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Die Behandlung von Alkoholabhängigkeit. Das Suchthilfesystem und weitere Therapieansätze

Título: Die Behandlung von Alkoholabhängigkeit. Das Suchthilfesystem und weitere Therapieansätze

Texto Academico , 2011 , 52 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Dörthe Badenschier (Autor)

Ciencias sociales (General)
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Die Einstellung in der Bevölkerung zum Thema Alkohol ist ambivalent. Viele Menschen wissen wenig über das Phänomen der Alkoholabhängigkeit und können „... sich gar nicht vorstellen, dass die beruflich und gesellschaftlich anerkannten und erfolgreichen Konsumenten legaler Drogen an einer ernstzunehmenden Krankheit oder Störung leiden sollen“ (Trost 2002, S. 278). Das Thema wird unter den Konsumenten nicht ernst genug genommen, wodurch bis zu einer effektiven Behandlung oft viele Jahre vergehen.

Die Frage, ab wann der Genuss von Alkohol zu einer behandlungsbedürftigen Krankheit wird, stellt sich nicht nur dem einen oder anderen Konsumenten, sondern auch vielen Fachleuten. Aufgrund erheblicher Verträglichkeitsunterschiede zwischen den Konsumenten ist es nicht nur eine Frage der konsumierten Menge, ob eine Alkoholabhängigkeit entsteht. Mit der Menge des Alkohols steigt jedoch das individuelle Risiko, alkoholbedingt zu erkranken sowie für sich und Andere physischen, psychischen und sozialen Schaden zu verursachen.

Diese Arbeit ist vor allem auf die die Behandlungsinhalte und -formen der Alkoholabhängigkeit im deutschen Suchthilfesystem fokussiert.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Behandlung der Alkoholabhängigkeit

2.1 Behandlungsphasen

2.2 Suchthilfesystem

2.2.1 Suchthilfe in der Kontaktphase

2.2.2 Suchthilfe in der Phase der Entgiftung

2.2.3 Suchthilfe in der Phase der Entwöhnung

2.2.4 Suchthilfe in der Phase der Nachsorge

2.3 Prinzipien und Ziele der Behandlung

2.4 Therapieansätze in der Behandlung alkoholabhängiger Menschen

2.4.1 Verhaltenstherapie

2.4.2 Psychoanalytische Therapie

2.4.3 Systemische Therapie

2.4.4 Soziotherapie

3 Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Integration des verhaltenstherapeutischen Community Reinforcement Approach (CRA) als Tätigkeitsfeld der Sozialen Arbeit innerhalb des komplexen deutschen Suchthilfesystems, um Versorgungslücken zu schließen und die Vernetzung der Hilfsangebote zu optimieren.

  • Struktur und Phasen der Behandlung von Alkoholabhängigkeit in Deutschland
  • Rolle der Sozialen Arbeit im multiprofessionellen Suchthilfesystem
  • Der Community Reinforcement Approach (CRA) als verhaltenstherapeutischer Ansatz
  • Bedeutung der Motivationsarbeit und Rückfallprävention
  • Herausforderungen in der Vernetzung und Finanzierung von Suchthilfeangeboten

Auszug aus dem Buch

2.4.1 Verhaltenstherapie

Der von dem US-amerikanischen Psychologen John Broadus Watson (1878-1958) begründete Behaviorismus stellt eine psychologische Schule dar, die das Verhalten nach dem Vorbild der Naturwissenschaften untersucht. Der traditionelle Behaviorismus richtet seinen Blick ausschließlich auf das beobachtbare Verhalten (messbare Abhängigkeit zwischen Reizen und Reaktionen) und nicht auf das Bewusstsein des Menschen. (Vgl. Davison, Neale und Hautzinger 2007, S. 41 und vgl. Stimmer 2000b, S. 73) Der Neo-Behaviorismus hat „... die Vorgänge des Erlebens als zu beobachtende und erschließbare Kategorien anerkannt und in die Forschung aufgenommen“ (Stimmer 2000b, S. 73).

Der Begriff der Verhaltenstherapie wurde erstmals im Jahre 1953 durch Skinner verwendet. Skinner prägte die Lerntheorie der operanten Konditionierung. Ihre Wurzeln findet diese Therapieform in den Ergebnissen der experimentellen Psychologie zum Lernen, z.B. der Lehre Pawlows von bedingten Reflexen. Pawlow prägte die Lerntheorie der klassischen Konditionierung. (Vgl. Soyka und Küfner 2008, S. 361 und vgl. Wassmann 2006, S. 9)

Ausgehend von den behavioristischen Grundzügen haftet der Verhaltenstherapie in der ursprünglichen Form „... der Ruf an, dogmatisch, technizistisch und oberflächlich ...“ (Schneider 2000c, S. 634) zu sein. Frederick Kanfer (1925-2002) trug durch die Einführung der Verhaltensgleichung des SORKC-Modells (Stimulus - Organismus - Reaktion - Kontingenz - Konsequenzen (C)) maßgeblich zur Weiterentwicklung der Verhaltenstherapie bei (vgl. Kanfer 1989 zit. n. vgl. Schneider 2000c, S. 634f.). Dieses Modell stellt eine Erweiterung des operanten Konditionierens um kognitive Elemente (Organismus) und Kontingenz dar und verhilft der Verhaltenstherapie in den letzten Jahren zur weiten Verbreitung und Anerkennung (vgl. Wiedemann 2006, S. 18-22 und vgl. Schneider 2000c, S. 635). Bischof erklärt, dass sich lerntheoretische Behandlungsansätze im Suchtbereich zunehmend durchgesetzt haben und in der Forschung zu den am besten untersuchten Behandlungsverfahren gehören (vgl. Bischof 2010, S. 162).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die medizinische und gesellschaftliche Relevanz der Alkoholabhängigkeit sowie das Ziel der Arbeit, den Community Reinforcement Approach als Tätigkeitsfeld der Sozialen Arbeit zu positionieren.

2 Behandlung der Alkoholabhängigkeit: Dieses Kapitel erläutert das vierphasige Modell der Suchthilfe sowie das komplexe deutsche Versorgungssystem inklusive seiner gesetzlichen Grundlagen.

2.1 Behandlungsphasen: Hier werden die vier Kernphasen Kontakt, Entgiftung, Entwöhnung und Nachsorge im Detail beschrieben.

2.2 Suchthilfesystem: Es wird die historische Entwicklung und die aktuelle organisatorische Struktur des Suchthilfesystems in Deutschland analysiert.

2.2.1 Suchthilfe in der Kontaktphase: Der Fokus liegt auf der Erstansprache, niedrigschwelligen Angeboten und der Bedeutung des Case Managements für den Erstkontakt.

2.2.2 Suchthilfe in der Phase der Entgiftung: Behandlungsmöglichkeiten der Akutphase, deren Finanzierung und die Bedeutung der qualifizierten Entzugsbehandlung werden hier ausgeführt.

2.2.3 Suchthilfe in der Phase der Entwöhnung: Das Kapitel behandelt die medizinische Rehabilitation, ihre Ziele im Sinne der ICF und die Rolle der Psychoedukation.

2.2.4 Suchthilfe in der Phase der Nachsorge: Hier wird die Stabilisierung der erreichten Veränderungen und die Rolle von Selbsthilfegruppen sowie professionellen Stützangeboten beschrieben.

2.3 Prinzipien und Ziele der Behandlung: Es werden grundlegende Prinzipien wie Frühzeitigkeit und Ressourcenorientierung sowie die Verschiebung vom starren Abstinenzparadigma hin zu bedarfsgerechten Zielen diskutiert.

2.4 Therapieansätze in der Behandlung alkoholabhängiger Menschen: Ein Überblick über verschiedene psychotherapeutische Ansätze wird gegeben, mit besonderem Schwerpunkt auf der Verhaltenstherapie.

2.4.1 Verhaltenstherapie: Dieses Kapitel vertieft die lerntheoretischen Grundlagen, das SORKC-Modell und Techniken wie die Verhaltensanalyse.

2.4.2 Psychoanalytische Therapie: Eine Darstellung der psychoanalytischen Perspektive auf Sucht als Symptom einer tieferliegenden Störung.

2.4.3 Systemische Therapie: Fokus auf das Individuum als Teil eines dysfunktionalen Systems und die Bedeutung der lösungsorientierten Kommunikation.

2.4.4 Soziotherapie: Beschreibung des soziotherapeutischen Ansatzes zur Optimierung des sozialen Umfelds und zur Befähigung des Klienten im Alltag.

3 Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die Passfähigkeit des CRA zur Sozialen Arbeit zusammen und plädiert für verbindliche Kooperationsstrukturen in der Kommune.

Schlüsselwörter

Alkoholabhängigkeit, Soziale Arbeit, Suchthilfesystem, Community Reinforcement Approach, CRA, Verhaltenstherapie, Rehabilitation, Entwöhnung, Nachsorge, Case Management, Motivationsarbeit, Rückfallprävention, biopsychosoziales Modell, Lebensweltorientierung, Empowerment.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die theoretische und praktische Implementierung des Community Reinforcement Approach (CRA) als ein spezifisches Tätigkeitsfeld für Sozialarbeiter im deutschen Suchthilfesystem.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen das deutsche Suchthilfesystem, die verschiedenen Phasen der Entwöhnungsbehandlung, therapeutische Verfahren wie die Verhaltenstherapie sowie die Rolle der Sozialen Arbeit bei der sozialen Integration.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist aufzuzeigen, wie sich der verhaltenstherapeutische Ansatz CRA in das deutsche System integrieren lässt, um eine bedarfsgerechte, vernetzte und lösungsorientierte Hilfe für alkoholabhängige Menschen zu gewährleisten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender Konzepte zur Suchttherapie und einer Untersuchung der Interdisziplinarität im deutschen Suchthilfesystem.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben den Phasen der Behandlung (Kontakt, Entzug, Entwöhnung, Nachsorge) vier wichtige Therapieansätze (Verhaltenstherapie, Psychoanalyse, Systemische Therapie, Soziotherapie) detailliert gegenübergestellt.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Alkoholabhängigkeit, Soziale Arbeit, Community Reinforcement Approach, Suchthilfesystem, Rehabilitation, Case Management und Rückfallprävention.

Inwiefern unterscheidet sich das CRA von anderen Therapieansätzen?

Das CRA zeichnet sich durch seinen starken Fokus auf die soziale Verstärkung und die aktive Einbeziehung des individuellen Umfelds des Betroffenen aus, wobei es Beratung und Therapie im sogenannten Counseling vereint.

Welche Bedeutung kommt der Sozialen Arbeit im CRA zu?

Die Soziale Arbeit übernimmt im CRA eine zentrale Rolle bei der Prozesssteuerung, der Vernetzung mit kommunalen Akteuren und der Unterstützung bei der Lebensweltorientierung des Klienten.

Wie bewertet die Autorin die zukünftige Entwicklung der Suchthilfe?

Die Autorin plädiert für den Abbau von hierarchischen Strukturen zwischen Professionen und fordert verbindliche Kooperationsvereinbarungen zwischen der Suchthilfe und Institutionen wie der Arbeitsagentur, Justiz und Hausärzten.

Final del extracto de 52 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Behandlung von Alkoholabhängigkeit. Das Suchthilfesystem und weitere Therapieansätze
Universidad
Kiel University of Applied Sciences
Calificación
1,0
Autor
Dörthe Badenschier (Autor)
Año de publicación
2011
Páginas
52
No. de catálogo
V313865
ISBN (Ebook)
9783668133716
ISBN (Libro)
9783668133723
Idioma
Alemán
Etiqueta
behandlung alkoholabhängigkeit suchthilfesystem therapieansätze
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Dörthe Badenschier (Autor), 2011, Die Behandlung von Alkoholabhängigkeit. Das Suchthilfesystem und weitere Therapieansätze, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313865
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