sie vermitteln? Sind diese Werte identisch oder sind es unterschiedliche? In wie weit lässt sich die Kultur der jeweiligen Länder in den Märchen wiederfinden und wie viel Kultur soll vielleicht auch vermittelt werden durch sie? Unter all diesen Fragen stellt sich folgende als Kernfrage für diese Arbeit heraus: Kann die Darstellung von Frauen im Märchen auch in unserer heutigen Gesellschaft noch als Vorbild fungieren oder wirkt es nur als Medium zur Verbreitung längst veralteter patriarchalischer Denkkonstruktionen?

Zu Beginn werde ich auf die Entstehung und Verwendung von Märchen eingehen, um sie als Gattung historisch und kulturgeschichtlich einordnen zu können. Damit eng verbunden steht der Begriff der Mündlichkeit, da Märchen eine orale Tradition besitzen. Dieses Kapitel wird auch ansatzweise in die orientalische Kultur einführen, in der das Geschichtenerzählen lange Zeit eine große Rolle gespielt hat. Die Frage nach der Realität im Märchen, wird im darauffolgenden Kapitel gestellt werden und sich mit der Lebenswirklichkeit der Frauen zu Beginn des 19. Jahrhunderts beschäftigen. Anschließend werde ich konkret auf die verschiedenen Frauenfiguren eingehen, die im Märchen zu finden sind. Auch die Männertypen werden in Abgrenzung zu den Frauen betrachtet.

2. Märchen

2.1 Entstehung, Wandlung und Verwendung der Gattung Märchen

Die Entstehung von Volksmärchen lässt sich nur sehr allgemein formulieren und bezieht sich in ihren Anfängen sowohl auf die deutschen als auch auf die orientalischen Märchen. Bereits 1200 v.Chr. lassen sich in Ägypten „Spuren einzelner Märchenmotive“[1] nachweisen und auch „[i]n der Literatur des griechischen und römischen Altertums finden sich schon Hinweise auf Kinder- und Ammenmärchen“[2]. Überlieferte Erzählungen aus dem Mittelalter zeigen ebenfalls spätere Märchenmotive auf[3], aber genaue Datierungen oder Orte lassen sich nicht zuordnen. Grund dafür ist die Tatsache, dass Volksmärchen eine orale Tradition besitzen. So gibt es keine schriftlichen Überlieferungen, auf die sich die Forschung stützen könnte.[4] In den orientalischen Ländern ist die Tradition des Erzählens ein sehr wichtiger Aspekt. Jedes Dorf hatte meist seinen eigenen Geschichtenerzähler, der in Kaffeehäusern, auf Marktplätzen oder bei Festen seine Geschichten erzählte. Alle Berichte deuten darauf hin, dass der Bereich des Märchenerzählens ein von Männern dominierter Bereich war und Frauen „im allgemeinen nicht einmal als Zuhörer geduldet [wurden]“[5]. „In den islamischen Gesellschaften waren die Lebensbereiche von Mann und Frau peinlich genau voneinander getrennt, und das galt natürlich auch für das Erzählen.“[6] Genaue Berichte über Märchenerzähler-innen sind schwer zu finden, da Reisende keinen Zutritt zu den Bereichen der Frauen hatten. Aber „[a]uch wenn unsere Nachrichten recht zufällig und vereinzelt bleiben, sie zeigen zumindest, daß es in allen orientalischen Ländern und quer durch alle sozialen Schichten eine eigenständige weibliche Erzählkultur gab.“ [7] So ist davon auszugehen, dass die Märchen-erzählerinnen zwar nicht in der männlichen Öffentlichkeit auftraten, aber sie „unterhielten Frauen und Sklavinnen des eigenen Haushalts […] oder erzählten vor den versammelten Frauen des Dorfes“[8].

Auch in Deutschland waren Märchen lange Zeit in Händen der männlichen Märchenerzähler, zumindest öffentlich. Meistens hatten sie Berufe, in denen man umherzieht. So brachten sie den Menschen Abwechslung in ihren Alltag und die Zuhörer waren gespannt, etwas aus ‚der großen weiten Welt‘ zu hören. Hier beginnen die Übergänge zwischen Realität und Märchen zu verschwimmen. Auch Frauen erzählten Märchen, im Gegensatz zu den Männern jedoch meist im häuslichen Kreis. Auch inhaltlich gab es Unterschiede:

„Männer erzählten Märchen, in denen der arme Bursche es zur Hochzeit mit der Prinzessin bringt, die Frauen erzählten in gleicher Häufigkeit von jungen Frauen oder Männern, die ihr Glück finden.“ [9]

Durch die Urbanisierung und Industrialisierung waren Männer immer mehr an ihre festen Arbeitsräume in der Stadt, außerhalb des Hauses gebunden, was Erzählanlässe fortbrechen lies. Frauen hingegen blieben in ihrem traditionellen Umfeld und erzählten innerhalb des Haushaltes weiter. [10] Ein weiterer Tatbestand, der dazu führt, dass Märchen immer mehr ‚Frauensache‘ wurden, liegt am Abfall der Anerkennung von Märchen. Die allgemeine Beliebtheit der Märchen wandelte sich durch die Aufklärung und sie wurden zu „Ammenmärchen“ abgewertet. Den Grund hierfür und die Folgen erklärt Ulrike Bastian:

„Mythische und irrationale Elemente des Märchens widersprachen einem rationalen Weltverständnis. Die Aufklärer ließen das Märchen nurmehr als Literatur für Kinder gelten, gestalteten es dann jedoch zu einem bewußten Erziehungsmittel.“[11]

Sieht man sich die verschiedenen Auflagen der von den Brüdern Grimm veröffentlichten Sammlungen an, erkennt man diese Umgestaltung deutlich. Sie selber schreiben 1819 in ihrer Vorrede, sie hätten „jeden für das Kindesalter nicht passenden Ausdruck in dieser neuen Auflage sorgfältig gelöscht.“[12] Bleibt der Prinz in ihrer Fassung von 1812 noch über Nacht bei Rapunzel[13] und fällt der Besuch auf, weil ihr ihre Kleider zu eng werden, – sprich: Rapunzel schwanger ist – so ist in der letzten Fassung von 1857 keine einzige sexuelle Andeutung mehr auffindbar.[14] Zu brutale und für Kinder nicht geeignete Märchen wurden ganz aus der Sammlung genommen.

Außerdem flossen viele christliche Traditionen in die Märchen mit ein. So betet das Schwesterchen in Brüderchen und Schwesterchen jeden Abend und Hänsel und Grethel bitten Gott um Hilfe in ihrer Not.[15] Hier finden wir eine Parallele zu den orientalischen Märchen: Vom Islam geprägt, spielt das Vertrauen in Allah eine große Rolle. Die Figuren ergeben sich in ihr Schicksal, weil „die Feder […] das göttliche Urteil ausgezeichnet [hat].“[16]
In dem Märchen Geschichte des ersten Mädchens wird der Prinz als einziger Bewohner einer Stadt gerettet, weil er den Koran lernte und als einziger Allah und nicht das Feuer anbetete.[17]

2.2 Der pädagogische Wert und Einsatz von Märchen

Diese Ethisierung und Moralisierung der Märchen, die in den Grimmschen Märchen vorwiegend Wilhelm Grimm vornahm, zeigen ein hohes pädagogisches Interesse. [18] In der Märchenforschung gibt es kontroverse Ansichten über den pädagogischen Wert von Märchen. Von der Antike bis heute gibt es immer wieder Vertreter der Meinung, dass Märchen in ihrer Brutalität und Weltferne für Kinder und Jugendliche gefährlich seien. [19] Außerdem wird häufig die Kritik laut, „[vor] allem die Grimmschen Märchen würden zum Denken in hierarchischen und patriacharlischen Strukturen erziehen, sie wirkten im Sinne der herkömmlichen Rollenverteilung und seien repressiv.“ [20]

Ebenso wird aber auch immer wieder (und in der heutigen Pädagogik verstärkt) betont, wie sehr Märchen Kinder in ihrer Entwicklung unterstützen können, indem sie die Phantasie der Kinder anregen und das Selbstwertgefühl und ihre Toleranz stärken.[21] Weiter wird dem Märchen zugeschrieben, es „[liefere] Vorbilder und richtige Verhaltensmodelle, es [helfe] in Ablösungsprozessen, bei der Lebensbewältigung, Emanzipation, Identitätsfindung und bei Reifungsvorgängen.“[22]

Der Grund für diese kontroversen Ansichten in der Märchenforschung liegt darin, dass weitestgehend jede Gruppierung ihren Anspruch an das Märchen stellt;

„[die] bürgerliche Pädagogik […] mit dem gleichen Nachdruck wie die sozialdemokratische, die nationalsozialistische wie die kommunistische. Märchen sind für die Religionspädagogen zur Einübung des Glaubens geeignet, linkspolitisch orientierte Lehrer wollen sie wiederum im Klassenkampf einsetzen. Märchen werden für emanzipatorische Ideale, aber auch für diktatorische Irrlehren gebraucht und mißbraucht.“[23]

Sie behandeln Problemfelder des Lebens und reflektieren Wirklichkeitsbezüge. Auf welche Art damit umgegangen wird kann – wie dargelegt – sehr unterschiedlich sein. Sie bieten aber definitiv den Rahmen, um Menschen in ihrer Entwicklung zu unterstützen oder zum Nachdenken anzuregen. Ein Aspekt allerdings, den das Märchenerzählen mitbringt und der weitestgehend unbestritten ist, ist die Beobachtung, dass das mündliche Erzählen eines Märchens die kognitiven, psychomotorischen und sozialen Fähigkeiten fördert, da die „sinnstiftenden Bilder des Märchens […] durch Blickkontakte, Gestik, Mimik und unmittelbare Ausstrahlung der Erzählerin / des Erzählers vermittelt [werden].“[24]

2.3 Mündlichkeit

Wie im vorherigen Kapitel bereits beschrieben, ist die Mündlichkeit der Märchen ein wichtiger Aspekt. Gerade die Probleme, die die Mündlichkeit beispielsweise auch für diese Arbeit mitbrachte, möchte ich hier skizzieren.

Die orientalischen Märchen sind bis heute durch ihre orale Tradition geprägt. Auch wenn sie mittlerweile in gedruckter Form vorliegen, erkennt man häufig noch ihre ursprünglich konzeptionelle Mündlichkeit, erkennbar durch Wiederholungen oder mündliche Formulierungen wie „fuhr das Mädchen fort“. [25] Außerdem sind manchmal Gedichte, Gebete oder Lieder in den Märchen enthalten, was darauf hinweist, dass sie mündlich tradierter Gegenstand des alltäglichen Lebens waren und die Erzähler sie benutzten, um die Nähe zum Leben den Zuhörern herzustellen. Es waren bekannte Stücke, die vielleicht sogar mitgesungen oder -gebetet werden konnten.

[...]


[1] Bastian, Ulrike: Die „Kinder- und Hausmärchen“ der Brüder Grimm in der literaturpädagogischen Diskussion des 19. und 20. Jahrhunderts. Studien zur Kinder- und Jugendmedien-Forschung, Band 8, Frankfurt a.M. 1981, S.6.

[2] Bastian, S.6.

[3] vgl. ebd.

[4] zur weiteren, sehr umfangreichen Lektüre über den Ursprung, die Entstehung und Geschichte des Märchens sei an dieser Stelle Lüthi, Max: Märchen, Stuttgart 102004 und Karlinger, Felix (Hrsg.): Wege der Märchenforschung, Darmstadt 1973, empfohlen.

[5] Merkel, Johannes: Schehrezad und ihre Schwestern. Nachwort von Johannes Merkel, in: Ders. (Hrsg.): Löwengleich und Mondschön. Orientalische Frauenmärchen, München 1994. S.128.

[6] Merkel, S. 129.

[7] Merkel, S.133.

[8] Merkel, S.129.

[9] Pöge-Alder, Kathrin: Märchenforschung. Theorien, Methoden, Interpretationen. Tübingen 2007. S. 236 f.

[10] vgl. ebd. S. 238 f.

[11] Bastian, S.25, zitiert nach: Psaar, W. / Klein, Manfred: Wer hat Angst vor der bösen Geiß? Zur Märchendidaktik und Märchenrezeption, Braunschweig 1976, S.112 und Bennung, Isa: Das deutsche Märchen als Kinderliteratur, Halle 1975, S.4 u. S.11 f.

[12] Müller, Elisabeth: Das Bild der Frau im Märchen. Analysen und erzieherische Betrachtungen, München 1986. S.98.

[13] Grimm, Jacob und Wilhelm: Kinder- und Hausmärchen. Ausgabe letzter Hand, herausgegeben von Heinz Rölleke, Stuttgart 1984, Nr.12. Im Folgenden Grimm, KHM.

[14] vgl. Müller, S.98 f.

[15] Grimm, KHM. Nr. 15.

[16] Geschichte des ersten Märchens , in: Weil, Gustav Dr. (Hrsg.): Tausend und eine Nacht. Arabische Erzählungen. Erster Band, Essen 1990, S.147.

[17] vgl. Geschichte des ersten Märchens, S.152.

[18] vgl. Lüthi (2004), S.54 f.

[19] vgl. Horn, Katalin: Über das Weiterleben der Märchen in unserer Zeit. In: Märchen-Stiftung Walter Kahn (Hrsg.): Die Volksmärchen in unserer Kultur. Berichte über Bedeutung und Weiterleben der Märchen. Frankfurt am Main 1993. S. 47.

[20] ebd. S. 49.

[21] vgl. ebd. S. 51.

[22] ebd.

[23] ebd. S. 48.

[24] Pöge-Alder, S. 223.

[25] Geschichte des ersten Mädchens , S.152.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten

Details

Titel
Die pädagogische und kulturelle Motivation der Frauenbilder in orientalischen und deutschen Märchen
Untertitel
Ein Vergleich
Hochschule
Universität Duisburg-Essen  (Germanistik / Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
Texte der Romantik
Note
1,3
Autor
Jahr
2014
Seiten
37
Katalognummer
V310926
ISBN (eBook)
9783668093805
ISBN (Buch)
9783668093812
Dateigröße
850 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Romantik, Märchen, Gender, Frauenbilder, Grimm, 1001 Nacht, pädagigischer Wert
Arbeit zitieren
Veronika Firmenich (Autor), 2014, Die pädagogische und kulturelle Motivation der Frauenbilder in orientalischen und deutschen Märchen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310926

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