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Subkultur-Unternehmertum. Subkultur als Nährboden für unternehmerisches Denken und Gründungen in der Kreativwirtschaft

Título: Subkultur-Unternehmertum. Subkultur als Nährboden für unternehmerisches Denken und Gründungen in der Kreativwirtschaft

Tesis de Máster , 2015 , 101 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Tobias Tzschaschel (Autor)

Economía de las empresas - Administración de empresas, gestión, organización
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Diese Arbeit beschreibt in explorativer Weise Unternehmertum in der Kultur- und Kreativwirtschaft, das seine Wurzeln in der Subkultur hat. Es wird beschrieben, wie der gesamtgesellschaftliche Trend zur Individualisierung sowie veränderte strukturelle Arbeitsbedingungen in der Kultur- und Kreativwirtschaft einen neuen Typus von Kulturunternehmer hervorgebracht haben der Selbstverwirklichung in der Arbeit sucht und häufig unter prekären Existenzbedingungen lebt.
In einem zweiten theoretischen Schritt wird die Entwicklung der subkulturellen Theorie von den in der Kriminologie beheimateten ersten Studien der „Chicagoer Schule“ über die wegweisenden jugendkulturellen Untersuchungen am Centre for Contemporary Cultural Studies in Birmingham hin zu einer ästhetischen Theorie der Subkultur gezeichnet. Dabei kristallisiert sich für diese Arbeit ein Subkultur-Begriff heraus, der den Fokus auf ästhetische Produktion von „Kultur“-Produkten und -Prozessen sowie auf eine Abgrenzung vom kulturellen „Mainstream“ legt.
Anhand des Konzepts des „subkulturellen Kapitals“ und des Konzepts vom „Lernen in Szenen wird schließlich gezeigt wie sich Akteure der Subkultur innerhalb ihrer Subkultur Kompetenzen aneignen, die sie innerhalb wie außerhalb der Subkultur zur ökonomischen Existenzgründung einsetzen können.
Darauf aufbauend wird schließlich der Begriff des Subkultur-Unternehmers eingeführt. Subkultur-Unternehmer sind neue Kulturunternehmer deren Prozess der Wertschöpfung weitestgehend auf dem Einsatz von „subkulturellem Kapital“ beruht.
Im empirischen Teil dieser Arbeit werden Anhand von qualitativen Leitfadeninterviews mit „Subkultur-Unternehmern“ drei Fälle miteinander verglichen, die Lebenswirklichkeit, Einstellungen, Entwicklung, Handeln und Selbsteinschätzung von „Subkultur-Unternehmern“ verdeutlichen und in explorativer Weise die Beschreibung dieses neuen Sozialraum-Typus mit Leben füllen. Dazu wurden Interviews mit einer Zwischennutzungs-Expertin, einem Grafik-Designer und Skateboarder sowie einem Musiker, Autor, Festival-Veranstalter und Musikjournalisten geführt und ausgewertet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Subkulturelles Kapital und Subkultur-Unternehmertum in der Kreativwirtschaft

2.1. Neues Unternehmertum in der Kreativwirtschaft

2.1.1. Die Kreativwirtschaft – Statistiken einer Boom-Branche

2.1.2. Individualisierung, Flexibilität, prekäre Existenz, Selbstständigkeit – Strukturelle Merkmale der Kreativwirtschaft

2.1.3. Die neuen Kulturunternehmer

2.2. Subkultur – Von der Straßengang zur Ästhetik neuer Subkulturen

2.2.1. Straßengangs und Delinquenz - Die Chicagoer Schule

2.2.2. Gegen das System – Die Subkulturtheorie von Rolf Schwendter

2.2.3. Teddys, Mods, Skins und Punks - Das CCCS und der Style

2.2.4. Die Ästhetisierung als Ende Subkultur

2.2.5. „Club Culture“ – Die Subkultur wandert in den Underground

2.2.6. Subkultur als Output kreativer, urbaner Szenen

2.3. Subkultur als Nährboden für Unternehmertum in der Kreativwirtschaft

2.3.1. Subkulturelles Kapital

2.3.2. Lernen in Szenen

2.3.3. Subkultur-interne Ökonomie

2.3.4. Subkultur als Innovationsstrategie der Kulturindustrie

2.4. Der Subkultur-Unternehmer

3. Die Praxis der Subkultur-Unternehmer

3.1. Forschungsdesign

3.1.1. Qualitative, explorative Sozialforschung

3.1.2. Das Leitfadeninterview

3.1.3. Auswahl der Interviewpartner

3.2. Vergleichende Auswertung der Leitfadeninterviews

3.2.1. Der Begriff „Subkultur“

3.2.2. Lernen In Szenen und subkulturelles Kapital

3.2.3. Zwischen subkultur-interner Ökonomie und Kulturindustrie

3.2.4. Subkultur-Unternehmertum

3.3. Zusammenfassung der Ergebnisse

4. Ein Gespräch mit Jürgen Enninger und Susanne Mitterer vom Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt München

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht explorativ, inwieweit Subkulturen als Nährboden für unternehmerisches Denken und Gründungen in der Kultur- und Kreativwirtschaft fungieren können, wobei der Fokus auf dem neuen Typus des „Subkultur-Unternehmers“ liegt, der sein „subkulturelles Kapital“ für ökonomische Zwecke einsetzt.

  • Individualisierung und prekäre Arbeitsbedingungen in der Kreativwirtschaft
  • Die theoretische Entwicklung des Subkultur-Begriffs
  • Konzepte wie „subkulturelles Kapital“ und „Lernen in Szenen“
  • Die Transformation von subkulturellem Kapital in ökonomisches Kapital
  • Empirische Fallanalysen von drei „Subkultur-Unternehmern“

Auszug aus dem Buch

2.3.2. Lernen in Szenen

Ronald Hitzler hat gemeinsam mit Manuela Pfadenhauer (Hitzler/Pfadenhauer 2008) und Arne Niederbacher (Hitzler/Niederbacher 2010) den Prozess der Aneignung subkulturellen Kapitals aus pädagogischer Perspektive als „Lernen in Szenen“ beschrieben. Hitzler verwendet dabei nicht das von Bourdieu entlehnte Vokabular, er spricht von einem Kompetenz-Erwerb in Szenen. Laut Hitzler manifestiert sich eine Szene „im sozial approbierten Wissen von den ‚richtigen‘ Verhaltensweisen, Attribuierungen, Codes, Signalen, Emblemen, Zeremonien, Attitüden, Wissensbeständen, Relevanzen, Fertigkeiten (Hitzler/Nierderbacher 2010, S.18).“ Wer also vollwertiges Mitglied einer Szene sein will, kann das nur durch exklusives Szene-Know-How erreichen. In subkulturellen Szenen Aktive „müssen nicht nur immer mehr über die feinen, subtilen und dynamischen szenischen Stilisierungsformen wissen, sie müssen diese darüber hinaus auch wirksam anwenden können (Hitzler/Niederbacher 2010, S. 195)“.

Damit geht für Hitzler ein Kompetenzerwerb einher weshalb er subkulturelle Szenen als alternative Bildungsorganisationen bezeichnet. Demnach werden in „sehr konkrete, über das „Leben in Szenen“ selber hinaus alltagspraktisch relevante und berufspraktisch verwertbare Kompetenzen entwickelt, vermittelt und angeeignet (Hitzler/Pfadenhauer 2008, S.16)“.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Subkulturen als Potenzialträger für die Kreativwirtschaft dar und formuliert die Forschungsfrage nach dem subkulturellen Nährboden für Unternehmensgründungen.

2. Subkulturelles Kapital und Subkultur-Unternehmertum in der Kreativwirtschaft: Das Kapitel beleuchtet theoretisch, wie sich durch Individualisierung und prekäre Bedingungen ein „neuer Kulturunternehmer“ entwickelt hat und wie Subkultur-Szenen als alternative Bildungsorganisationen zur Kapitalbildung dienen.

3. Die Praxis der Subkultur-Unternehmer: Hier wird das explorative Forschungsdesign vorgestellt und mittels qualitativer Leitfadeninterviews die Lebenswirklichkeit und das wirtschaftliche Handeln von Subkultur-Unternehmern analysiert.

4. Ein Gespräch mit Jürgen Enninger und Susanne Mitterer vom Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt München: Ein Experteninterview liefert Perspektiven der kommunalen Wirtschaftsförderung auf die Schnittstelle zwischen subkultureller Freiheit und ökonomischer Existenzsicherung.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Subkultur-Unternehmer durch erlerntes Kapital in der Kreativwirtschaft erfolgreich agieren können, weist jedoch kritisch auf die prekäre Lebensführung dieser Akteure hin.

Schlüsselwörter

Subkultur, Kreativwirtschaft, Kulturunternehmer, subkulturelles Kapital, Lernen in Szenen, Entrepreneurship, Zwischennutzung, Prekariat, Selbstverwirklichung, Individualisierung, Netzwerk, Szenen, Sozialforschung, Identität, Marktorientierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das Phänomen des „Subkultur-Unternehmers“ innerhalb der Kultur- und Kreativwirtschaft und analysiert, wie diese Akteure ihr in Subkulturen erworbenes Wissen und Kapital für ihre wirtschaftliche Existenzgründung nutzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Herleitung des Subkultur-Begriffs, das Konzept des subkulturellen Kapitals nach Sarah Thornton sowie das „Lernen in Szenen“ und die wirtschaftlichen Herausforderungen bei der Selbstständigkeit in kreativen Berufen.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, das wenig erforschte Feld des subkulturellen Unternehmertums explorativ zu erschließen und zu verdeutlichen, welchen Wert das spezifische „subkulturelle Kapital“ für eine ökonomische Existenzgründung in der Kulturwirtschaft hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine qualitative, explorative Sozialforschung angewandt, konkret eine vergleichende Fallanalyse auf der Basis von drei Leitfadeninterviews mit Subkultur-Unternehmern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine ausführliche theoretische Fundierung zu Kulturunternehmertum und Subkulturtheorien sowie einen empirischen Teil, in dem die drei Interviewpartner anhand ihrer Lebenswirklichkeit und Selbsteinschätzung analysiert werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe umfassen Subkultur, Kulturunternehmertum, subkulturelles Kapital, Lernen in Szenen und Kreativwirtschaft.

Welche Rolle spielt die Stadt München in diesem Kontext?

München dient als regionaler Forschungskontext; zudem werden durch ein Gespräch mit dem Kompetenzteam Kultur- und Kreativwirtschaft der Stadt München politische Perspektiven auf die Förderung von Subkultur als wirtschaftlichem Motor beleuchtet.

Was bedeutet „subkulturelles Kapital“ für die Akteure?

Es bezeichnet das spezifische „Szenewissen“ und die Fähigkeit, Symbole, Codes und Verhaltensweisen innerhalb einer Szene zu verstehen und zu produzieren, die als Grundlage für Authentizität und Distinktion auf dem Markt dienen.

Final del extracto de 101 páginas  - subir

Detalles

Título
Subkultur-Unternehmertum. Subkultur als Nährboden für unternehmerisches Denken und Gründungen in der Kreativwirtschaft
Universidad
University of Music and Performing Arts Munich  (Kulturmanagement)
Calificación
1,0
Autor
Tobias Tzschaschel (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
101
No. de catálogo
V312091
ISBN (Ebook)
9783946458142
ISBN (Libro)
9783946458173
Idioma
Alemán
Etiqueta
Subkultur Kreativwirtschaft Unternehmertum Kulturunternehmer Szene kulturmanagement entrepeneurship
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Tobias Tzschaschel (Autor), 2015, Subkultur-Unternehmertum. Subkultur als Nährboden für unternehmerisches Denken und Gründungen in der Kreativwirtschaft, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312091
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