Kinderspiel und seine Didaktik im institutionellen Kontext: Frisbee-Brennball

Sportunterricht in der Grundschule


Unterrichtsentwurf, 2012

10 Seiten, Note: 1,3

Anonym


Leseprobe

Gliederung

1. Einleitung

2. Theoretische Einbettung (Bedeutung des Themas für Zielgruppe)

3. Die Spieleinheit (Frisbee-Brennball)
3.1 Individuallage der Mitspielerinnen
3.2 Stand der Gruppenentwicklung
3.3 Spielanlass/Thema
a. Thema
b. Ziele/Inhalte
3.4 Zur Spieldynamik/formalen Bedingungen des Spiels
d. Methode (Wie?)
e. Material (Womit?)
3.5 Zeitplan (Beschreibung des Ablaufs)

1. Einleitung

Unsere Aufgabe war es für das Seminar „Kinderspiel und seine Didaktik im institutionellen Kontext“ eine Spieleinheit zu konzipieren. Dies bezüglich habe ich mich für den Themenbereich des Bewegungsspiels entschieden. In meiner Hausarbeit beschreibe ich ein abgewandeltes Brennball-Spielangebot, nämlich Frisbee-Brennball mit Hindernissen.

2. Theoretische Einbettung (Bedeutung des Themas für Zielgruppe)

Kinder brauchen Bewegung für eine ausgewogene kindliche Entwicklung. Sehr bedeutsam für eine ausgeglichene emotionale, geistige, soziale und eine gesunde körperliche Entwicklung des Kindes mit hinreichenden Bewegungs- und Spielerfahrungen. Folglich ist es elementar wichtig, dass Kinder in diesem Bereich besonders gefördert werden. Denn im frühen Kindesalter vollzieht sich Lernen vornehmlich über Bewegung und Wahrnehmung. Weiterführend fördert die körperliche Bewegung auch die Intelligenz und Kreativität, wie auch die Sprachentwicklung. Darüber hinaus werden durch Bewegung, z.B. auch entsprechenden Bewegungsspielen auch die motorischen Fähigkeiten von Kindern gefördert. Durch Bewegungsspiele verbessert und fördert man auch die Gesundheit der Kinder, durch das Training der Koordination, Präzision, Ausdauer, Beweglichkeit, Reaktionsschnelligkeit und der Kraft.

Bei Bewegungsspielen, wie beispielsweise Hüpf-und Laufspielen (Fangen) oder diversen Ballspielen (Fußball), wird vornehmlich die Grob- und Feinmotorik trainiert. Gleichzeitig lernen die Kinder aber auch im Team zusammen zu spielen und zu kooperieren und ihr taktisches Denken wird gefördert. Zugleich lernen die Kinder auch nicht direkt aufzugeben und Niederlagen einzustecken. Die Ziele der Bewegungsförderung sind motorische und kognitive Anreize zu vermitteln und diese zu verbessern, positive soziale Verhaltensweisen einzuüben und das Selbstbewusstsein zu stärken. Gruppenspiele fördern besonders das Selbstbewusstsein aber auch die Zusammenarbeit und die Übernahme von Verantwortung gegenüber den Mitspielern. Denn zur Erreichung des Spielziels trägt jedes Teammitglied bei. Dabei gehören Kraft, Ausdauer, Schnelligkeit, Koordination und Beweglichkeit zu den wesentlichen Erfahrungsbereichen der Bewegungsspiele.

3. Die Spieleinheit (Frisbee-Brennball)

Die Spieleinheit die ich im Sportunterricht einer Grundschulklasse gestalte, ist ein Frisbee-Brennballspiel. Dabei wird die Klasse in zwei ungefähr gleichstarke Mannschaften eingeteilt, die „Werfer“(Laufmannschaft) und die „Fänger“(Feldmannschaft). Zu Beginn stellen sich die Werfer hinter die Startmarkierung und die Fänger verteilen sich in der Sporthalle. Der erste Werfer wirft die Frisbee möglichst weit in das Spielfeld und muss versuchen so viele Matten auf dem Boden =„Bases“ und Hindernisse zu durch laufen wie möglich. Als Besonderheit sind die gerade erwähnten Hindernisse zwischen den verschiedenen Bases aufgebaut. Zwischen dem Start und der ersten Base ist erst mal noch kein Hindernis, damit die Kinder am Anfang schon leicht auf die erste Base kommen können und damit zu Beginn schon ein Erfolgserlebnis haben. Zwischen der ersten und der zweiten Base sind fünf Hütchen in einer Reihe aufgestellt (siehe Bild) durch die die Kinder Slalom zur dritten Base laufen sollen, wodurch sie ihren Gleichgewichtssinn schulen sollen. Zwischen der zweiten und der dritten Base ist ein Kasten (mit Matte dahinter zur Sicherheit) aufgebaut, über den die Kinder drüber klettern müssen. Zwischen der dritten und der vierten Base liegen fünf Hula-Hoop Reifen (wie das Audi-Zeichen nur längs), wodurch die Kinder in jeden, mit jeweils einem Fuß durch laufen müssen, dies fördert die Koordination der Kinder. Und als letztes vor dem Ziel müssen sie zu zwei kleinen Kästen laufen, sich auf diese drauf stellen, nach einem Seil greifen und sich über eine kleine Matte von etwa 1m schwingen und auf eine große Weichmatte fallen lassen, wodurch sie dann im Ziel angekommen sind (siehe Bild). Das letzte Hindernis mit dem Seil auf eine Weichmatte zu schwingen, fördert die Rumpf-und Haltestabilität und trainiert die Armmuskulatur.

Die Werfer müssen ihre Läufe nicht in einem Durchgang zu Ende bringen, sondern können zwischendurch auf einer ‚sicheren’ Base anhalten, den Wurf des nächsten Werfers abwarten und dann weiterlaufen. Die Feldmannschaft versucht dies zu verhindern, indem sie die geworfene Frisbee unter Kontrolle bringt und diese so schnell wie möglich zu ihrem „Branntmeister“ (ein vorher bestimmter Mitspieler der Feldmannschaft) befördert. Dieser wirft die Frisbee dann durch den sogenannten „Briefschlitz“, einen aufgestellten Kasten (siehe Bild) und ruft laut „verbrannt“.

Alle Werfer die sich noch innerhalb der Halle und nicht auf einer der Bases befinden sind „verbrannt“ scheiden dadurch aus oder müssen zum Anfangspunkt zurück(der Lehrer entscheidet darüber).

Anschließend wandert die Frisbee zum nächsten am Start stehenden Werfer.

Alle Spieler der Laufmannschaft dürfen einmal werfen, dann wird die Rolle zwischen „Werfern“ und „Fängern“ getauscht.

Während des Spiels darf die Feldmannschaft sich frei im Feld verteilen und sich die Frisbee zupassen. Jedoch dürfen sie nicht mit der Frisbee laufen und den Werfer bzw. den Läufer nicht blockieren und sie müssen beim Werfen mindestens 3 m Abstand zueinander einhalten.

Die „Werfer“ dürfen die Frisbee beliebig ins Feld werfen, jedoch nicht nach hinten. Sie dürfen so lange laufen, bis die Frisbee durch den „Briefschlitz“ geworfen wird, dabei dürfen sie die Frisbee jedoch kein zweites Mal berühren.

Alle Spieler, die die Zielmarkierung (die Weichmatte) passieren, bekommen einen Punkt. Sollte ein Spieler einen „Homerun“ schaffen, kassiert die Mannschaft drei Zusatzpunkte. Damit ist gemeint, dass die Frisbee so lange nicht durch den „Briefschlitz“ geworfen wird, solange der Werfer alle Stationen in einem Durchgang durchlaufen hat.

Sieger des Spiels ist die Mannschaft, die die meisten Punkte erreicht hat.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3.1 Individuallage der Mitspielerinnen

Das Angebot „Frisbee-Brennball“ würde ich nur mit Grundschulkindern der dritten bis vierten Klasse durchführen. Denn für Kindergartenkinder und auch Kinder der ersten beiden Klassen ist dieses Spiel wahrscheinlich noch zu anspruchsvoll. Kinder die im Kindergartenalter und vielleicht auch noch in den ersten zwei Grundschulklassen sind, können die Frisbee noch nicht so gut steuern, wodurch es sehr lange dauern kann bis die Frisbee beim „Branntmeister“ ankommt und für sie ist es bestimmt auch noch schwierig die Frisbee sofort durch den sogenannten „Briefschlitz“ zu werfen und diesen auch zu treffen. Außerdem sind für die jüngeren Kinder die Hindernisse wahrscheinlich noch zu schwer bzw. sie sind zu langsam, um schnell genug auf die nächste Base zu kommen. Ich denke aber in der dritten und vierten Klasse ist dieses Spiel durchaus durchführbar und aufgrund der Abwechslung durch die Hindernisse, welche auch immer wieder geändert werden können, wird das Spiel für die Kinder nie langweilig. Natürlich kommt es auch immer auf die Gruppenstärke an, haben die Kinder vorher schon einmal Frisbee werfen geübt, gibt es viele sehr sportliche und schnelle Kinder in der Klasse usw. Dann kann das Alter der Kinder auch nach oben oder unten verschoben werden, je nachdem wie geeignet die Gruppe für dieses Spiel schon ist.

3.2 Stand der Gruppenentwicklung

Bei dem geplanten Spiel, kann die Gruppengröße 20-30 Kinder stark sein, je nach Klassengröße. Diese werden dann in zwei ungefähr gleichstarke Mannschaften eingeteilt. Da ich Kinder aus der dritten bis vierten Klasse gewählt habe, sind diese ungefähr zwischen Acht und Neuen Jahren alt. Da die Kinder der Klasse sich schon seit Grundschulanfang kennen, kennen sie die Stärken und Schwächen der einzelnen Mitschüler schon ganz gut und auch ich kann dies schnell erkennen oder erfragen. Deshalb versuche ich die beiden Gruppen gerecht aufzuteilen mit ungefähr der gleichen Anzahl von etwas Schwächeren und etwas Stärkeren Kindern. Damit es zu keinen Streitereien kommt überlasse ich die Verteilung nicht den Kindern. Wer jedoch der „Branntmeister“ ist überlasse ich den Kindern und auch wo wer steht, denn dies können sie selber dadurch bestimmen, wer was am besten kann und welche Position er demnach dann einnehmen soll. Das stärkt auch die Teamfähigkeit der Kinder. Die Kinder die besser mit dem Frisbee umgehen können, kommen dann an die Seiten und weiter weg vom „Branntmeister“, da falls die Frisbee bei ihnen landet, sie die Frisbee am weitesten und am treffsichersten zum „Branntmeister“ werfen können.

3.3 Spielanlass/Thema

a. Thema

Frisbee-Brennball eignet sich neben dem Sportunterricht auch für Schul- und Sportfeste, wo das Spiel auch draußen, auf entsprechendem Untergrund aufgebaut werden kann. Trotzdem bleibt die Sporthalle der geeignetste Platz für dieses Spiel, auch im Hinblick auf die Verletzungsgefahr, wenn mal ein Kind hinfällt. Wichtig ist nur, dass es genügend Kinder für jede Mannschaft gibt, mindestens sieben, wobei das schon schwierig ist. Die Spannung und die Abwechslung ist durch die immer veränderbaren Hindernisse gegeben.

b. Ziele/Inhalte

Dadurch dass es zwei Teams gibt, welche mit einander kooperieren und sich die Frisbee zuwerfen müssen, wird die Teamfähigkeit gefördert. Dabei müssen die Kinder sich gegenseitig in den richtigen Abständen zueinander aufstellen, damit sie sich die Frisbee zuwerfen können und sie schnellst möglich bei dem „Branntmeister“ ankommt. Die Werfer müssen ihre „Läufer“ unterstützen, indem sie ihnen zurufen, wenn sie stehen bleiben sollen, weil die Frisbee gleich durch den „Briefschlitz“ geworfen wird, wodurch sie sich Punkte sichern können. Dabei wird auch das Sozialverhalten gefördert, denn die Kinder dürfen es auch nicht so eng nehmen, wenn ein „Fänger“ die Frisbee aus Versehen mal nicht fängt oder beim Werfen nicht so gut gezielt hat. Dann dürfen die Kinder sich nicht anschreien oder gar sauer aufeinander sein, denn es ist nur ein Spiel. Dasselbe gilt für die „Werfer“ bzw. „Läufer“, wenn einer von ihnen die Base nicht rechtzeitig erreicht, sollte dies dem Kind nicht krumm genommen werden. Bei diesem Spiel ruhig zu bleiben fällt vielen Kindern schwer. Das Ziel hierbei ist es gemeinsam im Team Punkte zu ergattern und sich dabei ordentlich auszutoben.

3.4 Zur Spieldynamik/formalen Bedingungen des Spiels

d. Methode (Wie?)

Bevor das Spiel losgehen kann, müssen die Rahmenbedingungen geklärt werden. Da ich das Frisbee-Brennball-Spiel mit einer Grundschulklasse im Sportunterricht gestalte, findet dies folglich in einer Schulsporthalle statt. Zuerst muss das Spielfeld natürlich aufgebaut werden, was schon eine Menge Zeit in Anspruch nimmt. Dabei können sich die Kinder auch bestimmte Hindernisse zwischen den einzelnen Bases wünschen, da diese ja immer variierbar sind. In meinem konkreten Fall habe ich diese aber festgelegt und wie ich finde auch sehr abwechslungsreich gestaltet. Beim Aufbau können die Kinder mir helfen und lernen dabei auch auf gewisse Dinge zu achten, die z.B. die Sicherheit betreffen. Es ist nämlich wichtig, dass beispielsweise hinter dem Kasten noch eine Matte liegt, falls ein Kind beim drüber klettern runter fällt. Dies gilt genauso für den Zwischenraum zwischen den kleinen Kästen und der großen Weichmatte, auch dieser Bereich muss noch mit kleinen Matten aus gepolstert werden, falls ein Kind vorher das Seil loslässt.

Da dieses Spiel ein Bewegungsspiel ist, und die Kinder ständig in Bewegung sind (Laufen, Springen, Klettern usw.), gibt es jedoch auch Momente, wo die Kinder eine Ruhepause genießen können, nämlich wenn sie als „Werfer“ eine Runde gelaufen sind oder „verbrannt“ wurden und sich wieder bei den anderen Werfern anstellen müssen. Und auch wenn die beiden Mannschaften wechseln und man „Fänger “ist, dies ist nicht so anstrengend, wie „Läufer“ zu sein.

Um als Mannschaft weit zu kommen und die meisten Punkte zu ergattern, müssen die Kinder auch in ständiger Kommunikation miteinander sein.

Das Spiel endet nach einer Zeitvorgabe von 15 Minuten, dann wird zwischen den „Läufern“ und den „Fängern“ getauscht und nach diesen zwei Durchgängen wird dann geschaut, welche Mannschaft mehr Punkte ergattert hat und somit die Gewinner sind.

e. Material (Womit?)

Um diese Spieleinheit durchzuführen, benötigt man recht viele Materialien. Zum einen braucht man acht kleine Matten, eine beim Start, dann eine jeweils für jede Base, eine zur Abpolsterung hinter dem Kasten zum drüber klettern und zwei für den Zwischenraum zwischen den kleinen Kästen und der großen Weichmatte bei den Seilen. Dann wie gerade schon erwähnt einen großen Kasten zum drüber klettern und einen großen Kasten auf dem ein Kastenteil hochkant aufgestellt ist zum durch werfen der Frisbee. Des Weiteren werden zwei kleine Kästen gebraucht vor der Base mit den Seilen. Als weitere Hindernisse zwischen den Bases werden noch fünf Hütchen und fünf Hula-Hoop Reifen benötigt. Die Seile zum Schwingen sind ja schon in der Halle an der Decke vorhanden, diese müssen nur in die richtige Position gebracht werden. Und zuletzt wird natürlich noch die Frisbee als wichtigstes Spielutensil benötigt.

3.5 Zeitplan (Beschreibung des Ablaufs)

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

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Ende der Leseprobe aus 10 Seiten

Details

Titel
Kinderspiel und seine Didaktik im institutionellen Kontext: Frisbee-Brennball
Untertitel
Sportunterricht in der Grundschule
Note
1,3
Jahr
2012
Seiten
10
Katalognummer
V311822
ISBN (eBook)
9783668108875
ISBN (Buch)
9783668108882
Dateigröße
770 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sport, Sportunterricht, Grundschule
Arbeit zitieren
Anonym, 2012, Kinderspiel und seine Didaktik im institutionellen Kontext: Frisbee-Brennball, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311822

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