Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale

Magisches in der epischen Literatur des Mittelalters, dargestellt anhand des "Wigalois" und des "Nibelungenliedes"

Titre: Magisches in der epischen Literatur des Mittelalters, dargestellt anhand des "Wigalois" und des "Nibelungenliedes"

Thèse de Bachelor , 2015 , 48 Pages , Note: 1,75 (15/20)

Autor:in: Cathy Schoetter (Auteur)

Philologie Allemande - Littérature Allemande Ancienne, Littérature Médiévale
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Die folgende Arbeit soll einen Einblick in die Welt des Magischen im Mittelalter verschaffen. Der erste Teil widmet sich neben der terminologischen Klärung, einer Einführung in die Magie und ihrer Relation zur Religion und zur Geschichte. Auf der Grundlage der Primärtexte „Wigalois“ und „Nibelungenlied“ beschränkt sich die Analyse dabei auf die magischen Elemente in den zwei genannten Texten und auf die Bestimmung ihrer Funktionen. Die Auseinandersetzung mit den Aufgaben und Bedeutungsmöglichkeiten von den auftauchenden magischen Elementen in den Texten ist der rote Faden, welcher sich durch die ganze Arbeit ziehen wird.

Die Arbeit gliedert sich in vier große Teile. Nach der Einleitung wird sich theoretisch sowie geschichtlich mit der Rolle der Magie beschäftigt. Danach wird einzeln auf die magischen Vorkommnisse in den Primärtexten eingegangen. Dieser praktische Teil der Arbeit wird eingeteilt und begonnen wird mit dem „Wigalois“, gefolgt vom „Nibelungenlied“. Dazu hinzugezogen werden Theorien von u.a. Tuczay Christa, Birkhan Helmut, Eming Jutta, Wennerhold Markus und Riha Petra. Die genannten Theorien geben sowohl Auskunft über den geschichtlichen Hintergrund und die religiöse Handhabung mit dem Thema Magie, als auch Vorschläge für konkrete Deutungsmöglichkeiten der übernatürlichen Vorkommnisse in den Primärtexten. Anschließend werden Unterschiede und Ähnlichkeiten der beiden Primärtexte herausgearbeitet. Um die Schlussbetrachtung zu vervollständigen, werden noch einmal die wichtigsten magischen Elemente zusammengefasst, um deren Bedeutungen näher zu untersuchen.

Es soll ebenfalls geklärt werden, ob es Parallelen oder Unterschiede in beiden Texten gibt. Des weiteren soll herausgefunden werden, welche Rolle Religion in Bezug auf die Magie spielt und ob es bezüglich dieses Zusammenhangs in beiden Texten Unterschiede gibt.

In der epischen Literatur des Mittelalters lassen sich in vielen Werken magische Elemente feststellen. Wegen ihrer Fülle an magischen Elementen fiel die Wahl auf den „Wigalois“ und das „Nibelungenlied“. Außerdem sind, wie der spätere Vergleich der beiden Werke zeigen wird, beide Texte in einigen für diese Arbeit interessanten Aspekten, unterschiedlich.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Teil

2.1 Magie in Bezug auf Religion und Geschichte

2.2 Begriffsbestimmungen und Abgrenzungen

3. Wigalois

3.1 Text und Forschungsstand

3.2 Elemente von Zauber und Magie im Kontext der Handlung

3.2.1 Gürtelepisode

3.2.2 Das Feenreich

3.2.3 Der Tugendstein

3.2.4 Tiergestalten

3.2.5 Drache Pfetan

3.2.6 Die wilde Ruel

3.2.7 Das Rad

3.2.8 Der Nebel

3.2.9 Roaz-Kampf

3.2.10 Der brennende Sarg

4. Nibelungenlied

4.1 Text und Forschungsstand

4.2 Elemente von Zauber und Magie im Kontext der Handlung

4.2.1 Brünhild und die magische Jungfräulichkeit

4.2.2 Siegfried und das schärfste Schwert

4.2.3 Die Tarnkappe

4.2.4 Siegfrieds Drachenkampf

4.2.5 Reaktion von Siegfrieds Wunden auf den Mörder

4.2.6 Hagens Begegnung an der Donau

4.2.7 Phänomene der Zeit

4.2.8 Die Zauberrute

4.2.9 Träume als Zukunftsvision

4.2.10 Siegfried, der scheinbar Unbesiegbare

5. Diskussion der Ergebnisse und Schlussbetrachtung

5.1 Ähnlichkeiten und Unterschiede der beiden Texte

5.2 Umgang mit den Worten Wunder und Zauber in beiden Texten

5.3 Bedeutung und Funktion der magischen Elemente im Wigalois und im Nibelungenlied

5.4 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle, Bedeutung und Funktion magischer Elemente in den mittelhochdeutschen Epen „Wigalois“ und „Nibelungenlied“. Ziel ist es, durch eine vergleichende Analyse herauszuarbeiten, wie diese Elemente in den jeweiligen Kontexten eingebettet sind und in welcher Beziehung sie zur religiösen sowie historischen Weltanschauung des Mittelalters stehen.

  • Theoretische Grundlagen von Magie, Religion und Geschichte im Mittelalter
  • Vergleichende Analyse magischer Gegenstände und Phänomene
  • Identifikation der Funktionen übernatürlicher Elemente innerhalb der Handlung
  • Untersuchung der Differenzierung zwischen „Wunder“ und „Zauber“
  • Reflektion der Rolle christlicher Deutungsmuster gegenüber magischen Vorkommnissen

Auszug aus dem Buch

3.2.1 Gürtelepisode

Der erste magische Gegenstand, welcher im Wigalois auftaucht, beschreibt Eming Jutta als ein mit „besonderen Eigenschaften versehener, magischer Gürtel“. Er wirkt in dem Text verschieden auf weibliche und männliche Träger ein. Der Königin spendet er vorher nicht existierendes Selbstvertrauen, neue Sprachkenntnisse und riesige Massen an neuem Wissen. Außerdem lernt sie ganz neue „emotionale und intellektuelle Kräfte“ an sich kennen.

der küniginne riet ir muot

daz si den gürtel umbe bant ;

dô hêt diu vrouwe sâ zehant

vreude unde wîsheit :

sine troubte deheiner slahte leit,

die sprâche kunde si alle wol ( Wig.Vers 329 - 334 )

Wieso Gawein der Königin rät den Gürtel nicht anzunehmen, scheint anfangs nicht ganz klar. Eming Jutta unterstützt die These, dass der Gürtel oft als „Sinnbild der Liebe, Reinheit und Keuschheit angesehen wird.“ Gawein sieht in dem Angebot einen möglichen „Angriff auf die Ehre der Königin“ und der Rat zur Ablehnung ist nur zu ihrem eigenen Schutze gedacht.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik des Magischen im Mittelalter ein und definiert den methodischen Rahmen für die Analyse der Primärtexte Wigalois und Nibelungenlied.

2. Theoretischer Teil: Dieses Kapitel erörtert die historische und religiöse Rolle der Magie im Mittelalter und definiert zentrale Begriffe sowie deren Abgrenzung.

3. Wigalois: Es erfolgt eine detaillierte Untersuchung der mannigfaltigen magischen Elemente, Gegenstände und Kreaturen, die im Wigalois auftreten und ihre Funktion für den Helden und die Handlung entfalten.

4. Nibelungenlied: Das Kapitel analysiert die spezifischen magischen Phänomene und Zauberhandlungen im Nibelungenlied und deren Einfluss auf den schicksalhaften Verlauf der Erzählung.

5. Diskussion der Ergebnisse und Schlussbetrachtung: Die Arbeit vergleicht die Funktionen des Magischen in beiden Werken, reflektiert den Umgang mit den Begriffen Wunder und Zauber und zieht ein abschließendes Fazit.

Schlüsselwörter

Magie, Mittelalter, Wigalois, Nibelungenlied, Übernatürliches, Wunder, Zauber, Artusroman, Heldenepos, Religion, Siegfried, Gürtel, Drachenkampf, Wahrsagung, Transformation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Auftreten und die Funktion von magischen Elementen in den zwei bedeutenden mittelhochdeutschen Werken „Wigalois“ und „Nibelungenlied“.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die magischen Gegenstände, übernatürliche Phänomene, die Rolle der Religion im Kontext von Magie sowie die literarische Bedeutung von Wundern und Zauberei.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fragt nach den Aufgaben und Bedeutungsmöglichkeiten der magischen Elemente in den Primärtexten und untersucht, welche Rolle die Religion in diesem Zusammenhang spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die durch den Einbezug fachspezifischer Theorien (u.a. von Tuczay, Birkhan, Eming) gestützt wird, um sowohl Ähnlichkeiten als auch Unterschiede herauszuarbeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Einführung, die detaillierte Analyse der magischen Elemente im Wigalois sowie im Nibelungenlied, inklusive einer Diskussion über deren Symbolik.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Die wichtigsten Begriffe sind Magie, Wunder, religiöse Einwirkung, übernatürliche Hilfsmittel, ritterliches Heldentum und die Differenzierung zwischen heidnischen und göttlich legitimierten Kräften.

Warum spielt der Gürtel in beiden Texten eine so unterschiedliche Rolle?

Während der Gürtel im Wigalois primär ein Objekt der Bindung und positiven Kraft ist, dient er im Nibelungenlied als symbolisches Beweisstück für einen Betrug und den Verlust ritterlicher Ehre.

Welche Funktion hat die Bahrprobe im Nibelungenlied?

Die Bahrprobe dient als „mythische Justiz“, bei der Gott selbst eingreift, um den wahren Mörder Siegfrieds zu entlarven, da dies auf natürlichem Wege nicht zu beweisen ist.

Wie unterscheiden sich Wigalois und Siegfried in ihrem Umgang mit göttlicher Hilfe?

Wigalois legt sein Schicksal von Anfang an offen in die Hände Gottes, während Siegfrieds Wundertaten im Nibelungenlied zwar oft von göttlicher Hilfe begleitet scheinen, er jedoch stärker durch seine eigene, unermessliche Kraft charakterisiert ist.

Fin de l'extrait de 48 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Magisches in der epischen Literatur des Mittelalters, dargestellt anhand des "Wigalois" und des "Nibelungenliedes"
Université
University of Luxembourg  (Institut für deutsche Sprache, Literatur und für Interkulturalität)
Note
1,75 (15/20)
Auteur
Cathy Schoetter (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
48
N° de catalogue
V312255
ISBN (ebook)
9783668111240
ISBN (Livre)
9783668111257
Langue
allemand
mots-clé
Wigalois Nibelungenlied Magie Epik Mittelalter Mythen
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Cathy Schoetter (Auteur), 2015, Magisches in der epischen Literatur des Mittelalters, dargestellt anhand des "Wigalois" und des "Nibelungenliedes", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312255
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  48  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint