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Die steigende Bedeutung der Compliance-Kultur in der Finanzbranche

Titel: Die steigende Bedeutung der Compliance-Kultur in der Finanzbranche

Ausarbeitung , 2015 , 37 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Cornelia Schmitz (Autor:in)

VWL - Finanzwissenschaft
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit fokussiert die Notwendigkeit eines Kulturwandels in der Finanzbranche auf Grund von früheren Fehlverhaltens und der Finanzkrise. Der Leser lernt die Instrumente und Maßnahmen der Compliance-Kultur kennen sowie mögliche Schwierigkeiten auf dem Weg zu ethikkonformen Veränderungen. Diese Ausarbeitung zeigt die Möglichkeiten der Steuerung kultureller Aspekte innerhalb des Finanzinstituts auf und soll dahingehend sensibilisieren.

Auch Jahre nach der Finanzkrise erschüttern immer wieder Skandale die Branche und lassen Banken in einem schlechten Licht erscheinen. So auch die Manipulation des Libor Zinssatzes, die eine Beschönigung der Kreditwürdigkeit bewirkte. Durch den künstlich niedrig gehaltenen Zins verloren viele Privatkunden Teile ihres Geldes, da ihr Zinssatz vom Libor gesteuert wurde. Fehlverhalten aus vergangenen Jahren holen Banken ein und entfalten ihre negative Wirkung in Form von immer neuen Skandalen. Es ist an der Zeit Maßnahmen zu treffen, um verlorenes Vertrauen wieder herzustellen, bevor die Unzufriedenheit der Kunden das Maß übersteigt.

Eine Möglichkeit der Rückgewinnung von Vertrauen ist die Durchführung eines Kulturwandels innerhalb des Institutes. Die Schaffung einer Risikokultur, bei der der Schutz der Reputation des Instituts im Mittelpunkt steht, wäre ein erster Schritt zur Wiedergutmachung von Verlusten. Eine kulturelle Neuausrichtung bedarf einer Implementierung nachhaltiger Unternehmenswerte in das tägliche Handeln, auf der Grundlage gemeinsamer Werte für das Verhalten der Mitarbeiter.

Compliance, als Übereinstimmung des Handelns im Einklang mit geltendem Recht innerhalb der Finanzinstitute, bedarf einer nachhaltigen Umsetzung zum einen durch die Integration der Compliance-Struktur in die Geschäftstätigkeit und zum anderen durch die Verankerung der Compliance-Kultur bei den Unternehmensmitgliedern. Der Anstieg der regulatorischen Anforderungen seit der Krise wirkt sich sowohl auf Prozesse und die technische Ausstattung aus, aber auch auf die Mitarbeiter der Banken. Es ist ein Umdenkungsprozess notwendig bei dem, neben der organisatorischen und technischen Anpassung der Compliance-Strukturen, ein kultureller Wandel vollzogen wird. Jedoch haben die Finanzinstitute seit der Krise noch nicht wieder zu einem neuen Gleichgewicht gefunden. Die vielen Skandale belegen ein kulturelles Ungleichgewicht und erzeugen Vertrauensverluste.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Grundlagendefinitionen im Rahmen der Arbeit

2.1 Der Begriff der Compliance

2.2 Die rechtliche Notwendigkeit von Compliance

2.3 Die Organisation der Compliance-Abteilung in Finanzinstituten

2.4 Die Bestandteile eines Compliance-Management-Systems nach IDW PS 980

2.5 Erläuterung der Organisationskultur

3 Die Einführung einer Compliance-Kultur

3.1 Instrumente und Maßnahmen eines effektiven Kulturprogramms

3.2 Die Herausforderungen bei der Begleitung des Kulturwandels

4 Die Notwendigkeit des Kulturwandels

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Notwendigkeit eines kulturellen Wandels innerhalb von Finanzinstituten als Reaktion auf vorangegangene Skandale und die Finanzkrise, um durch eine gelebte Compliance-Kultur Vertrauen zurückzugewinnen und langfristige Stabilität zu fördern.

  • Bedeutung und Definition von Compliance und Organisationskultur
  • Aufbau eines wirksamen Compliance-Management-Systems gemäß IDW PS 980
  • Instrumente zur Implementierung einer nachhaltigen Compliance-Kultur
  • Herausforderungen bei der Transformation von Verhaltensmustern und Führungskultur
  • Rolle von Anreizsystemen und Vorbildfunktionen des Managements

Auszug aus dem Buch

3.1 Instrumente und Maßnahmen eines effektiven Kulturprogramms

Die Compliance-Kultur ist nicht nur ein Bestandteil des CMS und somit für ein Finanzinstitut unerlässlich, sondern entscheidet auch über die Effektivität des Compliance-Systems. Die Kultur wird durch die Zusammenarbeit einer Vielzahl von Elementen bestimmt, wie der Kommunikation der Unternehmenswerte und –visionen oder dem Umgang mit Risiken und baut auf dem Verständnis der Organisationskultur (Kapitel 2.5) auf. Die einzelnen Instrumente der Compliance-Kultur werden in diesem Abschnitt erläutert.

Zur Erreichung einer nachhaltigen Compliance-Kultur ist das „Commitment“ des Managements, also die Kommunikation der Überzeugung zur Einhaltung der institutsspezifischen Regeln, Richtlinien und Werte und der persönliche Einsatz der Vorgesetzten bei der Implementierung der Kultur, von Bedeutung. Das Compliance-Commitment ist jedem Mitarbeiter unmissverständlich zu vermitteln. Hilfreich ist hierbei die Verfassung eines „Compliance-Handbuchs“, das alle geltenden Regeln, Werte und Prinzipien beinhaltet. Durch die schriftliche Fixierung wird ein Sicherungssystem generiert und gleichzeitig ein Nachschlagewerk geschaffen. Zusätzlich ist die Formulierung einer Ethikrichtlinie („Code of Conduct“) sinnvoll, die betriebsindividuelle Wertvorstellungen und die Unternehmensleitsätze dokumentiert. Sie fungiert als ethische Richtschnur und soll das ethische Bewusstsein stärken. Zugleich spiegelt die Ethikrichtlinie nach innen und außen die Grundhaltung des Unternehmens wider. Sie dient als Orientierungshilfe und appelliert an die Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und betriebsinterner Regelungen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Erschütterung des Vertrauens in die Bankenbranche durch Finanzskandale und unterstreicht die Notwendigkeit eines kulturellen Wandels zur Rückgewinnung der Reputation.

2 Grundlagendefinitionen im Rahmen der Arbeit: Dieses Kapitel definiert Compliance sowie Organisationskultur und erläutert die rechtlichen Anforderungen sowie die Struktur eines Compliance-Management-Systems gemäß IDW PS 980.

3 Die Einführung einer Compliance-Kultur: Es werden spezifische Instrumente wie das Compliance-Commitment und Schulungen vorgestellt sowie die Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung des Kulturwandels thematisiert.

4 Die Notwendigkeit des Kulturwandels: Dieses Kapitel begründet, warum ein proaktiver Wandel für die externe Glaubwürdigkeit und die interne Stabilität von Finanzinstituten essenziell ist.

5 Fazit: Das Fazit fasst die Kernaussagen zusammen, betont die Rolle des Managements als Vorbild und gibt Handlungsempfehlungen zur dauerhaften Verankerung ethischer Werte.

Schlüsselwörter

Compliance, Compliance-Kultur, Finanzinstitute, Kulturwandel, Risikokultur, IDW PS 980, Compliance-Management-System, Unternehmenswerte, Vertrauensgewinn, Integrität, Regulatorische Anforderungen, Vorbildfunktion, Compliance-Commitment, Bankenbranche, Ethikrichtlinie

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie Finanzinstitute durch eine gezielte kulturelle Neuausrichtung und die Implementierung einer gelebten Compliance-Kultur verloren gegangenes Vertrauen zurückgewinnen können.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf der Definition von Compliance-Strukturen, der Bedeutung der Organisationskultur, dem Aufbau eines Compliance-Management-Systems (CMS) und der praktischen Umsetzung von Verhaltensänderungen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, die Möglichkeiten zur Steuerung kultureller Aspekte innerhalb eines Finanzinstituts aufzuzeigen und zu verdeutlichen, wie Compliance nachhaltig im Geschäftsalltag verankert werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit ist als eine Case Study konzipiert, welche theoretische Grundlagen und regulatorische Vorgaben analysiert, um daraus konkrete Instrumente für die Praxis abzuleiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert Instrumente wie das Compliance-Commitment, Schulungskonzepte und Vergütungsanreize sowie die Herausforderungen bei der Überwindung festgefahrener Verhaltensmuster.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Compliance-Kultur, Kulturwandel, Risikokultur, Compliance-Management-System, IDW PS 980 und nachhaltige Unternehmenswerte.

Welche Rolle spielt das Management beim Kulturwandel?

Das Management nimmt eine entscheidende Vorbildfunktion ein; durch ein aktives „Tone from the Top“ und die konsequente Vertretung ethischer Werte bestimmt es die Glaubwürdigkeit und den Erfolg des gesamten Compliance-Prozesses.

Warum wird die Vergütungsstruktur als Instrument des Wandels genannt?

Durch eine leistungsabhängige Entlohnung, bei der die Einhaltung von Werten und die Teilnahme an Compliance-Trainings direkt in die Vergütung einfließen, werden kurzfristige Profitdenken eliminiert und langfristige Anreize für regelkonformes Handeln gesetzt.

Ende der Leseprobe aus 37 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die steigende Bedeutung der Compliance-Kultur in der Finanzbranche
Hochschule
Fachhochschule Dortmund
Note
1,0
Autor
Cornelia Schmitz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
37
Katalognummer
V311619
ISBN (eBook)
9783668103054
ISBN (Buch)
9783668103061
Sprache
Deutsch
Schlagworte
bedeutung compliance-kultur finanzbranche
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Cornelia Schmitz (Autor:in), 2015, Die steigende Bedeutung der Compliance-Kultur in der Finanzbranche, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311619
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Leseprobe aus  37  Seiten
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