Übersetzung und Reflexion des Übersetzungsprozesses


Hausarbeit, 2007
13 Seiten

Leseprobe

Inhalt

1. Übersetzung des Ausgangstextes

2. Übersetzungsprozess
2.1. Rezeptive Phase
2.2. Hilfsmittel
2.3. Sprachliche Probleme
2.4. Syntaxbezogene Probleme

3. Reflexion

4. Quellenangaben

1. Übersetzung des Ausgangstextes

WoolFusion® Technologie

WoolFusion® ist unsere einzigartige Technologie, die Bridgedale von anderen Sockenmarken unterscheidet. Bridgedales WoolFusion® Technologie kombiniert die qualitativ hochwertigsten natürlichen Garne Merinowolle und Tough Wool und verbindet sie mit Hochleistungsmikrofaserns wie Coolmax® oder Endurofil™.

Diese einzigartige Technologie ergibt Socken von höchster Qualität. Wool Fusion® bieten höchsten, dauerhaften Komfort: die Socken sind warm wenn sie es sein müssen und leitfähig, wenn Feuchtigkeit austritt. Alles in Allem sind die Socken besonders bequem und strapazierfähig – das ist dauerhafter Komfort.

24.09.2007 │ Vielen Dank Bridgedale

Artikel von: Mrs. Wendy Wearing (57) England

Ich wollte Ihnen nur ein paar Zeilen schreiben, um sie wissen zu lassen, was für großartige Wandersocken Sie herstellen.

Vor einigen Monaten dachte ich, ich müsse meine Liebe zum Wandern in den Cumbrian Fells, wo wir jetzt leben, aufgeben. Jedes Mal, wenn ich wandern ging, hatte ich schmerzhafte Druckstellen unter meinen Fußballen sowie heiße Füße, was nur durch regelmäßiges Rasten gelindert werden konnten. Obwohl ich ein gutes Paar Raichle Wanderschuhe habe, hat mir das natürlich die Lust am Wandern genommen. Durch Zufall bin ich in einem Trekkingfachgeschäft gelandet und habe Ihre Informationsbroschüre über Socken, die sehr hilfreich und informativ ist, gelesen. Ich habe mir ein Paar „Bridgedale Womens Comfort Summit“ zum Testen gekauft und habe es bis heute nicht bereut. Später bin ich sogar noch einmal in den Laden gegangen und habe mir ein zweites Paar gekauft. Die Veränderung ist unglaublich, ich gehe jetzt wandern und vergesse meine Füße, stattdessen genieße ich die Landschaft. Ich werde die Socken ohne Zweifel jedem weiterempfehlen und mein Mann trägt sie mittlerweile auch.

Nochmals vielen Dank

Bridgedale Socken machen einen Unterschied weil … Ich jetzt wandern gehe ohne an meine Füße denken zu müssen.

2. Übersetzungsprozess

2.1. Rezeptive Phase

Ich habe mich für den englischen Ausgangstext (AT) entschieden, da es sich hierbei um zwei verschiedene Textsorten handelt, die bearbeitet werden müssen. Hier hat man die Chance verschiedene Stile zu verwenden und in jedem Text gibt es eigene sprachliche und syntaxbezogene Probleme, die gelöst werden müssen, was mich sehr interessiert hat.

Bevor ich mit dem Übersetzen des ATs angefangen habe, habe ich mir Gedanken zur Textsorte gemacht. Luise Liefländer Koisten schreibt „Nach Stolze (1982: 107) kann Textsorte allgemein definiert werden als „eine Menge von Texten mit gemeinsamen internen und externen Merkmalen, die sich von anderen Texten signifikant abheben.““ (Liefländer Koisten 1993: 129). Die Textsorten, die ich vor mir liegen habe, sind zum einen eine Produktinformation, sowie ein Erfahrungsbericht bzw. eine Kundenrezession über ein Produkt.

Im nächsten Schritt habe ich mir einen Paralleltext zu der Produktinformation über ein ähnliches Material (Coolmax®) durchgelesen. Auf der deutschsprachigen Internetseite des Trekkingladens „Globetrotter“ gibt es eine sehr umfangreiche Auflistung von Materialinformationen. Unter anderem wird auch über die Materialeigenschaften von Coolmax® informiert, welches im AT vorkommt. Diesen Text habe ich als Anhaltspunkt genommen, wie man eine solche Produktbeschreibung anfertigt. Der Text auf der „Globetrotter“ - Internetseite ist aber in einem ganz anderen Stil geschrieben als der AT. Ich habe mich entschieden, hier das britische Muster beizubehalten und nicht, wie im deutschen Text, viele bildliche Darstellungen zu verwenden (z.B. „Coolmax nimmt Abschied vom klammen Gefühl auf der Haut“). Im deutschen Text sind auch schwierigere Wörter, die der Verbraucher unter Umständen nicht verstehen könnte, wie Kapillarität, in Klammern im Anschluss an das Wort erklärt. Ich finde diese Methode sehr gut, denn nicht jeder Kunde, der sich Wandersocken kauft, verfügt über die komplette Fachterminologie. Solche Fachterminologie habe ich in meinem AT und somit im Zieltext (ZT) nicht. Ich habe mich demnach, nach dem Lesen von meinem Paralleltext, entschieden, das Muster der englischen Firma beizubehalten. In meinen Augen spiegelt dies auch eine Art „Cooperate Design“ wieder. Und da es zwischen der deutschen und englischen Kultur im Bezug auf diesen Text nicht viele Unterschiede gibt, braucht man auch nicht viel im ZT ändern bzw. an Informationen hinzuzufügen.

Als nächstes habe ich mir Gedanken über die textinternen Faktoren gemacht. Wie schon in der Arbeitsanweisung angegeben, ist die Firma Bridgedale der Auftraggeber, der eine Webseite (Medium) für seine zukünftigen deutschen Kunden (Adressat) erstellen möchte. Obwohl es zwei verschiedene Textsorten sind die hier vorliegen, habe ich zum Kundenblogtext keine weiteren Angaben zu machen, da dieser Text zwar einen anderen Autor hat (die zufriedene Kundin) aber dennoch vom Auftraggeber (Bridgedale) ausgesucht worden ist, um auf der Homepage der Firma über Kundeneindrücke zu berichten. Im Anschluss daran habe ich mich, nach einmaligem durchlesen des ZTs mit den textinternen Faktoren beschäftigt. Der erste Text (die Produktbeschreibung) handelt (Thema) von den technischen Eigenschaften des Produktes, welches die Firma auf den deutschen Markt bringen möchte. Im zweiten Text (Kundenrezession) geht es um Erfahrungen, die eine zufriedene Kundin gemacht hat. Als nächstes habe ich mir Gedanken darüber gemacht, ob es zwischen dem britischen und dem deutschen Kulturkreis Unterschiede gibt, die, vor allem in der Kundenrezession, Schwierigkeiten aufwerfen könnten. Außer der geografischen Bezeichnung „Cumbrian Fells“ und der Erwähnung des Kaufhauses „Millets“ (auf die ich später näher eingehe) habe ich aber nichts gefunden, was beim deutschen Leser Schwierigkeiten hervorrufen könnte. Im ersten Text ist zwar sehr viel Fachterminologie vorhanden, die aber in solchen Textsorten üblich ist und auch nicht übersetzt werden muss (siehe sprachliche Probleme). Es handelt sich vor allem um Produktnamen von Garnen zur Herstellung des Produktes welches beworben wird.

Ich habe mir im Vorhinein auch Gedanken zu der Gestaltung des Textes gemacht und, da ich einen Übersetzungsauftrag für eine Internetseite erhalten habe, mich dazu entschlossen keinerlei andere Formatierungen des Textes (Absätze, Fettdruck etc.) zu verwenden, als die, die im AT gegeben waren. Dies hilft dem Webdesigner nachher den Text einfacher in die Seite einfügen zu können.

[...]

Ende der Leseprobe aus 13 Seiten

Details

Titel
Übersetzung und Reflexion des Übersetzungsprozesses
Autor
Jahr
2007
Seiten
13
Katalognummer
V313888
ISBN (eBook)
9783668133303
ISBN (Buch)
9783668133310
Dateigröße
507 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
übersetzung, übersetzungstheorie
Arbeit zitieren
Andrea Deubel (Autor), 2007, Übersetzung und Reflexion des Übersetzungsprozesses, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313888

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