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Die Erklärungsreichweite der IB Großtheorien zum VR-Prinzip der Schutzverantwortung

Die völkerrechtliche Positivierung der humanitären Intervention zwischen realistischer Machtpolitik, liberalen Interessen und universeller Identität

Título: Die Erklärungsreichweite der IB Großtheorien zum VR-Prinzip der Schutzverantwortung

Tesis (Bachelor) , 2013 , 65 Páginas , Calificación: 1,7

Autor:in: Benno Valentin Villwock (Autor)

Política - Tema: Paz y Conflictos, Seguridad
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Wie erklären die Großtheorien unterschiedliche Aspekte der Schutzverantwortung? Wie plausibel können sie diese innerhalb ihres Weltbildes verordnen? Welche Theorie hat insgesamt die größte Erklärungskraft bezüglich des Phänomens der R2P? Es werden sich mit dieser Arbeit sowohl Einblicke in die Vorzüge und Schwächen der IB Weltbilder
angesichts des Erklärungsgegenstandes, als auch ein vertieftes Verständnis ob des Wesens der R2P
erwartet.

Mit der Resolution des Sicherheitsrates 1973 (2011) der vereinten Nationen (VN) während der Revolutionen des Arabischen Frühlings in Libyen wurde der reaktive Teil des neuen Völkerrecht-Prinzips der Responsibility to Protect (R2P) erstmals im konkreten Fall implementiert.

Mit durchschlagendem Erfolg, so verhalfen die in diesem Rahmen geführten, massiven Luftschlägen einer westlichen Staatenallianz gegen die Truppen Gaddafis schließlich den Rebellen zum Sieg und führten indirekt zum Tod des ehemaligen Machthabers. Die mit der völkerrechtlichen Positivierung der humanitären Intervention vorgenommene Veränderung des Aktionsraumes der VN ist neben dessen Aktualität auch von größter Brisanz, insofern „rules and norms governing the use of force […] go to the very heart of who we are as the United Nations and what we stand for“ (Annan 2005).
Der Prozess der völkerrechtlicher Kodifizierung der hI in der R2P ist nun „not a theory but a [...] fact begging for an explanation, as facts do” (Waltz 2000).

An dieser Stelle sollen die Großtheorien der IB herangezogen werden, welche im Falle des Phänomens der R2P kritisch auf ihre Erklärungsreichweite hin zu überprüfen sein werden. Die Auswahl der Theorien orientiert sich an den drei großen, rekonstruierten „Debatten“ der IB Theoriediskussion und der sich hieraus schließlich kristallisierenden drei großen Denkschulen des 1. Realismus, 2. des Liberalismus und 3. des Konstruktivismus.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

I Einleitung

II Die Großtheorien der Internationalen Beziehungen

1. Der Realismus

2. Der Liberalismus

3. Der Konstruktivismus

III Das völkerrechtliche Prinzip der Responsibility to Protect

1. Die Humanitäre Intervention

2. Die Positivierung der hI in der Responsibility to Protect

3. Zusammenfassend: Womit haben wir es mit der R2P zu tun?

IV Die Erklärungsreichweite der IB Großtheorien zur R2P

1. Erklärungsreichweite und -schwächen des Realismus

2. Erklärungsreichweite und -schwächen des Liberalismus

3. Erklärungsreichweite und -schwächen des Konstruktivismus

V Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Erklärungskraft der drei großen IB-Großtheorien (Realismus, Liberalismus, Konstruktivismus) im Hinblick auf das Phänomen der Responsibility to Protect (R2P). Ziel ist es, auf Basis der jeweiligen Weltbilder und eines Indikatorenkatalogs zu bestimmen, welche Theorie das Entstehen und die Ausgestaltung der R2P am plausibelsten erklären kann.

  • Vergleich der theoretischen Grundlagen (Realismus, Liberalismus, Konstruktivismus)
  • Analyse der völkerrechtlichen Entwicklung der R2P
  • Kritische Überprüfung der Theorien an qualitativen Indikatoren
  • Identifikation von Vorzügen und Schwächen der IB-Weltbilder
  • Vergleichende Auswertung zur Bestimmung der Erklärungskraft

Auszug aus dem Buch

3. Zusammenfassend: Womit haben wir es mit der R2P zu tun?

In einem ersten Schritt während der 90er Jahre haben sich durch eine veränderte Staatenpraxis und einer dementsprechenden Uminterpretation der VN-Charta völkerrechtliche Fundamentalnormen des Individualschutzes gegen das Prinzip des absoluten Gewaltverbotes durchgesetzt. Zu diesem Zeitpunkt befindet sich die hI im Widerstreit mit dem interventionshemmenden Prinzip der Nichteinmischung. Dieser Konflikt wurde unter anderem auch für die Fehlschläge der Interventionen der frühen 90er verantwortlich gemacht. Um den voliegenden Normenkonflikt zu beseitigen wurde in einem zweiten Schritt die innerstaatliche Souveränität funktionalisiert, in dem diese von dem Schutz fundamentaler Menschenrechte abhängig gemacht wurde. Der Schutz vor massenhaften schweren Menschenrechtsverletzungen wurde damit zu einer echten ius cogens Verpflichtung, vielleicht die erste ihrer Art. Sollte der Staat dieser Verpflichtung nicht nachkommen, so wird aus der Schutzverantwortung eine erga omnes Verpflichtung der gesamten Staatengemeinschaft, welcher notfalls auch militärisch nachgegangen werden kann. Die hI wurde so in der R2P konzeptualisiert und schließlich zum VR Prinzip erhoben. Allgemein ist hierdurch die Hemmschwelle für die Ausübung von militärischer Gewalt mit humanitärer Begründung in den iB gesunken und das Prinzip der staatlichen Souveränität wurde entscheidend relativiert.

Zusammenfassung der Kapitel

I Einleitung: Einführung in die Thematik der R2P, deren erste Implementierung im Rahmen des Arabischen Frühlings und die Darlegung der Forschungsfragen sowie methodischen Vorgehensweise.

II Die Großtheorien der Internationalen Beziehungen: Idealtypische Darstellung des Realismus, Liberalismus und Konstruktivismus anhand der Kategorien Akteur, Struktur, Disposition, Krieg sowie Kooperation und Frieden.

III Das völkerrechtliche Prinzip der Responsibility to Protect: Historische und rechtliche Herleitung der R2P, von den Anfängen der humanitären Intervention über die Konzeptualisierung durch die ICISS bis zur Integration in das Outcome-Dokument des Weltgipfels 2005.

IV Die Erklärungsreichweite der IB Großtheorien zur R2P: Detaillierte Prüfung und kritische Gegenüberstellung der drei Theorien anhand von neun definierten Indikatoren zur Erklärungskraft bezüglich des Phänomens R2P.

V Schlussbetrachtung: Zusammenfassende Quantifizierung der Erklärungspotenziale und abschließende Bewertung, welche Theorie das Phänomen R2P am besten in ihr Weltbild integrieren kann.

Schlüsselwörter

Responsibility to Protect, R2P, Internationale Beziehungen, Realismus, Liberalismus, Konstruktivismus, humanitäre Intervention, VN-Charta, Souveränität, Menschenrechtsschutz, Weltpolitik, internationale Regime, Normen, Kooperation, Sicherheitsrat

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Publikation analysiert, wie die drei maßgeblichen Denkschulen der Internationalen Beziehungen (Realismus, Liberalismus, Konstruktivismus) das völkerrechtliche Prinzip der Schutzverantwortung (Responsibility to Protect) theoretisch einordnen und erklären.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Entwicklung der humanitären Intervention, die Transformation des Völkerrechts, die Rolle der Vereinten Nationen und die kritische Analyse der Erklärungskraft außenpolitischer Theorien.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, die Erklärungskraft der IB-Großtheorien für das Entstehen und die Ausgestaltung der R2P kritisch zu prüfen, um herauszufinden, welche Theorie das Phänomen am plausibelsten begründet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Untersuchung erfolgt durch die idealtypische Darstellung der Theorien und deren kritische Überprüfung anhand eines auf acht (bzw. neun) qualitativen Indikatoren basierenden Kriterienkatalogs.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung, die völkerrechtliche Genese der R2P und die anschließende analytische Prüfung der Theorien an verschiedenen Fällen und Indikatoren.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind R2P, internationale Beziehungen, Souveränität, Menschenrechtsschutz, konstruktivistische Sozialisation und realistisches Machtkalkül.

Wie unterscheidet sich die Sicht des Konstruktivismus auf die R2P von der des Realismus?

Während der Realismus die R2P als Instrument opportunistischer Machtausübung durch Großmächte sieht, interpretiert der Konstruktivismus sie als Ausdruck einer sich wandelnden intersubjektiven Weltordnung und als Resultat kommunikativen Handelns zur Normierung von Werten.

Welche Rolle spielt der Liberalismus bei der Erklärung der R2P?

Der Liberalismus erklärt die R2P primär als Resultat eines sich verdichtenden Menschenrechtsregimes und durch das Interesse einer wachsenden Anzahl liberaler Staaten an der Kooperation zur Sicherung universeller Werte.

Final del extracto de 65 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Erklärungsreichweite der IB Großtheorien zum VR-Prinzip der Schutzverantwortung
Subtítulo
Die völkerrechtliche Positivierung der humanitären Intervention zwischen realistischer Machtpolitik, liberalen Interessen und universeller Identität
Universidad
University of Freiburg  (Seminar für Wissenschaftliche Politik)
Curso
Keine
Calificación
1,7
Autor
Benno Valentin Villwock (Autor)
Año de publicación
2013
Páginas
65
No. de catálogo
V312166
ISBN (Ebook)
9783668109742
ISBN (Libro)
9783668109759
Idioma
Alemán
Etiqueta
erklärungsreichweite großtheorien vr-prinzip schutzverantwortung positivierung intervention machtpolitik interessen identität
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Benno Valentin Villwock (Autor), 2013, Die Erklärungsreichweite der IB Großtheorien zum VR-Prinzip der Schutzverantwortung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312166
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Extracto de  65  Páginas
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