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Der Äquivalenz-Begriff in der Theorie und Praxis der Übersetzung

Título: Der Äquivalenz-Begriff in der Theorie und Praxis der Übersetzung

Tesis (Bachelor) , 2011 , 49 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Michał Krus (Autor)

Interpretación / Traducción
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In meiner hier vorliegenden Arbeit werde ich mich mit jedem Teil der Übersetzungswissenschaft im Hinblick auf den „Äquivalenz“-Begriff auseinandersetzen. Ziel dieser Arbeit ist der Versuch, zu veranschaulichen, dass sich die drei „Interessenbereiche“ der empirischen, der theoretischen und der angewandten Wissenschaft gegenseitig beeinflussen, aufeinander wirken und man sie darum nicht klar voneinander trennen kann.

Allgemein kann diese Arbeit als ein Gegenargument zu der Behauptung, dass die Theorie des Übersetzens keinerlei Relevanz für die Praxis hätte, betrachtet werden. Die von Gerzymisch-Arbogast vorgeschlagene Klassifizierung soll mir bei der Strukturierung der Arbeit hilfreich sein. Dabei werde ich mich nur auf das Übersetzen der literarischen Werke, insbesondere Lyrik, konzentrieren. Wegen ihrer Komplexität und Vielschichtigkeit sorgt Lyrik unter den Fachleuten am häufigsten für Kontroversen, somit aber auch am meisten für neue Probleme und Fragen, die darauffolgend zu neuen Erkenntnissen in der Übersetzungswissenschaft führen können.

Was folgt, ist zuerst eine Auseinandersetzung mit dem theoretischen Teil der Übersetzungswissenschaft, in dem ich die Entwicklung des „Äquivalenz“- Begriffs darzustellen versuchen werde.

Die Auslegung des „Äquivalenz“-Begriffs von Koller soll mir als nächstes in dem Hauptteil bei der Analyse zweier deutschsprachiger Übersetzungen des polnischen Gedichts von Zbigniew Herbert „Brewiarz IV [Panie wiem że dni moje są policzone]“ als Instrumentarium und Kriterium des Übersetzens dienen.

Basierend auf der Analyse der Übersetzungen von Karl Dedecius und Henryk Bereska werde ich im letzten Teil der Arbeit das Ergebnis der empirischen Übersetzungswissenschaft in Form einer dritten Version der Übersetzung des Gedichts von Herbert präsentieren.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Übersetzungswissenschaft

2.1 „Äquivalenz“-Begriff

2.1.1 „Äquivalenz“ in der Mathematik

2.1.2 „Äquivalenz“ in der Logik

2.1.4 „Äquivalenz“ in der Elektrotechnik

2.2 „Äquivalenz“ in verschiedenen übersetzungswissenschaftlichen Aufsätzen

2.2.1 Güttinger

2.2.2 Jakobson

2.2.3 Kode und Popovic

2.2.4 Luhmann

2.3 „Äquivalenz“ nach Koller

2.3.1 Denotative Äquivalenz

2.3.2 Konnotative Äquivalenz

2.3.3 Textnormative Äquivalenz

2.3.4 Pragmatische Äquivalenz

2.3.5 Formal-ästhetische Äquivalenz

2.3.6 Hierarchie in der Übersetzung zu erhaltenden Werte

3. Empirische Übersetzungswissenschaft

3.1 Zbigniew Herbert – „Brewiarz IV [Panie wiem że dni moje są policzone]“

3.2 Brevier2 – Vergleich der Übersetzungen von Karl Dedecius und Henryk Bereska

3.3 „Brevier“ – Bemerkungen und Zusammenfassung

3.3.1 Denotative und Konnotative Äquivalenz

3.3.2 Textnormative und pragmatische Äquivalenz

3.3.3 Formal-ästhetische Äquivalenz

3.4 „Brevier“ – Die Hierarchie der in der Übersetzung zu erhaltenden Werte und die intersubjektive Überprüfbarkeit

4. Angewandte Übersetzungswissenschaft

5. Fazit

Anhang Nr. 1

Anhang Nr. 2

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den „Äquivalenz“-Begriff innerhalb der Übersetzungswissenschaft, indem sie theoretische Konzepte (insbesondere von Werner Koller) mit einer empirischen Analyse von Übersetzungen des Gedichts „Brevier“ von Zbigniew Herbert verknüpft, um abschließend eine praxisnahe, äquivalente Übersetzungsversion zu entwickeln.

  • Theoretische Grundlagen des Äquivalenzbegriffs in verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen
  • Systematische Einordnung der Übersetzungswissenschaft in empirische, theoretische und angewandte Bereiche
  • Vergleichende Analyse von Übersetzungen von Karl Dedecius und Henryk Bereska
  • Entwicklung einer Hierarchie der in der Lyrikübersetzung zu erhaltenden Werte
  • Diskussion der intersubjektiven Überprüfbarkeit von Übersetzungsentscheidungen

Auszug aus dem Buch

3.1 Zbigniew Herbert – „Brewiarz IV [Panie wiem że dni moje są policzone]“

Panie

wiem Ŝe dni moje są policzone

zostało ich niewiele

Tyle Ŝebym zdąŜył jeszcze zebrać piasek

którym przykryją mi twarz

nie zdąŜę juŜ

zadośćuczynić skrzywdzonym

ani przeprosić tych wszystkich

którym wyrządziłem zło

dlatego smutna jest moja dusza

Ŝycie moje

powinno zatoczyć koło

zamknąć się jak dobrze skomponowana sonata

a teraz widzę dokładnie

na moment przed codą

porwane akordy

źle zestawione kolory i słowa

jazgot dysonans

języki chaosu

dlaczego

Ŝycie moje

nie było jak kręgi na wodzie

obudzonym w nieskończonych głębiach

początkiem który rośnie

układa się w słoje stopnie fałdy

by skonać spokojnie

u twoich nieodgadnionych kolan39

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Relevanz der Translation als notwendige menschliche Tätigkeit und führt in die Problematik des Äquivalenzbegriffs ein.

2. Theoretische Übersetzungswissenschaft: Hier werden die Etymologie und die verschiedenen Definitionsversuche des Äquivalenzbegriffs, insbesondere das Modell von Werner Koller, theoretisch hergeleitet.

3. Empirische Übersetzungswissenschaft: Dieses Hauptkapitel analysiert und vergleicht konkret die Übersetzungen des Gedichts „Brevier“ von Zbigniew Herbert durch Karl Dedecius und Henryk Bereska.

4. Angewandte Übersetzungswissenschaft: Basierend auf den vorherigen Analysen wird in diesem Kapitel eine eigene, als Ergebnis betrachtete Übersetzungsversion des Gedichts präsentiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt die enge Wechselwirkung zwischen den theoretischen, empirischen und angewandten Teilbereichen der Übersetzungswissenschaft.

Schlüsselwörter

Äquivalenz, Übersetzungswissenschaft, Denotative Äquivalenz, Konnotative Äquivalenz, Textnormative Äquivalenz, Pragmatische Äquivalenz, Formal-ästhetische Äquivalenz, Zbigniew Herbert, Lyrikübersetzung, Karl Dedecius, Henryk Bereska, Intersubjektive Überprüfbarkeit, Übersetzungsprozess, Übersetzungsanalyse, Hierarchie der Werte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt den theoretischen und praktischen Äquivalenzbegriff im Kontext der Übersetzungswissenschaft, insbesondere bei der Übersetzung von Lyrik.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Äquivalenz, der Einordnung der Übersetzungswissenschaft in verschiedene Interessenbereiche und der praktischen Anwendung dieser Theorien an einem konkreten Beispiel.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Ziel ist es, die wechselseitige Beeinflussung der Bereiche der Übersetzungswissenschaft aufzuzeigen und eine intersubjektiv nachvollziehbare Äquivalenzhierarchie bei der Übersetzung literarischer Texte, speziell von Zbigniew Herberts Lyrik, zu erarbeiten.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor nutzt eine methodische Kombination aus Literaturanalyse (theoretischer Teil) und einer empirischen, zeilenweisen vergleichenden Textanalyse von zwei bestehenden Übersetzungen (empirischer Teil).

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten empirischen Analyse und dem Vergleich der Übersetzungen des Gedichts „Brevier“ von Zbigniew Herbert durch die Übersetzer Karl Dedecius und Henryk Bereska.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Äquivalenz, Übersetzungswissenschaft, Lyrikübersetzung, Intersubjektive Überprüfbarkeit und Übersetzungsprozess beschreiben.

Welche Rolle spielt die „Hierarchie der zu erhaltenden Werte“ im Text?

Sie dient als kritisches Instrumentarium für Übersetzer, um im konkreten Übersetzungsfall Prioritäten bei verschiedenen Äquivalenzanforderungen zu setzen, da nicht alle Aspekte gleichzeitig mit gleichem Gewicht behandelt werden können.

Welche Schlussfolgerung zieht der Autor im Hinblick auf die Übersetzungspraxis?

Der Autor kommt zu dem Schluss, dass Theorie und Praxis der Übersetzung eng verbunden sein müssen und eine theoretische Untermauerung unerlässlich ist, um die kommunikative Verantwortung des Übersetzers zu gewährleisten.

Final del extracto de 49 páginas  - subir

Detalles

Título
Der Äquivalenz-Begriff in der Theorie und Praxis der Übersetzung
Universidad
European University Viadrina Frankfurt (Oder)  (Kulturwissenschaften)
Curso
Bachelorarbeit
Calificación
1,7
Autor
Michał Krus (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
49
No. de catálogo
V311218
ISBN (Ebook)
9783668098718
ISBN (Libro)
9783668098725
Idioma
Alemán
Etiqueta
äquivalenz-begriff theorie praxis übersetzung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Michał Krus (Autor), 2011, Der Äquivalenz-Begriff in der Theorie und Praxis der Übersetzung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311218
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