Durch den stetig wachsenden Unternehmensdruck ist eine gewinnmaximierende Produktionsstrategie essentiell, um am Markt erfolgreich zu bleiben. Bestandteil einer solchen Produktionsstrategie kann ein Produktionsplanungs- und -steuerungssystem (im folgenden Text durch PPS-Systeme abgekürzt) sein.
Unter PPS-Systemen versteht man computergestützte Systeme, welche die einzelnen Arbeitsschritte des Produktionsprozesses unterstützen und erleichtern sollen. Ein solches System strebt Ziele wie die Reduzierung der Lagerbestände, Rüstzeiten und Liegezeiten an und versucht dadurch, zu einer kostenminimierenden Produktion beizutragen. Hauptbestandteile von PPS-Systemen sind die Produktionsplanung und die Produktionssteuerung. Die Produktionsplanung definiert die Schritte, wie man ein Produkt fertigt, während die Produktionssteuerung genau beschreibt, wann welcher Arbeitsschritt auf welcher Maschine durchgeführt wird.
Nach der Einleitung werden im Kapitel zwei die Grundlagen von PPS-Systemen beschrieben. Beginnend mit einer Begriffsdefinition sowie mit Erklärungen werden die zentralen Inhalte dargestellt. Weiterführend wird die Produktionsplanung und die Produktionssteuerung isoliert betrachtet, ebenso die Ziele und die Entwicklung von PPS-Systemen. Die Rahmenbedingungen mit den Herausforderungen und den An-forderungen bilden die Grundlage, um die Ziele zu erreichen.
Im dritten Kapitel wird das PPS-System mit den Teilbereichen der Planung und den Teilbereichen der Steuerung grafisch dargestellt. Des Weiteren werden die einzelnen Module aufgezählt und erklärt.
Danach werden im vierten Kapitel PPS-Systeme kritisch betrachtet. Zunächst erfolgt die Beurteilung traditioneller PPS-Systeme, indem Kritikpunkte wie das Durchlaufzeitsyndrom behandelt werden. Höhere wirtschaftliche Relevanz zeigen indes moderne PPS-Systeme, auf die im darauffolgenden Abschnitt näher eingegangen wird. Um aufzuzeigen wie moderne PPS-Systeme mithilfe von Unterstützungsmöglichkei-ten funktionieren, werden das Manfucaturing Resource Planning-Konzept – im folgenden Text als MRP II-Konzept abgekürzt - Expertensysteme und Fuzzy-Systeme erläutert. Abschließend werden Fehler bei der Auswahl und Einführung von PPS-Systemen, sowie umweltorientierte Maßnahmen beleuchtet.
Das fünfte Kapitel beinhaltet eine Zusammenfassung, sowie Schlussfolgerungen mit Ausblick.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Problemstellung
1.2 Gang der Arbeit
2 Grundlagen der Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme
2.1 Definition der Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme
2.2 Ziele der Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme
2.3 Entwicklung der Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme
2.4 Rahmenbedingungen der Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme
3 Module der Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme
3.1 Module der Planung
3.1.1 Primärbedarfsplanung
3.1.2 Materialbedarfsplanung
3.1.3 Durchlaufterminierung
3.1.4 Kapazitätsabgleich
3.2 Module der Steuerung
3.2.1 Auftragsfreigabe
3.2.2 Reihenfolgeplanung
3.2.3 Betriebsdatenerfassung und -kontrolle
4 Kritische Betrachtung der Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme
4.1 Beurteilung von traditionellen Produktionsplanungs- und -steuerungssystemen
4.2 Beurteilung von modernen Produktionsplanungs und -steuerungssystemen
4.3 Fehler bei der Auswahl und Einführung von Produktionsplanungs- und -steuerungssystemen
4.4 Umweltorientiere Maßnahmen in Produktionsplanungs- und -steuerungssystemen
5 Zusammenfassung und Ausblick
Zielsetzung & Themen
Das primäre Ziel dieser Arbeit ist es, einen fundierten Überblick über Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme (PPS-Systeme) zu geben, deren Funktionsweise zu erläutern und eine kritische Auseinandersetzung mit sowohl traditionellen als auch modernen Ansätzen zu ermöglichen. Dabei wird analysiert, wie diese Systeme Unternehmen dabei unterstützen, Produktionsprozesse effizienter zu gestalten, Herausforderungen bei der Implementierung zu meistern und umweltorientierte Anforderungen zu integrieren.
- Grundlagen und Definitionen von PPS-Systemen
- Strukturierung der Planungs- und Steuerungsmodule
- Kritische Analyse von traditionellen gegenüber modernen PPS-Systemen
- Moderne technologische Unterstützung durch MRP II, Expertensysteme und Fuzzy-Logik
- Herausforderungen bei Auswahl und Implementierung von PPS-Systemen
- Integration umweltorientierter Maßnahmen (UPPS-Systeme)
Auszug aus dem Buch
2.1 Definition der Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme
„Das PPS-System hat die Aufgabe, aufgrund erwarteter und/oder vorliegender Kundenaufträge den mengenmäßigen und zeitlichen Produktionsablauf unter Beachtung der verfügbaren Ressourcen durch Planvorgaben festzulegen, diese zu veranlassen sowie überwachen und bei Abweichungen Maßnahmen zu ergreifen, so dass bestimmte betriebliche Ziele erreicht werden.“7
Produktionsplanungs- und –steuerungssysteme sind computergestützte Systeme, welche die alltäglichen Aufgaben einer Produktionsabteilung erleichtern. Zu diesen Aufgaben zählen die Planung und Steuerung und die Überprüfung und Sicherung der Fertigungsprozesse.8 Sie müssen dafür sorgen, dass die Fertigungsaufträge zu den gewünschten Lieferterminen und mit geringstmöglichen Kosten ausgeführt werden.9 PPS-Systeme sind eine abgeleitete Form von den Decision Support-Systemen (Entscheidungsunterstützungssysteme).10
Zu Beginn waren die zentralen Aufgaben der PPS die Mengenplanung, sowie die Terminplanung in der Fertigung. Durch die stetig steigende Komplexität hat sich der Aktionsbereich auf die gesamten betriebswirtschaftlichen Tätigkeiten erweitert.11 Der gesamte Produktionsplanungs- und -steuerungsprozess verläuft sukzessiv, das heißt, es werden zuerst die Teilbereiche der Planung und anschließend die Teilbereiche der Steuerung abgearbeitet.12
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Bedeutung von Produktionsplanungs- und -steuerungssystemen für eine gewinnmaximierende Produktionsstrategie ein und erläutert den weiteren Gang der Arbeit.
2 Grundlagen der Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme: Hier werden Definitionen, Ziele und die historische Entwicklung der PPS-Systeme beschrieben sowie die Rahmenbedingungen dargelegt, die für eine erfolgreiche Anwendung notwendig sind.
3 Module der Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme: Dieses Kapitel visualisiert das PPS-System in seine Teilbereiche Planung und Steuerung und erläutert die spezifischen Aufgaben der jeweiligen Module.
4 Kritische Betrachtung der Produktionsplanungs- und -steuerungssysteme: Dieser Abschnitt bewertet traditionelle sowie moderne Ansätze, diskutiert Fehler bei der Auswahl und Einführung von Systemen und beleuchtet umweltorientierte Maßnahmen.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und gibt einen Ausblick auf die Notwendigkeit zukünftiger Forschung, insbesondere hinsichtlich KI-basierter Systeme und umweltorientierter PPS-Lösungen.
Schlüsselwörter
Produktionsplanung, Produktionssteuerung, PPS-System, Fertigungsprozess, Durchlaufterminierung, Kapazitätsabgleich, Auftragsfreigabe, Reihenfolgeplanung, MRP II, Expertensysteme, Fuzzy-Logik, UPPS-System, Produktionsprogrammplanung, Materialbedarfsplanung, Effizienz.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Vorstellung und einer kritischen Betrachtung von Systemen zur Produktionsplanung und -steuerung (PPS) in Unternehmen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Zentrale Felder sind die Struktur der Planungs- und Steuerungsmodule, die Abgrenzung von traditionellen zu modernen Systemen sowie die Herausforderungen bei Einführung und nachhaltiger Gestaltung unter ökologischen Aspekten.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, einen umfassenden Überblick über die Funktionsweise moderner PPS-Systeme zu liefern und aufzuzeigen, wie diese zur Effizienzsteigerung und Erreichung von Unternehmenszielen beitragen können.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, in der aktuelle Konzepte und technologische Ansätze zur Produktionsoptimierung auf Basis existierender wissenschaftlicher Quellen theoretisch fundiert dargestellt werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der PPS-Module, die kritische Beurteilung von traditionellen und modernen Systemansätzen sowie die Diskussion von Auswahlfehlern und umweltorientierten Erweiterungen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Produktionsplanung, Produktionssteuerung, PPS-System, Fertigungsprozess, Kapazitätsabgleich, MRP II und umweltorientierte Maßnahmen charakterisiert.
Was genau ist das „Durchlaufzeitsyndrom“?
Das Durchlaufzeitsyndrom beschreibt ein Problem, bei dem Abweichungen zwischen Soll- und Ist-Durchlaufzeiten zu einer verfrühten Auftragsfreigabe führen, was wiederum die Belastung am Arbeitsplatz erhöht und die tatsächlichen Durchlaufzeiten weiter in die Länge zieht.
Welchen Vorteil bieten Expertensysteme bei der Produktionssteuerung?
Expertensysteme können komplexe Zusammenhänge in der Produktion erkennen, Muster identifizieren und Wissen von mehreren Experten bündeln, wodurch sie bei der Problemlösung unterstützen, ohne menschliche Ermüdungserscheinungen zu zeigen.
Was unterscheidet ein UPPS-System von einem Standard-PPS-System?
Ein UPPS-System (Umwelt-Produktionsplanungs- und -steuerungssystem) integriert zusätzlich spezifische umweltrelevante Daten wie Entsorgungskosten, Emissionswerte und Umweltnormen in die Planung, um die Umweltbelastung der Produktion zu minimieren.
- Citation du texte
- Lisa-Marie Jagarinec (Auteur), 2013, Grundzüge der traditionellen Produktionsplanungs- und Produktionssteuerungssyteme, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313928