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Ertragsteuerliche Würdigung vermögensverwaltender Personengesellschaften im Bereich der Immobilienverwaltung

Titre: Ertragsteuerliche Würdigung vermögensverwaltender Personengesellschaften im Bereich der Immobilienverwaltung

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2015 , 36 Pages , Note: 1,5

Autor:in: Paul Volkwein (Auteur)

Gestion d'entreprise - Comptabilité, Fiscalité
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Résumé Extrait Résumé des informations

Gerade in Zeiten der Niedrigzinspolitik wird nicht nur in Deutschland vermehrt in „feste Werte“ investiert und der Immobilienmarkt erfährt immer weiter große Wertsteigerungen. Doch nicht nur Einzelpersonen versuchen ihr Vermögen sinnvoll anzulegen – häufig werden nicht zuletzt durch Erbfälle Immobilien im Familienbesitz von einer Personenmehrheit gehalten und verwaltet. Dabei kommen verschiedenste Gesellschaftsformen in Betracht, unter anderem die der rein vermögensverwaltenden Personengesellschaften als GbR, OHG oder KG. Diese Arbeit setzt sich mit der ertragsteuerlichen Behandlung dieser Form der Personengesellschaften auseinander.

Im Gegensatz zur Mitunternehmerschaft gemäß § 15 Abs. 1 S.1 Nr. 2 EStG kennt das Steuerrecht kein Gesamtkonzept zur Besteuerung rein vermögensverwaltender Personengesellschaften im Rahmen der Ertragsteuern. Vielmehr gibt es zahlreiche einzelne Normen und teils sehr ausführliche Rechtsprechung und Verwaltungsmeinungen.

Zwar unterliegen Personengesellschaften weder der Einkommen- noch Körperschaftsteuerpflicht, dennoch können gesamthänderisch steuerbare Einkünfte erzielt werden. Dabei entstehen zahlreiche Fragen, die unter anderem auf die Lösung von Qualifikationskonflikte oder Zurechnungsschwierigkeiten abzielen. An vielen Stellen steht dabei die steuerliche Bruchteilsbetrachtung der vermögensverwaltenden Personengesellschaft im Mittelpunkt.

Diese führt in weiten Teilen zu bedeutsamen Unterscheiden im Vergleich zur Besteuerung gewerblicher Personengesellschaften. Inwiefern dabei Vor- und Nachteile für immobilienverwaltende Personengesellschaften und deren Gesellschafter entstehen und wie sich diese Nutzen bzw. Vermeiden lassen, soll in der vorliegenden Arbeit erörtert werden, wobei der Bruchteilsbetrachtung im Vergleich zur Gesamthandsbetrachtung eine wesentliche Beachtung zukommt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Definitionen und rechtliche Einordnung

1.1. Zivilrechtliche Einordnung vermögensverwaltender Personengesellschaften

1.1.1. Rechtsformen

1.1.2. Vermögensverwaltung

1.2. Steuerrechtliche Einordnung der Vermögensverwaltung durch Personengesellschaften

1.2.1. Vermögensverwaltung im Allgemeinen

1.2.2. Grenzen der Vermögensverwaltung durch gewerbliche Infektion und Prägung

1.2.3. Grenzen der Vermögensverwaltung durch gewerblichen Grundstückshandel, gewerbliche Vermietung und Betriebsaufspaltung

1.3. Gegenüberstellung des zivil- und steuerrechtlichen Vermögensverwaltungsbegriffs

2. Ertragsbesteuerung vermögensverwaltender Personengesellschaften

2.1. Systematische Einordnung

2.1.1. Qualifikation der Einkünfte

2.1.2. Personengesellschaft als Steuersubjekt

2.1.2.1. Einkünfteerzielungsabsicht und Vorliegen der Vermögensverwaltung

2.1.3. Bruchteilsbetrachtung i.S.d. § 39 Abs. 3 Nr. 2 AO

2.2. Ermittlung des Einkommens

2.2.1. Buchführungs- und Bilanzierungspflicht

2.2.1.1. Handelsrechtliche Bilanzierungspflicht

2.2.1.2. Steuerliche Bilanzierungspflicht

2.2.2. Überschusseinkünfte im Rahmen der Vermietung und Verpachtung

2.2.2.1. Einkünfteermittlung und Zurechnung

2.2.2.2. Sondereinnahmen und Sonderwerbungskosten der Ergänzungsrechnung

3. Spezielle Rechtsgeschäfte im Rahmen der Vermietung und Verpachtung

3.1. Grundstücksüberlassung durch Gesellschafter

3.1.1. Einbringung von Grund und Boden

3.1.1.1. Vermietung zwischen Gesellschaft und Gesamthand

3.2. Auswirkungen von Veräußerungen im Rahmen der Vermögensverwaltung

3.2.1. Auswirkung privater Veräußerungsgeschäfte und Bruchteilsbetrachtung

3.2.1.1. Veräußerung von Gesellschaftsanteilen

3.2.1.2. Grundstücksveräußerungen

3.2.1.2.1. Veräußerung durch die Gesellschaft an Dritte

3.2.1.2.2. Veräußerung zwischen Gesellschaft und Gesellschafter

3.2.1.2.3. Mischfälle der Veräußerung

3.2.2. Gewerblicher Grundstückshandel als Folge der Veräußerung

3.2.2.1. Gesellschaft als Grundstückshändler

3.2.2.2. Gesellschafter als Grundstückshändler

4. Fazit

4.1. Anwendung der Gesamthands- und Bruchteilsbetrachtung

4.2. Kritische Würdigung der ertragsteuerlichen Auswirkungen

Zielsetzung & Themen

Das primäre Ziel dieser Arbeit ist die ertragsteuerliche Analyse von vermögensverwaltenden Personengesellschaften, insbesondere im Kontext der Immobilienverwaltung. Die Arbeit untersucht die Abgrenzung zur gewerblichen Tätigkeit und beleuchtet die komplexen steuerlichen Implikationen, die sich aus der Anwendung der Bruchteilsbetrachtung gegenüber der gesamthänderischen Betrachtung ergeben.

  • Ertragsteuerliche Einordnung vermögensverwaltender Personengesellschaften
  • Differenzierung zwischen Bruchteils- und Gesamthandsbetrachtung
  • Steuerliche Behandlung von Vermietung und Verpachtung
  • Abgrenzung zum gewerblichen Grundstückshandel
  • Auswirkungen von Veräußerungsvorgängen auf Gesellschafterebene

Auszug aus dem Buch

1.2.3. Grenzen der Vermögensverwaltung durch gewerblichen Grundstückshandel, gewerbliche Vermietung und Betriebsaufspaltung

Nach obiger Betrachtung ist bei reiner Fruchtziehung regelmäßig vom Vorliegen der Vermögensverwaltung auszugehen. In Bezug auf Immobilienverwaltung und -vermietung wurden insbesondere von der Rechtsprechung weitere Abgrenzungen zum Gewerbebetrieb entwickelt; zum einen die gewerbliche Vermietung und zum anderen den gewerblichen Grundstückshandel. So ist bei erster Alternative das Hinzutreten von besonderen Umständen ausschlaggebend für eine gewerbliche Vermietung, unter anderem die Erfordernis einer Unternehmensorganisation auf Grund nicht üblicher Sonderleistungen des Vermieters oder des häufigen Wechsels der Mieter. Diese Sonderleistungen dürften regelmäßig bei Ferienwohnungen und zusätzlichen Vermittlungsleistungen gegeben sein oder beispielsweise in Form von Werbe-, Service oder Wartungsleistungen vorliegen, sobald die Vermietung nur noch Teil einer über diese hinausgehenden Gesamtleistung darstellt.

Doch auch die Größe oder Anzahl der vermieteten Objekte führt nicht zu einem Gewerbebetrieb, selbst wenn „ein in kaufmännischer Weise eingerichteter Geschäftsbetrieb“ erforderlich ist. Ebenfalls kann als zweite Alternative der gewerbliche Grundstückshandel zur Annahme eines Gewerbebetriebs führen. Diese liegt insbesondere bei sich wiederholenden An- und Verkäufen von Grundstücken bei Überschreitung der „Drei-Objekt-Grenze“ innerhalb eines Fünfjahreszeitraumes vor, was als Indiz für den gewerblichen Grundstückshandel vom BFH entwickelt wurde. Da in dieser Arbeit lediglich auf die reine Vermögensverwaltung in Form der Fruchtziehung durch die Erzielung von Mieteinnahmen abgestellt wird, sollen diese Abgrenzungen zum Gewerbebetrieb nicht vertieft betrachtet werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Definitionen und rechtliche Einordnung: Dieses Kapitel erläutert die zivilrechtlichen Rechtsformen und den Begriff der Vermögensverwaltung sowie deren steuerrechtliche Abgrenzung vom Gewerbebetrieb.

2. Ertragsbesteuerung vermögensverwaltender Personengesellschaften: Hier wird die systematische Einordnung, die Rolle der Personengesellschaft als Steuersubjekt sowie die spezifische Gewinn- und Einkünfteermittlung untersucht.

3. Spezielle Rechtsgeschäfte im Rahmen der Vermietung und Verpachtung: Dieses Kapitel widmet sich den steuerlichen Konsequenzen bei Grundstücksübertragungen sowie den Auswirkungen von Veräußerungsgeschäften auf die steuerliche Einstufung.

4. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse der Bruchteilsbetrachtung zusammen und würdigt kritisch die steuerlichen Vor- und Nachteile gegenüber der gewerblichen Mitunternehmerschaft.

Schlüsselwörter

Vermögensverwaltung, Personengesellschaft, Bruchteilsbetrachtung, Gesamthandsbetrachtung, Ertragsteuer, Immobilienverwaltung, Grundstückshandel, Drei-Objekt-Grenze, Vermietung, Verpachtung, Steuerrecht, Einkünfteermittlung, Gewerbliche Infektion, Betriebsaufspaltung, Spekulationsfrist

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die ertragsteuerliche Behandlung von vermögensverwaltenden Personengesellschaften, die sich primär mit der Verwaltung von Immobilien befassen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Abgrenzung zur gewerblichen Tätigkeit, die steuerliche Einordnung der Einkünfte sowie die Auswirkungen von Veräußerungen von Grundstücken oder Gesellschaftsanteilen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die steuerlichen Vor- und Nachteile dieser Gesellschaftsform aufzuzeigen und insbesondere zu klären, wie die Bruchteilsbetrachtung die Besteuerung der Gesellschafter beeinflusst.

Welche wissenschaftliche Methode findet Anwendung?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Auswertung steuerrechtlicher Normen, der aktuellen Rechtsprechung des Bundesfinanzhofs (BFH) sowie einschlägiger Fachliteratur.

Was umfasst der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil analysiert die rechtliche Einordnung, die Ermittlung des Einkommens (inklusive Sonder- und Ergänzungsrechnungen) sowie die steuerlichen Folgen spezieller Rechtsgeschäfte wie Grundstücksveräußerungen.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Wesentliche Begriffe sind Vermögensverwaltung, Bruchteilsbetrachtung, Personengesellschaft, Grundstückshandel und Einkünfteerzielung.

Wie unterscheidet sich die steuerliche Behandlung bei der Immobilienvermietung?

Im Gegensatz zu gewerblichen Unternehmen unterliegen diese Gesellschaften nicht der Gewerbesteuer, sofern sie nicht gewerblich geprägt sind, was jedoch eine genaue Abgrenzung erfordert.

Welche Bedeutung hat die sogenannte Drei-Objekt-Grenze?

Sie dient als wichtiges Indiz für die Abgrenzung zwischen privater Vermögensverwaltung und gewerblichem Grundstückshandel, deren Überschreiten die steuerliche Qualifikation der Einkünfte ändern kann.

Warum ist die Bruchteilsbetrachtung für Gesellschafter so wichtig?

Sie ermöglicht eine anteilige Zurechnung der Wirtschaftsgüter an die Gesellschafter, was Auswirkungen auf Haltefristen und die steuerliche Beurteilung von Veräußerungsvorgängen hat.

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Résumé des informations

Titre
Ertragsteuerliche Würdigung vermögensverwaltender Personengesellschaften im Bereich der Immobilienverwaltung
Université
Baden-Wuerttemberg Cooperative State University (DHBW)
Note
1,5
Auteur
Paul Volkwein (Auteur)
Année de publication
2015
Pages
36
N° de catalogue
V313827
ISBN (ebook)
9783668126855
ISBN (Livre)
9783668126862
Langue
allemand
mots-clé
Personengesellschaft Vermögensverwaltung Ertragsteuern Vermietung und Verpachtung VuV vermögensverwaltende Gesamthand Bruchteilsgesellschaft Bruchteilsgemeinschaft
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Paul Volkwein (Auteur), 2015, Ertragsteuerliche Würdigung vermögensverwaltender Personengesellschaften im Bereich der Immobilienverwaltung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313827
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Extrait de  36  pages
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