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Dyskalkulie. Möglichkeiten der Förderung und Intervention bei Rechenschwäche

Title: Dyskalkulie. Möglichkeiten der Förderung und Intervention bei Rechenschwäche

Examination Thesis , 2015 , 76 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Melanie Linden (Author)

Pedagogy - Orthopaedagogy and Special Education
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Das Ziel der Ausarbeitung ist es, einen Einblick in das komplexe Thema Rechenstörung zu geben. Der Fokus liegt dabei auf dem aktuellen Forschungsstand und den Möglichkeiten der Förderung rechenschwacher Kinder. Die schriftliche Hausarbeit soll die wichtigsten Informationen zu Dyskalkulie bereitstellen, die für jeden Pädagogen und Lehrer wissenswert und unerlässlich sind.

Rechnen stellt, ebenso wie das Schreiben und Lesen, eine wichtige Kulturtechnik und auch eine fundamentale Schlüsselqualifikation dar, die im Fach Mathematik in der Schule erworben wird. In den letzten Jahren wird bei Grundschulkindern immer öfter Dyskalkulie wahrgenommen
und diagnostiziert. Mathematische Kenntnisse sind für die
Persönlichkeitsentwicklung und Handlungskompetenz existentiell wichtig und unentbehrlich, um die Schullaufbahn erfolgreich zu absolvieren und auf dem Arbeitsmarkt Fuß zu fassen.
Lese-Rechtschreibschwäche ist schon lange als Problemfeld bekannt, die Schwierigkeiten und Probleme beim Erlernen des Rechnens sind dagegen erst in den letzten Jahren ins Blickfeld von Wissenschaftlern und Praxis gerückt. Früher war ein Kind einfach schlecht in Mathematik, und die Bedeutung rechnerischer Fähigkeiten wurde oft als „nicht so wichtig“ angesehen. Erfreulicherweise ist in den letzten 10 Jahren ein
Trend zu verzeichnen, der den Erwerb von mathematischen Fähigkeiten mehr würdigt. Eine Rechenstörung ist ebenso verbreitet und folgenschwer wie eine Legasthenie und geht in ihrem Erscheinungsbild weit über rein mathematische Defizite hinaus. Psychische Probleme, Verhaltensauffälligkeiten und Schwierigkeiten im Alltag und dem sozialen Umfeld sind häufige Begleiter einer Dyskalkulie.
Wer einem Kinde helfen möchte, dieses Störungsbild zu überwinden, muss sich mit den Grundlagen vertraut machen. Die Auswahl einer gezielten Förderung ist kaum denkbar ohne das Wissen über mögliche Ursachen, Symptomatik, Komorbidität und Diagnostik. Ohne Hilfe und spezielle Förderung jedoch hält sich eine Rechenstörung bis ins Erwachsenenalter. Je früher eine Rechenschwäche entdeckt wird, desto besser sind die Aussichten, die Defizite zu überwinden. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

Vorwort

1 Dyskalkulie

1.1 Begriffsbestimmung

1.2 Klassifikation

1.3 Diskrepanzkriterium

1.4 Epidemiologie

1.4.1 Prävalenz

1.4.2 Geschlechterverhältnis

1.4.3 Komorbidität

2 Entstehung und Erscheinungsformen

2.1 Symptomatik

2.2 Bedeutung des Zahlbegriffs – Zählentwicklung

2.2.1 Zählprinzipien

2.2.2 Modell der Entwicklung mathematischer Kompetenzen

2.3 Entwicklung und Verlauf

2.4 Psychische Faktoren

2.5 Verhaltensauffälligkeiten und Lernstörungen

3 Diagnostik

3.1 Schulleistungstests

3.2 Dyskalkulietests

3.3 Tests zu Erfassung der psychischen Symptomatik

4 Prävention – Förderung mathematischer Basiskompetenzen

4.1 Einfluss mathematischer Basiskompetenzen

4.2 Präventionsprogramme

4.2.1 Mengen, zählen, Zahlen - MZZ

4.2.2 Komm mit ins Zahlenland

5 Förderung und Intervention bei Rechenschwäche

5.1 Förderprogramme

5.2 Anschauungsmittel

5.3 Anforderungen an das Lernen mit rechenschwachen Kindern

5.4 Beratung im Umfeld

6 Rechtliche Aspekte

6.1 Dyskalkulie-Therapie und Finanzierung

6.2 Schulrechtliche Aspekte

7 Fazit und abschließende Fragestellung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das komplexe Phänomen der Dyskalkulie, um Lehrkräften und Pädagogen fundierte Einblicke in den aktuellen Forschungsstand, diagnostische Verfahren und effektive Fördermöglichkeiten zu bieten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, wie rechenschwache Kinder frühzeitig identifiziert und durch gezielte Interventionen in ihrer mathematischen Entwicklung sowie ihrer psychischen Stabilität unterstützt werden können.

  • Grundlagen und Klassifikation von Rechenstörungen
  • Diagnostische Verfahren zur Identifikation von Dyskalkulie
  • Präventionsprogramme zur Förderung mathematischer Basiskompetenzen
  • Methoden der Intervention und Beratung im schulischen Umfeld
  • Rechtliche Rahmenbedingungen für Dyskalkulie-Therapien

Auszug aus dem Buch

Fehlendes Mengen- und Größenverhältnis

Konkrete Mengenzuordnungen bei Zahlwörtern und arabischen Ziffern misslingen, ebenso wie das Einschätzen von Mengen. Die Kinder zeigen Schwierigkeiten beim Erfassen kleiner Mengen, beim Überschlagsrechnen und beim Schätzen ob etwas „viel“ oder „wenig“ ist. Falsche oder gar unmögliche Rechenergebnisse werden nicht erkannt (zum Beispiel 10+15 = 325).

Mengenvarianzen werden nicht erkannt. Für das Verständnis von Zahlen ist es wichtig zu wissen, was ,gleich viel’, ,mehr’ und ,weniger’ bedeutet. Dass eine Anzahl gleich bleibt, wenn nichts weggenommen oder hinzugefügt wird, ist nicht selbstverständlich. Die Menge wird oft mit dem in Zusammenhang gebracht, was das Kind sieht. Ein anderes Gefäß beispielsweise, in dem die gleiche Menge Flüssigkeit nach mehr aussieht.38 „Mehr ist, was mehr aussieht“.39 In der Wissenschaft wird das als Varianz bezeichnet.

So zeigen sich bei Kindern mit einer Rechenschwäche häufig auch Schwierigkeiten beim Umrechnen und Abschätzen von Mengenangaben.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Dyskalkulie: Dieses Kapitel definiert den Begriff Dyskalkulie, grenzt ihn von anderen Rechenstörungen ab und erläutert Klassifikationssysteme sowie epidemiologische Daten.

2 Entstehung und Erscheinungsformen: Es werden die Symptomatik, die Entwicklung des Zahlbegriffs sowie psychische Faktoren und mögliche Verhaltensauffälligkeiten im Kontext einer Rechenschwäche beleuchtet.

3 Diagnostik: Dieser Abschnitt gibt einen Überblick über den diagnostischen Prozess und stellt verschiedene Schulleistungstests sowie Dyskalkulietests und Verfahren zur Erfassung der psychischen Symptomatik vor.

4 Prävention – Förderung mathematischer Basiskompetenzen: Das Kapitel widmet sich der Bedeutung mathematischer Vorläuferkompetenzen und stellt präventive Programme wie MZZ und "Komm mit ins Zahlenland" vor.

5 Förderung und Intervention bei Rechenschwäche: Hier werden Interventionsmöglichkeiten, konkrete Förderprogramme, der Einsatz von Anschauungsmitteln sowie die beratende Arbeit mit Eltern und dem Umfeld thematisiert.

6 Rechtliche Aspekte: Dieses Kapitel beleuchtet rechtliche Rahmenbedingungen für die Dyskalkulie-Therapie, Finanzierungsfragen sowie schulrechtliche Regelungen in Deutschland.

7 Fazit und abschließende Fragestellung: Die Arbeit schließt mit einer Reflexion über die Einordnung der Dyskalkulie als Krankheit im Sinne der WHO-Definition und betont die Wichtigkeit frühzeitiger Unterstützung.

Schlüsselwörter

Dyskalkulie, Rechenschwäche, Rechenstörung, Mathematik, Förderung, Intervention, Diagnostik, Prävention, Grundschule, Zahlbegriff, Schulleistungstest, Inklusion, Lernstörung, Basiskompetenzen, Teilleistungsschwäche.

Häufig gestellte Fragen

Was ist das grundlegende Thema der Arbeit?

Die Arbeit befasst sich umfassend mit der Dyskalkulie (Rechenschwäche), von ihrer theoretischen Definition bis hin zu praktischen Ansätzen für Prävention und Förderung im schulischen Kontext.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die zentralen Felder umfassen die Begriffsklärung, Diagnostik, psychische Begleiterscheinungen, präventive Ansätze sowie Interventionsmethoden bei Rechenstörungen.

Was ist das primäre Ziel dieser Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, Lehrkräften und Pädagogen einen fundierten Überblick über den aktuellen Forschungsstand zu geben und praktische Orientierungshilfen für die Arbeit mit rechenschwachen Kindern bereitzustellen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden zur Diagnose verwendet?

Die Arbeit stellt verschiedene standardisierte Verfahren vor, darunter Schulleistungstests (z.B. DEMAT), Dyskalkulietests (z.B. ZAREKI-R) und Verfahren zur Erfassung der psychischen Symptomatik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Bereiche Entstehung, Diagnostik, präventive Förderung, spezifische Interventionsprogramme und rechtliche Rahmenbedingungen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Dyskalkulie, Rechenschwäche, diagnostische Verfahren, mathematische Basiskompetenzen und Förderkonzepte.

Warum wird die Null in manchen Förderprogrammen nicht explizit eingeführt?

Einige Programme verzichten darauf, da sie den Fokus auf die Vermittlung von Zahlen als Mengen legen und argumentieren, dass die Null in diesem spezifischen Kontext keine Zahl im Sinne einer Menge darstellt.

Welche Rolle spielt die emotionale Unterstützung im Unterricht?

Die emotionale Unterstützung ist entscheidend, um zu verhindern, dass Misserfolge zu einem Teufelskreis aus Versagensängsten, Leistungsvermeidung und negativer Selbstkonzeptbildung führen.

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Details

Title
Dyskalkulie. Möglichkeiten der Förderung und Intervention bei Rechenschwäche
College
University of Cologne
Grade
1.3
Author
Melanie Linden (Author)
Publication Year
2015
Pages
76
Catalog Number
V312591
ISBN (eBook)
9783668114005
ISBN (Book)
9783668114012
Language
German
Tags
Mathematik Lernstörung Verhaltensauffälligkeit Grundschule Rechenschwäche Rechenstörung Emotionale Entwicklung Diagnostik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Melanie Linden (Author), 2015, Dyskalkulie. Möglichkeiten der Förderung und Intervention bei Rechenschwäche, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312591
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