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Soziale Probleme und sozialpädagogisches Handeln. Entstehung und Ursachen von Gewalt bei Jugendlichen

Titre: Soziale Probleme und sozialpädagogisches Handeln. Entstehung und Ursachen von Gewalt bei Jugendlichen

Dossier / Travail , 2013 , 14 Pages , Note: 5

Autor:in: Sonja Gross (Auteur)

Sociologie - Droit et Délinquance
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Immer wieder berichten die Medien von erschreckend brutalen Übergriffen auf Passanten, Massenschlägereien nach Fussballspielen, Messerstechereien und Schlägereien auf offener Strasse. Gewalt ausgehend von Jugendlichen ist eines der meist diskutierten sozialen Probleme.

Wieso schlagen Jugendliche immer wieder so brutal zu, was wird dagegen unternommen und welche darauf reagierenden Methoden bewirken wirklich etwas?

Ziel dieser Arbeit ist es, mich dieser Frage anzunähern. Ich werde versuchen anhand ausgewählter Literatur aufzuzeigen wie Jugendgewalt entsteht und zwei verschiedene Ansätze sozialpädagogischen Handelns vorstellen. Zum einen die Heimarbeit und zum anderen die Lebensweltorientierung.
Zur Erklärung der Entstehung von Jugendgewalt werde ich von der Dissertation von Suterlüty ausgehen, in der er die Entstehung von Gewaltkarrieren Jugendlicher mittels qualitativer Interviews untersucht. Als Ergänzung zu seiner Arbeit werde ich das Buch „Täter oder Opfer“ von Klaus Wahl und Katja Hees hinzuziehen.

Die Heimarbeit wird in ihrer Entwicklung vorgestellt und mithilfe der Kritik an Heimen von Bonhoeffer auf die Angemessenheit als Reaktion und Prävention auf jugendliche Gewalttäter überprüft. Schliesslich wird das Konzept der Lebensweltorientierung, insbesondere die Sozialpädagogische Familienhilfe vorgestellt und im Hinblick auf gewalttätige Jugendliche diskutiert. Zum Schluss werden beide Ansätze einander gegenübergestellt und aus der Sicht zweier verschiedener Perspektiven auf die Qualität sozialpädagogischen Handelns hin bewertet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

1. Entstehung und Ursachen von Gewalt bei Jugendlichen

1.1 Suterlüty

1.2 Kritik und Ergänzungen zum Ansatz von Suterlüty

2. Sozialpädagogisches Handeln

2.1 Heimarbeit

2.2 Lebensweltorientierung

3. Schlussteil

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Diese Arbeit untersucht die Ursachen jugendlicher Gewaltkarrieren und bewertet kritisch zwei Ansätze sozialpädagogischen Handelns, um zu analysieren, wie Jugendlichen effektiv Unterstützung bei der Lebensbewältigung geboten werden kann.

  • Analyse der Entstehung von Jugendgewalt (basierend auf Suterlüty sowie Wahl & Hees)
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Motiven hinter jugendlichen Gewalttaten
  • Evaluation der Heimerziehung als Präventions- und Interventionsmaßnahme
  • Vorstellung und Diskussion des Konzepts der Lebensweltorientierung
  • Analyse der Sozialpädagogischen Familienhilfe (SPFH) als ressourcenorientierter Ansatz
  • Gegenüberstellung repressiver versus ressourcenorientierter Erziehungskonzepte

Auszug aus dem Buch

1.1 Suterlüty

Es gibt verschiedene Ansätze zur Erklärung wie Jugendliche zu Gewalttätern werden. Am bekanntesten sind der sozialstrukturelle (oder auch „soziostrukturelle“) und der kulturtheoretische Ansatz. Der sozialstrukturelle Erklärungstyp geht davon aus, dass die Gewalt eine Folge der Modernisierung und der damit verbundenen höheren beruflichen und sozialen Anforderungen ist. Der kulturtheoretische Ansatz hingegen sieht die Ursache von Jugendgewalt in allgemein verbreiteten Einstellungen und normativen Orientierungen.

Suterlüty kritisiert an diesen Ansätzen, dass sie, da sie das Gewaltgeschehen an und für sich ignorieren „ausschlaggebende Aspekte gewalttätiger Handlungsmuster verfehlen.“ Deshalb sucht Suterlüty im Gegensatz zu diesen Ansätzen die Ursachen für die Entstehung von Gewalt in der Gewalttat selbst (vgl. Suterlüty, 2003, S.11f).

„Diese oft sehr rauschhaften Erfahrungen, so wird sich zeigen, gehören zu den Triebfedern biographischer Verläufe, welche die Form einer sich fortentwickelnden „Karriere“ der Täterschaft annehmen und meist in einer langen Vorgeschichte familiärer Gewalt und Missachtung gründen“ (Suterlüty, 2003, S. 11).

Der Ursprung jugendlicher Gewaltkarrieren liegt nach Suterlütys Theorie in familiären Ohnmachts- und Missachtungserfahrungen (vgl. Suterlüty, 2003, S.323). Die gewalttätigen Jugendlichen, die Suterlüty im Rahmen seiner Dissertation befragt hat, waren alle ausnahmslos Opfer familiärer Gewalt und stammen aus gewaltbelasteten Familienverhältnissen. Kinder, die physischer Gewalt ausgesetzt sind erleben eine starke Ohnmacht. Dabei kommt es nicht darauf an, ob diese Gewalt direkt oder indirekt erlebt wird (vgl. Suterlüty, 2003, S.150f).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die mediale Präsenz von Jugendgewalt und führt in die Fragestellung ein, welche Ursachen dieser Gewalt zugrunde liegen und welche pädagogischen Ansätze zur Intervention geeignet sind.

1. Entstehung und Ursachen von Gewalt bei Jugendlichen: Dieses Kapitel erläutert Suterlütys Theorie der Gewaltkarrieren als Folge familiärer Ohnmachts- und Missachtungserfahrungen und erweitert diese um kritische Aspekte wie schulische Gewalt und Gruppendynamiken.

2. Sozialpädagogisches Handeln: Hier werden die historische und aktuelle Praxis der Heimerziehung sowie das Konzept der Lebensweltorientierung inklusive der Sozialpädagogischen Familienhilfe detailliert gegenübergestellt.

3. Schlussteil: Das Kapitel fasst zusammen, dass Heimerziehung oft nur eine repressive Problemlösung darstellt und plädiert für lebensweltorientierte Ansätze, die an der Ursache der sozialen Problemlagen in der Familie ansetzen.

Schlüsselwörter

Jugendgewalt, Gewaltkarrieren, Suterlüty, Sozialpädagogik, Heimerziehung, Lebensweltorientierung, Sozialpädagogische Familienhilfe, Ohnmachtserfahrungen, Missachtung, Prävention, Erziehungshilfe, soziale Probleme, Jugendkriminalität, Ressourcenaktivierung, Repressive Pädagogik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Entstehung von Jugendgewalt und der kritischen Bewertung sozialpädagogischer Interventionsmöglichkeiten.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die psychologischen Ursachen von Gewalt bei Jugendlichen sowie die Wirksamkeit von Heimerziehung und lebensweltorientierten Familienhilfen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, den Ursprüngen von Gewaltkarrieren nachzugehen und zu analysieren, welche pädagogischen Methoden tatsächlich zur Unterstützung und Resozialisierung beitragen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse, insbesondere auf die Auswertung der Dissertation von Suterlüty sowie weiterer Fachliteratur zur Sozialpädagogik.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert erst die Entstehung von Gewalt durch familiäre Missachtung und diskutiert anschließend die Heimarbeit sowie die Lebensweltorientierung als Ansätze der Sozialpädagogik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Gewaltkarriere, Sozialpädagogische Familienhilfe, Lebensweltorientierung, Ohnmachtserfahrung und Heimerziehung.

Warum wird die Heimerziehung kritisch betrachtet?

Die Autorin argumentiert, dass Heime oft nur einen künstlichen Lebensraum schaffen und die Probleme, die im häuslichen Umfeld entstanden sind, durch Wegschieben nicht nachhaltig lösen.

Was unterscheidet die Lebensweltorientierte Arbeit von klassischen Ansätzen?

Sie versteht Probleme nicht als Defizite des Individuums, sondern als Schwierigkeiten der Lebensbewältigung, und setzt direkt am Alltag und den Ressourcen der Klienten an.

Was ist das Fazit der Arbeit bezüglich der Lösung von Jugendgewalt?

Es wird betont, dass Repression und Wegsperren keine nachhaltigen Lösungen bieten; stattdessen sollten frühzeitige, lebensweltorientierte Hilfen, die Familien stärken, priorisiert werden.

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Résumé des informations

Titre
Soziale Probleme und sozialpädagogisches Handeln. Entstehung und Ursachen von Gewalt bei Jugendlichen
Université
University of Zurich  (Institut für Erziehungswissenschaft)
Cours
Soziale Problemfelder
Note
5
Auteur
Sonja Gross (Auteur)
Année de publication
2013
Pages
14
N° de catalogue
V313528
ISBN (ebook)
9783668131491
ISBN (Livre)
9783668131507
Langue
allemand
mots-clé
Kriminalität Gewalt Soziale Probleme Jugend
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Sonja Gross (Auteur), 2013, Soziale Probleme und sozialpädagogisches Handeln. Entstehung und Ursachen von Gewalt bei Jugendlichen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313528
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Extrait de  14  pages
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