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Der deutsche Strafbefehl. Textanalyse eines juristischen Textes

Titel: Der deutsche Strafbefehl. Textanalyse eines juristischen Textes

Hausarbeit , 2015 , 14 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Nadja Dupke (Autor:in)

Sprachwissenschaft / Sprachforschung (fachübergreifend)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Arbeit für das Seminar Textanalyse – Schwerpunkt Recht wird ein deutscher Strafbefehl anhand verschiedener Kriterien analysiert.

Ziel dieser Textanalyse soll es sein die verschiedenen Interpretationsmöglichkeiten der Funktion aufzuzeigen, vor allem aber auch Besonderheiten dieser Textsorte herauszustellen. Diese Analyse ist vor allem für Übersetzer oder möglicherweise auch Dolmetscher möglich, die mit solchen oder ähnlichen Texten arbeiten müssen. Besonders juristische Texte bieten anhand ihrer spezifischen Merkmale einen guten Ausgangspunkt zur Erläuterung, wie man bei einer Textanalyse vorgehen kann.

Ich habe dieses Beispiel gewählt, da der Vorfall zu seiner Zeit viel Aufsehen erregt hat und ungeachtet dessen, dass er in Bayern stattfand, auch in meiner Heimat Sachsen-Anhalt Einzug in die lokale Presse hielt. Ich muss jedoch anmerken, dass mir nur drei der vier Seiten des Dokuments vorliegen und sich meine Analyse deswegen auch nur auf diese beziehen kann.

Zu Beginn der Arbeit wird das Textbeispiel in eine Textsorte und einen Texttyp eingeordnet und anschließend kurz vorgestellt und in den juristischen Zusammenhang eingegliedert. Im Hauptteil wird der Beispieltext anhand der Textanalysekriterien von Christiane Nord (2009) detailliert betrachtet. Abschließend wird noch die Wirkung beschrieben, die sich aus dem Zusammenspiel der vorangegangenen Kriterien ergibt. Es soll hierbei deutlich gemacht werden, dass die Interpretation und Anwendung der Analysekriterien teils auf persönlichen Erfahrungen und Auslegungen basieren und dementsprechend Spielraum für Variationen zulassen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

1. Ziel der Arbeit

2. Kurze Zusammenfassung und juristischer Hintergrund

3. Einordnung in Textsorte und Texttyp

2. TEXTANALYSE NACH CHRISTIANE NORD

1. Textexterne Faktoren

1.1 Senderpragmatik

1.2 Senderintention

1.3 Empfängerpragmatik

1.4 Medium/Kanal

1.5 Ortspragmatik

1.6 Zeitpragmatik

1.7 Kommunikationsanlass

1.8 Textfunktion

2. Textinterne Faktoren

1.1 Textthematik

1.2 Textinhalt

1.3 Präsuppositionen

1.4 Aufbau und Gliederung des Textes

1.5 Nonverbale Textelemente

1.6 Lexik

1.7 Syntax

1.8 Suprasegmentale Merkmale

3. Wirkung

III. SCHLUSSBEMERKUNG

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, einen deutschen Strafbefehl anhand der textanalytischen Kriterien von Christiane Nord systematisch zu untersuchen, um die spezifischen Funktionen und Merkmale dieser juristischen Textsorte für die übersetzerische Praxis herauszuarbeiten.

  • Einordnung des Strafbefehls in Textsorten- und Texttyp-Kategorien.
  • Detaillierte Analyse textexterner Faktoren wie Senderpragmatik, Zeit- und Ortspragmatik.
  • Untersuchung textinterner Faktoren inklusive Syntax, Lexik und inhaltlicher Kohärenz.
  • Bewertung der Kommunikationswirkung juristischer Texte auf den Empfänger.
  • Herausstellung der Bedeutung fachsprachlicher Konventionen für Übersetzer und Dolmetscher.

Auszug aus dem Buch

2.1.1 Senderpragmatik

Der Sender eines Textes ist derjenige, der mittels dieses Textes eine Nachricht an jemand anderen senden will bzw. mit diesem Text eine bestimmte Absicht verfolgt. Sender und Textproduzent können, müssen aber nicht gleich sein. In manchen Fällen ist der Produzent nur impliziert, in anderen ist er möglicherweise gar nicht zu erkennen. In dem vorliegenden Beispiel ist der Sender ungleich dem Produzenten, da das Amtsgericht Erlangen als Instanz als Sender auftritt, es jedoch nicht zu erkennen ist, welche Person diesen Text verfasst hat. Der Autor selber ist jedoch auch nicht wichtig, da davon auszugehen ist, dass diese Person den Text im Auftrag einer höheren Stelle verfasst hat.

Der Sender selber kann bereits eine Menge über die Intention, den Empfängerkreis oder auch die Funktion des Textes sagen. So ist der Sender dieses Textes, wie bereits erwähnt das Amtsgericht Erlangen, woraus sich schließen lässt, dass es sich um ein juristisches Dokument handelt, dass eine informative und möglicherweise auch appellative Funktion erfüllt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Dieses Kapitel stellt das Ziel der Arbeit dar, gibt einen juristischen Hintergrund zum gewählten Beispieltext und ordnet diesen in den theoretischen Rahmen von Textsorte und Texttyp ein.

2. TEXTANALYSE NACH CHRISTIANE NORD: Dieser Hauptteil widmet sich der detaillierten Untersuchung des Strafbefehls anhand der textexternen und textinternen Analysekriterien nach Christiane Nord sowie der daraus resultierenden Wirkung.

III. SCHLUSSBEMERKUNG: Die Schlussbemerkung fasst die Ergebnisse kurz zusammen und betont die Notwendigkeit fachlicher Einarbeitung und konventionsgerechten Handelns für Übersetzer juristischer Texte.

Schlüsselwörter

Strafbefehl, Textanalyse, Christiane Nord, juristische Fachsprache, Übersetzungsrelevanz, Textsorte, Rechtswesen, Senderpragmatik, Textfunktion, Kohärenz, Syntax, Fachtermini, juristische Wirkung, Translation, Amtsgericht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der linguistischen Textanalyse eines spezifischen juristischen Dokuments, nämlich eines deutschen Strafbefehls, um dessen funktionale und strukturelle Charakteristika zu bestimmen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung der Textanalyse nach Christiane Nord, die Anwendung dieser Kriterien auf ein juristisches Fallbeispiel sowie die Anforderungen an die professionelle Übersetzung solcher Fachtexte.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Übersetzern und Dolmetschern aufzuzeigen, wie sie durch die Analyse von textexternen und textinternen Faktoren ein tieferes Verständnis für juristische Textsorten entwickeln, um funktionsgerechte Übersetzungen zu erstellen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich primär auf das analytische Modell von Christiane Nord (2009), ergänzt durch Ansätze zur Texttypologie von Katharina Reiß und zur Textfunktion nach Klaus Brinker.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der situativen Rahmenbedingungen (textexterne Faktoren wie Sender, Empfänger, Zeit/Ort) und die detaillierte Betrachtung des Textgefüges (textinterne Faktoren wie Syntax, Lexik und Aufbau).

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Textanalyse, Strafbefehl, juristische Fachsprache, Übersetzungsrelevanz und Translationswissenschaft maßgeblich charakterisiert.

Warum wurde gerade ein Strafbefehl als Analyseobjekt gewählt?

Das Beispiel wurde gewählt, da Strafbefehle eine standardisierte juristische Textsorte darstellen, die für Übersetzer hohe Anforderungen an Präzision, Fachsprachkenntnis und das Verständnis für rechtsverbindliche Wirkungen stellt.

Welche Rolle spielt die "Senderpragmatik" bei der Analyse des Strafbefehls?

Die Senderpragmatik hilft zu identifizieren, dass das Amtsgericht als institutioneller Sender fungiert, was für die Einordnung der informativen und obligatorischen Textfunktion sowie die Erwartungshaltung an den Empfänger essenziell ist.

Wie unterscheidet die Autorin zwischen "Makroebene" und "Mikroebene"?

Die Makroebene betrachtet den übergeordneten thematischen Aufbau und die Gliederung, während die Mikroebene sich auf die formale Ebene einzelner Sätze, die Satzlänge und die grammatikalische Struktur konzentriert.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der Syntax juristischer Texte?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die in juristischen Texten vorherrschende parataktische Syntax nicht mangelnder Eleganz geschuldet ist, sondern der notwendigen Neutralität, Verständlichkeit und juristischen Effizienz dient.

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der deutsche Strafbefehl. Textanalyse eines juristischen Textes
Hochschule
Universität Leipzig  (Institut für Angewandte Linguistik und Translatologie)
Veranstaltung
Textanalyse Spanisch - Schwerpunkt Recht
Note
1,3
Autor
Nadja Dupke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
14
Katalognummer
V311814
ISBN (eBook)
9783668106833
ISBN (Buch)
9783668106840
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Translation Übersetzen Nord Textanalyse Recht Jura Spanien spanisch
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Nadja Dupke (Autor:in), 2015, Der deutsche Strafbefehl. Textanalyse eines juristischen Textes, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311814
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  14  Seiten
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